Alter Thread und lange Geschichte meines Quark Chromosphere Combo, aber nun "läuft" das Material, soweit ich das beurteilen kann, tadellos. Jetzt muss nur der Anwender noch üben und Erfahrungen sammeln...
Am 14.06.2022 hatte ich endlich mal ernsthaft und mit der Absicht, "richtige" Aufnahmen zu machen, aufgebaut. Nicht "nur mal eben nochmal quick and dirty was testen".
Diesmal das langbrennweitige Setup, also APO 130 mit D-ERF (mit voller Öffnung, 125 mm eff.), Powermate 4X, Quark, ASI183MM. Das sind f = 3640 mm bzw. Blende f/29. Teleskopsteuerung über den Raspi (KStars/Ekos), aber die Kamera hing direkt am Laptop, auf dem FireCapture 2.7.10 lief. Da bekomme ich viel höhere Frameraten als bei FireCapture auf dem Pi. Aufnahmeparameter waren 16bit, Bin1x1.
Zuerst habe ich auf die Sonnenoberfläche gehalten. 1 ms Belichtungszeit (500 von 2000 Frames gestackt), da habe ich wohl einen ganz guten Seeingmoment erwischt:
Dann habe ich den Sonnenrand nach Protuberanzen abgesucht und eine einigermaßen ansehnliche gefunden und ins Visier genommen. 5.2 ms Belichtungszeit, Gain noch etwas rauf, weil ich auf jeden Fall deutlich unter 10 ms bleiben wollte. Seeing war in dem Moment wohl auch nicht so verkehrt, aber ich fand es deutlich schwieriger zu fokussieren als auf der stark strukturierten Sonnenoberfläche. Bin mir nicht sicher, ob es wirklich der optimale Fokus war:
Gestackt habe ich die Videos mit Autostakkert!3. Das Oberflächenbild habe ich noch in Registax 6 geschärft und in Affinity Photo coloriert. Die Protuberanz ist komplett in PixInsight bearbeitet (Schärfen mit Multiscale Linear Transform, dann noch bisschen Stretching, Entrauschen, Colorieren). Hat mir mehr zugesagt, weil ich meinen gewohnten PI-Werkzeugkasten verwenden kann.
Ich denke, ich werde bei dem Workflow Aufnahme=FireCapture(Laptop), Stacken=Autostakkert, Postprocessing=PI bleiben.
CS und sonnige Grüße
Bernd