Daystar Quark Gemini und seine Einstellungen

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Daniel32

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Hallo zusammen

Da ich seit ein paar Monaten den Daystar Quark Gemini besitze würde ich gerne wissen was dessen Werte bedeuten:

- H-Alpha liegt bei 6.562,8 Angstrom (soweit alle klar!)
- Die beiden Einstellknöpfe haben eine Rasterung von +/- 0,5 Angstrom in 0,1 Angstrom / Schritt. Entsprechend von 6.562,3 bis 6.563,3 Angstrom (auch noch klar!)
- Das je nach drehung der Knöpfe, sich der Kontrast ändert bzw. Links ist Blauverschiebung und Rechts Rotverschiebung (auch noch klar!)

- Lt. Hersteller hat der Chromosphäre Ethalon von 0,3 bis 0,5 Angstrom, der Protuberanz Ethalon von 0,6 bis 0,8 Angstrom FWHM
(was heißt das nun bezogen auf die 6.562,8 Angstrom bzw. +/- 0,5 Angstrom, an den Drehknöpfen???)

Danke für die Aufklärung,

schöne Grüße,
Daniel
 
Der Etalon vom Chromosphere hat ein Durchlass von 0.3-0.5A durch diesen bereich kannst du mit den Drehreglern hin und her wandern.

CS Vincent
 
- H-Alpha liegt bei 6.562,8 Angstrom (soweit alle klar!)
jap
- Die beiden Einstellknöpfe haben eine Rasterung von +/- 0,5 Angstrom in 0,1 Angstrom / Schritt.
jap
Entsprechend von 6.562,3 bis 6.563,3 Angstrom (auch noch klar!)
nein.
Die Tuning Knöpfe verschieben den Durchlass in den besagten Schritten Richtung rot bzw blau, soweit klar und richtig.
Da jedes individuelle Etalon aber immer geringfügig anders ist wegen Fertigungstoleranzen, hat jedes Quark eine individuelle Raste, auf der es bei einem gegebenen Teleskop den besten Kontrast abliefert. Kann also auch 6562,0 bis 6563,0 oder 6562,7 bis 6563,7 sein, die angestrebten 6562,8 liegen also definitiv nicht bei jedem Quark auf der Mittelstellung.
Außerdem verschiebt sich der optimale Durchlass, den man beim Etalon einstellen muss, auch noch mit dem Öffnungsverhältnis, welches durch das Quark geschickt wird. Man muss beim Quark entsprechend das Öffnungsverhältnis vom Teleskop mit 4,3 multiplizieren, damit man weiß, was deer Etalon bekommt.
Julia-CWL-shift-f-ratio-20-50-air-spaced.png

Es kann also sein, dass man bei einem sehr schnellen oder sehr langsamen Teleskop am Anschlag des Drehknopfes angelangt ist, aber dennoch nicht mehr die optimale Einstellung erreichen kann, je nach individuellem Quark.
Mein Quark zB hat bei F/26 die optimale Stellung in der -3, und bei F/32 bei -5, passt mit dem Diagramm zusammen, heißt aber auch, wenn er nun F/36 bekommt, kann ich nicht mehr 100% richtig Tunen, da es ja keine -6 Stellung mehr gibt, ich verliere also wieder etwas Kontrast. Die Schalterstellungen liegen bei jedem anderen Quark aber wie gesagt etwas anders.

- Das je nach drehung der Knöpfe, sich der Kontrast ändert bzw. Links ist Blauverschiebung und Rechts Rotverschiebung (auch noch klar!)
ja

- Lt. Hersteller hat der Chromosphäre Ethalon von 0,3 bis 0,5 Angstrom, der Protuberanz Ethalon von 0,6 bis 0,8 Angstrom FWHM
ja

(was heißt das nun bezogen auf die 6.562,8 Angstrom bzw. +/- 0,5 Angstrom, an den Drehknöpfen???)
hat damit nichts zu tun. Die 0,3-0,5 bzw 0,6-0,8Å ist die Breite der Filterung, also der Abstand der Flanken, ab wo und bis wo das Filter Licht durchlässt. Der Tuning Knopf verschiebt dieses komplette Durchlassfenster als Einheit, die Breite ändert sich dabei nicht. Man kann also nicht einfach das eine Quark zum anderen tunen.
Diese Breite bestimmt den Kontrast und die Helligkeit, je schmaler, desto besser, aber idR auch dunkler. Aber auch diese Breite hängt vom Öffnungsverhältnis ab, mit dem man das Etalon füttert, man kann also einen Chromosphere durch ein entsprechend schnelles Teleskop wie ein Prominence performen lassen.
Julia-FWHMres-f-ratio-20-50-mica-spaced.png


LG
Olli
 
Zuletzt bearbeitet:
jap

jap

nein.
Die Tuning Knöpfe verschieben den Durchlass in den besagten Schritten Richtung rot bzw blau, soweit klar und richtig.
Da jedes individuelle Etalon aber immer geringfügig anders ist wegen Fertigungstoleranzen, hat jedes Quark eine individuelle Raste, auf der es bei einem gegebenen Teleskop den besten Kontrast abliefert. Kann also auch 6562,0 bis 6563,0 oder 6562,7 bis 6563,7 sein, die angestrebten 6562,8 liegen also definitiv nicht bei jedem Quark auf der Mittelstellung.
Außerdem verschiebt sich der optimale Durchlass, den man beim Etalon einstellen muss, auch noch mit dem Öffnungsverhältnis, welches durch das Quark geschickt wird. Man muss beim Quark entsprechend das Öffnungsverhältnis vom Teleskop mit 4,3 multiplizieren, damit man weiß, was deer Etalon bekommt.
Den Anhang 354809 betrachten
Es kann also sein, dass man bei einem sehr schnellen oder sehr langsamen Teleskop am Anschlag des Drehknopfes angelangt ist, aber dennoch nicht mehr die optimale Einstellung erreichen kann, je nach individuellem Quark.
Mein Quark zB hat bei F/26 die optimale Stellung in der -3, und bei F/32 bei -5, passt mit dem Diagramm zusammen, heißt aber auch, wenn er nun F/36 bekommt, kann ich nicht mehr 100% richtig Tunen, da es ja keine -6 Stellung mehr gibt, ich verliere also wieder etwas Kontrast. Die Schalterstellungen liegen bei jedem anderen Quark aber wie gesagt etwas anders.


ja


ja


hat damit nichts zu tun. Die 0,3-0,5 bzw 0,6-0,8Å ist die Breite der Filterung, also der Abstand der Flanken, ab wo und bis wo das Filter Licht durchlässt. Der Tuning Knopf verschiebt dieses komplette Durchlassfenster als Einheit, die Breite ändert sich dabei nicht. Man kann also nicht einfach das eine Quark zum anderen tunen.
Diese Breite bestimmt den Kontrast und die Helligkeit, je schmaler, desto besser, aber idR auch dunkler. Aber auch diese Breite hängt vom Öffnungsverhältnis ab, mit dem man das Etalon füttert, man kann also einen Chromosphere durch ein entsprechend schnelles Teleskop wie ein Prominence performen lassen.
Den Anhang 354808 betrachten

LG
Olli
Also meiner ist ein Skywatcher 72/420, entsprechend f5,8.

Danke Olli,
 
Zur Erklärung:
Wenn man zB einen OIII Filter schief gegen eine Lampe hält, dann erscheint er nicht mehr grün, sondern Blau.
Das liegt daran, dass ein Interferenzfilter, wie auch ein Etalon, seinen Durchlass Richtung Blau verschiebt, wenn das Licht in einem Winkel hindurch läuft, da der Weg im Filter länger ist.

Bei den extrem engen Durchlassfenstern für Solar H alpha machen sich schon sehr kleine Winkel stark bemerkbar.

Der schräge Randstrahl eines Objektivs ist also immer blauverschoben zum geraden Mittenstrahl.

Um nun also den best möglichen Kontrast zu bekommen, sollte die Menge an rotverschobenen und blauverschobenen Anteilen möglichst gleich sein. Das gelingt, wenn man den Filter so einstellt, dass die 0,7 Zone des Objektivs genau in der Mitte der H alpha Linie liegt, denn so sind die Flächenanteile von innerhalb (rotverschoben zur 0,7 Zone) und außerhalb (blauverschoben) gleich groß, und möglichst viel Licht vom Objektiv passt durch die beabsichtigte Filterung.
Bei einem 100/700 Teleskop liegt diese 0,7 Zone bei einem Radius von 35mm, bei einem 140/700 Teleskop liegt diese Zone aber schon bei einem Radius von 49mm, die Lichtstrahlen haben bei Letzterem in der 0,7 Zone also einen steileren Winkel als beim Ersten, sind also stärker blauverschoben und man muss das Filter entsprechend weiter nach rechts Richtung rot tunen.
Je langsamer das Teleskop, desto weiter links die beste Schalterstellung, je schneller, desto weiter rechts.

LG
Olli
 
Zuletzt bearbeitet:
Also meiner ist ein Skywatcher 72/420, entsprechend f5,8.
So einfach ist das bei diesem speziellen Gerät leider nicht.
Ich hab den auch, mein Bruder hatte ihn. nach genauer Vermessung stellte sich heraus, dass er 71,3mm Öffnung hat und 437mm Brennweite. Da der Backfokus aber mit den Werksangaben überein stimmt, wird das wohl alle betreffen.
Außerdem haben alle mir bisher untergekommenen Exemplare eine Blende im Tubus zu weit vorne, die die Öffnung auf 62mm vignettiert. Scheint also auch systematisch zu sein.
Ab Werk hat er also F/7
Die Blende kann man aber mit Ess-Stäbchen einfach weiter nach hinten schieben, oder man schraubt Objektiv und OAZ ab und montiert Beides an das jeweils andere Ende, dann liegt die Blende auch richtig.

LG
Olli
 
Edit
hatte in der letzten Zeile die Richtungen vertauscht, hab das gerade mal noch last minute korrigiert.
Je steiler der Lichtstrahl, umso blauer ist das Durchlassfenster für diesen Licbtstrahl, man muss den Filter also natürlich rotverschieben, damit das Durchlassfenster für die steileren Lichtstrahlen wieder richtig liegt.


P.S.:
Es ist sehr wahrscheinlich, dass beide Filter deines Gemini eine unterschiedliche Einstellung für besten Kontrast benötigen, bzw im Umkehrschluss ist die Chance sehr gering, dass beide Filder bei selber Stellung optimal performen.

LG
Olli
 
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