Deconvolution in PixInsight - Video

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frasax

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Hallo,

hier der zweite Teil zum Thema Deconvolution. Die Praxis in der Software PixInsight. Ich hoffe es ist hilfreich.


CS Frank
 
Hallo Frank,

eine Anmerkung zu den Sternprofiltypen bei dem Schritt DynamicPSF.

Es gibt 3 statistische Modelle um Sterne zu modellieren:
1. Moffat (ß=10) in Pixinsight Gaussian genannt: Sterne mit weichem oder flachen Tops und breitem Rand. Das sind meistens überbelichtete Sterne.

2. Moffat (ß<10 ... ß>1.5): Gut geeignet für die PSF.

3. Moffat (ß=1) in Pixinsight Lorentzian genannt: Sterne mit sehr schmalem Peak und breiter Halo.
Das sind optimal und sehr scharf abgebildete Sterne. Häufig bei extrem gutem Seeing. In diesem Fall bringt hier Deconvolution nicht mehr viel.

Ansonsten wieder mal ein tolles Video von Dir!

Viele Grüße
Sven
 
Hallo Sven,

mir ist aufgefallen, dass einige der Sternprofile Moffat und dann mit angestellter Ziffer genannt werden, also z.Bsp. Moffat8. Habe ich beim erstellen des Videos zum ersten mal bemerkt. Lorentzian bekomme ich super selten, ehrlich gesagt mit dem dicken Teleskop nie, höchstens mit meinem FSQ, und da bringt aus verschiedenen Gründen die Decon nicht mehr viel.

Es gibt in PI das 3D Plot Script, da kann man sich das ganz gut die Sternprofile anschauen. ich war erstaunt wie viele ein flaches Dach haben.

CS Frank
 
Ja, genau. Die Zahl hinter Moffat (Moffat10 etc.) ist der ß-Wert.

Dass Du die eher die besten Profile (Lorentzian) mit kleineren Optiken vorfindest habe ich auch beobachtet. Ich vermute es liegt hier am Sampling und daran, dass mit zunehmender Optik die Seeingeinflüsse zunehmen die das Bild verschmieren.
 
Moin,

bei gleichem Himmel muss das so sein, je höher die Winkelauflösung (mit zunehmender Öffnung) um so eher bekommt man die Auswirkungen der Szintillation zu spüren, da dadurch das Zentrum der PSF wandert. Entsprechend hast Du, wenn die Wanderung größer ist als die Winkelauflösung, zwangsläufig ein Verschmieren der PSF auch im Bild.

(Sprich: Wenn die Wanderung des Zentrums der PSF über mehr als 1/2 Pixelpitch geht, und damit beginnt, die Helligkeitsverteilung zu verschmieren)

CS
Jörg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
In Deinem Video sieht man bei der Deconvolution in Process Console in rosa die Warnungen:

"*** Warning: local divergence at iteration..."

Das ist ein guter Hinweis, dass man es entweder mit der Anzahl der Iterationen oder mit den Deringing-Parametern übertrieben hat. Wie Du schon sagtest, man darf bei manchen Aufnahmen keine Wunder erwarten.
 
Hi,

ich habe am Anfang auch mehr erwartet. Man muss dazu sagen, dass man im Video leider sehr wenig bis garnicht erkennt wie sich die Decon aufs Bild auswirkt. Vorm Bildschirm war es aber schon deutlich. Der Schritt von 40 zu 80 Iterationen hat aber nichts mehr gebracht, insofern kann das zu den Warnungen geführt haben.
Bei Aufnahmen die eher am unteren Ende des Samplings sind (undersampelt bis gerade eben gesampelt) würde ich gänzlich auf die Decon verzichten, das schaut einfach unnatürlich aus. Man könnte natürlich mal versuchen die Aufnahmen erst zu drizzlen, und dann die Decon durchführen.
Unzufrieden bin ich etwas mit der Maske. Eine Luminanzmaske ist nicht das optimale Mitte der Wahl, wenn auch der beste Kompromiss, zumindest dann, wenn man auch die Sterne etwas definierter haben möchte.

CS Frank
 
Hallo Frank,

das verfeinern des Rasters durch Drizzling könnte tatsächlich was bringen, der Rechenaufwand wird dann entsprechend quadratisch steigen. Das Video, selbst auf dem Fernseher, hat einfach nicht die Auflösung um den Effekt richtig rüberzubringen, um so besser fand ich das Video gemacht, weil mal von vorn bis Ende dranhing, um alles zu verfolgen. Solltest Krimis schreiben (y).

CS
Jörg
 
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