Deep Sky Objekte visuell

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

HeroAAX

Aktives Mitglied
Hallo, gibt es im April/ Mai Deep Sky Objekte, die ich mit meinem 150/750 Skywatcher Newton leicht finden und betrachten kann? Ich habe erst kürzlich mit der Hobbyastronomie begonnen und bisher nur Planeten & Mond anschauen können, deshalb würde ich früher oder später auch mal etwas in die Deep Sky Welt "reinschnuppern"
 
Ehrliche Antwort ?!
Du kannst das ganze Jahr über Deepsky Objekte beobachten. Es gibt so viele, das nicht mal deine Lebenszeit ausreicht, sie zu sehen. ;)

Benutze doch einfach Stellarium und ändere das Datum dahin, wo du beobachten willst.
 
Hallo,

installiere Dir Stellarium auf den PC oder Skisafari für mobile Endgeräte.
In Stellarium kannst Du dein Teleskop und Deine Okulare hinterlegen und erfährst so recht genau was Dich erwartet.
Für einen 150/750 Newton, ich muss da jetzt mal kurz meine EAA-Optik abschalten ;) und rein visuell "denken", gibt es schon einiges zu beobachten.
Etwas empfehlen, mei, etwas schwierig, da gibt es so viel.
Ich mag Kugelsternhaufen, offene Sternhaufen... ... ...
 
Servus,

Klassiker wär jetzt dann M13. Ist auch einfach zu finden, da teilweise mit bloßem Auge erkennbar. M44 noch, wenn man sich beeilt, im Großen Wagen wären u.a. M81/M82.

Grüße
Mathias
 
Hallo,
oder ganz analog: Besorge Dir den "Atlas für Himmelsbeobachter" von E. Karkoschka gebraucht im internet (z.B. medimops). Da hast du 250 Objekte für das ganze Jahr. Die aktuelle Ausgabe mit 500 Objekten ist mir persönlich ein wenig zu bunt und unübersichtlich und das "mehr" an Objekten kommt im wesentlichen durch die Einbeziehung von Galaxienhaufen dazu.
Nach meiner persönlichen Meinung sind die Vorgängerausgaben ein guter Einstieg in deepsky . Alternativ geht auch der deep sky Reiseatlas aus dem Oculum-Verlag.

Viel Erfolg und Spaß beim spechteln!
Uwe
 
Den Deep Sky Reiseatlas hab ich auch, seit 11 Jahren, find den super und benutze ihn noch heute.
Soll wohl in Verbindung mit dem dazugehörigen Deep Sky Reiseführer noch geiler sein...
Dazu eine schöne große drehbare Sternkarte und der Himmel gehört dir, völlig egal ob dein Handy Netz und Akku hat oder nicht.

LG
Olli
 
Deep Sky Reiseatlas in Kombi mit Telrad oder dergleichen und Reiseführer ist super! Ich hab auch noch den Messier Guide, der hat dann die Zeichnungen gleich auf derselben Seite. Aber halt nur Messierobjekte.
 
Hier ein Shortlist für Dich:
Wo diese Objekte sind musst Du Dir mit Stellarium o.ä. raussuchen !

- M44 (OC=OpenCluster im Krebs, Cnc)
- M13 (GC=Globular Cluster im Herkules, Her)
- M51 (GX= Galaxie im Grossen Wagen, UMa) - hier musst Du Dir eine genaue Karte besorgen mit Stellarium und Dir die Durchmesser Deiner Gesichtsfelder UND die Orientierung des Gesichtsfeldes im Newton klar machen (Vorsicht: der geradishctige Sucher hat ein gegenüber dem Newron nochmal verdrehtes Bild !!!!) Für Galaxien musst Du auch dunklen Himmel haben !!! Ist schwach, aber machbar für Dich !
- M57 (PN=Planetary Nebula in der Leier, Lyr), eigentlich leicht zu finden, aber man muss etwas höher vergrössern um den Ring zu sehen...
- WENN es Mai und nach Mitternacht ist:
M27 (PN in Cyg) sehr schön und hell, etwas schwerer zu finden als M57, aber dafür deutlicher/grösser

Im Moment ist eigentlich Galaxienzeit, aber das ist vielleicht etwas heftig für den Anfang...

Ansonsten wie schon gesagt wurde: Karkoschka !

Good luck,
Peter

PS: Man unterschreibt schöner eigentlich immer mit klarem Vornamen... :)
 
Hi,

ja warum wird denn hier nicht der BAFK Katalog genannt, oder habe ich es überlesen:


Einfach herunterladen. Jedes Objekt auch mit visueller Einschätzung/Bild für verschiedene Teleskop Grössen.

Gruß
Peter
 
Mit dem Programm Eye&Telescope kann man anhand der Teleskopgröße und der Himmelshelligkeit abschätzen welche Objekte wie wahrgenommen werden bzw. überhaupt sichtbar sind. So habe ich aus den verschiedenen DSO Katalogen angefangen eine Liste mit für mich „sinnvollen“ Objekten anzulegen. Ich finde das beugt Such-Frustration und mögliche falsche Wahrnehmungs-Erwartungen vor.
VG
Tamás
 
Noch den Hinweis:
Planeten, Mond gehen natürlich auch prima im Licht der Strassenlaterne. Aber das Deep in Dep-Sky heisst auch, dass du 'tiefen' Himmel brauchst. Also möglichst dunkler Himmel, möglichst weit weg von künstlicher Beleuchtung, dunkelangepasste Augen, mindestens 15min kein Licht anmachen !!! (Bestenfalls schwaches Rotlicht, handy/tablet/PC displays umstellen oder rote Folie drüber.)

Viele Leute sind frustriert (fast) nichts zu sehen, weil sie den Eindruck von Hubble Fotos erwarten aber kaum etwas dafür investieren wollen. Es kostet schon Mühe, lohnt sich aber in vielerlei Hinsicht.

Sternhaufen sind ein guter Beginn, auch wenn der Himmel nicht optimal ist. Genauso helle Planetarische Nebel (dafür gibt's auch spezielle Filter - UHC - um sozusagen 'den Himmel dunkel zu machen und das Objekt relativ dazu hell'. Das Galaxiengeschäft ist dagegen EXTREM Himmelsabhängig und braucht etwas Übung und Leidensfähigkeit... (keine Filter möglich) Geht aber schon dann...

Wichtig noch:
Orientierung des Bildfeldes sich klar machen !
Okular Gesuchtsfelder ausrechnen
Auf Karten dann mit dem Gesichtsfeld im Hinterkopf die Himmelsgegend absuchen
Karten auf die Orientierung des GF drehen, damit man sich leicht zurechtfinden

Der Vorteil bei helleren Objekten, die ich oben nannte, ist man sieht sie meist schon sehr leicht, man muss nicht suchen. Aber streng genommen muss man sich wie gerade beschrieben durchgangeln...

Good Luck,
Peter
 
@HeroAAX
es wäre auch schön, wenn du dich mal an deinen eigenen Threads beteiligen würdest. Immerhin ist das Forum und die Hilfe der User kein Dienstleistungsunternehmen.
 
@HeroAAX
es wäre auch schön, wenn du dich mal an deinen eigenen Threads beteiligen würdest. Immerhin ist das Forum und die Hilfe der User kein Dienstleistungsunternehmen.
Ich weiß ehrlich nicht genau, was du von mir möchtest. Ich kann noch ein paar Hintergrundinfos geben: Im gekauften Teleskop waren noch ein Mondfilter und einer gegen Streulicht. Den zweiteren werde ich definitiv beim Deep Sky ausprobieren. Ich habe momentan den Sternhaufen im Krebs näher ins Auge gefasst, allerdings war es mir beim letzten Mal nicht Möglich, diesen zu finden. (Ich schätze mal, dass die umliegenden Sterne von den Wolken überdeckt wurden). Was eigentlich meine Intention des Threads war herauszufinden, welche Objekte überhaupt realistisch sind mit einer Teleskopöffnung von 150mm.

Ich könnte da so ca 7560 Objekte empfehlen, aber da würde ich den Forenrahmen sprengen und mir Zeit rauben. ;)
Ja, das ist mir klar, allerdings wäre es mir wichtig für den Anfang leicht auffindbare Objekte, welche auch möglichst schön aussehen mit meinem für die visuelle Deep Sky Betrachtung doch etwas unterdimensionierten Teleskop.
 
Hallo,

mit 150 mm Teleskopöffnung kannst du schon so einiges an DSOs angehen.

Wichtig, das war oben schon erwähnt worden, ist ein dunkler Himmel, der außerdem möglichst transparent sein sollte. Transparenz (= Durchsicht) bedeutet, dass möglichst wenig Dunst in der Erdatmosphäre vorhanden sein sollte, der die Detailerkennbarkeit an den Himmelsobjekten herabsetzt. Ebensowenig sollte eine starke Luftunruhe stören, die durch Bewegungen in verschiedenen Schichten der Atmosphäre hervorgerufen wird (= Seeing).

Ein Standort in Höhenlage (Gebirge, Mittelgebirge) ist bezüglich dieser beiden Faktoren vorteilhaft.

Für einen dunklen Himmel benötigst du einen Beobachtungsplatz mit geringer Lichtverschmutzung abseits von Ballungsgebieten. Es sollte auch möglichst kein Mondlicht stören; am besten sind für die Deep-Sky-Beobachtung die Nächte um Neumond. Bei der Beobachtung aus dem eigenen Garten sollte möglichst wenig direktes Licht von Straßenlaternen usw. vorhanden sein, damit sich deine Augen dunkeladaptieren können (Rotlichtlampe benutzen!).

Ich vermute, dass du mit Streulicht-Filter einen CLS-Filter meinst. Diesen kannst du bei erhöhter Lichtverschmutzung zur Kontraststeigerung bei der Beobachtung einsetzen. Er hilft aber m. W. nur gegen herkömmliches Kunstlicht und nicht gegen die moderne LED-Beleuchtung.

Vielleicht schreibst du mal, von wo aus du beobachtest. Wohnst du in der Stadt oder auf dem Land? Verfügst du über eine Terrasse oder einen Garten? Hast du ein Auto, um einen guten Beobachtungsplatz zu erreichen? Wenn du hierzu Angaben machst, lassen sind konkrete Empfehlungen zu den infrage kommenden DSOs besser geben.

Als Literatur möchte ich dir für den Anfang den "Sternatlas für Kleinteleskope" von Péter Vizi empfehlen. Er enthält Sternkarten und eine Objektauswahl für Kleinteleskope sowie Zeichnungen der Objekte.

Für eine umfassende Einführung in das Thema Deep-Sky-Beobachtung, ebenfalls mit einer sinnvollen Objektauswahl, die nach Jahreszeiten geordnet ist, empfehle ich dir Thomas Jäger: "Der Starhopper. 20 Himmelstouren für Hobby-Astronomen".

Viel Erfolg und viele Grüße

Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
Für den Anfang sind sicher mal alle Deep-Sky Objekte mit M(essier)-Nummern lohnenswert. Da gibts 110 und die hatte schon Charles Messier vor etwa 250 Jahren mit seinen für heutige Verhältnisse kleinen Teleskopen gesichtet. Ich kann Dir raten, den kleinen Sucher durch einen Telrad zu ersetzen. Der heisst nicht zu Unrecht "Finder" und nicht "Sucher".
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht schreibst du mal, von wo aus du beobachtest. Wohnst du in der Stadt oder auf dem Land? Verfügst du über eine Terrasse oder einen Garten? Hast du ein Auto, um einen guten Beobachtungsplatz zu erreichen? Wenn du hierzu Angaben machst, lassen sind konkrete Empfehlungen zu den infrage kommenden DSOs besser geben.
Ich beobachte aus einer Bortle 5 Zone - bin also relativ eingeschränkt und habe momentan kein Auto. (mit dem Bollerwagen kann ich auf die Felder fahren, so kann ich wenigstens das nache künstliche Licht ausschließen - die Lichtverschmutzung bleibt aber natürlich. Für die hellen Objekte kann ich aber auch aus dem Innenhof/ Garten schauen. Das hat aber den Nachteil, dass ich nicht richtig einnorden kann, weil der Polarstern nicht sichtbar ist)
 
Hallo,

Ich beobachte aus einer Bortle 5 Zone - bin also relativ eingeschränkt und habe momentan kein Auto. (mit dem Bollerwagen kann ich auf die Felder fahren, so kann ich wenigstens das nache künstliche Licht ausschließen - die Lichtverschmutzung bleibt aber natürlich. Für die hellen Objekte kann ich aber auch aus dem Innenhof/ Garten schauen. Das hat aber den Nachteil, dass ich nicht richtig einnorden kann, weil der Polarstern nicht sichtbar ist)

Wichtig wäre es, wie gesagt, wegen der Dunkeladaption der Augen direktes Kunstlicht zu vermeiden. Also besser aufs Feld fahren und eine Rotlichtlampe mitnehmen. Wenn du das Teleskop im Fahrradanhänger transportierst, solltest du es durch Decken o. Ä. gut vor Erschütterungen schützen, da es sonst dekollimiert. Evtl. wäre es hilfreich, den Newton erst am Beobachtungsplatz zu kollimieren.

Ein Hinweis zur Bortle-Skala: Die Bortle-Klasse ist von den jeweils zu einem bestimmten Zeitpunkt gegebenen Bedingungen abhängig und muss vor Ort bestimmt werden. Es lässt sich also nicht pauschal sagen, dass du in einer "Bortle 5 Zone" wohnst. Richtiger ist es, zu sagen, dass die bei dir gegebenen Bedingungen im Durchschnitt Bortle 5 ermöglichen. Es kann durchaus mal eine Klasse besser oder schlechter sein. Vermutlich hast du den Wert aus der Light Pollution Map (Light pollution map) abgelesen. Das ist aber wenig sinnvoll, da die Bortle-Klasse dort anhand von älteren Satellitendaten sozusagen als "Momentaufnahme" ermittelt wird.

Zu den Objekten war schon manches gesagt worden. Die empfohlenen DSOs sind auch für dein Teleskop und den bei dir vorhandenen Himmel geeignet.

Einfache Beobachtungsziele für dein Teleskop sind im Allgemeinen Sternhaufen. Offene Sternhaufen wirken in deinem Newton sicher gut, und Kugelsternhaufen kannst du zumindest am Rand in Einzelsterne auflösen. Hellere Planetarische Nebel lohnen sich auch. Weil du es mit deutlicher Lichtverschmutzung zu tun hast, musst du bei vielen galaktischen Nebeln und Galaxien hingegen Abstriche machen. Um Details an Galaxien zu erkennen, brauchst du einen dunklen, transparenten Himmel und auch schnell mehr Teleskopöffnung. Versprich dir also bitte nicht zu viel an Objekten wie M51 und M81/82.

Die bei dir gegebenen Bedingungen sollten, soweit sich das anhand deiner Beschreibungen nachvollziehen lässt, für den Anfang reichen. Du kannst das Thema Deep-Sky-Beobachtung so kennenlernen. Wenn du darauf langfristig den Schwerpunkt legen möchtest, wäre aber ein dunklerer Standort erforderlich. An einem solchen sind für dein Teleskop viel mehr Objekte mit einem höheren Grad an Details erreichbar!

Viele Grüße

Claus
 
Beim Versuch habe ich Starhopping ausprobiert. Wie gut ich darin bin kann ich aber nicht sagen, weil mir die Wolken einen Strich durch die rechnung gemacht haben.
Starhopping musst du bei einem optischen Sucher machen. Manche finden das toll. ;)

Ich würde dir definitiv die andere Methode mit einem Leucht-Peilsucher (Telrad oder die LED Punkt Sucher) empfehlen.
Da macht man kein Starhopping, sondern man vergleicht die Sternmuster auf der Karte mit dem Himmelsanblick und positioniert das Teleskop, den Peilpunkt direkt auf die Stelle des Objekts. Viele glauben das nicht, aber nach ein bisschen Übung funktioniert das sehr gut, da der Mensch sehr gut Winkel und Abstände anhand der Muster, meistens Dreiecke der helleren mit dem Auge sichtbaren Sterne sehr gut abschätzen kann. Und man sieht immer den kompletten Himmel und nicht ein eingeschränktes Bildfeld und hat dadurch ein guten Überblick und es ist kein Blindflug.

Gruß
Peter
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben