Deep Sky Reiseführer Stoyan Zeichnungen

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Jackiii

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Hallo,
ich habe den Deep Sky Reiseführer von Ronald Stoyan.
In dem Reiseführer sind zu den Objekten Zeichnungen wie diese durch ein Teleskop aussehen.
Bei den Zeichnungen steht immer Refraktor darunter. Ich habe ein 150/750 Newton Teleskop.
Werde ich die gezeigten Objekte besser, schlechter oder gleich sehen?
Und welcher Teleskop Typ ist besser für Deep Sky Objekte?

LG Jakob
 
Hallo Jakob,

die Abbildungen im Deep Sky Reiseführer sind unter sehr dunklem Himmel von einem erfahrenen Beobachter entstanden.
Außerdem hat ein Newton immer die Abschattung des Sekundärspiegels und entsprechend würde ich rund 10-20% des Newton-Durchmessers abziehen um auf einen vergleichbare Refraktor-Durchmesser zu kommen.

Besser als auf den Zeichnungen ist somit auszuschließen.

In der Realität wirst du, je nach Beobachtungserfahrung und Standort ähnliches bis deutlich weniger sehen.
Oder anders: Wenn ich in den Alpen auf 2000m Seehöhe in der Dunkelheit stehe, sehe ich etwa das, was im Reiseatlas abgebildet ist.
Wenn ich bei mir im Garten (im Dorf, nächste Laterne etwa 40m entfernt) stehe, sehe ich mit meinem 200mm Newton-Teleskop etwas das, was im Reiseführerals Anblick mit einem 70mm Refraktor-Teleskop gezeichnet ist.

Und zur Frage, welches Teleskop besser für Deep Sky ist:
Bei gleicher Öffnung meist der Refraktor. Aber da Reflektoren meist die größere Öffnung haben gilt bei Deep Sky immer: Je mehr Teleskopdurchmesser um so heller das Bild und um so besser sieht man Deep Sky Objekte, egal ob Linse oder Spiegel.

Grüße, Mario
 
Sieh die Zeichnungen als Anhaltspunkt an, aber nicht als mehr. Seeing, Himmelsqualität, Transparenz, Stand am Himmel, persönliche Konstitution,Okular-und Teleskopqualität und und und.... spielen derart stark in das zu Sehende hinein, da spielt Refraktor oder Spiegel nicht mehr die grosse Rolle. M101beispielsweise sah ich schon mit 12" als grandiose Feuerradgalaxie und habe sie mit 16" beim besten Willen ( und ungünstigem Zeitpunkt) nicht finden können...

Gruß Horst
 
Hallo Jakob,

probier es aus! Wenn Du das Teleskop ja schon hast, dann such Dir für den Anfang möglichst einfache Objekte aus und schau Dir an was Du siehst. Meine Erfahrung ist, dass ich je nach Bedingungen mal mehr oder mal weniger sehe als im Stoyan gezeigt wird.

Die Zeichnungen sind ein Anhaltspunkt aber das was ich sehe sieht zum Teil völlig anders aus als diese Zeichnungen. Das ist für mich eher ein Problem beim Auffinden. Denn ich suche nach etwas, was ich dann deutlich anders wahrnehme.

Beispiel ist M42, im Atlas auf Seite 176. Da siehst Du schon wie unterschiedlich hier dasselbe Objekt (in unterschiedlichen Vergrößerungen) dargestellt wird. Entsprechend wird der Orionnnebel mit Deinem Gerät je nach Bedingungen und verwendetem Okular auch anders aussehen. Übertage das auf andere (schwierigere) Objekte... M1 (S. 172) zum Beispiel: das linke Bild zeigt das was ich unter einigermassen guten Bedinungen mit dem 120er Fraunhofer noch sehe. Das rechte Bild ist mir absolut nicht klar was das soll. Das hat mit M1, wenn man mal mit Fotos vergleicht, eigentlich nichts zu tun.

Und man kann es nicht oft genug sagen: die Erfahrung spielt eine große Rolle! Die kommt halt nur duch Beobachten.

CS.Oli
 
Hallo Jakob,

noch ein Rat: Ich schaue mir Bilder, besonders Fotos, am liebsten gezielt nach der intensiven Beobachtung am Teleskop an. Oft ist man doch überrascht: Hier dieses Detail, dort jenes H II Gebiet, drüben der Spiralarm, das sieht auf dem Foto gar nicht so völlig anders aus als wahrgenommen. Ich finde wenn man sorum vorgeht können Fotos das Erlernen teleskopischen Sehens unterstützen.

Darf ich fragen welchen Newton 150/750 du nutzt?

VG Klaus
 
Okay, das klingt in Ordnung. Es gibt leider mit den Kenndaten auch Newtons mit Kugelspiegel, bei Skywatcher glaube ich aber nur Parabolspiegel, wie es sein sollte.

VG Klaus
 
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