Deep Sky Schnappschüsse mit dem Nachtsichtgerät

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Mario Stroblmayr

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Hallo!

Schön langsam klappt es richtig gut mit dem umgebauten PVS-7 Nachtsichtgerät und so macht auch mir, als eigentlich rein visuellem Beobachter, das Fotografieren Spaß.
Pro Foto keine 3 Minuten Aufwand für Foto machen + Bearbeitung.
Kamera ans Nachtsichtgerät - 30 Sekunden Livestacking in SharpCap, Speichern, Zuschneiden und Kontrast etwas erhöhen, fertig.

Viele Aufnahmen mit dem Nachtsichtgerät aus der letzten Nacht:

- Ohne Teleskope (nur das Nachtsichtgerät in der Hand haltend):
- 7nm H-Alpha Filter
- Livestack aus 30 Sekunden mit ZWO ASI 178 MC

1. Nebel im Sternbild Schwan
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/3vd3cp2e.jpg
2. Nebel links des Sternbildes Schwan
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/zrms62vc.jpg
3. Kombination der beiden Bilder
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/cqcspkon.jpg
4. Der große Nebel Sh2-27 im Sternbild Schlangenträger
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/efclictl.jpg

Weiters Aufnahmen mit dem Nachtsichtgerät durch den kleinen 60/330 Apo:
- TS 60/330
- Afokal mit TeleVue Plössl 67mm + 0,7x Reducer
- 7nm H-Alpha Filter
- Livestack aus 30 Sekunden mit ZWO ASI 178 MC
Mit der Okularprojektion durchs 67mm Plössl und dem Reducer kann ich den kleinen Apo auf ein Feld von über 7° bringen, was aber effektiv f/1,55 bedeutet. Damit leidet die Sternenabbildung am Rand erheblich, dennoch ist das Bild damit hell und das Sichtfeld groß, was hier das Ziel war.

Okay - das was da an den Okularauszug muss ist etwas heftig ...
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/vise8fnc.jpg

1. Cirrusnebel
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/wakzeugm.jpg
2. Hantelnebel + Sh2-86 (der Hantelnebel ist das winzige sehr helle Ding linksunten)
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/8lx2dwii.jpg
3. Mondsichelnebel und Umgebung
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/8o636bz9.jpg
4. Tulipnebel und Umgebung
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/nkyuje7n.jpg
5. Nordamerikanebel
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/e5yvgql6.jpg
6. Nebel Sh2-119 im Sternbild Schwan
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/yh6uolxm.jpg
7. Gamma Cygni Komplex
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/73f9u3g9.jpg
8. Trifid + Lagunennebel
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/y5pvmo5b.jpg
9. Sh2-54 + Adlernebel + Omeganebel
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/ke2h7qth.jpg
10. Sh2-41 Nebel
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/5xpfy3pw.jpg
11. Kombination aus Sh2-54, Omeganebel, Adlernebel und Sh2-41
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/tzytd5tp.jpg

Und mit dem 200/1200 Dobson geht es genauso:


12. Teil 1 des Cirrusnebels
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/2ubvnbuo.jpg
13. Teil 2 des Cirrusnebels
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/7ha9c445.jpg
14. Mondsichelnebel
15. Nordamerikanebel
Link zur Grafik: https://s20.directupload.net/images/210605/55jl95cu.jpg
16. C1318b

Viele Grüße und klare Nächte,
Mario
 
Mallo Mario,

sehr interessant, sowas habe ich noch nie gesehen. Ersatunlich gute Bilder! Spannende Geschichte :y:

LG Willi
 
Hi Mario,

tolle Sache, tolle Bilder.
Ich hätte nicht gedacht, dass so ein Nachtsichtgerät so schön aussehende, scharfe Bilder liefert.

Die Weitfeld Bilder sind besonders klasse und haben eine besondere Ästhetik.

Was hast du denn für Feldgrössen?

Ich hatte mich früher auch für so etwas interessiert. Wenn man so ein Nachtsichtgerät für Astro-Aufnahmen am Teleskop betreibt, ist natürlich die Frage, ob man nicht das gleiche oder besser mit weniger (Geld) Aufwand durch konventionelles Live-Stacking/EAA erreicht.

Gruß
Peter
 
Ich hätte nicht gedacht, dass so ein Nachtsichtgerät so schön aussehende, scharfe Bilder liefert.

Die Weitfeld Bilder sind besonders klasse und haben eine besondere Ästhetik.

Was hast du denn für Feldgrössen?

Ich hatte mich früher auch für so etwas interessiert. Wenn man so ein Nachtsichtgerät für Astro-Aufnahmen am Teleskop betreibt, ist natürlich die Frage, ob man nicht das gleiche oder besser mit weniger (Geld) Aufwand durch konventionelles Live-Stacking/EAA erreicht.

Hallo Peter,

a. Naja - wenn man den Bildrand und die aufgeblähten Sterne sieht - sooo scharf ist es leider nicht.

b. Ja, die Weitfeldansichten sind visuell super! Nebelobjekte wie das ganze Sternbild Schwan oder Orion mit dem gesamten Bernards Loop sind normalerweise ja nur fotografisch machbar.

c. Sorry, ich weiß gerade nicht, was man in diesem Zusammenhang unter "Feldgröße" versteht.
Nach Nachtsichtgerät hat alleine verwendet keine Vergrößerung und die Okulare ein 40° Sichtfeld. Das wirkt, als Bino, zum Glück nicht so winzig wie es sich anhört.
Am Teleskop kann ich es fokal anschließen, dass wirkt es wie ein 27mm Okular oder afokal, dann kommt es eben auf das verwendete Okular an.
Somit komm ich von 40° Sichtfeld (ohne Teleskop) bis etwa 0,5° (am großen Dobson mit passendem Okular).


d, EAA ist anders und liefert sicher die besseren Ergebnisse. Besonders auf Grund der Farbe.
Dafür ist es halt Kamera + Bildschirm.
Der Blick in die Okulare vom Nachtsichtgerät sind dann doch wie der Blick durchs Okular bzw. bei meinem Nachtsichtgerät wie durch ein Bino mit zwei Okularen. Man vergisst schnell, dass da noch 2 Batterien am Werk sind.
Das Nachtsichtgerät ist eher wie ein kleines Fernglas oder ein Binoansatz.
1.jpg
Daher ist das Gefühl der Nutzung (für mich) einfach ganz anders als EAA und eben nicht wie das schauen auf einen Bildschirm sondern wie die Beobachtung durch Okulare.

Wenn es aber um das Ergebnis bei Bildern geht, liefert EAA sicher das schärfere (und farbige) Bild.

Mario
 
das gleiche oder besser mit weniger (Geld) Aufwand durch konventionelles Live-Stacking/EAA erreicht.
Im Grunde hat Mario ja konventionelles EAA betrieben. Die Belichtungszeit wurde eben massiv verkürzt :) durch Investition in NV, was vom Prinzip her eine "Intensified Camera" darstellt. Vergleichbar im kleinen mit Night Vision Image Intensifiers for Photography and Videography
Und in Farbe hat es damals schon ein Techniker von National Geographic versucht: Corey Jaskolski: Creating New Tools for Exploration | Nat Geo Live (wenn auch für Naturaufnahmen).
Der Vorteil ist dass die zu beobachtenden astronomischen Objekte keine schnellen Bewegungen machen, weswegen Belichtungszeit absolut akzeptabel und günstig erworben werden kann. Das Funktionsprinzip von NV ist hingegen so simpel und effizient (auch im Platzverbrauch), der Einsatzbereich darauf abgestimmt frei von Latenz zu funktionieren, dass es quasi schon zu gut ist für starre Himmelsobjekte - dafür aber auch keine Bildverarbeitung.
 
Im Grunde hat Mario ja konventionelles EAA betrieben. Die Belichtungszeit wurde eben massiv verkürzt :) durch Investition in NV, was vom Prinzip her eine "Intensified Camera" darstellt. Vergleichbar im kleinen mit Night Vision Image Intensifiers for Photography and Videography
Und in Farbe hat es damals schon ein Techniker von National Geographic versucht: Corey Jaskolski: Creating New Tools for Exploration | Nat Geo Live (wenn auch für Naturaufnahmen).
Der Vorteil ist dass die zu beobachtenden astronomischen Objekte keine schnellen Bewegungen machen, weswegen Belichtungszeit absolut akzeptabel und günstig erworben werden kann. Das Funktionsprinzip von NV ist hingegen so simpel und effizient (auch im Platzverbrauch), der Einsatzbereich darauf abgestimmt frei von Latenz zu funktionieren, dass es quasi schon zu gut ist für starre Himmelsobjekte - dafür aber auch keine Bildverarbeitung.

Hallo Wintergatan,

da hast du recht.

Allerdings muss man auch sagen, dass die Stärke des Nachtsichtgerätes darin liegt, dass man das was ich hier auf diese Weise fotografiert habe auch visuell ähnlich sehen kann.
Der direkte Blick durchs Nachtsichtgerät hat etwas weniger Kontrast und ein leichtes Szintillieren, also Flimmern, des Bildes, das bei einem wirklich teuren Nachtsichtgerät aber nicht auftreten würde.
Die 30 Sekunden Livestack habe ich auch gewählt, weil ein einzelnen Foto deutlich weniger dem Anblick im Okular entspricht als das hier.

Somit liegt, meiner Meinung nach, die Stärke dieser Technik eigentlich in der direkten visuellen Beobachtung und Fotos wie die die ich hier zeige veranschaulichen nur, wie es visuell aussehen kann. Euch live durchsehen zu lassen geht übers Internet (leider) nicht. ;)

Grüße, Mario

EDIT: Noch ein Vorteil gegenüber EAA ist, dass man das 680g schwere Nachtsichtgerät (monokulare haben sogar nur 315g) leicht mitnehmen und überall einsetzen kann. Gerade bei Bergwanderungen und Übernachtungen auf Hütten toll und entweder ohne Vergrößerung oder mit einem aufgeschraubten Kameraobjektiv für etwas Vergrößerung immer dabei.
EAA würd ich da bei Bergtouren eher nicht mitschleppen wollen.
Und als ursprüngliche Militärausrüstung sind die Teile kaum kaputt zu bekommen! Ein Kollege hat seines mal in einen Tümpel fallen lassen. Rausholen-trocknen-fertig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Somit liegt, meiner Meinung nach, die Stärke dieser Technik eigentlich in der direkten visuellen Beobachtung und Fotos wie die die ich hier zeige veranschaulichen nur, wie es visuell aussehen kann. Euch live durchsehen zu lassen geht übers Internet (leider) nicht. ;)
genau und deine Bilder liefern schon einen Eindruck.

Ich komme ja definitiv vom visuellen und habe jetzt ein bisschen EAA gemacht und es nervt mich jetzt schon, das ganze Drum herum und das Computer Geraffel und die i-diotische EBV danach ;) .
Aber diese Nachtsichtgeräte sind mir definitiv zu teuer, insbesondere eben auch im Vergleich zu EAA.
Ich habe noch Hoffnung, dass ich mein EAA Setup wieder abspecken und sehr nah am visuellen betreiben kann.

Gruß
Peter
 
Mal hypothetisch: würde ein "Fujinon 12x40 D/N IV XR5 Stabiscope" Fernglas für schlappe 29k Euro am Rand scharf abbilden? Den Preis für ein "25x 150 ED-D/N" erfrage ich besser gar nicht erst, aber ein Bild habe ich gefunden Company Seven | Fujinon 25x 150mm ED/DN Binocular Description Page .
Ich habe noch Hoffnung, dass ich mein EAA Setup wieder abspecken und sehr nah am visuellen betreiben kann.
Bin auf dem gleichen Weg und er ist mühsam. Alleine schon den perfekten Display-Typ zu ermitteln ist ein Thema für sich: perfektes schwarz (OLED/MicroLED), kein sichtbares Pixelraster, bevorzugt als EVF/Brille um andere Astronomen auf dem Feld nicht zu stören.
Und auch keinen sperrigen Computer mitschleppen. Für Android prüfe ich derzeit Motion Cam - Apps on Google Play bzw. mirsadm/motioncam auf Tauglichkeit.
 
Ich habe kürzlich einen LiveStream durch mein Nachtsichtgerät am 60/330 TS Apo gemacht. Also Weitfeld.

Wenn jemand Interesse an diesem Thema hat, schaut doch mal rein.
Die Bilder entsprechen sehr genau dem realen Liveanblick im Nachtsichtgerät, so dass man sich recht gut vorstellen kann, was man damit sieht. Das Szintilieren, also Flimmern, wird von der Kamera aber leider deutlich verstärkt und ist real viel geringer, aber vorhanden.

Grüße, Mario
 
Hi Mario,

danke für das schöne Video.
Das tolle ist, dass so ein Nachtsichtgerät halt sehr unmittelbar ist.

Gruß
Peter
 
Hi Mario,

das hat schon etwas surreales - auf jeden Fall eine Art den Himmel zu sehen die man nicht erwartet.

CS
Jörg
 
... das hat schon etwas surreales - auf jeden Fall eine Art den Himmel zu sehen die man nicht erwartet.
Das sehe ich ganz genauso, Jörg.
Es ist einfach etwas ganz anderes. Man sieht halt Objekte, die man sonst nie (außer auf Fotos) sehen würde. Gerade Nebel mit hohem H-Alpha Anteil sind die absolute Stärke eines Nachtsichtgeräts.
Und eben auch die Möglichkeit, ohne Vergrößerung wie mit einem Fernglas zu beobachten und damit sozusagen ultimatives Weitfeld zu haben.

Live ist das Bild auch besser und schärfer als am Video, da das kleine ASI-Objektiv zwischen Okular des Nachtsichtgeräts und der ASI-Kamera das Bild nochmal deutlich verschlechtert. Vor allem die am Rand verzerrten Sterne kommen vorrangig vom Objektiv, nicht vom Nachtsichtgerät.
Ich suche da noch das ideale Objektiv um beides zu verbinden. Es muss an die ZWO ASI passen und vorne ein M37 Gewinde fürs Nachtsichtgerätokular haben.
Ich liebe es für Deep Sky Objekte, aber es ist auch visuell nichts für Personen, die auf nadelfeine Sterne stehen - etwas aufgebläht sind sie immer.


Grüße, vielleicht sieht/liest man sich beim nächsten Livestream ja,
Mario
 
Mal hypothetisch: würde ein "Fujinon 12x40 D/N IV XR5 Stabiscope" Fernglas für schlappe 29k Euro am Rand scharf abbilden? Den Preis für ein "25x 150 ED-D/N" erfrage ich besser gar nicht erst, aber ein Bild habe ich gefunden Company Seven | Fujinon 25x 150mm ED/DN Binocular Description Page .

Bin auf dem gleichen Weg und er ist mühsam. Alleine schon den perfekten Display-Typ zu ermitteln ist ein Thema für sich: perfektes schwarz (OLED/MicroLED), kein sichtbares Pixelraster, bevorzugt als EVF/Brille um andere Astronomen auf dem Feld nicht zu stören.
Und auch keinen sperrigen Computer mitschleppen. Für Android prüfe ich derzeit Motion Cam - Apps on Google Play bzw. mirsadm/motioncam auf Tauglichkeit.
Noch ein paar Takte zu den angesprochenen Ferngläsern:
Die D/N-Ferngläser von Fujinon bilden im Prinzip randscharf ab, zumindest mit den speziell für sie modifizierten Photonis-Nachtsichtröhren. Aber DAHINTER stecken unterschiedliche Okulartypen, gerade das alte Design der Stabiscope-Okulare dürfte da nicht überzeugen. Aber die 8x50-D/N und 25x150 D/N waren da besser aufgestellt - und in Verbindung mit einer XR5-Röhre auch richtig gut für Astronomie geeignet. Aber kaufen? Ich bin jetzt schon 13 Jahre nicht mehr bei Fujinon, da ist ja viel Organisatorisches passiert - und der Erwerb dürfte nicht leichter geworden sein, weil hinter jedem Gerät eine japanische Ausfuhrgenehmigung steckt.
Nachdem ich auch einmal Vektronix-Tarsius-Monokulare mit XR5 ausprobieren konnte, finde ich: Ja, für Sternschnuppen sehr nett, für EAA - nicht mein Geschmack, aber das muss jeder selber wissen. Marios Bilder sind da eine sehr schöne Aufbereitung für Interessenten.
Was man noch wissen muss - die Röhren altern, gerade bei Gebrauchtröhren weiß man nicht, wie lange die in Gebrauch waren. Und wenn man dann Astroreisender in Gegenden außerhalb der EU ist, muss man auch das Thema Ausfuhrgenehmigung im Blick haben, je nach Produktspezifikation hat da der Zoll den Daumen drauf.

CS,
Stefan

P.S.: Mario, welche Röhren verwendest Du aktuell? Habe bestimmt früher schon einmal gefragt...
 
Was man noch wissen muss - die Röhren altern, gerade bei Gebrauchtröhren weiß man nicht, wie lange die in Gebrauch waren. Und wenn man dann Astroreisender in Gegenden außerhalb der EU ist, muss man auch das Thema Ausfuhrgenehmigung im Blick haben, je nach Produktspezifikation hat da der Zoll den Daumen drauf.


P.S.: Mario, welche Röhren verwendest Du aktuell? Habe bestimmt früher schon einmal gefragt...

Hallo Stefan,

mittlerweile hab ich eine Röhre mit weißem Phosphor von OVNI Night Vision im Gerät und damit bin ich sehr zufrieden. FOM-Wert rund 2400.

Und ja, du hast recht, die Röhren altern. Jedoch nur sehr langsam. Die heutigen Röhren der dritten Generation zeigen erste Schwächen nach 15.000 Stunden.
Beobachte ich damit zweimal pro Woche für 5 Stunden (was ja schon hochgegriffen ist), dann schwächelt die Röhre nach etwa 30 Jahren.
Natürlich weiß man bei gebrauchten Röhren nicht, wie lange sie schon gelaufen sind, aber es ist seeeehr unwahrscheinlich, dass jemand so ein Gerät so viel laufen lässt.

Und auch mit dem Reisen hast du recht. Aber da ich sowieso nicht reise, erst recht nicht ins EU-Ausland, ist mir das ziemlich egal. (Tiere am Hof und Behinderung der Ehefrau erlauben mir praktisch nicht, mich von Zuhause zu entfernen - ich war schon über 20 Jahre nicht mehr im Ausland, außer mal kurz in Nachbarländern innerhalb er EU.)
Aber auf andere Kontinente, vor allem Amerika oder Afrika, darf man es nicht mitnehmen, das stimmt.

Grüße,
Mario
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mario!

Ein FOM-Wert von 2.400 (FOM = Figure of Merit, Ergebnis der Multiplikation von Signal-Rauschverhältnis und räumlichem Auflösungsvermögen) ist schon wirklich ein Spitzenwert, das ist also eine U.S.-Röhre (die besten Photonis-Röhren aus der EU kommen üblicherweise auf maximal 2.300). Da hast Du also eine gute Wahl getroffen.
Was die Alterung anbelangt - Vorsicht: Mit 15.000 Stunden ist üblicherweise die Anzahl der Betriebsstunden gemeint, das Altern beginnt früher. Aber ob man das wahrnimmt - Ansichtssache.
So oder so ändert das nichts an den tollen Möglichkeiten, die man mit einer solch guten Röhre hat...

CS,
Stefan
 
Hallo Stefan,

ja, es ist eine gute Röhre und ich bin sehr zufrieden damit.
Und danke für den Hinweis mit dem früheren Altern. Das mit den 15.000 Stunden war einfach das Wissen, dass Händler ausgeben und meine Internetrecherche und das Buch "Nachtsichtgeräte richtig anwenden (Turewicz & WIsniewski)" ergaben.
Dann hoffe ich einfach mal, dass die Röhre nicht zu viel benutzt wurde.

Grüße
Mario
 
Auch danke dafür!
Ich hebe mein Nachtsichtgerät immer im lichtdichten Koffer auf, und die Schutzkappen sind auch drauf, daher sollte was kein Problem sein.
Aber es ist immer gut, mal wieder daran erinnert zu werden.
 
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