R_Andreas
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Hallo lieber Leser!
Heute war es endlich soweit, nach vielen Wochen himmelsbeobachtender Abstinenz konnte eine ordentliche Beobachtungssession von der heimatlichen Terrasse aus erfolgen. Die Bedingungen (linker Niederrhein, aufgehallter Siedlungshimmel) waren wirklich ok, der kleine Wagen war leicht vollständig erkennbar, ebenso der Coma-Haufen. Auch in Richtung Horizont war die Durchsicht überraschend gut, der Rabe brauchte sich nicht zu verstecken.
Als Equipment kam ein TV Genesis auf einer azimutalen Gibraltar Montierung zum Einsatz, Hauptokular ist ein 24 mm TV Panoptik, dazu ein 7,5 mm Baader Eudiaskopisch, ein Tak LE 5 mm sowie eine 2x TV Barlow. Mein 10" Dobson durfte sich weiter im Keller ausruhen...
Ich starte imLöwen mit den beiden leichten Galaxien M65 und M66, das sind meine Referenzobjekte im Frühjahr. Wenn die nicht zu sehen sind, kann man DS gleich vergessen. Aber heute sind beide leicht zu sehen, NGC 3628 fahre ich versehentlich nicht an, vergessen.
Als nächstes versuche ich NGC 4494 im Haar der Berenike, nach einiger Zeit der Orientierung im Coma Haufen (dem offen Sternaufen) kann ich den genauen Ort ausmachen in die sehr kleine Galaxie leicht direkt erkennen. Sie sieht aus, wie ein weit entfernter Kugelsternhaufen. Ich schwenke in Richtung NGC 4565, in 24 mm Okular indirekt gut erkennbar, mit Barlow wird sie direkt sichbar, und bei 7,5 mm problemlos zu halten. In allen Varianten ist die balkenförmige Silhouette sehr charakteristisch.
Nun wird der Karkoschka im Haarschopf abgearbeitet: M 53 ist leicht zu finden, M 64 ebenfalls, leider bleiben beide strukturlos. Den Rest der Galaxien spare ich mir, dafür genieße ich den Coma Haufen bei über 3° Gescihtsfeld im 24 mm Panoptik. Dieses Okular harmoniert mit der 4-linsigen Flat Field Optik perfekt, es ist randscharf, unz zwar zu 100%.
Zwischendurch erscheint eine recht helle Sternschnuppe, so gegen 22 Uhr 30, in Süd-Nord Richtung ca. 70° hoch, tippe auf Leonid. In letzter Zeit habe ich fast bei jeder Beobachtungsnacht Glück mit Sternschnuppen, merkwürdig.
Weiter geht es in den Jagdhunden, M 94 fällt gleich ins Auge, NGC 4490 ist klein, aber deutlich. Ich hangele mich über NGC 4449 bis M 106, einer schwachen Galaxis, die mit dem 7,5 mm Okluar am deutlichsten wird. Natürlich muss auch M 51 versucht werden, auf dem Weg dorthin liegt M 63, ein sehr leichtes Objekt. M 51 ist heute ausnahmsweise ein auffallendes Objekt, man benötigt einigermaßen dunklen Himmel dafür, der hier selten ist. Aber heute sieht man sogar mit 4" Details und den Übergang zu NGC 5195. Kontrast ist schon was Feines.
Am Ende der Deep Sky Tour versuche ich NGC 4361 im Raben, aber es gelingt mir nicht, diesen sehr kleinen Planetarischen Nebel zu identifizieren, zu viele stellare Objekte tummeln sich in meinem Blickfeld. Für M 68 reicht die Horizontdurchsicht einfach nicht aus, es ist schlicht zu hell.
Saturn steht noch recht hoch am Himmel, ein Blick dorhin ist immer schön. Mit dem 5 mm Okular (100-fach) sieht man sehr schön die Cassiniteilung, drei Monde und den Schattenwurf des Ringes in den Ansen. Die Vergrößerung mit der Barlow verdoppelt zeigt immer noch ein extrem scharfes Bild, es werden Strukturen auf der Oberfläche sichtbar. Der Wunsch nach noch höherer Vergrößerung kommt auf, der Refraktor verträgt sicher 250-fach, ich denke an mein Budget und verdränge den Gedanken gleich wieder, der Abend ist so schön.
Zum Schluss lugt Jupiter über der unserem Garten gegenüberliegender Häuserzeile hervor, mittlere Vergrößerungen sind aber nicht möglich, atmosphärisch bedingte Farbfehler und aufsteigende Wärmeschlieren verhindern das. Es wird kalt, der Abend ist rund und ich beschließe, abzubauen.
Viele Grüße
Andreas
Heute war es endlich soweit, nach vielen Wochen himmelsbeobachtender Abstinenz konnte eine ordentliche Beobachtungssession von der heimatlichen Terrasse aus erfolgen. Die Bedingungen (linker Niederrhein, aufgehallter Siedlungshimmel) waren wirklich ok, der kleine Wagen war leicht vollständig erkennbar, ebenso der Coma-Haufen. Auch in Richtung Horizont war die Durchsicht überraschend gut, der Rabe brauchte sich nicht zu verstecken.
Als Equipment kam ein TV Genesis auf einer azimutalen Gibraltar Montierung zum Einsatz, Hauptokular ist ein 24 mm TV Panoptik, dazu ein 7,5 mm Baader Eudiaskopisch, ein Tak LE 5 mm sowie eine 2x TV Barlow. Mein 10" Dobson durfte sich weiter im Keller ausruhen...
Ich starte imLöwen mit den beiden leichten Galaxien M65 und M66, das sind meine Referenzobjekte im Frühjahr. Wenn die nicht zu sehen sind, kann man DS gleich vergessen. Aber heute sind beide leicht zu sehen, NGC 3628 fahre ich versehentlich nicht an, vergessen.
Als nächstes versuche ich NGC 4494 im Haar der Berenike, nach einiger Zeit der Orientierung im Coma Haufen (dem offen Sternaufen) kann ich den genauen Ort ausmachen in die sehr kleine Galaxie leicht direkt erkennen. Sie sieht aus, wie ein weit entfernter Kugelsternhaufen. Ich schwenke in Richtung NGC 4565, in 24 mm Okular indirekt gut erkennbar, mit Barlow wird sie direkt sichbar, und bei 7,5 mm problemlos zu halten. In allen Varianten ist die balkenförmige Silhouette sehr charakteristisch.
Nun wird der Karkoschka im Haarschopf abgearbeitet: M 53 ist leicht zu finden, M 64 ebenfalls, leider bleiben beide strukturlos. Den Rest der Galaxien spare ich mir, dafür genieße ich den Coma Haufen bei über 3° Gescihtsfeld im 24 mm Panoptik. Dieses Okular harmoniert mit der 4-linsigen Flat Field Optik perfekt, es ist randscharf, unz zwar zu 100%.
Zwischendurch erscheint eine recht helle Sternschnuppe, so gegen 22 Uhr 30, in Süd-Nord Richtung ca. 70° hoch, tippe auf Leonid. In letzter Zeit habe ich fast bei jeder Beobachtungsnacht Glück mit Sternschnuppen, merkwürdig.
Weiter geht es in den Jagdhunden, M 94 fällt gleich ins Auge, NGC 4490 ist klein, aber deutlich. Ich hangele mich über NGC 4449 bis M 106, einer schwachen Galaxis, die mit dem 7,5 mm Okluar am deutlichsten wird. Natürlich muss auch M 51 versucht werden, auf dem Weg dorthin liegt M 63, ein sehr leichtes Objekt. M 51 ist heute ausnahmsweise ein auffallendes Objekt, man benötigt einigermaßen dunklen Himmel dafür, der hier selten ist. Aber heute sieht man sogar mit 4" Details und den Übergang zu NGC 5195. Kontrast ist schon was Feines.
Am Ende der Deep Sky Tour versuche ich NGC 4361 im Raben, aber es gelingt mir nicht, diesen sehr kleinen Planetarischen Nebel zu identifizieren, zu viele stellare Objekte tummeln sich in meinem Blickfeld. Für M 68 reicht die Horizontdurchsicht einfach nicht aus, es ist schlicht zu hell.
Saturn steht noch recht hoch am Himmel, ein Blick dorhin ist immer schön. Mit dem 5 mm Okular (100-fach) sieht man sehr schön die Cassiniteilung, drei Monde und den Schattenwurf des Ringes in den Ansen. Die Vergrößerung mit der Barlow verdoppelt zeigt immer noch ein extrem scharfes Bild, es werden Strukturen auf der Oberfläche sichtbar. Der Wunsch nach noch höherer Vergrößerung kommt auf, der Refraktor verträgt sicher 250-fach, ich denke an mein Budget und verdränge den Gedanken gleich wieder, der Abend ist so schön.
Zum Schluss lugt Jupiter über der unserem Garten gegenüberliegender Häuserzeile hervor, mittlere Vergrößerungen sind aber nicht möglich, atmosphärisch bedingte Farbfehler und aufsteigende Wärmeschlieren verhindern das. Es wird kalt, der Abend ist rund und ich beschließe, abzubauen.
Viele Grüße
Andreas