FW_REHFUSS
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Celestron C5 125/750 mm 6 x 30 Sucher mit Zenitprisma auf EQ2
Okular: 26mm Plössl, 12,5 mm Plössl, 7,5 mm
Ort: Südkamen / NRW (östl. Ruhrgebiet)
Datum: 09. 12. 2002
Uhrzeit: 3:15 Uhr - 5:00 Uhr MEZ
Seeing: klarer Winterhimmel, 5 mag Grenzgröße
Liebe Sternenfreunde !
Eigentlich hatte ich die Sternbeobachtung schon gestern abend mit der Beobachtung der ISS, die um 18:11 Uhr in 87° Höhe mit -2,9 mag gut sichtbar durchzog, begonnen.
Mit einem letzten Blick durch mein Fernglas (Oculus 8 x 30 7,5° Gesichtsfeld) Richtung Andromeda konnte ich M 31 gut erkennen und den Randbereich, da in Zenitnähe, als schemenhaften Nebel ausmachen.
Wenn diese Welteninseln in Zenitnähe stehen, müßte ein Beobachtungserlebnis also auch mit kleineren Teleskopen möglich sein?
Um 3:00 Uhr heute früh wurde dieser Gedanke dann in die Tat umgesetzt.
Saturn war bei 180 facher Vergrösserung mit 2-3 Monden beobachtbar und auf Jupiter der GRF zu erahnen.
Ein schöner farblich unterscheidbarer Doppelstern war Gamma-Leo (4,6“ Abstand). Algieba (2,6 mag) hob sich orange-bräunlich von dem weisseren Gamma2-Leo (3,8 mag) ab.
Die beiden Galaxien M 65 und M 66 waren in ca. 40° Höhe gut auffindbar. Mit dem 12,5 mm Okular waren beide im 40´ Gesichtsfeld erkennbar.
Es war 4:15 Uhr, die Kälte ging durch und durch, Okularwechsel wurden angesichts kalter Hände und gefühlloser Finger zur Tortur. Die Pudelmütze wurde noch einmal über die Ohren gezogen, da wurde das Licht meiner Taschenlampe mit roter Folie zu schwach um die Koordinaten der nächsten Objekte M 81 und M 82 zu lesen.
1 Minute am Netz reichte um wenigstens die Deklination an meiner EQ2 einzustellen.
In Ursa Major angekommen, ging es immer mit einem Blick durch das 26 mm Okular durch zahllose Sterne und Sternfelder Richtung Zenit. Verlangsamt in der Region von M 81 und M 82 fand ich diese ohne Mühe und Veränderung der Deklination.
M 81 und M 82 standen zu diesem Zeitpunkt ca. 70° über dem Horizont. Deutlicher als bei M 65 und M 66 waren beide auch in Ihrer typischen Form erkenn- und unterscheidbar.
Es war kurz vor Fünf in dieser Kälte und dem eisigen und böigen NO-Wind 20 km/h (Windchillfaktor unendlich) als ich die Okulare zum letzten Mal wechselte.
An diesem frühen Morgen verspürte ich zum ersten Mal das Erlebnis, das bei der Beobachtung von „Deep Sky“ - Objekten ausgehen kann.
Vor allem diese flächigen und lichtschwachen Objekte entwickeln in Zenitnähe offenbar auch für Besitzer kleiner Teleskope und Ferngläser ihre ganze Pracht.
Daten der Objekte aus Cartes du Ciel
Sternbild Leo:
M 65 -NGC 3623 : (9,3 mag, Größe: 9,0´ x 2,3´, Flächenhelligkeit: 12,8 mag)
M 66 -NGC 3627 : (8,9 mag, Größe: 9,1´ x 4,1´, Flächenhelligkeit: 12,7 mag)
Sternbild Ursa Major:
M 81 - NGC 3031 : (6,9 mag, Größe: 24,9´ x 11,5´, Flächenhelligkeit: 13,2 mag)
M 82 - NGC 3034 : (8,4 mag, Größe: 10,5´ x 5,1´, Flächenhelligkeit: 12,5 mag)
Weiterhin viele klare Winternächte, wünscht
Friedrich Wilhelm
P.S. Stalingrad um die Weihnachtszeit 1942 muß die Hölle und der Sternhimmel unvergleichlich schön gewesen sein ?
Wir hatten in dieser Nacht hier eine Aussentemperatur von -6° C
-Gibt es Ratschläge irgendwelcher Art zum Gebrauch von Handschuhen bei dieser Kälte ?
Okular: 26mm Plössl, 12,5 mm Plössl, 7,5 mm
Ort: Südkamen / NRW (östl. Ruhrgebiet)
Datum: 09. 12. 2002
Uhrzeit: 3:15 Uhr - 5:00 Uhr MEZ
Seeing: klarer Winterhimmel, 5 mag Grenzgröße
Liebe Sternenfreunde !
Eigentlich hatte ich die Sternbeobachtung schon gestern abend mit der Beobachtung der ISS, die um 18:11 Uhr in 87° Höhe mit -2,9 mag gut sichtbar durchzog, begonnen.
Mit einem letzten Blick durch mein Fernglas (Oculus 8 x 30 7,5° Gesichtsfeld) Richtung Andromeda konnte ich M 31 gut erkennen und den Randbereich, da in Zenitnähe, als schemenhaften Nebel ausmachen.
Wenn diese Welteninseln in Zenitnähe stehen, müßte ein Beobachtungserlebnis also auch mit kleineren Teleskopen möglich sein?
Um 3:00 Uhr heute früh wurde dieser Gedanke dann in die Tat umgesetzt.
Saturn war bei 180 facher Vergrösserung mit 2-3 Monden beobachtbar und auf Jupiter der GRF zu erahnen.
Ein schöner farblich unterscheidbarer Doppelstern war Gamma-Leo (4,6“ Abstand). Algieba (2,6 mag) hob sich orange-bräunlich von dem weisseren Gamma2-Leo (3,8 mag) ab.
Die beiden Galaxien M 65 und M 66 waren in ca. 40° Höhe gut auffindbar. Mit dem 12,5 mm Okular waren beide im 40´ Gesichtsfeld erkennbar.
Es war 4:15 Uhr, die Kälte ging durch und durch, Okularwechsel wurden angesichts kalter Hände und gefühlloser Finger zur Tortur. Die Pudelmütze wurde noch einmal über die Ohren gezogen, da wurde das Licht meiner Taschenlampe mit roter Folie zu schwach um die Koordinaten der nächsten Objekte M 81 und M 82 zu lesen.
1 Minute am Netz reichte um wenigstens die Deklination an meiner EQ2 einzustellen.
In Ursa Major angekommen, ging es immer mit einem Blick durch das 26 mm Okular durch zahllose Sterne und Sternfelder Richtung Zenit. Verlangsamt in der Region von M 81 und M 82 fand ich diese ohne Mühe und Veränderung der Deklination.
M 81 und M 82 standen zu diesem Zeitpunkt ca. 70° über dem Horizont. Deutlicher als bei M 65 und M 66 waren beide auch in Ihrer typischen Form erkenn- und unterscheidbar.
Es war kurz vor Fünf in dieser Kälte und dem eisigen und böigen NO-Wind 20 km/h (Windchillfaktor unendlich) als ich die Okulare zum letzten Mal wechselte.
An diesem frühen Morgen verspürte ich zum ersten Mal das Erlebnis, das bei der Beobachtung von „Deep Sky“ - Objekten ausgehen kann.
Vor allem diese flächigen und lichtschwachen Objekte entwickeln in Zenitnähe offenbar auch für Besitzer kleiner Teleskope und Ferngläser ihre ganze Pracht.
Daten der Objekte aus Cartes du Ciel
Sternbild Leo:
M 65 -NGC 3623 : (9,3 mag, Größe: 9,0´ x 2,3´, Flächenhelligkeit: 12,8 mag)
M 66 -NGC 3627 : (8,9 mag, Größe: 9,1´ x 4,1´, Flächenhelligkeit: 12,7 mag)
Sternbild Ursa Major:
M 81 - NGC 3031 : (6,9 mag, Größe: 24,9´ x 11,5´, Flächenhelligkeit: 13,2 mag)
M 82 - NGC 3034 : (8,4 mag, Größe: 10,5´ x 5,1´, Flächenhelligkeit: 12,5 mag)
Weiterhin viele klare Winternächte, wünscht
Friedrich Wilhelm
P.S. Stalingrad um die Weihnachtszeit 1942 muß die Hölle und der Sternhimmel unvergleichlich schön gewesen sein ?
Wir hatten in dieser Nacht hier eine Aussentemperatur von -6° C
-Gibt es Ratschläge irgendwelcher Art zum Gebrauch von Handschuhen bei dieser Kälte ?
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