DeepSky Fotografie mit M42 Objektiven an Asi120mc

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Hallo,

hier im Anhang nach langem Warten endlich der erste Versuch den Pferdekopfnebel mit dem Sonnar 135mm aufzunehmen. Ich muss gleich vorweg sagen, ich bin sehr enttäuscht.

Ich habe vor das Objektiv eine selbst gebastelte 3cm Blende mit trichterförmiger Taukappe gesetzt. Die Halos um hellere Sterne wurden durch das Abblenden deutlich reduziert. Allerdings sind die Halos schon bei einer leichten Verkippung der Blende nicht zentrisch. Ich musste da mehrfach korrigieren bis das annehmmbar war.
Die Bedingungen waren schwierig, immer mal wieder Wolken dazwischen, so das ich in über 2 Stunden Aufnahmezeit nur 196 x 15 Sek. und 39 x 5 Sek. Lights sammeln konnte.
Dennoch hatte ich vom Endergebnis mehr erwartet, viel ist da ja nun nicht zu sehen. Außerdem war der Rotkanal sehr unscharf. Dies kann eventuell am wirklich katastrophalen Seeing gelegen haben oder ich habe doch nicht optimal fokussiert. Oder kann auch die Blende daran Schuld sein ?

Ich bin jetzt gerade hin und her gerissen. Falls sich in Kürze nochmal die Gelegenheit bietet, sollte ich da lieber ohne Blende mit F3,5 aufnehmen ?
Lieber mehr Licht in der kurzen Zeit sammeln und etwas größere Halos in Kauf nehmen ?
So würde auch die Friemelei mit dem passenden Sitz der Blende entfallen und so störend fand ich die Halos bei den weiter oben gezeigten Plejaden und Orionnebel gar nicht.

Gruß,
Holger
 

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Hallo,

da passt was ganz gewaltig nicht. Entweder passt der Fokus nicht oder die Linse ist hin und ein Fall für einen Besuch in Görlitz.

Ich habe das Teil selbst und wenn es was ist, dann scharf. Als Streulicht-Blende verwende ich entweder die eingebaute oder eine Heliopan-Teleblende mit 52/49mm-Reduktion.

Du solltest Kanalweise die Sterngröße mit einem passenden Filter mininmieren und du brauchst ein L3-Filter. Das rasiert die überschüssigen Spektralenden ab, die die Linse nicht packt.

CS
Jörg
 
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Hallo Jörg,

das Objektiv sollte in Ordnung sein denn die Plejaden und den Orionnebel habe ich damit ja besser hinbekommen.

Fokus verfehlt könnte natürlich sein. In wie weit ist bei Deep-Sky eigentlich das Seeing von Bedeutung? Beim Mond und Planeten geht bei schlechten Bedingungen ja so gut wie gar nichts.
Gestern wollte ich erst den Uranus aufnehmen aber das Seeing war unglaublich mieserabel. Ich habe dann noch mit dem 8mm Planetary an einem helleren Stern kontrolliert, was soll ich sagen, punktförmig sieht anders aus. Wohl eher ein aufgeblähter Ball mit reichlich Turbulenzen. Vielleicht ist das auch eine mögliche Ursache. Ich kenne mich da im Deep-Sky Bereich zu wenig aus.
L3 Filter kostet fast 70 Euro und ich müsste ihn mit einem Adapter in die T2 Verlängerungshülse bringen. Der Unterschied zum verbauten Sperrfilter der Asi120mc scheint da auch nicht all zu groß zu sein.

Gruß,
Holger
 
Hi Holger

das Seeing ist schon wichtig, wenn da alles rumwabert wird Dein Bild wischiwaschi weil die Objekte auf dem Chip rumwabern ...

Dann klappt DeepSky auch net. Hätte mich arg gewundert, ich hab das Teil regelmäßig an der 1Ds II, die Schärfe ist so prägnant dass man keine Einstellhilfe braucht.

Bei den alten Linsen ist Farbe meistens ein Thema, so dass man mit dem L3 gut fährt. Der L3 ist der mit Abstand engste Cut, der dürfte gut was enger sein als der verbaute Filter. Ich weiß nicht ob man die Filterkurve von dem Teil bekommt.

CS
Jörg
 
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Hallo Jörg,

die Filterkurve findet man unter ZWO D21 IR-CUT protect window.
Finde ich jetzt nicht so viel offener gegenüber dem L3.

Gestern bot sich doch tatsächlich nochmal eine kurze Gelegenheit den Pferdekopfnebel (siehe Anhang) aufzunehmen. Leider zogen dann Wolken auf, so dass ich nur 169 x 15 Sek. sammeln konnte. Das Seeing war etwas besser aber dafür bei schlechterer Transparenz.

Aufgenommen ohne meine selbst gebastelte Blende, siehe hier: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1312253/Welche_Blende_bei_begrenzter_B#Post1318276

Die größeren Halos habe ich mit gimp abschwächen können und insgesamt finde ich das Ergebnis schon etwas besser. Außerdem haben diese Halos vielleicht auch eine gewisse ästhetische Wirkung.

Es fehlt natürlich mehr Belichtungszeit aber leider zogen um 22 Uhr Wolken auf.

Gruß,
Holger
 

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Hallo,

am 14.01.18 konnte ich weitere Frames mit dem 135mm Sonnar sammeln.
Jetzt neu auch der Rosettennebel 240 x 15 Sek:
Link zur Grafik: https://abload.de/img/rosettennebel-14-1-18bvk1z.jpg

Außerdem habe ich noch zusätzlich die Plejaden und den Pferdekopfnebel aufgenommen und mit den schon vorhandenen Bildern kombiniert.

Pferdekopfnebel 401 x 15 Sek:
Link zur Grafik: https://abload.de/img/pferdekopf-14-1-18p75vik0n.jpg

Plejaden 576 x 15 Sek & 17 x 5 Sek:
Link zur Grafik: https://abload.de/img/plejaden-14-01-18p75bm8ktc.jpg

Bearbeitet mit fitswork & gimp. Hier habe ich mir einige Tutorials im Internet angesehen und dann viel mehr mit Ebenenmasken gearbeitet.

Gruß,
Holger
 
Moin Holger
Ich bewundere schon sehr lange was du aus deinem "leichten" Equipment raus holst!
Super Sache!!!!
Man muss halt bei diesem Sport der Astrofotografie am Ball bleiben um weiter zu kommen, wie du eindrucksvoll zeigst.
Und immer ist ne Verbesserung in Sicht! :)
Mach weiter so!
LG Flo
 
Hallo Flo,

danke für Deine Antwort. Ich habe jetzt nochmal 2 Nächte beim Orionnebel nachgelegt, diesmal abgeblendet auf F4,5.
205 x 15 Sek. hatte ich oben ja schon und nun habe ich alle Einzelbilder aus insgesamt 3 Nächten in einen Ordner gepackt und durch fitswork gejagdt. Die Ausbeute war jetzt insgesamt 727 x 15 Sekunden. Hier das Endergebnis:
Link zur Grafik: https://abload.de/img/orionnebel-727x15sekveszs.jpg

Die Strukturen im Nebel sind etwas deutlicher und durch die Blende sind die Sterne kleiner. Für den Aufwand aber eigentlich nur eine kleine Verbesserung. Da scheint das Limit erreicht zu sein. Es waren ja nun schon über 3 Stunden Gesamtbelichtungszeit und weitere Stunden werden da wohl nicht mehr viel bringen. Ich bin aber mit dem Ergebnis zufrieden.

Gruß,
Holger
 
Holger eine Frage:

arbeitest du nicht mit Darks? Oder Bias? Wenn du pro frame nur 15s Belichtungszeit nimmst, arbeitest du wohl auch nicht mit guiding oder?

CS
Anette
 
Hallo Anette,

ein paar Darks habe ich gemacht und als Masterdark subtrahiert.
Auf Bias & Flats verzichte ich, genau wie auch auf das Guiding.

Gruß,
Holger
 
Hallo,

am 13.02.18 habe ich mir nochmal M81 & 82 vorgenommen. Die Eigenbau-Nachführung lief diesmal richtig gut, wobei das so nah am Pol auch weniger problematisch ist.
Es hat schon etwas gedauert bis nach systematischem Absuchen die Galaxien auf dem Bildschirm auftauchten.
Kurz nach 21 Uhr ging es dann endlich los und mit ein paar Korrekturen kamen anschließend bis ca. Mitternacht 534 x 15 Sek. Lights und 6 x 15 Sek. Darks zusammen.
Aufgenommen wieder mit Asi120mc und Zeiss Sonnar 135mc mit 3cm selbst gebastelter Blende, also F4,5.

Link zur Grafik: https://abload.de/img/m81-82-13-02-18x7oyn.jpg

Jetzt waren es über 2 Std. Gesamtbelichtungszeit und noch mehr wird das Endergnis da wohl auch nicht mehr gravierend verbessern.
Für mich ist bei diesem Objekt damit das Limit meiner Ausrüstung erreicht. Mit nur 135mm Brennweite kann ich bestimmt nicht mehr Details erwarten.

Nächstes Ziel wird wahrscheinlich nochmal meine Lieblingsgalaxie M51 werden.

Gruß,
Holger
 
Hallo,

so ich habe am 19.02. nochmal beim M81&M82 nachgelegt.
Jetzt sind es 1205 x 15 Sek., also ca. 5 Stunden Gesamtbelichtung:
Link zur Grafik: https://abload.de/img/m81-82-mix-2018ntklv.jpg
Bei der Bearbeitung habe ich diesmal die Farben mehr verstärkt.
Außerdem habe ich die Polhöheneinstellung korrigiert, die war an die 3° zu flach eingestellt. Das hat sich auch gleich ausgezahlt. Viel weniger Drift und bessere Sternabbildung im Endergebnis. Damit sollte hier die Grenze des Machbaren wohl erreicht sein.

Gruß,
Holger
 
Hallo,

am 14.3.18 bot sich wieder die Gelegenheit das Sonnar 135mc zu testen. Ich hatte die Qual der Wahl, M51 oder Leo Triplett.
Da ich M51 schon mal mit dem Objektiv aufgenommen hatte, habe ich mich für die Galaxie-Gruppe entschieden.

Über 2 Stunden habe ich mit Schwierigkeiten bei meiner Nachführung zu kämpfen gehabt. Aber es sind dann doch 401 x 15 Sekunden zusammengekommen.
Link zur Grafik: https://abload.de/img/leo-14-3-18nr2pwofg.jpg

Ist jetzt vielleicht nicht gerade Spektakulär, aber für das günstige Equipment zufiedenstellend und auch besser als das Ergebnis mit dem 55mm Objektiv.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,
solche Aufnahmen gelingen mir mit meiner eos 1000d noch nicht mal.....
Ich glaube ich brauch nen Lehrer ...
Gruß Wolfgang.
 
Hallo Holger,

ich habe auch noch was für den Thread. Den Lagunen- und Trifidnebel vom Wocheneende in einem Bild mit einem alten Revuenon M42 135mm Objektiv. Das hatte ich mir in der Bucht für 40.-Euro geschossen - aber vom Händler mit Rückgabegarantie. Wert ist es wahrscheinlich die Hälfte.
Aufgenommen mit einer ASI178MC auf einer NEQ-5, ca. 180 Aufnahmen a 20 Sekunden - also eine gute Stunde. Viel mehr Zeit bleibt in unseren Breiten für diese Objekte zwischen Abenddämmerung und Abtauchen in den Horizontdunst nicht. In Höhe übersetzt heißt das bei mir zwischen 14° und 11°.
Also, wenn nicht jetzt - wann dann?

Viele Grüße

*entfernt*

 

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Hallo Holger,

ja hast recht. Man sollte ein Bild erst am nächsten Tag abschicken. Wenn man eine Weile auf den Bildschirm starrt und müde ist, dann sieht alles gleich aus. Ich muß mir noch mal ein paar Sterne zur Farbkalibrierung raussuchen.

Gruß

*entfernt*
 
So, ich hoffe der Rotstich ist etwas weg. Ich habe hier mal wild zusammen gemischt: ca. 30 x 60 Sekundenaufnahmen; Gain 300, ca. 180 x 20 Sekundenaufnahmen; Gain 100 und sogar ein paar Aufnahmen H-alpha a 300 Sekunden - [zensiert]ischerweise mit der Farbkamera und nicht der Monoversion. Naja, nur Versuch macht kluch.

Gruß

*entfernt*
 

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