Deimos gesehen

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coltrane

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Bisher war die nahe Marsopposition ja eine ziemliche Enttäuschung weil wegen des Sandsturms kaum was zu sehen ist. Immerhin kann ich nun eine erste erfolgreiche Sichtung des Marsmondes Deimos vermelden. Gestern hatte ich endlich mal wieder eine richtig gute Nacht mit Grenzgröße 6,6 und zunächst gutem Seeing, später dann aufgrund des warmen Windes etwas schlechter werdend.
Eingesetzt habe ich meinen 12 Zoll Skywatcher mit Goto, dazu 5mm Okular plus 2x Barlow. Einen laut Stellarium 9,65mag hellen Stern knapp neben Mars konnte ich sofort leicht sehen. Deimos der mit rund 11 Magnituden gar nicht mal so viel schwächer ist war zunächst aber noch nicht sichtbar. Ich habe dann Mars knapp außerhalb des Gesichtsfeldes platziert und/oder ihn in der Mitte gelassen und schräg ins Okular geschaut um nicht von ihm geblendet zu werden.
Nach ziemlich langer Sucherei war es dann irgendwann so weit. Ein ganz schwaches Pünktchen an der richtigen Stelle, am äußersten Limit meines Teleskops kurz aufblitzend. In seltenen Fällen auch mal für zwei drei Sekunden zu halten, aber generell viel schwächer als ich erwartet hatte. Phobos war vor dem Mars und somit in dieser Nacht leider nicht möglich.

Eine andere bedeutende Sichtung ist mir auch noch geglückt und zwar der Zentralstern des Ringnebels. Ich weiß nicht ob es an der guten Nacht lag oder an meinem neuen Pentax XW 5mm, aber mit solcher Deutlichkeit konnte ich diesen Stern noch nie sehen in meinem 12-Zöller. Das Pentax hat eine dermaßen gute Bildqualität, so dass man schon auf den ersten Blick eine gewisse Aufhellung in der Mitte des Nebels sehen konnte und bei längerer Beobachtung blitzte der Zentralstern auch immer mal wieder recht deutlich raus.
Als Zugabe sind mir später dann auch noch die Uranusmonde Oberon und Titania ins Netz gegangen und zwar mit überraschender Leichtigkeit.
 
Hallo Coltrane,
jo, ein gutes 5mm ist Gold wert am 12 Zöller f/5 !
Habe auch lange gesucht und bin schließlich auch beim Pentax gelandet, nachdem das Takahashi LE leider einen deutlichen Lichthof zeigte.
Rudi
 
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Hallo Coltrane,

Gratulation zur Beobachtung. Ja mit einem guten Pentax geht schon was, hatte früher auch ein kleines Pentax Ortho mit hohem Kontrast. Kannst du mir bitte die genaue Uhrzeit Deiner Marsmondbeobachtung mitteilen?
Hast du auch eine Skizze angefertigt?
CS Mike
 
Tolle Beobachtungen: Deimos und der Zentralstern.
Allerdings lese ich in dem Text, dass wohl neben dem sicher exzellenten XW5 auch noch eine 2x-Barlow eingesetzt worden ist. Bei allen geschilderten Beobachtungen (Mars, M57, Uranus) war die Kombi XW+Barlow notwendig? Welche Barlow ist so gut, dass sie das XW nicht (sichtbar) negativ beeinflusst?
Scheinbar ist der Dob so gut nachgeführt, dass die hohen Vergrößerungen eingesetzt werden konnten. Da hilft schon das Feld der XW ein wenig, wenn ich auch bisher dachte dass für solche Fitzelchen besser einfacher aufgebaute Orthos geeigneter wären. Natürlich wird auch die außergewöhnlich gute Luft ihren Anteil gehabt haben.

Danke für den Bericht
Manfred

(12"-GSO im teilbaren AOM-Tubus mit 5mm-Radian+2,5x TV-Barlow)
 
Hallo Coltrane, wie weit stand den Deimos von Mars entfernt? Wann genau hast du ihn beobachtet? Hast du Dich davon überzeugt, dass du wirklich Deimos gesehen hast und nicht einen Hintergrundstern? Konntest du die Beobachtung wiederholen? Und dabei eine Ortsveränderung gegenüber dem Mars bzw Sternen feststellen? Hast du keine Skizze angefertigt? Sag mal was, dazu.
CS Mike
 
Die Beobachtung fand in der Nacht vom 12. auf den 13. August statt, gegen Mitternacht vor und während der Kulmination. Mit Stellarium kann man sich das nochmal anschauen, dann sieht man auch den 9,65mag Stern und Deimos der zu diesem Zeitpunkt etwas 2 Marsdurchmesser von Mars entfernt stand. Zeichnung habe ich keine gemacht und das wäre auch schwierig gewesen weil das ganze im absoluten Grenzbereich stattgefunden hat. Einen vergleichbar hellen Stern zeigt mir Stellarium jedenfalls nicht in der Nähe an, während sich Deimos genau am richtigen Ort befand.

Beobachtet habe ich wie gesagt mit dem Pentax 5mm XW, meistens in Kombination mit einer 2x Barlow von TeleVue. Die stärkere Vergrößerung war auch nötig um Deimos besser aus dem Streulicht von Mars herauszubekommen. Ob die Barlow das Bild negativ beeinfluß kann ich nicht sagen, auf jeden Fall ist mir nichts aufgefallen. Ich benutze Barlowlinsen schon immer, weil ich für die ganz hohen Vergrößerugen die man nicht so oft braucht keine extra Okulare anschaffen will.
 
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