Deimos mit 4,5"

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gardalon

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Nach zahlreichen erfolglosen Versuchen ist mir diese Nacht endlich eine Sichtung eines Marsmondes gelungen. Im Vixen 114/900er fiel mir gegen 22.40 Uhr bei 138x im Okular etwa drei Marsdurchmesser oben rechts vom Marsscheibchen ein schwaches Sternchen auf, dessen Sichtung mein Mitbeobachter bestätigte. Mit CdC habe ich das gerade noch einmal rekonstruiert, und da es in dieser Gegend eigentlich keine vergleichbar hellen Hintergrundsterne gibt und die Position mit dem übereinstimmt, was ich gesehen habe, bin ich mir sicher, Deimos gesehen zu haben. Die lange Suche hat sich also doch noch gelohnt.
Gruß, Gardalon
 
Hallo Gardalon,
deine Sichtung erstaunt mich wirklich sehr.
Ich habe Deimos auch schon gesehen. Allerdings
im 10-Zöller unter besten Bedingungen (klare,
trockene Luft, gutes Seeing). Trotzdem war es
nicht einfach. Und jetzt behauptest du ihn im
4,5 Zöller gesehen zu haben.
Ich frage mich, was das für ein Licht auf den
Entdecker der Marsmonde Asaph Hall wirft,
der im Jahre 1877 noch ein 66cm Fernrohr
dafür benötigte.
 
Vielleicht war´s ja auch ein Hintergrundstern, aber ich glaube es ehrlich gesagt nicht. In der CdC-Rekonstruktion konnte ich keinen Stern ausfindig machen, der so nahe am Mars stand und den ich hätte sehen können. Auch die Position von Deimos hat überraschend genau dem entsprochen, was ich mir bei der Beobachtungs skizziert habe.
Gruß, Gardalon
EDIT: Ich habe nochmal bei CdC nachgesehen: Der nächste in Betracht kommende Stern in der Richtung ist SD-17 6504 mit 9,76 mag. Der ist aber zu weit entfernt, um ihn im Okular gehabt zu haben. Es kann eigentlich nur Deimos gewesen sein.
 
Moin gardalon!
Ich bin da auch eher etwas skeptisch!
Mit dem kleinen Applet von Sky & Telescope, kam heraus, dass Deimos zum gegebenen Zeitpunkt im Newton ziemlich genau rechts vom Mars zu sehen war (nicht oben rechts). Auch HNSKY bestätigte mir das für 22:40 Uhr (20:40 UT) (komischerweise unterscheiden sich die Phobos-Orte zwischen den beiden Programmen erheblich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" /> )!
Also, mir wäre das Ganze zu unsicher bzw. unwahrscheinlich um von einer erfolgreichen Sichtung zu sprechen!

 
Moin zusammen!

Ich hab' mir das Ganze auch noch mal mit Guide angeschaut (von CdC halte
ich persönlich nichts): Was Gardalon da beschreibt, ist soweit alles i.O.
und hier im Programm nachvollziehbar.

Guide wirft Deimos im Moment mit +11,6 m aus, Mars -2,5 m. Den Helligkeits-
unterschied kann sich ja jeder selbst ausrechnen. Deimos an sich liegt somit
knapp in Reichweite einer 114 mm-Optik, wäre nicht der super-helle Mars gleich
daneben. Wer schonmal auf Mondjagd am Saturn z.B. war, ahnt vielleicht, wie
schwer es ist, bei moderaten Vergrößerungen Monde an Planeten zu entdecken.
Dabei ist Enceladus an Saturn von der Papierform einfacher als Deimos am
Mars. Ich brauchte für Enceladus schonmal eine 6"-Optik...

Die Gefahr bei solchen Sichtungen ist - nach meinen Erfahrungen - sich die
Mondpositionen vor Beobachtung im Programm anzuschauen. Man will dann
was sehen, was u.U. gar nicht da ist und jeder Reflex wird zum "Mond".
Bei solchen Zweifel-Kandidaten würde ich persönlich mindestens so lange
warten, bis sich der vermutete Mond auch deutlich bewegt hat. Eine kleine
Skizze ist da immer hilfreich. Von einer Marsmond-Sichtung im 4,5-Zöller
(vor allem bei dieser Vergrößerung) habe ich vorher auch noch nie etwas
gehört. Ich weiß allerdings auch nicht, was Gardalon da nun gesehen hat.
 
Hi
Ich wollte fragen bei welchem planet ich monde mit meinem Newton 130/900 erkennen könnte und wann und wo?
Ich meine wirklich erkennen nicht so wie bei mars.
euer
 
Hi Skywatcher!

Die vier Jupitermonde gehen immer! Auch bei Saturn sollte Titan mit ca. 8mag kein Problem darstellen.
Entweder du kaufst dir jährlich ein Himmelsjahrbuch (z.B. Kosmos Himmelsjahr) oder du lädst dir ein Planetariumsprogramm runter (z.B. HNSKY; einfach mal googlen). Beide Varianten zeigen dir die Stellung der sichtbaren Monde an.
 
Hallo Netnuk,

Danke fürn Tipp mit HNSKY, hat auch ganz gut geklappt, ich kann nicht so gut englisch aber das geht schon. Ich war nur enteuscht das man bei den Deep Sky objekten nur graue formen erkennt und keine Bilder wie sie es auf ihrer Seite in der vorschau zeigen. Weisst du wie man dafür sorgt das man die Deep Sky Objekte auch erkennt(also mit nem Bild und keinem grauen flek oder kleinen Quadraten)? Ich kann leider nur sehr schlecht englisch und brauche ,sofern du mir antworten solltest(du musst nicht, ich verstehe wenn du mir keinen stundenlangen Vortrag halten willst wie man die bilder bekommt), eine Anleitung die [zensiert]ensicher ist. Ach ja, und ich glaube das ganze ist nich für mitteleuropa eingestellt, wie geht das?

Euer P.S. tut mir ganz fest leid , ich kan auch nichts für meine Dummheit!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Mensch, Kollege Skywatcher! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />

Was sollen Deine Fragen in diesem Thread? Es geht hier um Gardalons
Sichtung von Deimos im 4,5-Zöller, nicht um

- an welchen Planeten kann ich sonst noch Monde erkennen...
Richtiges Board: Beobachtungen - Fragen, Hinweise, was habe ich gesehen?

- Probleme mit Astro-Software...
Richtiges Board: Karten, Software, Literatur (Fragen und Tips)

Tu' uns bitte einen Gefallen und halte Dich ein bischen an die Regeln und
laß uns in diesem Thread beim Thema bleiben.
Danke. SCNR!
 
Hallo Gardalon,

klingt gut !

Wie Du vielleicht mitbekommen hast ist es mir gelungen Deimos mehrfach mit 4" zu sehen 100/1500mm Abgeblendeter Newton Optik V aber 360x !
War aber nur indirekt sichtbar. Wie hast Du denn Deimos bei nur 138x emfunden, die vergrößerung erscheint mir ehrlich gesagt recht schwach, wie gut war Deine Himmelstransparenz Grenzgröße ?
Wenn es bei Dir kein Reflex war , bist Du sicher das nicht, könnte es technisch schon grade so möglich gewesen sein...

Schreib doch mal.

Gruß
Christian

pS: Phobos gelang mir mit ach und krach mit 6" Öffnung.
 
Hallo Coltrane,

wirf Dein altes angelesenes Gedankengut in der Hinsicht bitte über Bord !

PROBIEREN GEHT ÜBER STUDIEREN !

66cm für die Monde ist kein Maßstab mehr, nach Deiner Ansicht dürfte ich ja auch nihct die Uranusmonde und Trioton gesehen haben, habe ich aber mit 10" und nicht 1,2m wie damals Herschel...

Gruß
Christian
 
Hi Heidescoper,
Ich habe die Grenzgröße nicht genau ermittelt, aber sie war nicht besonders hoch, der Mond hat an diesem Tag ja auch ziemlich den Himmel verpfuscht. Ich schätze, dass die Grenzgröße so ungefähr 5,0 mag betragen hat, also keine besonders guten Sichtverhältnisse. Deimos bzw. den Reflex oder was auch immer es gewesen sein mag, erschien-wenn der Mars aus dem Gesichtsfeld herausmanövriert war-mit indirektem Sehen als schwaches, nicht durchgehend sichtbares Sternchen. Meinem Mitbeobachten ist es erst nach ein rund einer Minute gelungen, das Objekt zu sehen.
Gruß, Gardalon
 
Hallo Heidescoper,
natürlich braucht man heutzutage kein 66cm Fernrohr
mehr, aber 4,5" halte ich nach wie vor für zu wenig.
Vor allem bei diesen schlechten Sichtbedingungen,
wie Gardalon selbst schreibt.
Außerdem hatte Herschel meines Wissens kein
1,2 m Teleskop, sondern mußte mit einem
winzigen 18-Zölller Vorlieb nehmen.
 
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