MikeWölle
Aktives Mitglied
Hallo,
jetzt ist es auch schon wieder knapp eineinhalb Jahrhundert Jahre her, seit Asaph Hall mit einem 26" Refraktor die Marsmonde Phobos und Deimos entdeckt hat.
Am letzten Donnerstag, den 28.10.2020 bot sich mir unerwartet eine günstige Gelegenheit, Deimos den äußeren und lichtschwächeren der beide Monde zu beobachten.
Dabei deutete beim üblichen abendlichen Kontrollblick auf den Himmel noch nichts auf eine Gelegenheit hin: Der Mond war nur schemenhaft durch dünne Wolkenfetzen zu sehen. Immerhin zeigte die Wetterapp eine kurze vorübergehende Gelegenheit an.
Gegen 20h30 sehr ungewöhnlicher Himmel ultradünne Nebeldecke, garniert mit Wolkenschwaden und klaren Stellen. Seeing 10/10 extrem ruhige Luft, wie sie Ende Oktober hier gelegentlich vorkommt.
Mars bei 200x angenehm gedämpft und auch ohne Filter nicht überstrahlt, bei 320x mehr Details, besonders in Hellas. Gelegentlich zeigten die südlichen Gebiete jenseits von Deucalionis Regio eine Art Fleckerlteppich, unmöglich das ohne Nachführung auf die schnelle alles bis in Detail zu skizzieren.
Durch die ungewöhnlichen Lichtverhältnisse kam ich auf die Idee Deimos zu probieren.
Bei Verwendung von 8er Ethos mit 3x TV Barlow mit 960x zeigte sich zunächst nichts.
Sehr wohl aber, wenn ich den Mars knapp rechts außerhalb des Gesichtfeldes plazierte
da war an genau der richtigen Stelle, etwa zweieinhalb Marsdurchmesser entfernt, ein schwacher Lichtpunkt zu erkennen, der an der rechten Seite durchs Gesichtfeld lief.
Mehrmals wiederholte ich diesen Durchlauf, je nach Wolkenfetzen, Nebel und Wolkenlöchern wurde der viel heller strahlende Mars soweit abgedämpft, das Deimos sichtbar wurde! Danach noch ein Check, ob es sich auch nicht um einen Hintergrundstern handeln könnte. Nein es kommt nur Deimos mit ca. 12mag in Frage.
Die Spikes von den Fangspiegelstreben, die am Ende ihrer Laufzeit angekommene Aluminisierung und die Rauhheit meines Spiegels machten das ganze Unterfangen auch nicht leichter, daher war es auch nicht möglich den anderen zwar helleren aber näher am Mars befindlichen Mond Phobos zu sehen. Am Schluß fertigte ich noch eine Skizze an, leider hatte ich nur einen kleinen schwarzen Karton, daher ist die Skizze recht grob ausgefallen.
CS Mike Wölle
jetzt ist es auch schon wieder knapp eineinhalb Jahrhundert Jahre her, seit Asaph Hall mit einem 26" Refraktor die Marsmonde Phobos und Deimos entdeckt hat.
Am letzten Donnerstag, den 28.10.2020 bot sich mir unerwartet eine günstige Gelegenheit, Deimos den äußeren und lichtschwächeren der beide Monde zu beobachten.
Dabei deutete beim üblichen abendlichen Kontrollblick auf den Himmel noch nichts auf eine Gelegenheit hin: Der Mond war nur schemenhaft durch dünne Wolkenfetzen zu sehen. Immerhin zeigte die Wetterapp eine kurze vorübergehende Gelegenheit an.
Gegen 20h30 sehr ungewöhnlicher Himmel ultradünne Nebeldecke, garniert mit Wolkenschwaden und klaren Stellen. Seeing 10/10 extrem ruhige Luft, wie sie Ende Oktober hier gelegentlich vorkommt.
Mars bei 200x angenehm gedämpft und auch ohne Filter nicht überstrahlt, bei 320x mehr Details, besonders in Hellas. Gelegentlich zeigten die südlichen Gebiete jenseits von Deucalionis Regio eine Art Fleckerlteppich, unmöglich das ohne Nachführung auf die schnelle alles bis in Detail zu skizzieren.
Durch die ungewöhnlichen Lichtverhältnisse kam ich auf die Idee Deimos zu probieren.
Bei Verwendung von 8er Ethos mit 3x TV Barlow mit 960x zeigte sich zunächst nichts.
Sehr wohl aber, wenn ich den Mars knapp rechts außerhalb des Gesichtfeldes plazierte
da war an genau der richtigen Stelle, etwa zweieinhalb Marsdurchmesser entfernt, ein schwacher Lichtpunkt zu erkennen, der an der rechten Seite durchs Gesichtfeld lief.
Mehrmals wiederholte ich diesen Durchlauf, je nach Wolkenfetzen, Nebel und Wolkenlöchern wurde der viel heller strahlende Mars soweit abgedämpft, das Deimos sichtbar wurde! Danach noch ein Check, ob es sich auch nicht um einen Hintergrundstern handeln könnte. Nein es kommt nur Deimos mit ca. 12mag in Frage.
Die Spikes von den Fangspiegelstreben, die am Ende ihrer Laufzeit angekommene Aluminisierung und die Rauhheit meines Spiegels machten das ganze Unterfangen auch nicht leichter, daher war es auch nicht möglich den anderen zwar helleren aber näher am Mars befindlichen Mond Phobos zu sehen. Am Schluß fertigte ich noch eine Skizze an, leider hatte ich nur einen kleinen schwarzen Karton, daher ist die Skizze recht grob ausgefallen.
CS Mike Wölle
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