Der Frustbeitag vom Neuling

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pinball

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Zunächst ein paar Worte zu meiner Person.
Ich heiße Ulrich, bin 51 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder (m21,m19 und w8). Wie der User- Name verrät, sind mein eigentliches Hobby Flipperautomaten. Ich bin nicht blöd, auch wenn man am Ende dieses Beitages durchaus zweifel kann. Zum Sternegucken bin ich eigentlich zufällig gekommen. Der Weihnachtsmann hat schuld. Unter dem Tannenbaum lag ein

„Skyscoutscope von Celestron (Refraktor 90mm/ 660 Brennweite) mit Skyscout

Weihnachten haben wir an der Ostsee verbracht in einer Ferienwohnung mit Dachterrasse und Blick ( Süd/Ost) auf die Ostsee. Eigentlich beneidenswerte Voraussetzungen. Trotz Eiseskälte, einem halben Meter Schnee auf der Terrasse und nebeligem Himmel wurde das Gerät ausprobiert. – obwohl man eigentlich nur den Mond sehen konnte war ich völlig fasziniert. – Wetter und Zeit haben seither nicht viel für Sternegucker übrig gehabt. – Da die Praxis nicht so richtig flutschte habe ich mit der Theorie beschäftigt. Anfängerliteratur, hier im Forum mitgelesen und natürlich die Angebote der Händler. Bohhh!!! Ich bin in einem Kaufrausch gelandet und habe mittlerweile ein

Nexstar 8SE von Celestron und Hyperion Okulare ( 8, 13, 17, 21, Zoom 8-24)

Am Wochenende waren wir wieder an der Ostsee - leider auch keine guten Wetterverhältnisse – aber das ganze Equipment wurde zum ersten Mal ausgepackt und aufgebaut und ausprobiert.
:mauer:F R U S T :mauer:
Die ganze Terrasse ist von einem Metallgeländer umgeben was der Skyscout gar nicht mochte.- Aber es sollte ja auch ohne gehen. Ich hab´mir einen abgebrochen. Wie gehabt, Mond o.K…. aber sonst … Mich als Anfänger hat der z.B. Saturn interessiert und ich glaube ich hab ihn auch entdeckt, aber ist das Alles ein leuchtender Punkt mit einem Strich durch? Ich dachte mit dieser Ausrüstung kann man mehr sehen. Irgendwas muss da völlig schief gelaufen sein. Meine Frau meint…“ vielleicht schaust du ja von der falschen Seite durch ! :totlach:„ – pffhhh… ich war auf 180. - Positiv bleibt nur zu erwähnen, dass ich die Ausrüstung nicht vor Enttäuschung von der Dachterrasse geworfen habe. Das ist kein Witz, aber lacht ruhig. – Ich will nicht aufgeben, das muss doch ein faszinierendes Hobby sein.

:help:Bitte sagt mir doch mal am Beispiel von Saturn, was ich sehen müsste, vielleicht mit Foto.

:help:Gibt es Mitglieder in Burgwedel bei Hannover oder In Dahme Ostholstein die mich in die Geheimnisse des Spechtelns einführen können.

Fortsetzung folgt… hoffentlich.

Liebe Grüße
Ulrich
 
Hallo Ulrich,

Du brauchst dringend Anschluss an aktive Beobachter.
Eventuell hilft auch das hier:
http://www.astronomie.de/gad/

Gundsätzlich wermute ich stark, dass Du werbungsgesteuert und technikverliebt an Deinem eigentlichen Bedarf vorbeigekauft hast.
Das ist mir vor langer Zeit auch schon passiert, jedenfalls hat das viel unnötiges Geld gekostet und Frust gebracht, für eine Abkehr vom schönsten Hobby der Welt war es trotzdem zu spät. ;)

Jedenfalls bietet Dein Einsteigerrefraktor sehr wenig Öffnung und dein SC sehr wenig Feld, gerade wenn ein 21er Hyp das langbrennweitigste Okular ist. Da mangelt es dann auch zusätzlich an der AP für einsteigergerechte Deepsky Beobachtungen. So ein SC ist nüchtern betrachtet eher ein Spezialteleskop für Könner. Da es schon Mal gekauft ist, sollte ein Könner Dir dann auch die Möglichkeiten und den Umgang damit nahe bringen.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Ulrich,

und als allererstes mal, viel Spaß beim Hobby!! Weiterhin... viel Spaß beim Hobby und niemals unterkriegen lassen.
Du hast Dir ja eine hübsche Ausrüstung zusammen gestellt.
Gleich vorweg: Ja, da geht mehr am Saturn!

hihi...

Aber:
Saturn, bzw seine Ringe stehen heuer wirklich nicht besser, wir haben derzeit und noch ein paar wenige Jahre Kantensicht. Ist blöd, aber der Saturn 'eiert' nun mal.

Dann, das Seeing, also die Luftunruhe... Du wirst Nächte erleben, da schauen die Objekte besser aus als an anderen... awas, Nächte... Momente sogar. Hier hilft nur Ruhe bewahren, länger durchschauen und quasi den besten Moment merken.

Am schlimmsten aber sind die falschen Vorstellungen die man beim Blick durchs Teleskop als Anfänger hat. Tolle Bilder sind tolle Bilder... aufaddiert, geschärft, farboptimiert usw. Der Blick live durchs Teleskop mag da erstmal ernüchternd sein. Mit der Zeit aber wird das anders, denn teleskopisches Sehen muss man tatsächlich erst lernen, trainieren.

Ungeduld vielleicht auch? Ich meine, da haste ja ne tolle Maschine, ein 8" SCT als Goto.... was 'wir' alten Hasen einem Einsteiger nie nicht niemals empfehlen würden.... Neben der tollen Maschine brauchts aber auch ein ausgeruhtes, an die Dunkelheit gewöhntes Auge. Gönne Dir hier ruhig eine gute halbe Stunde, bevor Du Höchstleistungen erwartest. Arbeite mit rotem Licht, schalte in der Wohnung sämtliches Licht aus... Terrasse klingt ja immer nach Wohnzimmeranschluss? Alles aus, jedes Licht stört da nur.

Gönne Deinem Teleskop die nötige Abkühlzeit. Geschlossene Systeme wie ein SCT brauchen bis zu mehreren Stunden, bis sie voll einsatzbereit sind. Die Luft im inneren des Teleskops ist wärmer als die Außentemperatur und beginnt zu wabern, ähnlich dem Effekt wenn man Sommers über eine heiße Piste schaut. Der an sich dicke Hauptspiegel braucht ebenfalls etwas Zeit um sich abzukühlen. Am besten Du stellt das Scope schon nachmittags auf die Terrasse.

Schau Dir mal den gleichen Saturn ohne die störende Mondfunzel an... wirst Dich wundern ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Ulrich,

du willst zu schnell alles. Dein Aufstieg vom Beginner Scope zum High End Gerät ging viel zu schnell.

Hier einige Tips:

a) Beobachte nur bei völliger Dunkelheit, keine Wolken, Zirren, etc. Außer Mond der geht natürlch auch in der Dämmerung, nur der Himmels muß klar sein.

b) Schmeiß den Skyscout in die Tonne udn kauf dir für 10€ eine drehbare Sternkarte. Lerne den Himmel in jeder Jahreszeit kennen!

c) Lass dir viel Zeit beim beobachten und lass dich nicht irritieren (von der Frau, Kinder, etc.)

d) Zu Saturn. Die Zeit ist vorbei, Opposition war im März. Warte nun auf Jupiter, der steht zwar noch tief aber lohnt momentan eher als Saturn. Vllt hast du auch zu wenig vergrößert. 200x sollten es schon sein.

Gruß
Lots
 
Hallo Ulrich,

erstmal willkommen im Forum!

Planeten sind generell keine ganz trivialen Beobachtungsobjekte - Saturn ist ein leuchtender Kreis mit Strich durch (in den nächsten Jahren wird der Ring besser zu sehen sein, vorerst schauen wir noch ziemlich genau auf die Ringkante), Jupiter zeigt immerhin ein paar graue Bänder und die vier hellsten Monde, während der Große Rote Fleck nur gelegentlich als kleines graues Fleckchen zu sehen ist. Venus ist eine weiße, mehr oder weniger vollständig beleuchtete Kugel, und auf Merkur sind nicht wirklich Details zu erkennen. Mars ist ein kleiner roter Kreis mit weißer Polkappe und ein paar dunkleren Regionen, wenn nicht grad alles unter einem Staubsturm verborgen liegt - und das alles ist sehr klein, da er weit entfernt ist. Uranus und Neptun bleiben leicht farbige Scheiben. Um mehr zu sehen, brauchst Du nicht nur eine gute Nacht, sondern auch viel Übung. Wie klein Saturn ist, zeigen Bilder einer Saturnbedeckung, wie z.B. das hier - die Forumssuche liefert noch mehr Ergebnisse. Das Problem, das alle Einsteiger heute haben, sind die tollen Fotos sowohl von Hubble als auch von Amateurfotografen, die das Weltall in beeindruckender Farbe zeigen. Der Anblick im Okular ist was vollkommen anderes. Schau dir mal Messier.de an, da hab ich ein paar praktisch unbearbeitete Bilder von Deep-Sky-Objekten stehen. Leider nicht von allen, aber z.B. von M1, M31 und M65/66 - die geben etwa den Eindruck im Teleskop wieder. Dein Bildausschnitt ist allerdings kleiner und die Vergrößerung höher; diese Fotos entstanden mit 600mm Brennweite.

Aber keine Sorge: Mit dem C8 geht gerade außerhalb des Sonnensystems sehr viel, wenn du nicht gerade die ganz ausgedehnten Objekte aufs Korn nimmst, und wegen dem Auskühlen musst du dir auch keinen so großen Kopf machen, solange du es nicht gerade im tiefsten Winter aus der 20° warmen Wohnung in die arktische Kälte stellst. Das Bild ist zwar besser, wenn die Optik ausgekühlt ist, aber das heißt nicht, dass Du gar nichts siehst - und Aufbau und Alignment brauchen ja auch ihre Zeit. Das Teleskop vor der Beobachtung lieber auf dem Balkon in den Schatten zu stellen als es im Auto zu lagern, das in der Sonne steht, ist trotzdem keine schlechte Idee...

Was Du dir unbedingt noch besorgen solltest, ist eine Taukappe. Das kann auch was selbstgebasteltes aus Karton, Moosgummi oder sonstwas sein und verhindert, dass sich in einer feuchten, kühlen Nacht Tau auf der Glasplatte (Schmidtplatte) vorne am Teleskop bildet.

Deine Okularwahl ist etwas unglücklich: Die Festbrennweiten decken genau den Bereich ab, in dem das Zoom-Okular ebenfalls gut ist; und das bei ähnlichem Gesichtsfeld. Sinnvoll wäre eher ein Übersichtsokular im Bereich 32-40mm - bei mehr als 32mm Brennweite gerne in 2". Die kleineren 1,25"-Okulare gibt's zwar auch mit längeren Brennweiten, aber das Gesichtsfeld ist kleiner, weil nicht mehr in den Okularstutzen passt - das Ergebnis ist ein unangenehmer Tunnelblick. Allerdings brauchst du dann einen 2"-Zenitspiegel. Für höchste Vergrößerungen wären mittelfristig ein 6 mm und evtl ein 5mm Okular noch sinnvoll. Vielleicht tauscht dein Händler die Festbrennweiten noch um?

Gruß,
Alex
 
Moin Ulrich!

Von mir auch: Willkommen im Forum!
Mich wundert, daß Du als Flipper-Experte von "Frust" schreibst - die ollen Dinger... ;)

Ich sehe es wie die anderen: Leider bist Du zu schnell ins neue Hobby geschliddert und meinst vielleicht, mit Technik ließe sich hier alles erschlagen. Dem ist nicht so, denn Beobachtungserfahrung kann man nicht einkaufen.
Der Skyscout war da vielleicht schon der falsche Einstieg: Das Teleskop selber ist von den Papierdaten bestimmt nicht schlecht und sollte für den schnellen Einsatz zwischendurch ruhig weiter genutzt werden. Der Skyscout-Computer hat leider zu viele Macken (was hier im Forum auch schon mehrfach berichtet wurde) - m. E. ein teures Spielzeug mit sehr begrenztem Nutzen. Bei vorheriger Information hätte man sich diese Ausgabe sparen können - wie auch das Zoom-Okular (wer hat Dich da bloß beraten?).

Okay, einige Tips, um andere Hobbyastronomen in Deiner Gegend zu finden: Im Nachbarforum Astrotreff.de existiert eine interaktive Karte, in der sich Interessierte eintragen können. --> Klick mich! Da kannst Du also sehen, wer sich in Deiner Gegend rumtreibt.
Gestern gelesen: In Hannover z.B. existiert ein Astro-Stammtisch ( Klick! ). Eine weitere, gute Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch sind natürlich die Teleskoptreffen. Für Deine beiden Standorte fallen mir da das IHT (Lüneburger Heide, im Sept.) und das Treffen am Selenter See (Holstein, im Aug.) ein. Schau Dich mal bei http://www.teleskoptreffen.info/ um.
 
Hallo Ulrich,

schluck Deinen Frust runter, so sehr daneben ist das Ergebnis Deines Kaufrausches nun auch wieder nicht! Nur nicht anfangen irgendwas zu verkaufen und durch anderes zu ersetzen. Erst mal lernen das NexStar zu beherrschen, ehrgeizige Beobachtungsziele danach angehen. Das Zoomokular ist ganz bestimmt kein Fehlkauf und in der Phase des Lernens durchaus eine Erleichterung. Zu lernen, sich am Himmel zurecht zu finden geht auch mit einem GOTO-Teleskop sehr gut, hat bei mir jedenfalls hervorragend geklappt. Und was die lange Brennweite angeht, wenn Du möchtest kannst Du doch das C8 abnehmen und den Refraktor an die NexStar-Montierung hängen. Alles kein Problem, dann bekommst Du auch das für Deep Sky gewünschte größere Gesichtsfeld. Wenn Du Dir dann noch Cartes du Ciel auf den Rechner lädst hast Du auf Jahre genug Beschäftigung. Also Frust runter schlucken und das Beste draus machen, und das ist SEHR viel und unheimlich spannend!

Clear Skys

Gerhard
 
Zitat von zora:
Das Zoomokular ist ganz bestimmt kein Fehlkauf und in der Phase des Lernens durchaus eine Erleichterung.
Hi!

Meine moderne Standardausrüstung an C8 oder auch an ähnlichen Cassegrains ist ein 2"-Zenitspiegel, ein TSWA mit rund 32-38mm als Übersichtsokular und das Hyperion Zoom. Damit ist der Vergrößerungsbereich bis 200x abgedeckt, und das Okular muss nur einmal gewechselt werden - sehr komfortabel. Nur Ulrichs Festbrennweiten-Hyperions sind meiner Meinung nach überflüssig, da sie durch das Zoom erschlagen werden.

Ein 200/1800-Cassegrain mit diesen beiden Okularen ist regelmäßig dabei, wenn wir vom Verein in die Alpen fahren - die höheren Vergrößerungen sind eh vor allem für Planeten interessant, und dafür fahr ich nicht auf über 2000 Höhenmeter, auch wenn das Seeing mehr zulässt :-)

Von daher: Viel Spaß beim beobachten, und ruhig auch mal auf der Sternwarte in Hannover vorbei schauen - sind nette Leute da, und Planetenbeobachtung zum Vergleich geht auch von der ihrem Standort ;)

Gruß,
Alex
 
Hallo Alex,

außer dem

Zitat von Kerste:
Übersichtsokular im Bereich 32-40mm - bei mehr als 32mm Brennweite gerne in 2"

wäre bei dem benutzten Teleskop auch ein 56-mm-Plössl denkbar, welches von den leicht erhältlichen Okularen die längste Brennweite hat. Ein 32-mm wäre dann eine Zwischenbrennweite.

Für höchste Vergrößerungen wären mittelfristig ein 6 mm und evtl ein 5mm Okular noch sinnvoll.

Da die zurückgegebenen Festbrennweiten zusammen deutlich teurer waren als die vorgeschlagenen langbrennweitigen Okulare, sollte so eine kurze Festbrennweite von 5 mm sofort drin sein; sogar ein gebrauchtes 5-8-mm-Speers-Waler wäre möglich.

Grüße

fquadrat
 
Moin, Moin,


zunächst mal Danke an Alle für die netten Antworten. Meine Entscheidung für das Celestron SE 8 hatte folgende Hintergründe:

Ich habe hier gelesen... Vergrößerung ist nicht Alles, wichtig ist ein hohes Lichtsammelvermögen, also Öffnung. Zum anderen sollte das Gerät transportabel sein und neben dem Urlaubsgepäck noch ins Auto passen. Anfängerfreundlich durch GoTo Steuerung. Das Wort Balkonsternwarte hat mich sicher beeinflußt.

@ Günther...

... Danke für den Link. Technikverliebt, dass trifft es. Einweisung von einem Könner wäre die beste Lösung. Die Sternwarte in Hannover werde ich bestimmt besuchen..

@ Toni...

...Am Saturn geht mehr. - Joh, dass wollte ich hören. - Dennoch haben tatsächlich Die Bilder aus Zeitschriften meine Erwartungen zu hoch geschraubt.
Das mit dem Licht geht, die Terrasse ist in der 4, Etage, also höher als die Straßenbeleuchtung und dem Zimmerlicht werde ich künftig aus dem Weg gehen. Ich habe freien Blick auf die Ostsee und dort stören keine Lichtquellen.

@ Lots...

...Eigentlich funktioniert der Skyscout prima, zu schade für die Tonne. Durchsehen, identifizieren, und Akkustische Infos - eben Beginner-freundlich. Aber ich will lernen. Sternkarte wird gekauft. Danke für den Tipp.

@ Alex...

... die Bilder von M1, M31, M65/66 waren sehr informativ. Das Saturn/ Mond Bild hat mir am meisten geholfen. Um es 100%ig zu verstehen folgende Frage noch:

Wie hoch ist die Vergrößerung bei dem Mond/Saturn Bild?

Thema Okulare - ich hatte zuerst die Festbrennweiten. Mir war es schwer gefallen nach dem Okularwechsel das Objekt im Fokus zu behalten. Ich dachte es wäre einfacher (bequemen) mit einem Zoomokular das Objekt auf die passende Brennweite einzustellen -klick, klick- und dann auf das höherwertige Festbrennweitenokular zu wechseln.

2" Zenitspiegel habe ich, Taupappe auch, Übersichtsokular steht auf dem Wunschzettel

@ Micha...

...aus Kiel ist ja schon mal nicht so weit von Dahme entfernt. Ich habe für die Ferienwohnung Möbel bei IKEA Kiel gekauft, da fährt man auch am Selenter See vorbei. Leider klappt es dort mit dem Teleskoptreffen nicht. Bin nur bis Anfang August an der Ostsee. Lüneburg kann ich noch nicht sagen- vielleicht klappt´s. Astrostammtisch - Tolle Idee. Danke für die Links.

@ Gerhard...

... danke für die aufmunternden Worte. Die GOTO Steuerung - da sehe ich die nächsten Problem auf mich zukommen. Ich benötige recht lange um einen Stern zu fixieren. Bei dem Skyalign 123 braucht man 3 Sterne - bis ich fertig bin, hat sich Mutter Erde schon so weit gedreht, dass die Position des ersten Sterns wohl nicht mehr stimmt. Aber ich will mal den Teufel nicht an die Wand malen. Erst mal probieren. In den Sommerferien habe ich viel Zeit.

@...Alex und fquadrat

...Pardon. Bei den Okolaren habe ich mich geirrt. Richtig ist:

Hyperion 5,8,13,21. Zoom 8-24
...ich dachte mit den Vergrößerungen 400, 250, 150, 100, (50) würde ich das Spektum und die Möglichkeiten des Gerätes voll abdecken. Wie bei den Vorpostern erwähnt steht ein Übersichtsokular mit 41 mm Brennweite auf der Wunschliste, das wäre dann etwa 50x Vergrößerung.


...........................................................

Ist schon ein Tolles Forum hier. Nochmal danke für alle Antworten. Vielleicht meldet sich ja noch jemand aus der Nähe. - oder- Vielleicht verbringt ja jemand an der Ostsee ( Dahme, Kellenhusen, Grömitz, Haffkrug, Scharbeutz, Timmendorf) seinen Urlaub und man trifft sich dort mal.

Liebe Grüße

Ulrich











 
Hi!

Zur Vergrößerung:
Kurze Antwort: ca. 100-150x
Lange Antwort: Kann man so nicht sagen, bei Fotos ist der Bildmaßstab interessanter - ich weiß ja auch nicht, wie groß das Bild auf deinem Monitor erscheint... Außerdem ist es sehr leicht, Vergrößerung und Gesichtsfeld zu verwechseln - In meinem ED80 sehe ich im 5mm-Okular bei 120x den kompletten Mond, im 70/900-Refraktor mit 10-mm-Billigokular sehe ich bei 90x nur ein paar Krater und habe den Eindruck, ewig hoch zu vergrößern. Aber das Foto entspricht etwa dem, was man bei rund 100-150x im Weitwinkel-Okular hat.

Zu den Okularen: Die Festbrennweiten-Hyperions sind dem Zoom ziemlich ähnlich, den Wechsel kannst du dir sparen - die Unterschiede sind marginal. Wenn man genug Geld investiert, kriegt man heute sehr brauchbare Zooms, wenn man nicht auf eine bestimmte Eigenschaft (maximales Gesichtsfeld, maximale Transmission, maximale Bildschärfe in der Bildmitte/über das ganze Feld) wert legt. Im Bereich 8-21mm ist das Hyperion gut, der Wechsel zu den Hyperion-Festbrennweiten bringt da nicht viel.

Du könntest dir einen 14mm-Feintuningring von Baader besorgen und so aus der 8mm Festbrennweite eine 6mm-Brennweite machen, die liefert dir 330x - das ist ein schöner Zwischenwert, wenn die Luftunruhe keine 400x zulässt.

Beim Übersichtsokular würde ich anders als fquadrat nicht nur auf die Brennweite/Vergrößerung achten, sondern auch auf das Eigengesichtsfeld - unterhalb von ca. 60° kommt langsam das Gefühl, in einen Tunnel zu blicken, und mit den 68° der Hyperions bist du schon ziemlich verwöhnt... Mit 2"-Okularen liefern Brennweiten ab 40mm Tunnelblick. Im Verein haben wir ein 50mm TSWA (2") mit 52°, das ist von Gesichtsfeld und Einblickverhalten ziemlich grottig - ich mag's überhaupt nicht. Für längere Brennweiten und größere Gesichtsfelder brauchst du dickere Okulare, die sich aber nicht an das C8 montieren lassen - der Durchlass im Spiegel und das Blendrohr im Inneren sind zu klein. Ganz interessant ist vielleicht die Seite http://avila.star-shine.ch/astro/vergr%F6sserung.html - da kannst du die Daten vom Okular eingeben und siehst Vergrößerung und Gesichtsfeld.

Den Unterschied zwischen Vergrößerung und Gesichtsfeld kannst du am Zoom übrigens schön nachvollziehen: Zwischen 21 und 8mm hast Du durchgehend ca. 68° GF, bei 24mm ca. 60° - Wenn Du von 24 auf 21mm zoomst, hast du das selbe Gesichtsfeld, obwohl du die Vergrößerung änderst!

Mit einem Übersichtsokular tust du dich auch leichter beim Finden der Referenzsterne; einen Leuchtpunktsucher hat das NexStar ja wohl schon - das ist sehr angenehm zum Suchen und langt für die Referenzsterne locker.

Zum Thema Streulicht: Unterschätz die Lichtverschmutzung nicht, auch nicht im vierten Stock - da geht es nicht nur um direkte Blendung. Die Heilbronner Sternwarte liegt mittlerweile in der Innenstadt (vor 100 Jahren war das noch anders), auf einer Dachterasse in gut 20m Höhe. Trotzdem sehen wir mit den großen Teleskopen etwa genauso viel, wie wenn wir mit einem C8 auf den Acker fahren. Einen guten Eindruck der Lichqualität bietet dir das Sternbild Kleiner Wagen: Wenn alle sieben Sterne zu sehen sind, lohnen sich auch Galaxien, wenn nur drei zu sehen sind, konzentrier dich auf Planeten, Doppelsterne, Sternhaufen, kompakte Planetarische Nebel (gerne mit OIII-Filter) und evtl. Galaxien in Kantenlage.

Gruß,
Alex
 
Hallo Ulrich,

ich habe zwar eine andere Montierung, aber bei Dir müßte es auch so sein. Beim Alignment lasse ich mir viel Zeit und trotzdem ist das Ergebnis gut. Bevor ich mit dem Alignment beginne, muß ich die Uhrzeit eingeben, die damit der Steuerung bekannt ist. Wenn ich dann nach einiger Zeit am dritten Stern bin, weiß die Steuerung, welche Zeit seit dem ersten Stern vergangen ist und berücksichtigt dies. Also: Keine Hektik!

Viele Grüße

Kurt
 
Hallo Ulrich,

Anfängerfreundlich durch GoTo Steuerung.

Naa, das ist ja eben genau der Punkt. Wir sagen, Anfängerfreundlich ist es gerade NICHT, weil der Einsteiger sich zu der Fülle an Informationen und mangelnder Kenntnis des Sternhimmels zusätzlich noch mit der Goto-Technik herumschlagen muss. Da addieren sich oft und gerne Fehler, die einem regelrecht den Spaß verderben. Ich mache jetzt aber keine x. Goto-Diskussion auf, die gabs ja hier schon zur Genüge.

...Am Saturn geht mehr. - Joh, dass wollte ich hören. - Dennoch haben tatsächlich Die Bilder aus Zeitschriften meine Erwartungen zu hoch geschraubt.

Sehr wohl möglich. Wie gesagt, Bilder sind Bilder, und selbst wenn sie mit gleichem Teleskop gemacht wurden, Bilder enthalten immer mehr Informationen als das visuell gezeigte am Teleskop. Dennoch, 8" ist schon recht ordentlich, trotz der schon recht hohen Obstruktion, die SCT's eben mitbringen geht bei optimalen Bedingungen an Saturn schon einiges. Bei günstiger Ringstellung die großen Ringteilungen und auf dem Planeten Wolkenbänder. Für Wolkenbänder ist dann später der Jupiter der prädestinierte Kandidat.

Ich benötige recht lange um einen Stern zu fixieren. Bei dem Skyalign 123 braucht man 3 Sterne - bis ich fertig bin, hat sich Mutter Erde schon so weit gedreht, dass die Position des ersten Sterns wohl nicht mehr stimmt.

Da hilft nur eins, Du musst ein bisserl den Himmel kennen lernen, und denk mal nicht, ich sitze hier auf der anderen Seite des Bildschirms mit erhobenen Zeigefinger, ich hatte das gleiche Dilämma durchgemacht mit einer Goto-Möhre.
Beim 3-SternAlignment kannst du ja auch die Sterne, die er anfahren möchte durchzappen. Kuck doch einfach mal tagüber im Freewareprogramm Stellarium, daß Du die 3 Sterne Arcturus (verlängerter Deichselbogen des großen Wagen), Vega (hell(!!!) im Osten) und von mir aus den bekannten Deichselstern Mizar findest und nachvollziehen kannst, auch abends dann am Himmel, noch bevor die ganze Teleskoperei anfängt.

Übersichtsokular mit 41 mm Brennweite auf der Wunschliste, das wäre dann etwa 50x Vergrößerung.

Man rechnet diese minimale Vergrößerung anhand der Austrittspupille aus. Wie Du schreibst bist Du um die 50 Jahre alt, das entspricht beim gesunden Auge einer Irisöffnung von ca 5mm. Die zugehörige Vergrößerung rechnet sich dann wie folgt aus:

v= D / AP
(v=Vergrößerung, D=Teleskopdurchmesser, Öffnung, AP=Austrittspupille des Okulars...sollte also der Irisöffnung entsprechen, daher ist hier AP und Iris gleich)

v= 200mm / 5mm = 40fach

40fache Vergrößerung erreichst Du durch

f Okular = f Teleskop / v

f Okular = 2000mm / 40 = 50mm

Das heisst, Du kannst hier ruhig noch ein bisserl hoch gehen bis auf 50mm... umso mehr wahres Gesichtsfeld, also gezeigten Himmelsausschnitt durch das Okular erhälst du dann auch. Selbst an einem Erfle mit 55° scheinbarem Gesichtsfeld hast Du dann etwa 1,3° Himmelsausschnitt zur Verfügung. Zum Vergleich: Sonne oder Mond machen ca. ein halbes Grad am Himmel aus.

Aber, genug der theoretischen Verwirrung, meist entscheidet man den Okularkauf auch aus praktischen Beweggründen, also, was gibts zu welchem Preis am Markt. Ein Axiom Oku mit 50mm Brennweite und 70° scheinbarem Gesichtfeld kost' schon wieder über 400 Euro. Mit Deiner Wahl auf 41mm zu gehen liegst du schonmal nicht schlecht, kannst du günstig was höheres kriegen, gut, wenn nicht bleibts beim 41'er

 
Hi Ulrich,

ich kann dich gut vertsehen! auch ich habe erst vor 3 Tagen das erste mal Saturn richtig geil gesehen! Und nun mach ich das ganze schon fast ein halbes Jahr! Aber genau das ist der Knackpunkt!
Astronomie ist leider eine Sache die man nicht mal schnell so "Hopplahop" macht und da ganz schnell die großen Erlebnise haben muss!

Wie raziel28 schon schreibt ist das A und O sich am Himmel wenigstens einigermasen auszukennen! Und da happerts bei mir auch noch und ich muss noch viel lernen! Deshalb gehe ich persönlich immer mit sehr wenig Erwartungshaltung an die Sache ran und lasse es auf mich zukommen! Da ich niemenaden habe, der mir praktisch zur Seite steht, musste und muss ich mir alles "learning by doing" selbst beibringen mitm hilfe von Büchern und dem Netz!

Da isses auch mal so das ich was falsch mache oder falsch verstehe wie das erst mal als ich mit meiner Montie aufn Feld war und durch den Polsucher nix sah! Tja, der Fehler war, das ich die R.A Achse nicht waagerecht stellte und dadurch nicht durch schauen konnte und keinen Himmel sah! :mauer: Lustiger Anfängerfehler aber was solls.

Wenn ich dann aber ein Erlebnis hab wie Montag Nacht mit Saturn den ich dann glaub ich über ne halbe Stunde beobachtet hab, dann sind die ganzen "Fehlschläge" sofort vergessen und ich weis warum das eines der geilsten Hobbys ist die es gibt! :biggrin:

Lg
Franz


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi!

Zitat von pinball:
...Pardon. Bei den Okolaren habe ich mich geirrt. Richtig ist:

Hyperion 5,8,13,21. Zoom 8-24

Dann brauchst Du kein kurzbrennweitiges Okular mehr. 8, 13 und 21 mm können meiner Meinung nach dennoch weg und Dir längere Brennweiten finanzieren.

Grüße

fquadrat
 
Hi Alex!

Zitat von Kerste:
Beim Übersichtsokular würde ich anders als fquadrat nicht nur auf die Brennweite/Vergrößerung achten,

Tue ich nicht. Eine große Austrittspupille ist bei Objekten mit sehr geringer Flächenhelligkeit aber manchmal nötig.

sondern auch auf das Eigengesichtsfeld - unterhalb von ca. 60° kommt langsam das Gefühl, in einen Tunnel zu blicken, und mit den 68° der Hyperions bist du schon ziemlich verwöhnt...

Der Effekt ist auch mir gut bekannt. Bis letztes Jahr hatte ich nur Plössl, inzwischen sind auch ein paar Weitwinkel (20mm/67°, 11mm/80°, 32mm/70°) dabei, und weitere werden irgendwann gekauft. Nur: Ein Objekt kleiner Flächenhelligkeit zeigt sich oft nur bei großer Austrittspupille, ein größeres scheinbares Gesichtsfeld ist ihm egal. Mit der langen Brennweite geht dann noch etwas, was bei einem Ultraweitwinkel trotz gleichen Gesichtsfeldes nicht mehr geht.

Für längere Brennweiten und größere Gesichtsfelder brauchst du dickere Okulare, die sich aber nicht an das C8 montieren lassen - der Durchlass im Spiegel und das Blendrohr im Inneren sind zu klein.

Wobei man dort auch aufpassen muß. Mein Skywatcher-MC hat einen für 1,25" scheinbar viel zu kleinen Durchlaß, vignettiert aber dennoch nicht.

Grüße

fquadrat
 
Hallo zusammen,

Zitat von fquadrat:
Dann brauchst Du kein kurzbrennweitiges Okular mehr. 8, 13 und 21 mm können meiner Meinung nach dennoch weg und Dir längere Brennweiten finanzieren.

Ähm, wenn ich da kurz nochmal intervenieren dürfte. Klar, doppelt gemoppelt braucht ja keiner und ich weiß ja nun nicht um welches Zoom es sich da handelt. Gehe ich vom Hyperion Zoom aus, das bringt bei 24mm gerade mal noch 50° sGF zusammen, ein etwa preisvergleichbares Skywatcher bricht gar auf etwa 36° ein... der typische 'ich schau mal durch ne Küchentuchrolle-Blick...'.

Die Festbrennweiten bleiben allesamt bei 68°. An einem SC, gepaart mit ein paar Ungenauigkeiten beim Alignment biste aber froh um jede Bodensekunde an Gesichtsfeld, was man dem Oku abringen kann.

Also, Zoom behalten und Festbrennweiten verkaufen würde ich, mal ganz davon abgesehen, daß Uli noch weit in der Orientierungsphase steckt, so nicht und auch später nicht unterschreiben wollen.
 
Hi Toni,

das Hyperion Zoom (um das handelt es sich, wenn ich das erste Postin richtig verstanden habe) hat zwischen 21 und 8 mm genau wie die Festbrennweiten 68°, das kommt also auf's selbe raus. Bei 24mm hat er ja kein Okular - da stören die mageren 50° vom Zoom dann auch nicht, da sie gegen ein nicht vorhandenes Okular antreten ;)

@fquadrat: Die Werte für die maximal sinnvolle Okularbrennweite ohne Tunnelblick hab ich aus Stoyans Fernrohrwahl für Einsteiger übernommen; demnach gilt
für 0,96" eine maximale Brennweite von 24,5mm,
für 1,25" maximal 35mm und
für 2" maximal 40mm - wie gesagt mit Augenmerk auf Tunnelblick statt auf Austrittspupille, und ohne Berücksichtigung der tatsächlich verbauten Feldblende.

Letztlich muss Ulrich da selber entscheiden, was ihm lieber ist - Austrittspupille/Bildhelligkeit oder Gesichtsfeld. Andererseits kosten z.B. ein TSWA 38 und ein TSWA 50mm nur unwesentlich mehr als ein normales Hyperion zum Listenpreis, und bei Onlinekauf gibt's Rückgaberecht, daher kann das auch zur Ansicht bestellt werden.

Bleibt noch der Hinweis auf den ATT als große Astromesse diesen Samstag in Essen.

Gruß,
Alex
 
Hi Alex,

Zitat von Kerste:
das Hyperion Zoom (um das handelt es sich, wenn ich das erste Postin richtig verstanden habe) hat zwischen 21 und 8 mm genau wie die Festbrennweiten 68°

Wohl eher nicht, wenn ich diesen Testbericht zu Rate ziehe. Du hast natürlich recht, das Hyp Zoom schneidet in der Preisklasse noch mit am besten ab. Im Endeffekt nimmt das wGF gefühltermaßen etwa gleichmäßig mit der Vergrößerung ab, von daher brauchen wir uns nicht in diesem Detail zu verstricken. Jedoch, feste Brennweiten gegen ein Zoom zu tauschen würde ich mich frühestens wagen, wenn wir mal von Speers Walers sprechen ;)

Wie auch immer, es ist ja nunmal im Moment beides da, ich würds am Uli's Stelle einfach rein praktisch und erst in ein paar Monaten entscheiden, was da besser ist, fest oder Zoom.

und ein TSWA 50mm nur unwesentlich mehr als ein normales Hyperion zum Listenpreis

Jepp, das Oku würde ich ebenfalls am ehesten für 8" f/10 ausprobieren wollen.
 
Zitat von raziel28:
Hi Alex,

Zitat von Kerste:
das Hyperion Zoom (um das handelt es sich, wenn ich das erste Postin richtig verstanden habe) hat zwischen 21 und 8 mm genau wie die Festbrennweiten 68°

Wohl eher nicht, wenn ich diesen Testbericht zu Rate ziehe.
Hi!

Ich hab's grad mal ausprobiert - stimmt, zwischen 21 und 8mm nimmt das Gesichtsfeld tatsächlich noch etwas zu, auch wenn die Kurve bei mir etwas anders zu verlaufen scheint (rein vom Gefühl her). War mir nie aufgefallen, da ich das Gesichtsfeld nur komplett überblicken kann, wenn ich mit dem Auge ganz nah ans Okular gehe - daher macht das in der Praxis für mich keinen Unterschied, ab 21mm hab ich Weitwinkel-Gefühl, und der Sprung 24 auf 21 ist der auffälligste.

Ob Zoom oder nicht hängt nicht zuletzt davon ab, was man vom Okular erwartet. Im Verein haben wir das Zoom u.a. als Führungsokular am 150/2250-Refraktor angeschafft und nutzen es auch für private Beobachtungen lieber als die Festbrennweiten - es ist ideal, um sich an die Höchstvergrößerung ranzutasten. Die Okularwahl ist schon was sehr persönliches, ich hab lieber Komfort und eine aufgeräumte Okularablage als das letzte Quentchen Bildqualität - jeder, wie er's mag.

Ob wir Ulrich mit dem Geplänkel jetzt geplättet haben, oder ob ihm klar ist, wer was warum empfiehlt und wo die unterschiedlichen Vorlieben herkommen? ;)

Gruß,
Alex
 
Hallo Toni,

das 21-mm-Hyperion zeigt nur etwas mehr als das Hyperion-Zoom bei 24 mm, aber für den Preis der Festbrennweite kann man auch ein ordentliches 30er (oder 32/33er) in 2" und mit 70/72° scheinbarem Gesichtsfeld holen. Gibt eine feinere Vergrößerungsabstufung bei großem Vergrößerungsbereich, wenn man sie mit einem Okular von 50 bis 56 mm Brennweite kombiniert. Letzteres sorgt dann für eine besonders große Austrittspupille.

Es wäre Ulrich anzuraten, mal seinen Pupillendurchmesser zu bestimmen. Das läßt sich z.B. nach einer Augenuntersuchung erledigen, bei der getropft wurde, aber auch mit einer Aufnahme mit Selbstauslöser bei abgedunkeltem Raum. Alternativ könnte er allerdings einfach mal durch ein Spiegelteleskop sehen, bei dem man entsprechende Austrittspupillen eingestellt hat. Das Teil mit der längsten Brennweite, bei dem noch kein Schatten in der Mitte auftritt, ist dann auch für ihn geeignet. Eventuell reicht ihm dann auch nur ein 40-mm-Okular, ohne 30er oder 56er.

Grüße

fquadrat
 
Hi Alex,

Zitat von Kerste:
Ob wir Ulrich mit dem Geplänkel jetzt geplättet haben, oder ob ihm klar ist, wer was warum empfiehlt und wo die unterschiedlichen Vorlieben herkommen? ;)

Ich fürchte, nicht ;) Denn wir können das ganze technisch bequaken wie wir wollen, letztlich entscheidet der persönliche Eindruck... warum wohl sonst gebe ich z.b. im Moment ein Meade UWA 4000er her?

Wie Du sagst, letztlich entscheiden viele Faktoren mehr als nur mm und °, für manch einen mag sogar das wertige Gefühl eines mittelschweren Okulars in den Händen ausschlaggebend sein, irgendwo, unterbewusst.

An meinem 70/700er Lidl z.b. bin ich auch, ganz bewusst die Kurx mit den einfachen Zooms eingegangen, ich hatte da immer das Seben 8-24mm dran, das war da schon 'festgewachsen', einfach als schnelle Röhre für 'grad mal'...

@fquadrat:
wenn man sie mit einem Okular von 50 bis 56 mm Brennweite kombiniert

>50mm gibt wahrscheins zuviel AP für Uli, aber, ich habe meine Annahme auf die Feldwaldwiesentabelle gestützt und so wie Du schon zu recht schreibst, das müsste er erstmal nachmessen, was da noch tut und was nicht.

 
Hi Toni,

mit

Zitat von raziel28:
An meinem 70/700er Lidl z.b. bin ich auch, ganz bewusst die Kurx mit den einfachen Zooms eingegangen, ich hatte da immer das Seben 8-24mm dran, das war da schon 'festgewachsen', einfach als schnelle Röhre für 'grad mal'...

triffst Du ganz gut, es gibt aber noch einen weiteren, wenn auch damit verwandten Grund: Bei einer manuell bewegten Montierung kann es bei schnell ziehenden Wolken dazu kommen, daß man nach dem Einstellen des Objektes im Okular beim anschließenden Okularwechsel soviel Zeit benötigt, daß eine Wolke die Sicht zunichte macht. Ist das störende Ding wieder weg, ist auch das Objekt aus dem Blickfeld gewandert, und man muß wieder auf das Aufsuchokular wechseln.

Nach einer Nacht mit zwei Stunden dieses nervenden Spiels habe ich mir ein Zoom gekauft, wenn auch ais Kostengründen und wegen eines gewissen Mißtrauens gegenüber diesen Okularen nur ein 7-21-mm vom Ransburg.

Nachteile: Wegen fehlender Homofokalität muß nach Brennweitenänderung nachfokussiert werden, was Zeit kostet, und das scheinbare Gesichtsfeld bei 21 mm ist sehr klein.

Vorteile: Okularwechsel ist kaum noch nötig, die Qualität ist erstaunlich gut, weder Kosten noch Gewicht machen mir Sorgen, und mit nur ein bis zwei weiteren Okularen kann man sein Reiseteleskop passend ausstatten.

Noch ein "Nachteil": Jetzt hätte ich eigentlich noch gern ein 8-24er Hyperion und ein 5-8er Speers-Waler ... :/

CS

fquadrat
 
Hallo fquadrat

...daß man nach dem Einstellen des Objektes im Okular beim anschließenden Okularwechsel soviel Zeit benötigt, daß eine Wolke die Sicht zunichte macht....

Da spricht absolut der Praktiker :biggrin:

wenn auch ais Kostengründen und wegen eines gewissen Mißtrauens gegenüber diesen Okularen nur ein 7-21-mm vom Ransburg.

Gehört jetzt zwar nicht hierher, aber ich habe mal mit einem Kollegen das TS gegen das Seben verglichen, äußerlich sind die Dinger da nahezu baugleich, im Inneren wohl auch...
Fazitlich hatte das Seben die höhere Transparenz, das TS an f/5 die etwas höhere Randschärfe, getunnelt haben sie aber beide recht ordentlich.

Noch ein "Nachteil": Jetzt hätte ich eigentlich noch gern ein 8-24er Hyperion und ein 5-8er Speers-Waler ... :/

Letzteres kann ich Dir gut nachfühlen. Aber ich bleibe skeptisch, bis ich mich von meinen geliebten festgebrennweiteten LVW's verabschieden würde.. ;)
 
Zitat von fquadrat:
Noch ein "Nachteil": Jetzt hätte ich eigentlich noch gern ein 8-24er Hyperion und ein 5-8er Speers-Waler ... :/
Ich ersetze am Samstag voraussichtlich meine 3,5 und 5mm Hyperions durch ein 7mm UWAN mit *entfernt*'schem *entfernt*, als Ergebnis von dem Thread - billiger als das Speers, und mehr Feld als die Hyperions. Ich werde berichten, was ich davon halte... Eigentlich hatte ich gedacht, ich wär mit Okularkaufen durch, nur gibt's nichts interessantes im Bereich um die 3,7mm, auch daher der Griff zum Zoom. Wenn ich die Hyperions verkaufe, kostet's mich gar nicht mal soo viel...

Gruß,
Alex
 
Hallo Toni,

zu

Zitat von raziel28:
Aber ich bleibe skeptisch, bis ich mich von meinen geliebten festgebrennweiteten LVW's verabschieden würde.. ;)

kann ich, falls sich das 22-mm darunter befinden sollte, den genauen Tag nennen, an dem Du es verkaufen wirst: der Sankt-Nimmerleins-Tag. ;)

Klare Nächte für viele Beobachtungen wünscht

fquadrat
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin, Moin,

Danke für die vielen Posts, Tipps und Links. Pardon wenn ich nicht jedem einzeln antworte, sondern einfach ein wenig zusammenfasse:

Ich habe erkannt, dass ich noch viel an Theorie zu lernen habe... Gesichtsfeld, Austrittspupille.... beim nächsten Augenarzttermin werde ich die Pupille mal messen lassen. Ich bin übrigens Brillenträger.

Okulare:

Da werde ich zunächst mal nichts ändern. Nichts dazu, obwohl mir als "Technikverliebtem" das Speers Waller Zomm schon imponiert. Aber auch nichts weggeben, das wäre wahrscheinlich der nächste übereilige Schritt.

Das ersehnte Weitwinkel (meinen Informationen nach soll das der Mercedes unter den Okularen ein) ist das 41mm Televue Panoptik - und wenn mich nicht alles täuscht, hat meine Frau das schon liegen, es wartet als nur darauf in meinen Okularkoffer umzuziehen....aber Geburtstag ist vorbei, Weihnachten noch weit.

Filter:

Vorhanden sind:
2" O III
2" Grau 25%
1,25" Mond
1,25" UHC
1,25" orange

GoTo:

Erst mal abwarten - in den Sommerferien bin ich den ganzen Juli an der Ostsee. Da wird alles getestet. - Eigentlich sollte die Technik doch Vieles erleichtern dachte ich.

Ich gebe ja die Hoffnung noch nicht auf, dass ich mich da mal mit einem fachkundigen Spechtler treffen kann.- Wegen der Wetterverhältnisse kann man das wohl nur spontan verabreden, daher sollte derjenige aus der Nähe kommen oder dort Urlaub machen.

noch einmal danke für die Hilfen.

Liebe Grüße

Ulrich








 
Moin Ulrich,

ich war im letzten Jahr mit meinem NexStar 8SE auf Usedom,
solltest Du an Deinem Ferienort einen ähnlich dunklen Himmel
(und genauso gutes Wetter) haben, so wünsche ich Dir schon
jetzt viel Spaß beim Spechteln!

Viele Grüße,

Jörg
 
Hallo Ulrich,

mit weiteren Entscheidungen Zeit lassen und erst Mal schauen, Hilfe zu bekommen und das Teleskop zu beherrschen ist eine sehr gute Idee.
Was Du wirklich sehr gut gebrauchen kannst, ist ein langbrennweitiges Übersichtsokular in 2" Ausführung, wie z.B. das 41er Panoptic.
Ein großer Teil Deiner Problem liegt ganz einfach darin, dass Dein derzeit langbrennweitigstes Okular den Vollmond gerade mal schön mit etwas Platz drumherum in die Bildfeldmitte holt. Mit so einem 2" Okular vergrößert sich das Feld ganz entscheidend, Vollmond etwa drei Mal nebeneinander (und übereinander) im Feld.
Leicht vorstellbar, dass dann auch Objekte zu finden sind, die nicht so exakt angefahren wurden. Genau mit dieser exakten Aufsuche und dem Halten eines Objekts im Gesichtsfeld haben aber Einstieger (auch mit GoTo) immer Schwierigkeiten.
Was man nicht findet kann man nicht beobachten.

Gruß
*entfernt*
 
Hi Ulrich,

... in den Sommerferien bin ich den ganzen Juli an der Ostsee. Da wird alles getestet.

Hoffentlich spielt dann auch das Wetter im Norden mit. ;)
Wird zwar aufgrund der Mitternachtsdämmerung noch nicht ganz dunkel, aber dafür dürfte die Beleuchtung niedrig sein. Und beau das Scope ruhig mal ein paar Meter weiter weg vom Balkon mit einer schönen rundumsicht und hoffentlich keiner Beleuchtung in der Nähe (nur Rotlicht, keine weißlicht Taschenlampe mitnehmen).

Gruß
Lots
 
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