Der Helm des Donnergottes Thor - HILFE!!!

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optimus_primeg1

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Der Helm des Donnergottes Thor - HILFE!!!

Hallo,

lange habe ich auf gute Bedingungen gewartet. Heute schien es soweit zu sein. Da der Große Hund um 21 h im Meridian stand, nutzte ich die Gunst der Stunde und begab mich auf die Suche nach Thors Helm.
Leider Fehlanzeige! :smiley46:
Beobachtungsort: Stadtrand von München. Justage lt. Justagelaser i.O. Abkühlung des 10" Spiegels 3 h.

Gemäß der Aufsuchkarte des DSRA auf S. 18 müsste ich eigentlich an der richtigen Stelle gewesen sein. Nun stellt sich mir die Frage, nach was ich suchen soll. Springt der Nebel förmlich ins Auge, wie der Ringnebel oder tarnt er sich wie der Eskimonebel als "Doppelstern" (ohne Aufsuchkarte keine Chance bei geringer Vergrößerung)?

Welcher Filter (O III oder UHC) ist hilfreich. Thors Helm ist ein Wolf Rayet Nebel. Also dürften Filter ja helfen.

Nutzt jemand ein Programm, um Aufsuchkarten zu erstellen? Welches ist sinnvoll?

Ich bin momentan ziemlich verzweifelt. Daher bitte ich Euch um Unterstützung, damit ich in den nächsten Tagen Thors Helm finde!


CS

Michi
 
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Hallo Michi,

ohne OIII wirst Du nix sehen.
Der Nebel ist 5x größer als der Ringnebel.
Helligkeitseindruck etwa so wie der Cirrus.

Viel Erfolg wünscht
Kai
 
Hallo Michi,

Lord Helmchen fehlt mir auch noch. Nicht zu fassen - ich habe gestern auch in der Gegend herumgestochert und mir M 50, M46 und 47 angeschaut, aber auf den GN bin ich nicht gekommen, obwohl er auch auf meiner Wunschliste auch ziemlich weit oben steht. Wenn das Wetter heute hält, werden ich ihn auch mal probieren.

Ich habe mir die besagte Stelle im DSRA mal angeschaut. Es sollte ohne zusätzliche Aufsuchkarte gehen. Also, nicht verzagen. Mit frischem Mut und etwas Geduld wirst Du ihn finden :smiley47:

Beste Grüße

Rene
 
Hallo Michi,

ich habe gestern auch zum ersten Mal Thors Helm beobachtet. Es hilft schon, wenn man einige Sterne zur Orientierung hat. Ich habe den DSRA gerade nicht da, aber ich meine mich zu erinnern, dass da etwas wenig Sterne eingezeichnet waren. Mit dem Interstellarum Deep Sky Atlas habe ich ihn aber gefunden.

Ich habe mit einem 12" Dobson und OIII Filter bei 68x beobachtet. Der Nebel ist schwach, aber deutlich zu sehen, recht groß und relativ deutlich begrenzt (rund bzw. bohnenförmig). Er war noch besser zu sehen, wenn man das Teleskop etwas horizontal hin und her schwenkt.

Ich habe aus Stuttgart heraus beobachtet, sollten vergleichbare oder etwas schlechtere Bedingungen wie vom Münchener Stadtrand sein.

Viele Grüße
Mark
 
Hallo Michi.

Ich habe selber mit 10" ziemlich lange (gefühlte Jahre) vom Münchner Stadtrand (Garching) aus nach Thors Helm gesucht. Eine eindeutige Sichtung gelang mir von dort aber nie. Erst von den Alpen aus gings dann, aber auch nicht soooo berauschend. Filter (O III oder UHC) ist ein Muss, da der Nebel recht groß aber lichtschwach ist. Da er auch noch recht weit südlich steht, muss die Horizontsicht möglichst dunstfrei sein, sonst geht nichts. Manchmal habe ich ihn jetzt (mit 16" an der Ostsee) drin, aber es dauert ein paar Sekunden bis er visuell "einrastet", d.h. von scheinbar unsichtbar auf sichtbar umschaltet.
Bleib dran, irgendwann wird alles passen.

Beste Grüße, Jürgen.
 
Hallo Michi,

ich habe mich heute das erste Mal an Thors Helm (NGC 2359, Entennebel) mit dem 8 Zoll Dobson versucht - "leider" unter sehr ungünstigen Bedingungen südlich von Leipzig: Bortle 5-, SQM-L im Zenit ca. 20.5. Im Zielgebiet war neben der allgemeinen Himmelsaufhellung durchgehend hohe Bewölkung unterwegs, sodass ich Sterne von 4.1mag indirekt nur schwer erkennen konnte.

Bei 37x mit [OIII] war der Nebel trotz hoher Bewölkung ein einfaches Ziel, teils problemlos direkt zu sehen, eher längliche Form mit unregelmäßigem Umriss, sonst aber gleichmäßig hell. Mit UHC ähnliches Bild, allerdings war indirektes Sehen Pflicht. Ohne Filter war unter diesen Umständen nichts zu machen.

Ich schätze daher NGC 2359 ähnlich wie den Cirrusnebel (besser gesagt den hellen östlichen Teil - die Knochenhand) ein, der unter halbwegs dunklem Landhimmel auch ohne Filter gut zu sehen ist. Ich hoffe, dass sich diese Session nochmal eine brauchbare Nacht mit besseren Bedingungen für eine Beobachtung ergibt.

Gruß,
Robert
 
Hallo Michi,

ich hoffe, Du hast Diese Nacht noch einmal erfolgreich genutzt und hoffentlich liegt Dein Beobachtungsstandort am südlichen Stadtrand von München.
Ich habe heute wie versprochen auch mal mit einem Freund zusammen am Ende unserer Beobachtungsnacht mit 8" auf Lord Helmchen gehalten. Das war ebenfalls das erste Mal für uns.
Von der Sicht hatten wir ein wenig bessere Bedingungen, als Robert (6m3 im Zenit und vielleicht 6m0 gen Süden). Wir haben unsere Suche bei M 47 gestartet und haben uns quick & dirty mittels Deep Sky Atlas an zwei schön parallelen Sternketten voran gearbeitet zu einer Stelle, an der 5 hellere Sterne wie eine Würfel-Sechs stehen, der fehlende Punkt im Nordosten dieses Sternmusters markiert die Südspitze von Lord Helmchen. Der Nebel war mit 44x schon ohne Filter als leichte Aufhellung nördlich dieser gedachten Würfelsechs erkennbar und mit OIII sagte er dann ganz freundlich guten Tag. Wir fanden ihn recht hell. Die zwei Flanken gen Westen waren im Ansatz zu erkennen. Leider kamen uns dann die ersten Bäume dazwischen, so dass Detailbeobachtungen oder andere Vergrößerungen für das nächste Mal herhalten müssen.
Danke, dass Du um Hilfe gerufen hast. So ist uns Thors Helm diesen Winter nicht entgangen ;-)

Beste Grüße

Rene
 
So, heute habe ich nocheinmal versucht, den Helm von Lokis Bruder zu finden. Und siehe da, wenn man weiß nach was man suchen muss. findet man es auch. Mit UHC ein sehr schwaches Wölkchen. Das hätte man auch mit einer Reflexion verwechseln können. Mit OIII war die Bohnenform deutlich erkennbar. Allerdings schätze ich den Effekt noch geringer ein, als beim Cirrus. Ohne Filter bleibt der Nebel verborgen.

Danke für Eure Hilfe. :-)

Da ich schon in der Gegend war habe ich noch M50 mitgenommen und versucht, den Seagull-Nebel und Rosettennebel zu beobachten. Leider keine Chance bei den Nebeln :-(.


 
Noch eine kleine Beobachtung vom 26.02. um 21:20 von Thors Helm bei Mond (60% beleuchtet).

Im Zielgebiet: SQM-L 18.7, FST 4.1m

Beobachtet wurde mit einem 114/900er Newton: Bei 28x und [OIII]-Filter war der Nebel indirekt auffällig, länglich und gleichmäßig hell.
 
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Hallo Michi!

Zitat von optimus_primeg1:
Mit OIII war die Bohnenform deutlich erkennbar. Allerdings schätze ich den Effekt noch geringer ein, als beim Cirrus. Ohne Filter bleibt der Nebel verborgen.

Das kann ich hier aus der Stadt heraus bestätigen. Bei meinem wundervoll urbanen Himmel waren 10" Öffnung und der Baader OIII nötig, um eben diesen nierenförmigen, schwachen Hauch im Okular sehen zu können.

Beste Grüße

Achim

P.S. Der Rosetten-Nebel ist aber deutlich einfacher, ein Feld von sagen wir mal mindestens zwei, drei Grad vorausgesetzt.

P.P.S. Zum Seagull kann ich nichts sagen - fehlt mir auch noch.
 
Hallo,

bin grade wieder reingekommen. Habe Thors Helm heute das erste mal beobachtet. Mit Vixen LVW 22 (AP 3,67 mm) + UHC am 6" f/6 Newton unter Münsterländer Land Himmel (Bortle 3 - am Horizont eher 4). Im Meade SWA 13,8 (AP 2,3 mm) war er schon zu dunkel. Konnte ihn nur kurz beobachten, dann zogen Zirren durch :teufelgrr: . Hatte ihn gar nicht auf dem Schirm, dann aber beim Beobachten in der Gegend im DSRF gesehen und angesteuert. Werde ich mir bei nächster Gelegenheit auf jeden Fall mal genauer ansehen.

Viele Grüße

Werner
 
Hallo,

ich habe heute NGC 2359 ohne Filter im 10" ACF von 70x - 115x (36er Baader Aspheric, 31er und 22er Nagler 22) erst im indirekten Sehen, dann direkt beobachten können. Die Durchsicht war sehr gut (Grenzgröße etwa 6 - 6,5 mag), durch den Jet blieben die Sterne aber zappelig und bei höherer Vergrößerung aufgebläht. Ich beobachte in der Gegend zwischen Tauberbischofsheim und Würzburg auf etwa 330 m Höhe. Auf der Bortle-Skala würde ich unsere Ecke auf 3 - 4 einordnen.

Wenn die Luftruhe stimmt, kann man sicher neben der undifferenzierten, jedoch deutlich abgegrenzten Form noch weitere Einzelheiten erhaschen. Thors Helm habe ich auch in der Vergangenheit schon beobachtet.

Ein guter Himmel ist durch nichts zu ersetzen, dann klappen viele Objekte auch ohne Filter.

CS Uwe
 
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Hallo,

hier noch ein paar Grenzfälle mit 12" vom Stadtrand:

Eher leicht:

NGC 1514 Tau - Kristallkugel. Einer der schönsten PNs am Winterhimmel, da vergleichsweise groß und außergewöhnlich heller Zentralstern. Ohne Filter sieht man nur den Zentralstern. Mit Filter gut zu erkennen, eventuell leicht quadratische Form.

NGC 2371-2 Gem - Double Bubble Nebula. Bei 250x mit UHC oder OIII deutlich zu erkennen, relativ groß, länglich oval, mit zwei helleren Kernen an den Enden. Auch ohne Filter zu erkennen, Kerne dann weniger ausgeprägt.

Eher schwer:

NGC 2174 Ori - Affenkopfnebel. Grenzwertig, ist bei 47x mit OIII als großer, schwacher Nebel um einen hellen Stern erkennbar, sehr diffus, keine scharfe Grenze, hebt sich nur leicht vom Himmelshintergrund ab.

Abell 21 Gem - Medusanebel. Negativ, keine Chance, auch mit OIII zu schwach.

Viele Grüße
Mark
 
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