Der "Kurze": Newton 114/500 - aktuelle Erfahrungen

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schischi

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Lange nichts mehr von dem kurzen Newton 114/500 gehört? Gibt es hier Erfahrungen zu dem aktuellen Modell von Skywatcher z.B.?

Stimmen die Daten 114 mm Öffnung (bzw. werden diese auch komplett genutzt) und 500 mm Brennweite mittlerweile eigentlich? Der Parabolspiegel sollte ja nun selbstverständlich sein.

Ist die Optik, Mechanik und Tubus in Ordnung? Oder was gibt es an dem Ding evtl. auszusetzen?

Würde mich über Erfahrungen freuen!

Grüße
Michael
 
Moin Namensvetter!

> Stimmen die Daten 114 mm Öffnung (bzw. werden diese auch komplett genutzt) und 500 mm Brennweite mittlerweile eigentlich?

Ich glaub', das Thema hatten wir schon ein paar Mal im Laufe der Jahre. 114,3 mm (4,5") ist der Brutto-Durchmesser eines Spiegels. Rechnet man eine umlaufende notwendeige 1-mm-Fase ab, bleiben die effektiven 112 mm Durchmeser übrig. Außerdem: warum sollten gerade die "krummen" 500 mm Brennweite eingeschliffen worden sein? Doe ollen Bresser Pluto besitzen effektiv 112 mm bei f/4, also ~450 mm (genau: 448 mm). Der Wert stimmt auch, das habe ich vor x-Jahren schon nachgemessen. "114/500" steht IMO eher aus althergebrachten Werbezwecken auf dem Typenschild - (genauso, wie sie den Lapsus bei Bresser ewig nicht wegbekommen haben, siehe Foto unten!)

Wie das bei den kurzen SW-Newton mit Parabolschliff aussieht, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, obwohl ich so ein Gerät Ende 2007 auch schon kurzfristig besessen habe. Aber wieso soll das was anderes sein? Naja, abwarten.

Wäre gut, wenn jemand definitiv nachmessen könnte. Das würde mich auch interessieren.
 

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hallo Leute,

Michael:
ich kaufte vor Jahren einen neuen SW 112/450mm
(so von mir vermessen).
Der Händler gab vorm Kauf auf Anfrage die Bestätigung der HS sei parabolisch :cool: . Das stellte sich aber schnell als gelogen heraus,
er war bestenfalls "anparabolisiert" :mauer: , was auch immer das heißen mag. Er war tatsächlich besser als ein Kugelspiegel aber keinesfalls beugungsbegrenzt.
Für so wenig Geld bekommt man keine ordentlichen Spiegel
egal ob die kurze Variante oder beim Klassiker 114/900mm ;( .

Gruß
Christian
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,

samru/Sämi war kürzlich so nett, die unbekannten Daten am Cometron nachzumessen, also dem Celestron-Pendant. ( http://forum.astronomie.de/phpapps/...pics/1257864/Welchen_"Übergangs"-#Post1257864 )
War zwar eine PN, aber ich gehe davon aus das veröffentlichen zu dürfen:

Tubus-Länge = 413 mm
Tubus-Durchmesser innen/aussen = 138/140 mm (1 mm Blechtubus)
Fokuslage feldlinse = 73 mm über Tubus
Restweg original OAZ bei Fokuslage = 15 mm rein und 22 mm raus

Damit und mit myNewton kommt man auf auf die interessanten Eigenschaften.
Bedauerlich finde ich, dass Hersteller/Händler dazu nichts sagen. Ok, mittlerweile wird der FS-Durchmesser auch angegeben. Aber wenn man nur HS/FS kennt, lässt sich nur ein ideales Teleskop durchrechnen. Die Umsetzungen weichen davon ja gerne massiv ab.
Ebenfalls bedauerlich - der könnte in 1,25" schon recht brauchbar sein, mit 2" ein Killer. Ab Werk wären die Varianten nichtmal arg teuer, vergleichbar mit den Preisunterschieden der 5" Newtons vom gleichen Fließband.

cs
Jürgen
 
Hallo zusammen,

danke schon mal für die Antworten. Mir sind natürlich diese ganzen Mängel und praktisch falsche Angaben auf dem Typenschild aus der Vergangenheit bekannt. Ich hatte aber die Hoffnung, dass sich daran mittlerweile etwas gebessert hätte.

In den letzten Jahren gab es doch einige Neuentwicklungen und Skywatcher z.B. hat sich ja auch ganz schön gemausert. Daher dachte ich, dass die diesen Newton auch mal endlich vernünftig und gut gebaut hätten. Ich befürchte allerdings, dass das ein Wunschtraum bleibt ...

Es ist wirklich sehr schade, dass diese Geräte in guter Bauweise doch eigentlich eine tolle Sache wären, aber scheinbar besteht da seitens der Hersteller kein Interesse. Ähnliches gilt ja auch für den 130/650er Newton.

Und sollte sich jemand wie z.B. Markus Ludes auf eigene Faust mal daran machen (wie z.B. nun bei den Großferngläsern - mein persönlicher Respekt dazu übrigens noch mal!), dann würden die kleinen Newton wahrscheinlich auch viel zu teuer und es würde sie wieder niemand kaufen ...

Einfache Fraunhofer oder EDs bekommen die Chinesen doch mittlerweile sehr gut hin. Warum hapert es denn an den kleinen Newton?

Vielleicht hat ja jemand noch ein paar Daten zu den aktuellen 114/500 von Skywatcher z.B.. Vielleicht hat sich ja doch etwas geändert.

Grüße
Michael
 
Moin Günther!

> Heritage 114/500er

Ja, diese Instrumentenfamilie ist von der Optik her fürchterlich. Das Beste ist noch die neukonstrierte einarmige Dobson-Montierung. Die hat mir bei meinem damaligen 100/400 Newton gut gefallen.

Alo, von diesen Exoten bin ich ab, das neueste Projekt ist ein old-school 150er Newton mit f/5 eines bekannten japanischen Herstellers - OTA gebraucht für unter einen Hunni eingekauft... (Im Moment frickel ich an dem Dobson-Unterbau herum.) :smiley61:
 
Zitat von *entfernt*GMS:
die neueste Entwicklung ist der Heritage 114/500er.
Bekannt, aber gerade bei anderen Entwicklungen erst recht unverständlich: Die Fünfzöller gab es aus China ursprünglich in einer (naja) 'passablen' Parabolvariante mit 650mm und einer Kugelvariante mit 900mm.
Mittlerweile gibt es mit 650mm 7 Varianten, von denen manche durchaus ok sind. Und zwischen 'ok' und 'unbrauchbar' liegen da für den Endverbraucher etwa 50€.
Bei den 114ern gibt es aber nur 'Müll', 'Müll' und 'interessante Basis' - für einen Umbau auf ausreichende Ausleuchtung und Fokuslage für das doppelt- bis Dreifache des eigentlichen Kaufpreises.
Bei den Fünfzöllern hat das Umdenken ja geklappt - warum geht das dann ausgerechnet bei 4,5" in die entgegengesetzte Richtung? Die Teile sind so kritisch, dass das eh keine gemütliche Anfängeroptiken sind. Insofern wäre da erst recht ein 'Upgrade' angebracht, kein Downgrade.

cs
Jürgen
 
Hallo zusammen,

wirklich interessantes Thema. Ich könnte mir vorstellen, so einen "Handhold-Newton" zu kaufen, wenn ich wüsste, dass die Qualität einigermaßen stimmt. Leider sind die Infos dazu absolut widersprüchlich:

Zitat Jürgen:
"Bei den 114ern gibt es aber nur 'Müll', ..."

Zitat Günther:
"Die Hinrichtung des Konzepts Newton ..."

Dagegen liest man bei Teleskopservice zum Skywatcher:
"... ein kompakter und überraschend scharfer Newton für Großfeldbeobachtungen ..."

und weiter:
"... ist ... in der Lage, wirklich beugungsbegrenzt abzubilden und das theoretische Auflösungsvermögen voll auch in der Praxis zu bringen."

weiterhin:
"Empfohlener Vergrößerungsbereich: zwischen 25fach und 180fach"

...

"Alternative Fakten" nennt man so etwas wohl heutzutage!



CS
Bernhard
 
Hallo Jürgen,

ich denke, da wird getestet, wie weit man gehen kann im Weglassen von notwendigen Komponenten und das gibts auch schon bis zu 150/750er Modellen nach gleichem Muster.
"Wer Elektronik will braucht keine gute Optik" und wenn das erst mal klappt und akzeptiert wird, greift das um sich.

Außerdem kann man wirklich fragen, ob ein richtig guter 114er mit f/4 nötig ist, wo man doch ganze Regale voll mit kleinen obstruktionslosen Teleskopen anbieten kann, von denen Manche echt gut und viel gutmütiger im Handling, dafür halt etwas teurer sind.
Da läuft man in Foren schon mal schnell gegen eine Wand von Meinung und der Newton wird auf 70 mm Öffnung runtergehandelt.

Wer billigen Schrott will kauft den eh und wer Besseres will kauft anders oder mehr Öffnung, so tickt das wohl.

Du bist ein EXOT und ich Narr habe mir mangels Schnittmenge zwischen Angebot und meiner Nachfrage einen extrem guten 114/660er selbst gebaut. :pfeif:

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo Leute,

Günther:
>habe mir mangels Schnittmenge zwischen Angebot und meiner Nachfrage einen extrem guten 114/660er selbst gebaut<

Eine beugungsbegrenzte Optik 112/450mm wäre eine tolle Basis zum Selbstbau eines

1) lichtstarken Astrograf + Komakorrektor optimiert ambesten mit Okularschlitten
2) lichtstarker visueller Reise- bzw. Richfeldnewton/Dobson

von beidem träumte ich !

Das kostet natürlich auch einiges an Kreativität und Zusatzkosten, wäre aber reizvoll da nunmal lichtstärker und farbreiner als ein kleiner ED /Apo Refraktor.

Der nicht vollkommene HS ließ leider diesen Traum platzen (nicht nur bei mir),
als einziges am Gebrauchtmarkt die Vixen Optik 100/600mm war KEIN hinreichender Ersatz- obwohl immerhin beugungsbegrenzt aber halt lichtschwächer, genauswenig wie Dein 114/660er...


Gruß
Christian
 
Hi Günther
Zitat von *entfernt*GMS:
Außerdem kann man wirklich fragen, ob ein richtig guter 114er mit f/4 nötig ist, wo man doch ganze Regale voll mit kleinen obstruktionslosen Teleskopen anbieten kann, von denen Manche echt gut und viel gutmütiger im Handling, dafür halt etwas teurer sind.
Da läuft man in Foren schon mal schnell gegen eine Wand von Meinung und der Newton wird auf 70 mm Öffnung runtergehandelt.
davon abgesehen, dass man selbst für (extrem) runtergerechnete 70mm rund 500€ hinlegen muss, geht es mir einfach ums Prinzip:

1. Hersteller und Händler geizen mit Angaben zum Produkt. Alleine aus den Katalogangaben lässt sich nichtmal sagen, ob ein 32mm SP oder ein Antares W70 verwendbar wäre (wobei beides nicht anzunehmen ist, sonst würden die Händler solche Okulare ja empfehlen)

2. Die Optik kann so nicht zeigen, was sie kann. So ist sie weder der Richfielder, der trotzdem über 100x vergrößern kann, noch der Astrograph des kleinen Mannes. Und das alles auch noch Handtaschenkonform und für kleinste Wackelmontierungen geeignet.

3. Anstatt die Mängel abzustellen, kommt der jüngste Spross der 114er auch noch mit aufgeklebtem Hauptspiegel. Klar - ist ja ein "Anfängergerät" und Anfänger justieren eh nicht nach.

4. Selbstbauer zeigen mit ihren Umbauten seit Jahren, welches Potential da drinsteckt. Aber anstatt in die Richtung zu gehen, kommt halt sowas wie bei Punkt 3 erwähnt.

cs
Jürgen
 
Hallo zusammen,

alles richtig, aber offensichtlich läuft das Geschäft mit diesen Teilen gut.

Zitat von Nasus:
....
3. Anstatt die Mängel abzustellen, kommt der jüngste Spross der 114er auch noch mit aufgeklebtem Hauptspiegel. Klar - ist ja ein "Anfängergerät" und Anfänger justieren eh nicht nach.....

Der Kunde kauft und es ist ja nicht nur der uninformierte EBAY-Kunde.
Sogar in Fachforen bokommt man für Kritik an solchen "Downgrades" zu Spielzeugteleskopen längst nicht nur Zustimmung.
Ich versuche das ja öfter mal, aber es artet immer und grundsätzlich aus.
Um nur mal ein Beispiel rauszugreifen das hier genau passt:

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1219846/1

Da gibt es nicht nur Einen, der das verklebte Konzept als Innovation preist und Kritiker sehr massiv angeht.

Tja, was soll denn ein Massen-Hersteller tun, wenn ein paar Hansels meinen, da müsste die Strategie hinterfragt werden und besseres Gerät geliefert werden?
Sehr offensichtlich gibt es genug Leute die mit der "Innovation" besser klar kommen als mit den Kritikern daran.

Die Hersteller/Händler haben das Ziel der Gewinnoptimierung und da kommen sie wohl sehr gut ohne Teleskopoptimierung klar.
Marketingoptimierung ist günstiger und effektiver.

Wir müssten das ändern, klappt aber nicht. ;(

Gruß
*entfernt*


 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von *entfernt*GMS:
...offensichtlich läuft das Geschäft mit diesen Teilen gut.
Wohl eher nicht.
Ich denke da eher an einen Quartalsdenker, der knapp 2€ an Produktionskosten einsparen kann und das Produkt dadurch wieder als wirtschftlich attraktiv bezeichnen kann. Als schlauer Quartalsdenker hätte er den Tubus messingfarben, das Alustativ mit Holztextur lackieren lassen (kostet praktisch nicht mehr). Damit könnte das Teil noch attraktiver im Wohnzimmer rumstehen und der schlaue Kunde könnte seinen Gästen sagen: "Nein, das ist nicht einfach nur so ein Fernrohr. Das ist ein Spiegelteleskop, nach Newton."
 
Hallo,

hat sch mal Jemand davon gehört, dass geballte e -post mit entsprechenden Hinweisen, den täglichen Warenverkehr gestört haben, so das es zu Rückrufaktionen und zu Änderungen der Herstellertrategie geführt hat? :erschreck: :pfeif:


Gruß Günter
 
Moin Günter!

Nein, solchen Burschen kommste nur mit strikter Kaufverweigerung bei. Das tut weh, ein Schreiben eher weniger.

Manchmal hilft eine Kritik im Fachforum aber doch weiter. Vor einigen Jahren war davon ein dt. Vertreiber betroffen, der seinen Teleskopschrott nach Kritik sang- und klanglos vom Markt genommen hat. Leider hat der Vertreiber im Nachgang mit rechtlichen Konsequenzen gedroht, so daß sowohl die Kritik als auch die Diskussion darum spurlos aus dem Forum verschwinden mußte. Einer der seltenes Fälle, wo die Nutzergemeinede von Teleskop-Schrott befreit wurde.
 
Hi Micha,

abgesehen von der Kugel und der Variante mit verklebtem Hauptspiegel ist das ja kein Schrott, sondern 'nur' nicht ausgereizt bzw. eben zwangseingeschränkt.
Ohne diese Zwangseinschränkungen wären die Kunden zwar definitiv glücklicher, aber wieviele Optiken kann man so zusätzlich losschlagen? Selbst mit einem höheren Endkundenpreis - praktisch schon im Bereich 'brauchbarer' 130/650 - wird sich das wohl nicht rechnen.

Ein klein wenig hoffe ich da auf Vixen. Für ihre AP-Montierung haben die praktisch nur visuelle Optiken wie den A62SS anzubieten. Da die aber komplett autoguiderfähig ist, bräuchte man eigentlich noch eine kleine und leichte Optik, mit der man gut fotografieren kann. Das wäre dann eben ein durchdachter 114er zwischen 400 und 550mm Brennweite.

cs
Jürgen
 
Hallo zusammen,

ich hätte da noch ein wenig Salz für offenen Wunden.

Es ist tatsächlich so, dass wir in letzter Zeit mehrere dieser Spiegelchen, also 114/450 und 130/650 von Heritage bis PDS in den Fingern hatten, ich alleine von den 114ern 2 Stück.

Alle Spiegel waren gut brauchbare bis gute Parabolspiegel.

Es deutete sich schon einige Zeit an und bestätigt sich für mich immer mehr, dass man im fernen Osten inzwischen die Abläufe, vor allem die Poliermaschinen recht gut im Griff hat, also solche Spiegel mit ordentlicher Qualität über die Serie produzieren und liefern kann.

Es sieht ganz danach aus, dass sie ausgerechnet in dem Moment die Mechanik der kleinen Newtons völlig ruinieren,
wo sich eine gute Mechanik und damit die gute Justierbarkeit über die Serie gesehen nachhaltig positiv für den Nutzer auswirken kann, weil man damit gegebenes Potenzial holen und nutzen kann,
während man früher oft genug über die gute Justagemöglichkeit lediglich deutlicher die da noch behebbaren Justagefehler von den fast unvermeidlichen optischen Fehlern trennen konnte.

Das ist eigentlich ein Treppenwitz, aber nach meinem Dafürhalten eben für jeden interessierten Beobachter ein sehr schlechter.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Nochmal ich,

weil ich mal intensiv gesucht habe und neben den älteren funktionierenden Bauformen auch eine recht interessante Neuerscheinung bzw Neuauflage gefunden haben.

Der KSON 102/640er ist sicher nicht ideal für Fotografen, aber mit dem entspannten Öffnungsverhältnis recht ideal für Einsteiger und Reise.

KSON 102

Lange Zeit vegriffen ist er nun wieder verfügbar und (fast versteckt) als nummer 3 kann man dieses Bild aufrufen:

Link zur Grafik: http://www.teleskop-spezialisten.de/shop/images/product_images/popup_images/14_3.jpg

Das sieht nach einer voll justierbaren HS-Zelle aus und auch sonst passt das:

Technische Daten im Überblick:

Bauform: Spiegelteleskop / Newton /Reflektor
Bezeichnung: Kson KDB640102
Farbe: Tubus und Rockerbox sind weiß
Objektivdurchmesser: 102 mm
Brennweite: 640 mm (f/6.3)
Auflösung: 1,14 Bogensekunden
Grenzgröße: 12,1 mag
Montierung: Azimutal mit Rollenlager (Rockerbox)
31,7 mm (1,25") Okluarauszug
2 Okulare: F 20 mm, F 6 mm (kein Filtergewinde)
2-fach Barlowlinse
Optik Floatglas mit hochwertiger Verspiegelung für 91% Reflexionsvermögen
Parabolischer Newtonspiegel mit hochwertiger Verspiegelung garantiert mindestens beugungsbegrenzte Beobachtung
Justierbarer Haupt- und Fangspiegel (28mm)
Vergrößerungen: 32x, 108x (64-fach und 216-fach mit Barlow)
Sucherfernrohr: Leuchtpunktsucher
Verpackungsmaße: 53x38x38cm
Gesamtgewicht: 6 kg

Okay der OAZ ist recht hoch, überhaupt müsste man das Ding mit dem 28er FS mal durchrechnen und eventuell wartet vorne eine dicke Dreiarmspinne, aber auf den Preis geschaut und bei Verwendung leichter, einfacher Okulare, wie sie f/6,3 durchaus ohne große Leistungseinbrüche zulässt, kann man sichfd as Teil sicher mal genauer ansehen.

Einem innovativ verklebten 114/450er :smiley64: würde ich dieses Gerät auf jeden Fall vorziehen. :smiley61:

(und es bei Gelegenheit auf 2" umbauen) :smiley47:

Nich jder Hersteller macht also beim kaputtsparen mit, es gibt noch Hofffnung.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

ich hätte das Teil auch schon hier eingeworfen, aber genau die Justagemöglichkeit konnte ich nirgends bestätigt finden. Danke für das informative Bild. Ist für 120 EUR auch ein echter Schnapper.

CU Klaus
 
Hallo Klaus,

was ich bisher so finde will mir nicht für eine Empfehlung reichen.
Zumindest nicht über eine Aussage hinaus, die ausdrückt, dass der Kson vom Konzept her den neueren Kleinnewtons von Skywatcher ohne HS Zelle und mit auf Plastikdeckel geklebtem Spiegel vorzuziehen ist.

Die Bildersuche

https://www.google.de/search?q=kson...9orSAhWoZpoKHb6rAe4Q_AUICigD&biw=1143&bih=687

offenbart z.B. eine dicke Vierarmspinne die (selbst aus dem gleichen Kunsstoff) etwas stabiler sein müsste als die Dreiarmspinne des SW, aber das geht besser. Zusammen mit den Unsiocherheiten über OAZ, Ausleuchtung pp bleiben da noch vile Fragezeichnen übrig.

Mal sehen, ob mir so ein Teil mal begegnet, z.B. nächste Woche in Hückelhofen oder bei einer späteren Gelegenheit.
Das muss man gesehen haben oder man braucht zumindest verlässliche Angaben von Nutzern.

Jedenfalls sind die Eckdaten für visuelle Nutzung sehr spannend (weil justier- und okulartechnisch sehr entspannt und für Hochbergrößerung wie auch für 4° Feld gut).
Fotografen hätten ganz sicher lieber 500 mm anstatt 640 mm Brennweite.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Günther
Zitat von *entfernt*GMS:
Das muss man gesehen haben oder man braucht zumindest verlässliche Angaben von Nutzern.

Jedenfalls sind die Eckdaten für visuelle Nutzung sehr spannend (weil justier- und okulartechnisch sehr entspannt und für Hochbergrößerung wie auch für 4° Feld gut).
Wie kommst Du auf 4°? Dazu müsste man sein 31er Nagler aus der Schatzkiste holen und zumindest Fangspiegel und Okularauszug ersetzen. Laut einem kurzen Nutzerbericht funktioniert aber zumindest ein 32er SP - das wären dann etwa 2,5° bei einer AP von etwas über 5mm.
Ein 114/450 käme ohne Umbau auf fast 4° und etwas über 6mm AP - wenn das denn funktionieren würde, könnte ich die Werbetrommeln noch bis ins hinterletzte Alpental hören...

Zitat von *entfernt*GMS:
Fotografen hätten ganz sicher lieber 500 mm anstatt 640 mm Brennweite.
Das macht den Kohl auch nicht fett. Kernproblem ist, dann man mit den Okularauszügen keine Komakorrektoren ohne massive Brennweitenverlängerung bekommt, die Ausleuchtung nicht ausreicht und eh alles verkippen würde.
Da wäre es eher mal interessant, passende Komakorrektoren und evtl. Reducer anzubieten - abgesehen von DSLR gibt es mittlerweile ja mehr als genug Kameras, die taugen und in den Fokus kommen.

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

danke fürs einfangen! :augenrubbel:

Zitat von Nasus:
Hi *entfernt*
....Wie kommst Du auf 4°? Dazu müsste man sein 31er Nagler aus der Schatzkiste holen und zumindest Fangspiegel und Okularauszug ersetzen. Laut einem kurzen Nutzerbericht funktioniert aber zumindest ein 32er SP - das wären dann etwa 2,5° bei einer AP von etwas über 5mm....
cs
Jürgen

ich war gedanklich schon viel weiter und hatte das

Zitat von *entfernt*GMS:
(und es bei Gelegenheit auf 2" umbauen) :smiley47:

schon umgesetzt. :pfeif:

Okay, das war nix.
Im Originalzustand ist mit 640 mm Brennweite bei 2,5° Schicht, mit 450 mm Brennweite sinds 3,5°.
Die Abbildungsgüte mit den einfachen Okularen die man nun mal bei großer AP nur zur Verfügung hat spricht aber eher für die längere Brennweite und das entspanntere Öffnungsverhältnis.

Der Umbau auf 2" ist dann aber in jedem Fall spannend.

Gruß
*entfernt*
 
Hi Zusammen,

ich will hier mal einwerfen, dass sehr viele Geräte ja mit Turm-OAZ ausgeliefert werden. Bei halbwegs brauchbarer Auslegung (so, dass wenigstens der ganze Hauptspiegel an der Abbildung teilnimmt) bedingen diese Turm-Aufbauten viel zu große Fangspiegel - die andererseits erlauben würden, auch eine visuell brauchbare 2" Ausleuchtung mit einem flachen Auszug und einem verlängerten Tubus zu realisieren. Es würde schon einiges mehr gehen, wenn man nur die künstlichen Verlängerungen an manchen Standard-Auszügen demontiert. Dafür muss man zwar dann die ohnehin illusorischen Foto-Ambitionen begraben, und das hält den verzweifelten Handel wohl vom Bau vernünftiger Teleskope ab, aber immerhin bekommt man das ohne zusätzliche Obstruktion hin. Man stellt aber fest, dass der nötige Tubus-Wechsel und der neue Okularauszug eine Art Total-OP für das Teleskop sind.

Was ich mich allerdings frage ist: Brauchte es an der Stelle denn wirklich die Öffnungsreduzierung von 4,5" wieder runter auf 4"? Wenn man mit so einem Gerät Abstand vom Volks-Apo gewinnen wollte, ist das doch spätestens damit wieder zum Spielzeug degradiert worden. Das ist bei Newtons einfach so, dass der Fangspiegeldurchmesser einfach nicht sauber mit skaliert, weil ja nur der halbe Hautpspiegeldurchmesser in den Weg zwischen Fangspiegel und Höhe des Fokus über dem Tubus eingeht. Darum ist 114mm mit f/4 genauso kritisch wie 100mm mit f/6. Oder anders gesagt: Sie kriegen es doch wirklich hin, jedes neue Konzept so hinter Kante zu nähen, dass die Naht schon bei schief angucken platzt!
Na gut... ihr Lieben Profis. Wenn Ihr nur Spielzeug anbietet, werdet Ihr auch nur Kunden bekommen, die Spielzeug wollen. Das hat schon so seine Richtigkeit.

Clear Skies
Sven
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sven,

ich glaube, wir kommen immer wieder auf denselben Punkt zurück: Viele von uns wünschen sich natürlich so einen schönen kleinen durchdachten Newton, den es aber leider nicht auf dem Markt gibt (und möglicherweise nie geben wird). Die großen Hersteller kommen auch ohne gut klar, das Geld lässt sich mit anderen Produkten leichter verdienen und man ist auf diesen Teilmarkt nicht angewiesen.

Eine wirtschaftliche Betrachtung einer (eigenen) Produktion dieser Newton wäre zumindest mal interessant. Aber wenn ich mir die Preise der wenigen, individuell optimierten Newton auf dem Markt so ansehe (TS UNC oder Lacerta „Newton ohne Namen“), dann kann mal schnell abschätzen was so ein kleiner 4,5 oder 5 Zöller kosten würde – vermutlich an die € 500,- … Und dann würde ihn wohl niemand mehr kaufen.

Die einzige Chance hätte man wohl, wenn man die Chinesen vom Bau überzeugen könnte und man denen evtl. die Daten bzw. Baupläne dazu (kostenlos) zur Verfügung stellen würde. Oder ein großer Händler lässt sie dort bauen wie Markus Ludes z.B. seine Großferngläser in Eigenregie bauen lässt. Aber dazu braucht es etwas Geld, Mut und evtl. auch Durchhaltevermögen. Wer nimmt das aber in Kauf, wenn sich zumindest aktuell das Geld noch leichter anders verdienen lässt?

Grüße
Michael
 
Hi Michael
Zitat von schischi:
Die einzige Chance hätte man wohl, wenn man die Chinesen vom Bau überzeugen könnte...
Michael
schaut man sich die verbesserten Massenprodukte an, insbes. den 130PDS und 150PDS, kommt man auf einen anderen Ansatz: Skywatcher hatte für EQ3 und EQ5 keine brauchbaren Fotonewtons. Da kamen also wohl weniger, weil die für uns interessant sein könnten, sondern um Komplettpakete schnüren zu können.
Für einen deratigen 114erhaben die aber keine passende Montierung; klar, auf einer EQ3 wäre der solide aufgehoben, aber 'üblicherweise' möchten die den ja auf EQ1 verscherbeln. Günstiger als die fotografische Kombi mit dem 130er wäre das wohl auch nicht.
Chancen für einen derartigen 114er vom Fließband sehe ich daher nur unter folgenden Bedingungen:
a) Skywatcher bringt einen neuen Star Adventurer mit 2-Achsguiding heraus
oder
b) Vixen möchte seiner AP-Montierung einen passenden Newton spendieren.

Einfach wird das aber in keinem Fall - und schon gar nicht billig.

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

sicher hast Du Recht, was die fotografische Sache angeht. Ich dachte aber mehr an gute visuelle Lösungen, für Einsteiger und für Erfahrene als Zweit- oder Drittgerät.

Dazu kann die Montierung ja auch ein bisschen schwächer dimensioniert sein, für fotografische Zwecke muss man sich dann eben was Stabileres besorgen.

Auch wäre die Dobsonvariante wie der Heritage eine schöne Sache. Nun gibt die ja auch z.B. unter der Bezeichnung "Heritage" von Skywatcher. Aber diese sind eben genauso suboptimal konstruiert wie wir es hier die ganze Zeit bemängeln.

Grüße
Michael

PS: Den von Günther erwähnten KSON 102/600 könnte man sich mal ansehen, aber ich befürchte, dass der auch nicht anders ist. Zumal bei dem Preis ...
 
Zitat von Antares:
Hi
was Ihr sucht wäre das:
http://www.deepsky-brothers.de/Gro%DFfeldtraum.htm
Zusammen mit 26mm Nagler oder 20mm TSXWA ein feiner Traum.
Aber wirtschaftlich ist das alles nicht mehr.
Rechnet mal der kostet, so wie gezeigt:
Kineoptics HC2, 40mm FS und HS einzeln....
Aber Spaß macht so ein Teil
CS

Hallo Antares,

ja, das wäre sicher schon was ...

Aber es muss ja auch kein Kineoptics OAZ sein. Sämtliche Teile an einem Newton, egal ob die Spiegelhalterungen, der OAZ oder der Tubus - aus mehr mechanischen Teilen besteht so ein Newton ja gar nicht - sind ja kein Hexenwerk. Auch ein kurzbauender und sauber laufender OAZ ist keine aufwendige Konstruktion und sollte sich als Massenware preisgünstig herstellen lassen.

Man sollte ihn halt nur richtig konstruieren und bei der Fertigung entsprechende Toleranzen einhalten. Aber wahrscheinlich darf so ein 4 bis 5 Zoll Newton in der Herstellung auch nur umgerechnet € 10 bis € 20 Euro kosten, wenn man ihn hier als privater Endkunde für € 150 haben möchte.

Grüße
Michael
 
Hallo Armin,

was kostet noch ein ED114SS, selbst gebraucht? Dabei kommt keiner an mit "wirtschaftlich". Und genau da hakt's, wenn selbst wir etablierten uns schon diese Billigschiene so zu eigen machen, dass wir ein brauchbares Teleskop unwirtschaftlich nennen, obwohl man mit diesem Spezialzweck es gar nicht billiger brauchbar machen kann!!! Und punkpunktpunkt.

Möchte ich nur mal scheppernd anläuten.

Clear Skies
Sven
 
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