Der leuchtende Himmel für MAK´s?

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Mak1706

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Hallo nochmals alle zusammen,

Ist der MAK der richtige?

Nach Revue 76mm + 114mm Reflektor (lange ist´s her),
nach 100mm Bresser AC-Refraktor + 200mm Skywatcher Dobson
ist(war)alles doch eher........... unbefriedigend.

Stark aufgehellter Himmel durch Flughafen und Großstadt.
Da kommt Frust auf. Rausfahren kommt zur Zeit nicht in Frage.
Als Alternative kam ich auf den MAK. Bloß, ist das die richtige Entscheidung fürs Schnellspechteln von Planeten und Mond auf der Terrasse?

Hat jemand Erfahrungen mit MAK´s 127-180mm unter leuchtendem Himmel?

Gruß an alle Leser

Klaus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Klaus,

gleich vorweg: ich bin erst etwas mehr als zwei Jahre in dem Hobby aktiv und habe noch nicht durch so viele Geräte beobachtet, also meinen Beitrag mit Vorsicht genießen ;) Mein Mak ist zwar ne Nummer kleiner als die von dir genannten (der 4"), aber bei mir ist es lichttechnisch auch eher durchwachsen (Balkon in Regensburger Randlage als Hauptbeobachtungsort). V.A. die Tankstelle gegenüber ist ein Graus. Ein kleine Verbesserung hat aber eine Taukappe als Streulichtschutz gebracht. Die Planeten sind jetzt nicht so mein Fall, aber ich riskieren dennoch gerne einen Blick drauf. Saturn und Jupiter kommen in dem Kleinen schon schön mit Details rüber, an Mars konnte ich jetzt nicht wirklich die großen Details mitnehmen (is ja auch nur der kleine Mak), aber wie gesagt, Planeten sind nicht meine Lieblingsobjekte.

Spazierengehen am Mond ist da schon eher mein Ding und da bin ich hoch zufrieden. An den Kratern und Rimae kann ich mich wirklich lange festsaugen.

Mein "Hauptgebiet" sind Doppelsterne, und dafür tut der Mak es recht gut. Auch im sonstigen DS-Bereich ist einiges möglich, offene Sternhaufen, Kugelsternhaufen und die anderen "Kerzen" (Ringnebel, Hantelnebel, Orionnebel usw.). Freilich saufen die Details in der Stadt jämmerlich ab im Vergleich zum Landhimmel, aber dennoch ist was geboten.

Was ich aber nicht ganz verstehe: warum willst du das "Arbeitsgerät" wechseln? Der Stadthimmel wird dadurch auch nicht besser. Wenn du eine Terrasse hast, dann ist der 8" Dobson doch schnell hingestellt? Den Vorteil beim Mak würde ich jetzt nur sehen, wenn du es lieber parallaktisch montiert mit bequemeren Einblick haben willst statt am Dobson zu schubsen. Bei deinem Himmel werden Galaxien und "Nebelzeug" weder mit dem einen noch mit dem anderen Gerät gehen. Und ich kann mir jetzt auch nicht vorstellen, dass dein Dobson bei Lichtverschmutzung schlechter abbildet als ein Mak...

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Markus,

danke für deine netten Worte.

Zur Zeit bin ich noch Solo, also ohne Teleskop.
Ich würde auch gern meiner kleinen Tochter den Himmel zeigen.
Da denke ich, ein MAK mit Nachführung ist für den Wiedereinstieg recht optimal, oder?

Einen Dob hatte ich ja schon. Allerdings, ich hoffe man verzeiht mir, das Geschubse war schon recht mühsam. Beim abendlichen Spechteln damals im Garten mit 5-6 Leutchen, war Jupiter bis Nummer 2 noch zu sehen, dann jedoch........
Sichherlich werde ich später wenn ich auch mehr Zeit zum Rausfahren habe, wieder der Regel verfallen: Öffnung ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Öffnung.

Nun gibt es zwar die Dobs-200mm auch mit Nachführung, jedoch zur Zeit NEU noch nicht in meiner Reichweite.
Durch einen Nachgeführten Dob durfte ich allerdings bis jetzt noch keinen Blick werfen.

Evt. bietet im Forum jemand sowas gebraucht günstig an, dann ist ja noch ein Hocker drin für meine Tochter. :)

Clear Skies

und Gruß

Klaus
 
Hallo Klaus,

ich meine, da wird gerade ein Orion-Goto-Dobson für 500€ angeboten.

Aber zum Kinderspechteln: Sohnemann schaut auch manchmal durch und da musst du ihm nur sagen, dass er an dem "Ding da" schrauben soll, wenn das Objekt verschwindet. Klappt gut. Allerdings selber was auffinden, keine Chance (gut, ist erst 7). Mit dem Firstscope kann er aber den Mond ganz gut anpeilen. Zum Beobachten sitze ich auf nem Bügelstuhl, er steht auf nem Schemel.

Ich konnte mal mit jemand aus der Regensburger Sternwarte beobachten, der hat selber "einfach" (nach seiner Aussage) eine Plattform für die Nachführung gebaut. War wohl auch nicht teuer. Ich bräuchte da wohl nicht anfangen (zwei linke Hände, bzw. keinen Selberbauenantrieb). Das ging wirklich komfortabel, man musste nur die Höhe richtig hinschubsen, ohne große Probleme. Ich kenne jetzt deine Selbstbauambitionen nicht...

Ich bin bis jetzt noch ganz glücklich mit meinem Mak und würde ihn nicht gegen einen Newton tauschen wollen. Ich mag das kompakte Maß, die sich kaum verändernde Einblickhöhe und die Abbildung ohne Spikes an den Sternen. Außerdem muss ich mir keinen Kopf um Koma, Korrektoren und schweineteure Okulare machen. Dafür handle ich mir ne hohe Obstruktion und ein kleineres Gesichtsfeld (wobei das manchmal hier im Forum so dargestellt wird, als würdest du praktisch nichts mehr sehen können) ein. Als Nachfolger kommt für mich mit großer Wahrscheinlichkeit nur ein SC oder etwas vergleichbares in Frage. Freilich auch nur, weil ich kein Nebel-Fan bin.

Dann noch viel Erfolg bei der Suche nach dem richtigen Gerät!

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Markus,

das mit dem bequemen Einblick und all den weiteren Vorteilen beim MAK ist mir auch wichtig.

Vielen Dank für die Infos und evt. bis bald

Klaus

P.S. Klappt das mit der Nachführung bei deinem MAK gut?
 
Hallo Klaus,

ich führe hauptsächlich händisch nach, das geht ganz einfach, auch für Sohnemann. Wenn ich mich an einem Objekt richtig festsaugen will, dann schraub ich den Nachführmotor ran. Nur hin und wieder muss ich die Deklination nachbessern, weil ich -offen gesagt- das Stativ mehr in die Gegend schmeisse, als es richtig einzunorden. Visuell kann man so einige Minuten ohne Korrektur nachführen (man muss aus dem Einnorden also keine große Kunstform entwickeln). Auch wenn du mal ne längere Pause machst, hast du das Objekt schnell wieder drin und musst nicht wieder von vorne mit der Suche beginnen. Vielleicht norde ich meine Montierung eines Tages mal richtig ein, mal sehen, was dann passiert ;)

Ach ja, waren doch eher 600€ für den Goto-Dobson. Hier der Link: http://forum.astronomie.de/phpapps/...gonew/1/Orion_Dobson_N_203_1200_SkyQue#UNREAD

Viele Grüße
Markus
 
Hallo,
ehe nun wild drauf los Gekauft wird...der Orion-US Dobson hat ein quasi GoTo.Dieses dient zum Auffinden den gewünschten Objekts,nicht zum Nachführen.Das muß man von Hand machen :)

Grüße Rainer
 
Hallo Rainer,

auch wenn es für das eigentliche Thema egal sein wird, aber laut Produktbeschreibung führt er nach. Das ist wohl nicht der, der quasi nur ein "Navi" dran hat.

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Klaus,

ich bin vor 2 Jahren vom 12" Dobson auf den 5" Mak umgestiegen.

Vorteile:
- hochtransportabel
- auf der Giro schnell einsatzbereit (okay, ist ein Dobson auch)
- für Mond und Planeten bestens geeignet
- die hellerten Deep Sky Objekte gehen damit auch sehr schön
- benötigt wenig Stellfläche zu Hause

Nachteile:
- Wesentlich weniger Öffnung als der Dobson
- schwache Deep Sky Objekte kaum möglich

Das ist jedoch nur meine Meinung, aber für meine Beobachtungsziele ist der Mak wirklich top. Vor allem, da ich keine Lust habe, immer einen großen Dobson ins Auto zu schleppen und später wieder zurück. Auch kann man ihn, wenn man nicht rausfahren will, gut auf einem kleinen Balkon nutzen.

Ich hoffe, dies hat dir etwas geholfen.

Viele Grüße

Carsten

 
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