Der perfekte Beobachtungsplaner...

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ubit

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Hi,

im Moment bin ich dabei für mich ein "Verfahren" für die Planung von Beobachtungsnächten zu finden. Derzeit schaue ich mir Cartes du Ciel und Eye&Telescope (Demo) genauer an.
Problematisch für mich bleibt die Auswahl der Objekte die zu einem gegebenen Zeitpunkt erreichbar sind. Mit E&T kann man ja schon mal ganz gut filtern. Irgendwie fehlen mir aber noch wichtige Angaben (oder ich habe sie noch nicht gefunden). Da das "eigene Forum" der Software nicht sonderlich gut genutzt wird, frage ich einfach mal hier, wo die Anwender der Software versammelt sind:

Ideal wäre es, wenn ich beim Beobachtungsplatz auch angeben könnte, welchen Azimut-Bereich ich dort erreichen kann. OK - lässt sich über die Sortierung im Objektfilter lösen, ginge aber bequemer. Speziell bei Beobachtungen von der Terrasse wäre das sehr nützlich. Oder habe ich da irgendwas übersehen?

E&T ermittelt eine "optimale Beobachtungszeit". Nett. Aber: Viel interessanter wäre es, wenn man ein Zeitfenster ermitteln könnte in dem ein bestimmtes Objekt beobachtbar ist. Schließlich nutzt es mir nur ganz selten etwas, wenn der Filter Objekte ausspuckt die man um 4:57 morgens beobachten kann. Da ist die mitteleuropäische Beobachtungsnacht meist auf Grund von grausamen Sachzwängen längst zu Ende...

Im Beobachtungsplan kann man ja eine Zeit vorgeben (Sichtbarkeit). Leider geht dabei das "Häkchen" in der Objektliste aus und ich kann die Objekte nicht mehr nach Zeit sortieren. Wobei die Sortierung eh nicht in den HTML-Export übernommen zu werden scheint :-( Es wäre doch sehr sinnvoll, wenn man auch den zeitlichen Verlauf der Beobachtungsnacht planen könnte. Das schaffe ich mit E&T irgendwie nicht sinnvoll.

Die "Fernsteuerung" von Cartes du Ciel funktioniert nicht wie ich es erwartet hätte. Zwar zentriert CdC das Objekt, welches ich ansteuern möchte, aber die Uhrzeit wird nicht angepasst. Wenn ich also tagsüber eine Beobachtung plane, dann ist das Objekt z.B. unter dem Horizont und in CdC daher nicht sichtbar. So ist diese Funktion praktisch nutzlos... Oder mache ich da etwas falsch???

Ciao, Udo
 
Hallo Udo,

ich bin der Entwickler von Eye&Telescope.

Zur zeitlichen Planung ein paar Hinweise: für jeden Beobachtungsort lässt sich ein "Vorzugsazimut" angeben. Dies ist eine Richtung, in der Du freie Sicht hast. E&T geht bei der Ermittlung des optimalen Zeitpunkts folgendermaßen vor: zunächst wird ausgerechnet, wann das Objekt das Vorzugsazimut erreicht. Falls dies überhaupt möglich ist und es zu diesem Zeitpunkt dunkel ist, ist der optimale Zeitpunkt damit gefunden. Ist es nicht dunkel, untersucht E&T als nächstes den Zeitpunkt der Kulmination. Ist es dann dunkel, nehmen wir dies als optimalen Zeitpunkt. Ansonsten betrachtet das Programm den Beginn und das Ende der Dunkelheit und ermittelt, zu welchem der beiden Zeitpunkte das Objekt höher steht.

Das Häkchen im Beobachtungsplan hat die Funktion, zwischen dem berechneten optimalen Zeitpunkt und einem von Dir eingestellten Zeitpunkt zu wählen. Auf dem Register "Sichtbarkeit" des Plans gibt es eine schematische (ziemlich primitive, aber funktionale) all sky Darstellung. Hier siehst Du, wo das Objekt zur einstellbaren Zeit am Himmel steht. Wenn Du die Zeit manuell änderst, verschwindet das Häkchen in der Liste. Häkchen wieder anklicken -< optimaler Zeitpunkt ist wieder eingestellt. Aber die manuell gewählte Zeit geht nicht verloren: Häkchen wieder wegnehmen und sie ist wieder da. Probiere das einfach mal aus.

Die Sortierung nach der Zeit funktioniert unabhängig davon ob ein Häkchen gesetzt ist oder nicht. Dazu einfach die Spaltenüberschrift anklicken, wechselweise für auf- und absteigende Sortierung.

In der Vollversion gibt es noch ein besonderes Feature: falls mehrere Objekte zur selben Zeit (i.d.R. Beginn oder Ende der Dunkelheit) zu beobachten wären, kann man das automatisch "entzerren" lassen. Hierfür gibt es eine Optimierungsfunktion. Sie bekommt ein Zeitintervall genannt, das man sich für eine Beobachtung geben möchte und ermittelt dann eine günstige Reihenfolge. Dabei wird besonders auf bereits tief stehende Objekte geachtet, damit die nicht noch weiter in den Horizontdunst abrutschen.

Was (auch mir selbst) noch fehlt ist eine Eingabemöglichkeit für den echten Horizont am Beobachtungsort. Die Horizontlinie wäre dann in der all sky Darstellung der "Sichtbarkeit" zu sehen. Dann kann man das Objekt selbst dahin schieben wo man es haben möchte. Die Optimierung würde sich automatisch darum kümmern, die undurchsichtigen Nachbarhäuser zu meiden ;-)

Das soll es in einer zukünftigen Version geben (das "Terrassenproblem" habe ich selber). Ursache dafür dass es diese wichtige Funktion nicht schon längst gibt ist schlicht und einfach die Tatsache, dass mir für die Weiterentwicklung des Programms neben Job und Familie kaum Zeit zur Verfügung steht. Aber es wird kommen!

Ansonsten: auch in der Demo ist das Handbuch als PDF dabei. Dort ist die zeitliche Planung detailliert beschrieben. Und auch die Hilfedatei lässt sich darüber genauestens aus. Weitere Fragen beantworte ich gerne. Für Hinweise (auch / gerade zur Dokumentation) bin ich stets dankbar!

Schade, dass Du das Anwenderforum nicht benutzen wolltest. Es ist der primäre Kanal für Anfragen oder Wünsche. Ich schaue praktisch jeden Tag rein. Es ist dort wenig traffic, weil das Programm nahezu problemlos arbeitet. Vor einiger Zeit haben wir eine Umfrage unter den Anwendern durchgeführt, was sie nutzen und sich in Zukunft wünschen. Daran arbeite ich und kommuniziere dies auch im Forum. Ich bitte darum, Anfragen zu E&T in dessen Forum zu formulieren, weil es dann einen Platz gibt, wo dies gesammelt ist und auch andere Interessenten mitlesen können. Hier verschwindet alles früher oder später im Nebel der Vergangenheit.

Fernsteuerung: die Zeit wird nicht übergeben, weder an CdC noch an andere Programme. Das ist eine bewusste Einschränkung, weil die Karten von E&T (noch?) "zeitlos" sind. E&T's eigene Karten sind im Sine eines digitalen Atlas zu verstehen, unabhängig von Ort und Zeit. Also kennt man nicht an jeder Stelle die Zeit, die für eine Übergabe an ein Fremdprogramm notwendig wäre. Ich wollte auch ganz bewusst, dass E&T anderen Programmen nicht "reinpfuscht" und Dinge verstellt, die der Anwender da gerade selbst passend justiert hat. Deswegen "nur das Objekt" zentrieren, alles andere ist nicht Aufgabe von E&T.

Gruß,
Tom
 
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