Der Preis ist heiss ??? Newton 150/1300

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Mr_robot

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Hallo zusammen,

ich überlegen mir ein neues "gebrautes" Teleskop zuzulegen.
Ich habe im Moment ein Bresser 114/900 auf EQ2 und erste Planetenbilder mit der Vesta 680SC gemacht. Nun habe ich "Blut geleckt" und mich drängt es zu Deep Sky und damit mehr Öffnung...
Ich habe eine Angebot für folgendes Teleskop und wollte mal in die Expertenrunde fragen ober der Preis dafür gut ist.
Also:
Teleskop Revue (Quelle)
d=153mm
f=1300mm
1,25" Okularafnahme
auf einer (wenn ich es auf dem Foto richtig erkannt habe) EQ2-Montierung mit Nachführmotor

Das Teil soll zwischen 300.- und 350.- EUR kosten, ist wenig gebraucht und in guten Zustand (3-4 Jahre alt).
Nun habe ich ein paar Fragen... Ist das nicht eigentlich ein Bresser unter REVUE-Label ?
Wenn es wirklich nur eine EQ2 ist, ist die doch ein weing schwach. Weiß jemand ob Quelle eine solche Konstellation verkauft hat ?
Bei Teleskop-Service gibt es ein Celestron Newton 150/1000mm (kurze Bauform, Austellungsstück) auf EQ-3 für 388.- Eur (ohne Motor).
Mache ich da eine bessre Entscheidung, oder hat jemand noch eine Tip für mich.

Vielen Dank im Voraus !

Gruß Alex

 
Moin Alex!

Ja, so'n Teil als Komplett-Teleskop haben ein Kumpel und ich uns 1998 angeschafft.
Die Optik war - verglichen mit "klassischen" Newtons - grauselig. Die eingebaute
Barlow-Linse verschlechterte dermaßen das Bild. Zudem war der Hauptspiegel nicht
justierbar ausgeführt - schon schlecht.
Die Montierung ähnelt stark der EQ-2, das stimmt. In der Stabilität ist sie mit
dieser vergleichbar. Mit dem 6"-Quelle-Newton ist sie mir aber überfordert.
Kleinere Optiken sollte diese Monti gut tragen, auch der 12 V-Schrittmotor lief
sehr zuverlässig und genau.
Das Teleskop ist tatsächlich lange Zeit im Quelle-Katalog angeboten worden,
Neupreis so um 1400 DM seinerzeit. Der Okularauszug war zwar für 1,25"-Okulare,
es wurden aber damals noch 24,5 mm-Okus mitgeliefert: Ortho-25, Kellner-12 und
6 mm. Ursprünglicher Hersteller: Tasco Japan.

Unser Teleskop haben wir nach einem halben Jahr umgebaut: Neuer Hauptspiegel
152/1200 mm, neuer Alu-Tubus, letztes Jahr flog die schwache Monti weg (jetzt
ist da zwischenzeitlich eine TAL-2M-Montierung unter gewesen, seit drei Monaten
ist die Optik jetzt als Dobson umgebaut). Der große 40 mm-Fangspiegel wurde
durch einen 33er ersetzt. Vom ursprünglichen Quelle-Newton ist nun nichts mehr
über als der OAZ, Sucherhalterung und Hauptspiegelzelle...
 
Hallo winnie,

was du so schreibst hinterlässt bei mir das typische "Kaufhaus-Teleskop"-Gefühl sprich der Preis ist eben nicht heiß. Die Details (1400.-DM neu u.s.w.) passen auf die Beschreibung des Bekannten. Von der eingebauten Barlow wusste ich noch nichts, erklärt aber die große Brennweite und ist mir eher suspekt, wenn wenn ich für größer felder (Nebel) mal weniger Brennweite will, ist die ja nicht einfach auszubauen...

Wenn das alles bedeutet, daß nahezu nichts wirklich brauchbar ist, bleib ich dann doch erstmal noch bei meinem Bresser und spare auf was vernünfiges oder warte auf ein Schnäppchen...

Was hälst Du von dem erwähnten Teil bei "teleskop-service" ?

Gruß Alex
 
Moin Alex!

Die Barlow im OAZ auszubauen, ist eigentlich nur Sache von zwei Minuten. Nachteil:
Du bekommst dann kein scharfes Bild mehr eingestellt, denn die Fokal-Lage ist
natürlich auf die Barlow abgestimmt. Ohne massive Änderungen am Tubus (wir
haben seinerzeit noch drei weitere Schrauben an der Hauptspiegel-Fassung einge-
baut, um endlich justieren zu können - zusätzlich müßte der Tubus gekürzt werden,
um das Scope dann als Richfield-Optik nutzen zu können) kommst Du da nicht weiter.
Ich halte den Original-Hauptspiegel auch nicht für das Gelbe vom Ei. Wenn der
vernünftig parabolisiert sein sollte, würde mich das wundern.

Zu dem 150/1000 mm-Newton: Auch hier handelt es sich um einen sogen. katadioptrischen
Newton, d.h. die effektive Systembrennweite wird durch ein Linsenelement (allermeist
eine fest eingebaute Barlow) erreicht. Ich würde mir sowas nicht mehr anschaffen wollen.
Dann lieber den klassischen Newton - bei 6" entweder f/5 (750 mm) oder f/8 (1200 mm).
Das Bild ist um Längen besser.
 
Hallo Winnie / Micha ? :-)

ert einmal dank für Deine Antworten, sie haben mir sehr geholfen. Ich denk, ich werde Abstand von dem teil nehmen.
Wenn es mal um Elektronik geht kann ich mich vielleicht revangieren :-)

Kannst Du Dir auch mal mein Posting bezüglich "Kratzer im Spiegel" ansehen ? Posting "Kratzer im Spiegel"

Denn für Dieses Teleskop steht auch eine Entscheidung an. Der Preis ist mit 200.-Eur gut finanzierbar. Aber ich bin von der Leistung nicht überzeugt...

Gruß Alex
 
ich besitze einen 114/1000 Cat.Newton von celestron und bin im grunde genommen zufriede.
Ist die Barlow ordentlich, als Apochromatisch, ändert sich an der Bildqualität recht wenig.
Man muss jedoch den helligkeitsverlust hinnehmen.
In eine´m 114/500 hast du bei einem 5mm Okular doppelte Helligkeit als bei dem 114/1000 mit Barlow.
Dafür ist aber dsie Vergrößerung bei dem 114/1000 Cat Newton um den Faktor 2 Höher.
Würdest du also in den 114/500 Newton zb ein LV 2,5mm Okular einsetzen hättest du die identische Helligkeit wie bei einem 114/1000 Cat. Newton mit einem 5mm Okular.
Das heißt : Im Endeffekt hebt sich das auf. Außerdem hat man bei einigen Modellen einen Bildfeldebner und nen Komakorrektor mit in der Korrektor Barlow.
Somit wird die Bildqualität wesentlich besser gegenüber einem normalen Newton.
Ich hoffe, ich konnte etwas Klarheit schaffen

Raphael

ps : Wenn du unbedingt nen Cat. Newton möchtest, dann kauf dir einen wirklich guiten oder nehme halt nen normalen und kauf dir ne gute Barlow...
 
hallo raphael,

Ist die Barlow ordentlich, als Apochromatisch, ändert sich an der Bildqualität recht wenig.

in welches modell werden die apochromatischen barlows eingebaut?
ich dachte bis jetzt immer, die wären alle achromatisch.

Außerdem hat man bei einigen Modellen einen Bildfeldebner und nen Komakorrektor mit in der Korrektor Barlow.
Somit wird die Bildqualität wesentlich besser gegenüber einem normalen Newton.

diese korrektoren sind dann sogen. "ross-korrektoren".
ich weiß allerdings nicht, welche modelle genau diesen
eingebaut haben und welche nur eine einfach barlowlinse
im okularauszug haben. auf jeden fall verschlechtert
sich das bild gegenüber einem normalen newton, weil
zusätzliche linsen in den strahlengang gebracht werden.

so ein rosskorrektor ist auch nur fotografisch interessant,
weil er das nutzbare bildfeld vergrößert. visuell spielt das
keine rolle.

diese katadioptischen geräte würde ich nur dann empfehlen,
wenn sie einen sauber gefertigten ross-korrektor haben und
wirklich auf fotografie ausgelegt sind.

ansonsten reduziert sich der vorteil rein auf die kompakteren
außenmaße dieser geräte.

für visuelle zwecke mit möglichst kompakten maßen würde ich
eher zum MakCass oder SC greifen.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
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