Der Sichelnebel NCG6888

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mlnoga

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Das gute Wetter über die Ostertage ging ja mit Vollmond einher. Daher habe ich mich auf die Suche nach Schmalbandobjekten gemacht. Ab halb eins stand der Sichelnebel günstig. Ich war erneut mit der ASI 183mm pro an einem auf f/5.2 reduzierten 102mm ED Refrakor unterwegs. Über mehrere Nächte konnte ich insgesamt 13.3h Belichtungszeit einfangen. Sie verteilen sich auf 66x 530s Ha und 65x 200s O3.

In der Bearbeitung habe ich dem Rotkanal Ha, sowie dem Grün- und Blaukanal O3 zugewiesen. Mit der Farbbalance bin ich noch nicht ganz zufrieden, konnte aber zumindest erste O3 Schalen um den Ha Kern herausarbeiten. Wenn das Wetter es wieder zulässt, würde ich gerne noch mehr O3 sammeln.

Wie immer freue ich mich auf Euer Feedback.

Markus

NGC6888_HaO3O3_curves_FHD.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
ja komisch, da müsste eigentlich viel mehr OIII zu sehen sein.
Vielleicht weil noch zu früh im Jahr. Stand wohl kaum höher als 20° am Himmel.
Aber darauf lässt sich aufbauen.. Tolles Bild!
 
Hallo Markus,

die Basis ist schon mal gelegt würde ich sagen. Das OIII Signal ist halt etwas schwächer als das dominante Ha. Da Du auch noch Ha gut 2,6 x länger belichtet hast, ist der OIII Anteil nur schwer mehr zu pushen. Hattest Du die Nebelanteile mit einer sternlosen Version bearbeitet oder alles zusammen?
Ich würde auf jeden Fall noch OIII nachlegen, dann wird es richtig gut.

LG
Willi
 
Danke Euch. Die Belichtungszeiten sind eigentlich so gewählt, dass ein leeres Feld in Ha und O3 gleiche ADUs aufweist. Oder ist das ein Denkfehler, weil das Skyglow Spektrum uneinheitlich ist? Bisher konnte ich kein entsprechendes Paper finden.

Ich versuche jedenfalls mehr O3 zu sammeln.

Getrennte Bearbeitung von Sternen und Nebeln habe ich bisher noch nicht gemacht. Was empfiehlt ihr, starnet2? Und dafür dann ggf noch RGB sammeln?

M
 
Was empfiehlt ihr, starnet2? Und dafür dann ggf noch RGB sammeln?
Könnte man diese RGB ausser für Sterne auch sinnvoll dem Nebel beimischen, oder würde es das Bild eher schädigen, weil der Nebel zum größten Teil aus Ha und OIII besteht?

Wie fügt man die RGB Sterne in Photoshop dem sternlosen Bild vorzugsweise bei? Welche ist die beste Methode?
(ich bekomme dabei immer dunkle Ränder um die Sterne herum)
CS, Sebastian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sebastian, bei Ha Emissionsnebeln würde RGB das Signal-Rauschverhältnis verschlechtern.

Wenn du schwarze Ränder hattest, waren das wohl RGBA Pixel mit niedrigem RGB Wert aber hoher Deckkraft (Alpha). Man bräuchte hohe RGB Werte mit niedriger Deckkraft. Ich würde mal versuchen, den hellsten Farbkanal pixelweiwe auf 1 zu normieren und im Gegenzug die Deckkraft entsprechend zu senken.

Sobald ich neue Daten habe, probiere ich einige Ansätze aus und berichte.

M
 
Hier ein erstes schnelles Ergebnis mit starnet2, der Einfachheit halber auf dem gestretchten Bild. Danke für die Anregung, Willi! Ohne Sterne ist das Bild deutlich ruhiger.

Man sieht jedoch deutliches horizontales und vertikales Banding. Ich vermute, das liegt daran, dass mein Stacker im Debanding noch keine Sternenmaske einsetzt. Diese Verfeinerung nehme ich mal auf, wenn ich an einem Wochenende wieder Zeit habe.

NGC6888_HaO3O3_curves_percg_out.jpg
 
@pete_xl, danke für den Tipp! Die Seifenblase kannte ich noch nicht. Sie versteckt sich tatsächlich ganz am rechten Rand. Hier zugeschnitten und mit kräftiger Tonwertkurve, damit man sie leichter entdeckt:

NGC6888_HaO3O3_partial_bubble.jpg


Wenn man bedenkt, dass dieses Objekt erst 2008 mit einem 160mm Refraktor entdeckt wurde, bin ich von einem solchen Zwischenergebnis mit 102mm positiv überrascht. Mit mehr O3 und besserem Debanding sollte das Zweitobjekt auch noch klarer herauskommen.

Leider, leider ist die Seifenblase um 150-200 Pixel abgeschnitten. Schade. Schlechte Bildkomposition kann man eben nicht in Software ausgleichen :(.
 
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