Hallo Spitzi,
naja, nach zwei Stunden währe der Rückschitt zum Feinschliff
ja notfalls noch zu verschmerzen. Ich vermute, du kannst
noch nicht genauer sagen, wie weit der Rand runter hängt,
oder lässt sich das schon messen?
Du schreibst oben:
> Die Schnittweitendifferenz des Randes ist doppelt so groß,
> wie sie sein sollte.
Bis zum Beginn des Parabolisierens sollte die
Schnitteitendifferenz (wie Kurt sagen würde) exaktgenau
null Millimeter betragen. Dann beträgt sie jetzt also zwei
mal null Millimeter?
Ok, Scherz beiseite ;-) Einige wenige Millimeter könnte man
beim Polieren sicherlich beheben. Wenn du dir aber Stress
mit Rumkorrigieren und Zonen beim Polieren ersparen willst,
solltest du meiner Ansicht nach wohl am Besten ein paar
Runden Feinschliff einlegen. Veruche beim Feinschliff nicht
irgendwelche Fehler zu beheben, sondern lass die Werkstücke
gemütlich ohne viel Druck mit viel Rotation übereinander
gleiten. Dann bleibt ihnen nichts anderes übrig als zwei
erstklassige Sphären zu werden. Wenn sie noch "bocken",
also sich gelegentlich an bestimmten Stellen festsaugen,
passen sie noch nicht richtig ineinander - es stimmt
irgendwo etwas mit der Sphäre der beiden Stücke nicht.
Wenn die Brennweite stimmt, dann verzichte auf den
Taschenlampentest, er kann nicht wirklich Fehler in der
Form der Sphäre zu Tage fördern. In diesem Stadium ist der
Bleistift/Edding-Test ein gutes Mittel um die Qualität der
Sphäre zu beurteilen. Wenn du durch deinen Spiegel
hinduchsehen kannst, verfolge den Abtrag der Streifen/Karos
auch schon während des Schleifens genau bis zum Rand...
... ich komme in's Schwafeln, offenbar stehe ich wieder kurz
davor, dass mich das Schleiffieber packt ;-)
Wünsche dir viel Erfolg bei deinem Spiegel.
ciao, Heiner