die alles beherrschende Andromedagalaxie

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Anette_Aslan

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Liebe Astrogemeinschaft,

nicht dass man M31 nur im Herbst beobachten könnte, nein, hartgesotte Nachteulen und Extrem-Frühaufsteher geniessen sie ja schon im Sommer, denn es ist nicht die Jahreszeit, die die Objekte zuteilt, sondern die Beobachtungszeit für Normalsterbliche und die rutschen nun in immer angenehmere Stunden: um 20h ist es schon stockfinster!

Gestern und Heute nutzte ich die Abende zum Beobachten, leider nicht all zu lang, denn die tagsüber aufgeheizte Erde unter diesem Wahnsinns-Goldenenherbst-Hoch entlockt der Kühle der Nacht in herbstlicher Manier ihre Feuchtigkeit.

Gegen 20h und immer noch angenehmen 16 Grad sowie absoluter Windstille habe ich gestern und heute mal wieder die M31 mit meiner Canon aufgenommen, sie stand schon hoch im Osten. Die visuelle Grenzgröße schätze ich auf 4,3 mag, nicht mehr und nicht weniger. Hoch im Norden konnte ich grad mal Pherkad und Kochab erkennen, dafür aber im Zenit die leicht angedeutete Milchstrasse, das will in meinem Garten was heißen. Ganz leichter Taubeschlag war hinzunehmen.

Ich hielt zunächst mit dem 42mm Weitwinkel in 2" durch einen 127/1000 (5Zoll) Ed bei ca. 24 facher Vergrösserung auf M31. Ein bissel trüb kam sie daher, außer einem lichtvollen aber konturlosen Wuschel konnte ich nichts weiter erkennen. So erhoffte ich mir mit der Kamera mehr sichtbar zu machen, was aber nur eine kleine Steigerung brachte. Ihre enorme Flächenausdehnung zeigte sich leider nicht und alles versuppte in den Weiten des Weltalls. Ich besuchte noch M57 in der Leier und machte so an die 10 Aufnahmen, die Konturen des Ringes konnte ich im 26er Pano schon gut erkennen, im 8mm Bader Hyp wurde es dann aber recht trüb, wie doch ein klarer Himmel so täuschen kann. Trotzdem auch hier ein Versuch mit der Kamera und ja, das lässt sich sehen, kaum die Himmelsrichtung gewechselt, hat man schon mehr Erfolg.
Bevor es gegen 22h dann doch richtig triefig wurde besuchte ich noch diverse Objekte und scannte genüsslich die schon weit im Westen stehende Milchstrasse von oben bis unten ab. Auch wenn man sie mit blossem Auge kaum wahrnimmt, so zeigt eine Stichprobe mit dem Teleskop in diese Region immer wieder Überraschungen. Wenn man alles um sich herum ausblendet und sich dem Blick in das Sternenmeer hingibt, glaubt man doch in Namibia zu sein. Die Feuchte kroch aber wieder in den Ischiasnerv und das würde in Namibia nie und nimmer passieren, so packte ich dann schleunigst ein und war zufrieden mit der Beute.....wobei ich mich erinnere, dass STerndlgucker auf Astrofarmen in Namibia auch schon mal die Löwen brüllen hören....die Maschendrahtzäune da um diese Farmen sind hoffentlich unter Strom.... also HalloWien mit seinen vergammelten Leichen in der Auslage diverser Shoppingzentren ist mir da doch ein bissel lieber....Milchstrasse hin und Milchstrasse her...

Andromeda lässt Grüssen

aufgenommen mit Canon 1000d durch einen 127/1000 Skywatcher Ed

bei 17sec und ISO 1800.

 

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hier hab ich sie ein bissel besser herausgeholt. Die Staubbänder und auch ihre Begleitgalaxien konnte ich durchs Teleskop mit dem 42mm Oku kaum wahrnehmen. Deshalb diese Kamerasucht.
 

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