UlrichW
Aktives Mitglied
Hallo Sternenfreunde,
vielfach kommt mir beim Lesen von Anfängerfragen zu Teleskopen, Beobachtungspülätzen etc. der Verdacht, daß die "Neuen" sich kaum vorstellen können, wie das Leben der Amateurastronomen so abläuft. Umsomehr als oft der Rat "Such die ein paar Leute und geh mal mit" gegeben wird.
Daher schreibe ich diesen Bericht aus zwei gründen: Erstens will ich unseren Anfängern wie mir mal aufzeigen, wie schön es ist, mit Freunden auf einem Acker zu spechteln und zweitens: ich bin ein Albi , und ich darf das !
Ähmmmm, dieser Bericht ist auch ein Beobachtungsbericht der ARS, zu gut deutsch, des Astrotreff-Ruhrgebiet-Sauerland (stark unterwandert von fragwürdigen Albireos). Also, was war los am Samstag, den 3. Jänner 04.
Fangen wir mal ein paar Tage früher an. Es weihnachtelt sehr, und meine Lebenspartnerin wünschte sich ein Teleskop. Also wurden Angebote verglichen und tiefgreifende Studien über die Größe betrieben. Stundenlange Internet-Recherchen, Forum-Lesungen etc. brachten als Resultat nur eines heraus: Keine Ahnung: Newton zu groß, Refraktor zu lang, Cass zu teuer, Maks zu winzig! Also bekam meine Siggi einen Gutschein, selbstgebastelt mit Astrobildern drauf, aber
richtig Gute! Immerhin habe ich eine Farbpatrone dafür verschossen. Am 29.Dezember 03, die Zeit der geschlossenen Läden ist vorbei, rief ich meinen Händler an, um ihn etwas auszuhorchen welches Gerät den für meine Siggi zu gebrauchen
wäre. Unsere Gedanken kreisten um einen Mak. "Ooch, da hab ich gerade einen 127er Mak da". Kein Federlesen gemacht, Siggi angerufen und hingefahren. Dann haben wir 1/2h gequatscht, ich mir ein OIII-Filter gekauft und wir gingen zu dritt, aber pleite, nach Hause. In unserer Begleitung ein Maksutov mit 127mm Spiegeldurchmesser der Firma Orion (US).
Während der Heimfahrt hätte ich bald ein paar Begrenzungspfosten umgemetert, man soll schließlich beim Fahren auf die Strasse blicken und nicht nach Sternen Ausschau halten. Zuhause angekommen: Wolken, soweit das Auge reicht. Also war Trockentraining angesagt, Monti aufbauen alles erklärt usw.. Dann kam der 30. Dezember mit 100% Wolkenbedeckung. Macht nichts, schauen wir halt mal so in der Landschaft rum. Also baute Siggi das Teil auf dem Balkon auf, während ich unsere Sofatiger von Fluchtgedanken abhielt. Schon beim Beobachten des roten Lichtes eines ca. 3km entfernten hohen Schornsteins fiel mir auf, dass der Mak wohl gar nicht so schlecht zu sein scheint.
Bis zum gesagten 3.Januar 04 wollten die Wolken dem Namen der Astrostation (Deep Cloud Obeservatorium) alle Ehre machen. Dann ging es irgendwie Schlag auf Schlag. In Bottrop war ein Stern zu sehen, also Alex angerufen und die
ARS-Liste aufgeteilt zum abtelefonieren. Natürlich, so knapp hinter den Feiertagen war es schwierig spechtelbereite Kollegen zu finden. Entweder hatte einer
gerade seinen SC auseinander genommen, war im Urlaub oder sonst nicht zu erreichen. Es blieben 4 Personen übrig. Siggi und ich von der 1.KDCO, Alex von der ASH sowie Ralf. Somit war die Parität hergestellt: Ich und Alex als Vertreter der "sehr fragwürdigen Gruppierung" Albireo und Ralf sowie Siggi als Vertreter der "normalen Astronomischen Menschheit".
Wir fuhren zu einem Spechtelplatz im Sauerland und bauten unsere Teleskope auf. Heinz Haber, das 9 1/2 zöllige SC von Alex stand da und glänzte auf seiner OTE in der Nacht. Gucki, ein glatter achtzöller Newton, wiegte sich vergnügt auf seiner HEQ5-UXT und Ralf schnallte seinen 6-zöller Schmidt-Newton auf eine Super Polaris als Siggi ihr neues Prachtstück auspackte. Pech gehabt Ulli, jetzt haste nur noch den guten 2.Platz in der Rangliste von Siggi! Der
127er Mak ruht in unglaublicher Stabilität auf einer EQ-5. Also, jetzt erst mal Satürnchen angucken. Als alle ihr Teleskop auf den Ringplaneten gerichtet hatten, konnten wir natürlich dem inneren Drang nicht wiederstehen und mussten
unbedingt den Saturn mal russisch anschauen. Wau, knallscharf, mit Cassini und sogar die Monde waren deutlichst im Mak zu sehen. Ich also zurück zu Gucki.
"Benimm dich Gucki und zeig mal was Du drauf hast." Aber alles Wollen hatte keinen erfolg, so knackig wie im Mak hab ich den Saturn nicht hingekriegt. Panik, ja gar Verzweiflung keimte in mir auf! Da entdeckte Alex bei mir wieder das altbekannte Zittern! "Schei..." und das sogar recht laut! Wie sich zuhause herausstellte, war der Motor der Rek-Achse schlich kaputt! Ohne Nachführung zeigte sich mein Saturen dann aber ähnlich gut, was mich wieder fröhlicher stimmte und zudem erahnen ließ, dass Gucki noch lange nicht zur Höchstform aufgelaufen ist. Alex hatte seinen Heinz Haber schon lange auskühlen lassen und
zeigte uns den Saturn mit einem 7mm Ortho. Auch Ralf hatte den Saturn sauber im Griff.
Ok, Alex, her mit dem Ortho. Ist schon ein gutes Teil das Oku, denn sowohl an meinem Newton mit 1000mm Brennweite als auch an Siggis Mak mit 1540mm Brennweite zeigte das kleine Okulärchen was Optik so alles kann. Wir haben dann noch gut eine Stunde alle Okulare ausgetauscht und ausprobiert. Das wollen wir mal wiederholen und darüber berichten. Dann wurde es aber Zeit die Götter der Teleskope zu besänftigen und die traditionelle Taufe des Mak und der Schluck aus der Pulle für das First Light waren fällig. Und wie es sich gehört durfte natürlich nur Champagner den Weg durch unsere Gurgeln finden. Der bröckelte zwar fast, so kalt war der Champus, aber geschmeckt hat er. Siggi taufte dann noch ihr Teleskop auf der Namen
Aljoscha!
So, damit wären die Formalitäten erledigt. Wie man nachher in zynischer Weise behauptet hat, hätte ich deutlich mehr Doppelsterne auflösen können als Gucki überhaupt in der Lage war zu trennen. Aber das war natürlich nur Unfug. Ein Fläschen Sekt haut den Ulli doch nicht um. Wohl aber der Juppi!
Der Gasriese kam langsam hoch genug, sodaß man, gut gepeilt durch Äste, einen Blick auf seine Hülle erhaschen konnte. Wau. Das erste mal seit über 20 Jahren wieder live in meiner Pupille! Gut konnten an allen Teleskopen das NEB
und das SEB erkannt werden. Die Monde standen schön sichtbar neben Juppi und bei längerem Beobachten waren einige wenige zusätzliche Details auf der Planetenhülle erkennbar. Mittlerweilen konnte man schon bemerken wie feucht die kalte Luft war. Eis schlug sich auf den Schmittplatten des SC und des SN nieder.
Siggis Telrad war eingefroren und Gucki glitzerte wie ein Tannenbaum. M42 im Orion war natürlich kein Problem für alle, aber die Andromeda-Galaxie konnte nur von Alex gefunden werden. Alle anderen Galaxien waren schlicht nicht
auffindbar, da eine Eisschicht in der Luft die schwachen Objekte total herausgefiltert hat. Apropos Alex. Er probierte mal wieder sein GoTo via Laptop aus und jammerte über alles Mögliche. Es wollte nicht klappen. Das Goto ruderte in der Luft rum und fand alles auf Anhieb, nur nicht das was Alex eingegeben hatte. "Pleiten, Pech und Pannen" auf der ganzen Linie, die Batterien waren nur
ein viertel voll. Zu wenig um den großen Neuneinhalbzöller richtig zu bewegen.
Mein Bild wurde auch zunehmend matschiger, obwohl der Himmel recht gut war, zumindest waren Sterne zu sehen, und das hatten wir seit Wochen nicht mehr. Also hab ich mal einen prüfenden Blick in Guckis Tubus geworfen. Irgendwas
hatte mich dazu animiert, vielleicht war es Alex, der seinen SC im Auto auftauen ließ. Auweiauweiauwei: Der Sekundärspiegel war zugefroren, Eisblumen everywhere! Manchmal kann einem der Ralf, oder war's Alex, den Spaß so richtig verderben. Jedenfalls funzelte einer mit einer Lampe in den Tubus und schrie auf: "Das müsst ihr Euch mal anschauen, das hab ich doch noch nie gesehen" Ich war erschrocken. Ich dachte jetzt kommt eine Schelte über dreckigen Spiegel, total schiefe Justage oder sonst irgendwas, was einem Anfänger schon mal passieren kann. Nix da: EISBLUMEN auf dem HAUPTSPIEGEL. Nicht eine, sondern viele Große! Ok, Gucki war fertig für diese Nacht, Alex SC hat sich auch nicht mehr richtig erholt und Ralf's Schmittplatte war auch zu. Nur Siggi verstand das
alles nicht. Ein winziges Eisblümchen auf dem Mak, das wars! Und das mit schnell gebastelter Tauschutzkappe aus Pappe. Irgendwie schien dieser Abend nur dazu da, dass Siggi und Aljoscha schauen können, wir nicht!
Wie so üblich bei den ARS-Leuten, endet ein Spechtelabend immer irgendwie bei den Fleischplättchenbrutzlern und Konsorten für ein verfrühtes Frühstück mit plappern bis die
Manschaft unruhig wird.
Ulli und Gucki (bekennende "fragwürdige Albireos ")
und Siggi und Aljoscha
1.KDCO
Spechtelorganisiert in der ARS: Astrotreff-Ruhrgebiet-Sauerland
vielfach kommt mir beim Lesen von Anfängerfragen zu Teleskopen, Beobachtungspülätzen etc. der Verdacht, daß die "Neuen" sich kaum vorstellen können, wie das Leben der Amateurastronomen so abläuft. Umsomehr als oft der Rat "Such die ein paar Leute und geh mal mit" gegeben wird.
Daher schreibe ich diesen Bericht aus zwei gründen: Erstens will ich unseren Anfängern wie mir mal aufzeigen, wie schön es ist, mit Freunden auf einem Acker zu spechteln und zweitens: ich bin ein Albi , und ich darf das !
Ähmmmm, dieser Bericht ist auch ein Beobachtungsbericht der ARS, zu gut deutsch, des Astrotreff-Ruhrgebiet-Sauerland (stark unterwandert von fragwürdigen Albireos). Also, was war los am Samstag, den 3. Jänner 04.
Fangen wir mal ein paar Tage früher an. Es weihnachtelt sehr, und meine Lebenspartnerin wünschte sich ein Teleskop. Also wurden Angebote verglichen und tiefgreifende Studien über die Größe betrieben. Stundenlange Internet-Recherchen, Forum-Lesungen etc. brachten als Resultat nur eines heraus: Keine Ahnung: Newton zu groß, Refraktor zu lang, Cass zu teuer, Maks zu winzig! Also bekam meine Siggi einen Gutschein, selbstgebastelt mit Astrobildern drauf, aber
richtig Gute! Immerhin habe ich eine Farbpatrone dafür verschossen. Am 29.Dezember 03, die Zeit der geschlossenen Läden ist vorbei, rief ich meinen Händler an, um ihn etwas auszuhorchen welches Gerät den für meine Siggi zu gebrauchen
wäre. Unsere Gedanken kreisten um einen Mak. "Ooch, da hab ich gerade einen 127er Mak da". Kein Federlesen gemacht, Siggi angerufen und hingefahren. Dann haben wir 1/2h gequatscht, ich mir ein OIII-Filter gekauft und wir gingen zu dritt, aber pleite, nach Hause. In unserer Begleitung ein Maksutov mit 127mm Spiegeldurchmesser der Firma Orion (US).
Während der Heimfahrt hätte ich bald ein paar Begrenzungspfosten umgemetert, man soll schließlich beim Fahren auf die Strasse blicken und nicht nach Sternen Ausschau halten. Zuhause angekommen: Wolken, soweit das Auge reicht. Also war Trockentraining angesagt, Monti aufbauen alles erklärt usw.. Dann kam der 30. Dezember mit 100% Wolkenbedeckung. Macht nichts, schauen wir halt mal so in der Landschaft rum. Also baute Siggi das Teil auf dem Balkon auf, während ich unsere Sofatiger von Fluchtgedanken abhielt. Schon beim Beobachten des roten Lichtes eines ca. 3km entfernten hohen Schornsteins fiel mir auf, dass der Mak wohl gar nicht so schlecht zu sein scheint.
Bis zum gesagten 3.Januar 04 wollten die Wolken dem Namen der Astrostation (Deep Cloud Obeservatorium) alle Ehre machen. Dann ging es irgendwie Schlag auf Schlag. In Bottrop war ein Stern zu sehen, also Alex angerufen und die
ARS-Liste aufgeteilt zum abtelefonieren. Natürlich, so knapp hinter den Feiertagen war es schwierig spechtelbereite Kollegen zu finden. Entweder hatte einer
gerade seinen SC auseinander genommen, war im Urlaub oder sonst nicht zu erreichen. Es blieben 4 Personen übrig. Siggi und ich von der 1.KDCO, Alex von der ASH sowie Ralf. Somit war die Parität hergestellt: Ich und Alex als Vertreter der "sehr fragwürdigen Gruppierung" Albireo und Ralf sowie Siggi als Vertreter der "normalen Astronomischen Menschheit".
Wir fuhren zu einem Spechtelplatz im Sauerland und bauten unsere Teleskope auf. Heinz Haber, das 9 1/2 zöllige SC von Alex stand da und glänzte auf seiner OTE in der Nacht. Gucki, ein glatter achtzöller Newton, wiegte sich vergnügt auf seiner HEQ5-UXT und Ralf schnallte seinen 6-zöller Schmidt-Newton auf eine Super Polaris als Siggi ihr neues Prachtstück auspackte. Pech gehabt Ulli, jetzt haste nur noch den guten 2.Platz in der Rangliste von Siggi! Der
127er Mak ruht in unglaublicher Stabilität auf einer EQ-5. Also, jetzt erst mal Satürnchen angucken. Als alle ihr Teleskop auf den Ringplaneten gerichtet hatten, konnten wir natürlich dem inneren Drang nicht wiederstehen und mussten
unbedingt den Saturn mal russisch anschauen. Wau, knallscharf, mit Cassini und sogar die Monde waren deutlichst im Mak zu sehen. Ich also zurück zu Gucki.
"Benimm dich Gucki und zeig mal was Du drauf hast." Aber alles Wollen hatte keinen erfolg, so knackig wie im Mak hab ich den Saturn nicht hingekriegt. Panik, ja gar Verzweiflung keimte in mir auf! Da entdeckte Alex bei mir wieder das altbekannte Zittern! "Schei..." und das sogar recht laut! Wie sich zuhause herausstellte, war der Motor der Rek-Achse schlich kaputt! Ohne Nachführung zeigte sich mein Saturen dann aber ähnlich gut, was mich wieder fröhlicher stimmte und zudem erahnen ließ, dass Gucki noch lange nicht zur Höchstform aufgelaufen ist. Alex hatte seinen Heinz Haber schon lange auskühlen lassen und
zeigte uns den Saturn mit einem 7mm Ortho. Auch Ralf hatte den Saturn sauber im Griff.
Ok, Alex, her mit dem Ortho. Ist schon ein gutes Teil das Oku, denn sowohl an meinem Newton mit 1000mm Brennweite als auch an Siggis Mak mit 1540mm Brennweite zeigte das kleine Okulärchen was Optik so alles kann. Wir haben dann noch gut eine Stunde alle Okulare ausgetauscht und ausprobiert. Das wollen wir mal wiederholen und darüber berichten. Dann wurde es aber Zeit die Götter der Teleskope zu besänftigen und die traditionelle Taufe des Mak und der Schluck aus der Pulle für das First Light waren fällig. Und wie es sich gehört durfte natürlich nur Champagner den Weg durch unsere Gurgeln finden. Der bröckelte zwar fast, so kalt war der Champus, aber geschmeckt hat er. Siggi taufte dann noch ihr Teleskop auf der Namen
Aljoscha!
So, damit wären die Formalitäten erledigt. Wie man nachher in zynischer Weise behauptet hat, hätte ich deutlich mehr Doppelsterne auflösen können als Gucki überhaupt in der Lage war zu trennen. Aber das war natürlich nur Unfug. Ein Fläschen Sekt haut den Ulli doch nicht um. Wohl aber der Juppi!
Der Gasriese kam langsam hoch genug, sodaß man, gut gepeilt durch Äste, einen Blick auf seine Hülle erhaschen konnte. Wau. Das erste mal seit über 20 Jahren wieder live in meiner Pupille! Gut konnten an allen Teleskopen das NEB
und das SEB erkannt werden. Die Monde standen schön sichtbar neben Juppi und bei längerem Beobachten waren einige wenige zusätzliche Details auf der Planetenhülle erkennbar. Mittlerweilen konnte man schon bemerken wie feucht die kalte Luft war. Eis schlug sich auf den Schmittplatten des SC und des SN nieder.
Siggis Telrad war eingefroren und Gucki glitzerte wie ein Tannenbaum. M42 im Orion war natürlich kein Problem für alle, aber die Andromeda-Galaxie konnte nur von Alex gefunden werden. Alle anderen Galaxien waren schlicht nicht
auffindbar, da eine Eisschicht in der Luft die schwachen Objekte total herausgefiltert hat. Apropos Alex. Er probierte mal wieder sein GoTo via Laptop aus und jammerte über alles Mögliche. Es wollte nicht klappen. Das Goto ruderte in der Luft rum und fand alles auf Anhieb, nur nicht das was Alex eingegeben hatte. "Pleiten, Pech und Pannen" auf der ganzen Linie, die Batterien waren nur
ein viertel voll. Zu wenig um den großen Neuneinhalbzöller richtig zu bewegen.
Mein Bild wurde auch zunehmend matschiger, obwohl der Himmel recht gut war, zumindest waren Sterne zu sehen, und das hatten wir seit Wochen nicht mehr. Also hab ich mal einen prüfenden Blick in Guckis Tubus geworfen. Irgendwas
hatte mich dazu animiert, vielleicht war es Alex, der seinen SC im Auto auftauen ließ. Auweiauweiauwei: Der Sekundärspiegel war zugefroren, Eisblumen everywhere! Manchmal kann einem der Ralf, oder war's Alex, den Spaß so richtig verderben. Jedenfalls funzelte einer mit einer Lampe in den Tubus und schrie auf: "Das müsst ihr Euch mal anschauen, das hab ich doch noch nie gesehen" Ich war erschrocken. Ich dachte jetzt kommt eine Schelte über dreckigen Spiegel, total schiefe Justage oder sonst irgendwas, was einem Anfänger schon mal passieren kann. Nix da: EISBLUMEN auf dem HAUPTSPIEGEL. Nicht eine, sondern viele Große! Ok, Gucki war fertig für diese Nacht, Alex SC hat sich auch nicht mehr richtig erholt und Ralf's Schmittplatte war auch zu. Nur Siggi verstand das
alles nicht. Ein winziges Eisblümchen auf dem Mak, das wars! Und das mit schnell gebastelter Tauschutzkappe aus Pappe. Irgendwie schien dieser Abend nur dazu da, dass Siggi und Aljoscha schauen können, wir nicht!
Wie so üblich bei den ARS-Leuten, endet ein Spechtelabend immer irgendwie bei den Fleischplättchenbrutzlern und Konsorten für ein verfrühtes Frühstück mit plappern bis die
Manschaft unruhig wird.
Ulli und Gucki (bekennende "fragwürdige Albireos ")
und Siggi und Aljoscha
1.KDCO
Spechtelorganisiert in der ARS: Astrotreff-Ruhrgebiet-Sauerland