Die ersten drei Okulare...

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marco*

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... sind die schwersten.

Hallo.
Ich bin noch dabei meine Ausrüstung zusammen zu stellen. Ich möchte visuell beobachten. Mit einem Skywatcher 200/ 1000, montiert auf einer Vixen GPD2, auf einem kurzen Berlebach Planet.
Damit mich nicht gleich die "Upgraderitis" packt, versuche ich in eine solide Ausrüstung mit Luft nach oben zu investieren.
Für die erste Okularbestellung dachte ich an folgende Okulare. Vielleicht schaut einer von Euch alten Hasen mal drüber und gibt mir einen Wink, falls ich da etwas besser machen kann:

-Als Übersichtsokular ein Explore scientific 30mm 82Grad
-Grosse Vergrösserung TeleVue Nagler 5mm 82Gradg
-Als 2mm Austrittspupille ein TeleVue Delite 11mm 62Grad

Ich bin Brillenträger, kann aber ohne Brille beobachten. Trotzdem mag ich es nicht, wenn jeder Wimpernschlag am Okular anschlägt. Beim Übersichtsokular und bei der grossen Vergrösserung finde ich ein weites Gesichtsfeld wichtig, daher das ES und TeleVue Nagler. Für alles dazwischen möchte ich später TeleVue Delite anschaffen, die es mir sehr angetan haben.

Marco.
 
Hi Marco,
nun mit dem Übersichtsokular dem 30 mm ES machst Du m.E. vom Ansatz her nichts verkehrt.
Wenn Du keinen zu hellen Himmel hast, einen Himmel der nicht für die AP geeignet ist, paßt es.
Bei hellem Himmel kann 6 mm zu viel sein weil der Hintergrund dann zu hell wird.
Wenn Du vom Einblick her keine besonderen Eigenheiten hast, denke ich besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Du damit Spaß hast und gut klar kommst.
Ich habe es auch, beobachte auch ohne Brille und habe bisher auch von Mitbeobachtern keine negative Rückmeldung erhalten.

Mit den anderen beiden, frage ich mich auf welcher Basis genau diese beiden gewählt wurden.
Hast Du die Okulare schon mal probiert? Gerade das Delite mit dem kleinen Feld wäre für mich keine Wahl. Und die Nagler T6 sind mit den kurzen Brennweiten nicht soooo komfortabel in Sachen Augenabstand.

In der Preisrange in der Du Dich bewegst, wären für mich die schwarzen XWA ( die mit den Labeln TS, APM Lunt HDC, Skywatcher Myriad ) allererste Wahl. Und dort das 13 er und das 5 er. Und gerne auch das 9 er gleich dazu. Beide bieten viel mehr Feld, haben einen Einblick der selten Probleme macht, soweit ich das miterlebe und am Ende sind sie sogar preiswerter.
CS
 
Hallo Marco,
ich habe mein Teleskop auch noch nicht lange und stand vor der gleichen Frage.

Als Übersichtsokular habe ich ein 31mm - für den Rest und zum ausprobieren ein Baader Mark IV mit 2,25 Barlow.
Ich weiß der Blickwinkel ist eingeschränkt und Einzelokulare sind leistungsfähiger, die alten Hasen werden vielleicht den
Kopf schütteln, mir reicht es aktuell mehr als aus. Und der Okularwechsel im Dunkeln wird durch einen Dreh am Zoom erledigt.

VG Andreas
 
Ähnlich wie Antares sehe ich die genannten XWA Okulare als gute Wahl. Allerdings ist die Fokuslage sehr weit innen. Als weitere Alternative (ohne jedoch selbst getestet zu haben) kommen vielleicht noch die neuen ES 82° LER Okulare in Frage. Vielleicht mal drüber schlau machen...

Gruß Horst
 
Hallo Marco,

ich denke das 30mm ES ist eigentlich eine gute Wahl. Die AP-Bedenken teile ich zwar, aber auch unter schlechtem Himmel ist die große AP von Vorteil, wenn man Filter nutzt, um Emissionsnebel zu Beobachten. Das ist also eine Frage der Perspektive: Wenn Dein Himmel zunächst allermeistens aufgehellt ist, dann wäre es besser, die AP deutlich zu reduzieren und die 30mm Anschaffung für später anzudenken. Eine gute Alternative ist in dem Fall das 20mm Lunt/APM Hdc 100°, das es auch praktisch baugleich noch von anderen Marken gibt (gilt aber gerade bei f/5 nicht für jedes 20mm mit 100°, sondern es gibt ein, zwei Labels wo 20mm 100° bis auf die Beschriftung gleich ausschauen). Das 20mm hat aus der Stadt sicher nutzbare 4mm AP und bietet dafür noch einen ziemlich großen Himmelsausschnitt (ca. 34mm Feldblende gegen 43mm beim ES 30mm 82°).
Dann finde ich aber ein 5mm mit 82° und ein 11mm mit 62° und das verwundert mich, denn ich meine, dass man bei 11mm noch viel eher an einem großen Himmelsausschnitt interessiert sein sollte, als beim 5mm, das ja naturgemäß eher für kleine Objekte zum Einsatz kommt. Es wäre also viel interessanter, ein 82° Okular um 11mm anzuschaffen und bei 5mm auf ein DeLite zurückzugreifen. Netter Weise bietet sich das ES 12mm LER 92° zum Vergleichbaren Preis an und wenn das Teleskop mit dem ES 30mm 82° klar kommt, dann wird auch das nochmal schwerere 12mm noch gehen.

Clear Skies
Sven
 
Guten Abend.
Wow. Soviele Tipps, Anmerkungen und Anregungen. Herzlichen Dank an Euch für Eure Mühe, Euren fachlichen Rat und dafür, mich an Euren Erfahrungen so teilhaben zu lassen!

Ich werde mir die von Euch genannten Alternativen genauer anschauen und dann die Karten neu mischen.

Ich möchte nur noch kurz die Aspekte darlegen, die mich zu meiner ersten Auswahl gebracht haben.
Gleich vorweg: Meine Vorentscheidung war nur durch theoretische Überlegungen erfolgt, da mir jegliche aktuelle Praxis fehlt. Bei einem Bekannten habe ich mal durch eine Reihe TeleVues sehen dürfen, was mir sehr gefallen hat.

Warum zuerst 30, 5 und 11mm? Ich dachte, ich decke erstmal die grösste und die kleinste Vergrösserung ab und nehme noch ein 11mm für allgemeinere Aufgaben dazu. Erstmal. Mit dem Teleskop wird noch ein 25mm (von bestimmt bescheidener Qualität) geliefert. So hätte ich beim ersten Ausprobieren ein 30, 25, 11 und ein 5mm gehabt. Und hätte das handling (Augenabstand) von Nagler und DeLite vergleichen können.

Warum ein 5mm 82Grad und dann ein 11mm mit nur 62Grad? Nun, ich las irgendwo, es wäre sinnvoll, bei der grössten Vergrösserung auf ein weites Gesichtsfeld zu achten, damit sich bewegende Objekte nicht so schnell aus dem Gesichtsfeld wandern.
Und, hey, 62Grad ist wenig? Ich merke schon, 62 Grad sind hier die neuen 40 ;-)
Das ich dann bei 11mm vom Nagler zum DeLite gegangen bin, war eine Kostenfrage. Die Nagler haben ein grösseres Gesichtsfeld bei schlechterem Augenabstand. DeLite kleineres Blickfeld, grösserer Augenabstand und vor allem: kosten nicht ganz so viel wie ein Nagler.

Ich werde wohl mit der Zeit gehen und bei allen Okularen auf ein höheres Gesichtsfeld achten.

Einen Gedanken hatte ich noch: Ich wollte mich auf 2, vielleicht 3 gute Hersteller beschränken und nicht zu wild mixen.

Danke nochmal an Euch alle für die Hilfe, Daumen hoch!

Marco.

PS: Morgen gehe ich zu einem offenen Treffen des lokalen Astronomischen Vereins. Die sind recht engagiert und da wird es bestimmt in Zukunft auch die eine oder andere Gelegenheit geben, mal durch "fremdes Glas" zu schauen.
 
Ich versuche auch immer viel zu planen, aber die praktischen Erfahrungen sind dann oft anders. Für mich ist z.B. Augenabstand das Wichtigste. Ich hatte aber auch schon ein Okular, wo alles für mich gestimmt hat, aber es war mir einfach zu schwer. Ansonsten versuche ich Freude zu haben und nicht dem Wettrüsten zu verfallen.

Viele Grüße
Spunti
 
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