Die Fotomaschine. 82/300 Dobson mit Raspberry Pi Kamera

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burli70

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Hi,
da ich gern bastle möchte ich ein kleines Projekt starten. Ich habe ein Meade 82/300 Dobson Teleskop, das ich gebraucht gekauft habe.

Ich möchte das Teleskop einfach auf eine äquatoriale Platte stellen und die Grundplatte mit einem Friction Antrieb bewegen. Sollte das nicht funktionieren hätte ich auch noch andere Optionen. Die Neigung des Teleskops soll auch motorisiert werden.

Statt des Fangspiegels will ich direkt in den Brennpunkt des Spiegels eine Raspberry Pi Kamera montieren. Ob das Sinn ergibt weiß ich noch nicht, sollte aber eigentlich gehen. Oder ist der Sensor zu klein?

Die gesamte Einheit soll von einem Raspberry Pi gesteuert werden und die Bilder per WLAN direkt im Netzwerk landen.

So weit, so gut. Da ich noch nicht mit einer Raspberry Pi Kamera gearbeitet habe hätte ich eine Frage: kann man vom Raspberry Pi aus Langzeitaufnahmen machen?

Und die zweite Frage: gibt es eine Software für den Raspberry Pi, die mir die Bewegung von Sternen und Planeten berechnet? Idealerweise sollte das Teleskop autonom arbeiten können. Ich möchte nur vorgeben, welches Ziel aufgenommen werden soll

Die Ansteuerung der Schrittmotoren bekomme ich hin. Die Programmierung selbst ist auch kein Problem. Ich bräuchte nur etwas Hilfe bei den astronomischen Berechnungen.

Ich weiß nicht, ob das Projekt sinnvoll ist, aber darum geht es nicht. Ich möchte dabei etwas lernen und wenn noch ein paar gute Fotos dabei heraus kommen umso besser.

zB sollen für Serienaufnahmen auch sogenannte Flats aufgenommen werden. Ich weiß noch nicht, wofür die gut sind, aber das müsste ich dann zB berücksichtigen.

Was muss ich noch Bedenken, woran ich noch nicht gedacht habe?

Viele Grüße
Markus
 
Hallo,
aufgrund der Bauform würde ich vielleicht dies Kamera wählen

Spy Camera für Raspberry Pi

Die ist klein und hat ein schmale langes Kabel. Damit müsste ich nicht die normalen Kameras zerlegen und neu zusammenfummeln. Normalerweise sitzt der Kamerachip ja auf einer Platine, die deutlich größer ist als das Kameramodul selbst, was ich aufgrund der hohen Obstruktion natürlich vermeiden möchte wie zB bei diesem Modul

Raspberry Pi Kameramodul, 5 MP | Pollin.de

So weit ich weiß kann man bei diesen Kameras das Objektiv einfach abschrauben und man kommt direkt an den Sensor. Ich weiß nur nicht, ob das Öffnungsverhältnis und die Chipgröße halbwegs zusammenpassen.

Auf meine Suche habe ich ein ähnliches Projekt gefunden, nur mit einem größeren Teleskop. Machbar ist es also

PiKon

Und eventuell verwende ich ja doch Stellarium zur Steuerung

Stellarium control of my self-made motorized PiKON telescope base

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Heiko,
Das scheint mir auch so ähnlich zu sein wie das, was Du machen möchtest.
ja, so ähnlich. Aber da wird für die Kamera der Okularauszug genutzt und das Teleskop steht auf einer azimutalen, Dobson ähnlichen Montierung

Ich weiß noch nicht genau, ob ich von meinem Teleskop nur den Tubus verwende und eine eigene Montierung baue oder ob ich die vorhandene Montierung verwende und eben auf eine äquartoriale Plattform stelle. Jedenfalls möchte ich eine äquatoriale Montierung, um Langzeitaufnahmen von wenigstens ein paar Minuten machen zu können.

Was interessant ist ist das OpenCV Tracking und das real time stacking. Aber erstmal muss die Steuerung laufen.
 
Hallo Markus,

ich wünsche Dir viel Erfolg. Aber das mit der Kamera im Brennpunkt müßte funktionieren.
Das habe ich auch mal probiert:

full.jpg


Obstruktionen bis über 50% kann man fotografisch einfach durch mehr Belichtungszeit kompensieren. Viel mehr würde ich aber nicht erlauben.

Gruß

*entfernt*
 
Hab jetzt mal zwei von den Kameras bestellt. RaspPi 2 hab ich noch hier liegen. Erstmal ausprobieren und rumspielen, bevor ich mehr kaufe.

Deine Kamera ist schon ein ziemlicher Prügel. Mein Teleskop ist halt relativ klein. Deshalb muss ich auch eine kleine Kamera verwenden. Ansonsten wirds zappenduster
 
So groß ist das gar nicht. Das Teleskop hat einen 114 mm statt 82 mm Spiegel und der Helical-OAZ hat ca. 42mm-Durchmesser. Bei dem Raspberry-Kameramodul müßtest Du ein 2cm Flachbandkabel quer durchs Gesichtfeld führen. Das erzeugt bestimmt unschöne Diffraktionsmuster, es sei denn Du schaffst es das genau hochkant rauszuführen oder durch ein dünnes Kabel zu ersetzen. Bei mir sind das Kabel und die Streben eigentlich auch zu dick.

Gruß

*entfernt*
 
Das Kabel muss natürlich hochkant raus geführt werden.

Ich muss als erstes heraus finden, wo der Kamerachip überhaupt sitzen müsste, damit er im Fokus ist. Ich kann im Moment noch nicht einmal sagen, ob der Chip noch im Tubus sitzen würde oder außerhalb. Wenn ich das weiß mache ich mir Gedanken über Befestigung, Kabelführung usw.

In der Zwischenzeit zerlege ich mal das Teleskop ;)

Viele Grüße
Markus
 
Noch zu Langzeitaufnahmen: Diese billigen Kameramodule sind eigentlich meist nichts anderes als Webcams mit Onboard-Komprimierung, die über den Windows uvc-Treiber angesteuert werden. Die haben meist keine gute Qualität und Deep-Sky ist wegen fehlender Langzeitbelichtung dann nicht möglich. Ich kann es bei Deinen Kameras nicht beschwören, aber ich denke, ich weise mal darauf hin, wenn Dir auch eine akzeptable Bildqualität wichtig ist. Ich bin damit auch schon reingefallen.

*entfernt*
 
Mir ist klar, dass ich damit keine High End Bilder zustande bekommen werde. Es geht hier eher um den Lerneffekt. Ob ich mit so einer Kamera viel mehr als den Mond fotografieren kann weiß ich nicht

Ich habe gerade mal eine Webcam geopfert für ein "First Light". Wie mir scheint fehlt hier der IR Sperrfilter. Jedenfalls sehen die Bilder sehr merkwürdig aus. Mir ist beim Auseinanderbau etwas runter gefallen, was ich noch nicht gefunden habe. Vielleicht eine Filterscheibe.

Jedenfalls habe ich festgestellt, dass der Chip vor dem Tubus sitzt. Zumindest für relativ nahe Aufnahmen
 
Jedenfalls habe ich festgestellt, dass der Chip vor dem Tubus sitzt. Zumindest für relativ nahe Aufnahmen
Klingt jetzt für eine Unbegabte wie mich erst mal logisch: die Zentimeter vom Fangspiegel zum Ende des Okularauszugs gehören zum Lichtweg des Hauptspiegels dazu, nicht wahr? Um so viele Zentimeter weiter weg müsste dann auch die Webcam in den Unendlichfokus kommen. Vll g ibt's heute nacht einen Stern am Wolkenhimmel und Du kannst den Abstand Fangspiegel-OAZ/Okular ausmessern? Oder ist der FS jetzt schon im Müll?
 
Gefunden! Astroberry heisst es. Aber bisher nur auf Pi3 (nicht auf 2 und noch nicht auf 3B). Astroberry Server
Passt also gar nicht auf Dein Projekt. Scheinbar :D Aber indilib hat gute Astroanwendungen f Linux. Teils free teils $$. Ich hab seit gestern kostenfrei indi kstar zu laufen, Planetariumsoftware, steuert auch mein neues iOptron Mount.
Hier ist ne Hardwareübersicht, die man mit indilib steuern kann HARDWARE – Distro Astro
 
Super Input, danke. Heute Abend werde ich aber den Sternenhimmel nutzen, um mein Hauptteleskop endlich mal zu benutzen.
 
Wie es scheint ist die maximal mögliche Belichtungszeit 6 Sekunden. Das schränkt die Möglichkeiten natürlich ein.

Da ich sowieso nicht vor hatte, neue Entdeckungen im Deep Sky damit zu machen, kann ich erstmal damit leben.

Aufgrund der Größe des Teleskops wird kaum mehr als der Mond und vielleicht die Milchstraße drin sein. Aber es geht ja hauptsächlich darum, Erfahrungen zu sammeln.

Vielleicht baue ich, auch wenn es nicht nötig wäre, eine eigene Montierung. Aber erstmal ist der Tubus mit der Sensorbefestigung dran, wenn die Bestellung da ist.

Bis dahin: clear sky
Markus
 
Die Kamera ist da. Wirklich SEHR klein. Keine Ahnung, ob das funktioniert oder etwas taugt.

Jedenfalls kann ich da die Obstruktion vernachlässigen

IMG_20181103_150041.jpg
 
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