Die Leoniden in Teneriffa

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Thomas_Pfleger

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Samstag, der 16.11.2002. Es ist 3:00 – mein Wecker klingelt. Brutal, aber es geht mit meinen Bonner Sternfreunden nach Teneriffa und das habe ich ja schließlich selbst so gewollt. Also raus aus den Federn! Schon kurz nach halb fünf treffe ich mich mit Paul Hombach in St. Augustin und als uns die verschlafene Taxifahrerin am Bonner Hbf absetzt, stehen da noch ein sehr müder Georg Dittie und ein sehr müder Daniel Fischer.

Kurz nach 8:00 startet dann unser Flieger von Düsseldorf aus und mittags (die Kanaren benutzen derzeit die UT) erinnert uns die Wärme Teneriffas an das, was einen Sommer ausmacht ;-)

Unseren kleinen Opel Corsa zu beladen wird etwas schwierig. Doch wenig später ächzt der Wagen unter dem Gewicht vier gestandener Beobachter und ihrer umfangreichen Ausrüstung die vielen Serpentinen den Canadas del Teide entgegen. Nach der Fahrt durch an den Berghängen abregnende Wolken durchbrechen wir endlich deren Obergrenze und darüber spannt sich ein makelloser, tief dunkelblauer Himmel über der atemberaubenden Landschaft der Canadas. Meinen drei Freunden strahlt die Begeisterung aus den Gesichtern und wir würdigen den genius loci mit einem ausführlichen Fotostopp am Rand eines quadratkilometergroßen Lavafeldes.

Nachdem wir unser Gepäck im Parador, dem freundlichen Hotel in der Caldera auf dem Dach von Teneriffa, abgestellt haben, unternehmen wir einen ersten Erkundungstrip. Aha – die Seilbahn zum Teide fährt! Das ist wegen des häufigen starken Windes nicht alltäglich, und als ich vor Jahren mit meiner Familie mal hier war, war genau das der Fall.

In weiser Voraussicht packen wir schon einen Teil der warmen Beobachterklamotten mit ein und besteigen die Seilbahn. In 3500 m Höhe ist die Fernsicht spektakulär! Ein schneidend kalter Wind treibt die unbedachten Touristen in kurzen Hosen und T-Shirt schnell wieder dem Schutz der Bergstation entgegen, aber wir nutzen die Stunde bis zur Talfahrt für einen kleinen Spaziergang und filmen und fotografieren fleißig.

Das sollte auch in den beiden folgenden Tagen eine unserer Hauptbeschäftigungen bleiben, denn die Vielfalt der Landschaften, der Vegetation und die ständigen Wechsel von Licht und Wolken bescheren fast auf Schritt und Tritt tolle Motive. Hier die Faszination der Insel zu beschreiben fehlt mir die Zeit, aber meine Begleiter sind ihr schnell erlegen und ich freue mich darüber, das Orotava-Tal, die Punta Fano mit ihrer irrwitzigen Zufahrtsstrecke oder die kilometertiefe Masca-Schlucht wieder zu besuchen. Die Erlebnisdichte ist extrem und die Heimat schnell vergessen. Schon am Sonntag fällt es schwer sich vorzustellen, vorgestern noch in Deutschland gewesen zu sein...

Der Montag vergeht mit herrlichem Wetter. Blauer Himmel, dicke Cumulanten tief unter uns im Tal. Im goldenen Abendlicht sehen wir vom Observatorium in Izana aus auf das Wolkenmeer hinaus. Beim Sonnenuntergang ist ganz klar der Schatten des Teide zu erkennen, der sich dreieckig über dem heraufziehenden Erdschatten abhebt. Wie im Lehrbuch der atmosphärischen Optik auf Bildtafel 36. Die weißen Schutzbauten der zahlreichen Teleskope lassen wir dann in der Dämmerung hinter uns und bereiten uns auf die Nacht des Leonidenmaximums vor. Bei mir besteht die Vorbereitung hauptsächlich in einem leckeren Abendessen und dem Zurechtlegen der warmen Klamotten. Bis auf meine kanadischen Winterstiefel habe ich das volle Programm dabei und das war auch kein Fehler.

Und kurz nach Mitternacht stehen wir nach zwei Stunden unruhigem Schlaf schon wieder auf und wollen nicht versäumen, die ersten Earthgrazer zu sehen. Tatsächlich gibt es ein großes Hallo unter den ca. zwanzig Beobachtern, die sich auf der Terrasse des Parador versammelt haben, als das erste Meteor um ca. 0:35 vom noch unter dem Horizont stehenden Radianten aus senkrecht nach oben zieht. Aber: es bleibt erst einmal auffallend ruhig. Unsere letztjährigen „Koreaner“ erzählen von kontinuierlich ansteigender Aktivität, aber davon ist erst einmal nichts zu sehen. Ja, schon immer wieder mal Schnuppen, aber die ebenfalls aktiven Tauriden ziehen gut mit. Ist das etwa alles ??

Ein Stunde später erkennen wir ein Wolkenband, das langsam aber unaufhaltsam von Nordwesten her heranzieht. Die Kraterwälle der Teide-Caldera sind nicht hoch genug für die Cirren und so steigt unsere Besorgnis immer mehr, je näher die Wolken rücken. Bald sind nur noch kleine Lücken frei und allenfalls der Jupiter mag sich noch erfolgreich vor dem Verschluckungstod wehren. Murphy hat uns mal wieder erwischt! Das Maximum findet ohne direkten Sichtkontakt statt – die ersten Beobachter ziehen enttäuscht in Richtung Bett ab und bald harren nur noch wenige Aufrechte auf der Terrasse aus, während es sich immer weiter zuzieht. Wie zum Hohn blitzt eine wohl –6 mag helle Schnuppe durch die Wolken und lässt vermuten, dass da oben gerade die Post abgeht.Schöne Bescherung. Ungerecht. Mies. Gemein. Sch....

Aber nicht hoffnungslos: endlich tut sich nach dem Maximum um etwa 4:20 wieder was mit den Wolken! Ich liege auf dem Boden und schaue den ziehenden Wolken nach. Durch die Lücken fliegen die Sternschnuppen in opulenter Anzahl, aber wir können uns nicht vorstellen, dass wir da einen spektakülären Sturm verpassen: trotz der dem Vollmond abgetrotzten Grenzgröße von 5,3 mag und der kleinen freien Himmelfläche sollte einfach mehr zu sehen sein. Endlich wendet sich das Blatt – die Wolken ziehen langsam aber stetig wieder ab. Wären sie doch nur zwei Stunden früher gekommen und gegangen, aber Astronomie ist halt nix für Leute mit zu hohen Erwartungen oder schwachen Nerven.
Wir hatten feierlich gelobt, höchstens beim Einbrechen von Schneefall aufzugeben und werden nun für diese Entschlossenheit mit dem doppelten Trostpreis belohnt: die Erde sollte noch zwei alte dust trails peripher durchfliegen und tatsächlich verzeichnen wir um 5:00 und um 6:30 zeitweise sehr starke Aktivität: viele helle Schnuppen, alle paar Sekunden kommt was. Die ZHR mag bei 300 gelegen haben. Als ehemals viel aktiverer Meteorbeobachter hatte ich solch hohe Aktivität vorher noch nie gesehen! Ein Bolide mit sicherlich –10 mag oder sogar noch mehr taucht die Canadas in ein blauweißes Licht, bevor seine Leuchtspur an sein Verglühen erinnert. Die Höhenwinde verzerren die angeregten Gase schon nach wenigen Sekunden und selbst im Feldstecher ist nach zwei Minuten nichts mehr zu sehen. Vergangene Jahre hatten wesentlich mehr solcher persistent trains gebracht - auch in dieser Hinsicht sind die Leos 2002 glatt durchgefallen.
Kurz nach 6:00 beginnt es zu dämmern noch immer fliegen die Schnuppen in sicher noch fünf Exemplaren pro Minute in den dunkelblauen Himmel hinein. Orion neigt sich schon dem Untergang entgegen – tief unten am Horizont war Canopus über den gezackten Bergen der Caldera zu sehen. Unser Hausberg, die Montana Guajara, verdeckt dann zunächst den Morgenstern, bis endlich die Venus im größten Glanz wie ein Spotscheinwerfer über den Horizont tritt. Da es schon ziemlich hell geworden ist und kaum noch Schnuppen zu sehen sind, trotte ich um 7:30 müde zum Bett. Nach drei Stunden Schlaf geht’s aber wieder weiter: Teneriffa ist zum Verschlafen viel zu schön und die Guajara muss noch erstiegen werden. Von unserem 2713 m hohen Hausberg haben wir einen gewaltigen Ausblick über die Caldera, die Lavaflüsse des Teide, nach Izana hinüber und bis zu den Nachbarinseln Gomera, La Palma und sogar Lanzarote.
Unser letzter Urlaubstag steht dann leider ganz im Zeichen der Rückreise – aber wir gehen alle davon aus, dass das gestern nicht die letzte Heimkehr aus Teneriffa gewesen sein wird.

Clear skies,
Tom
 
Was soll man nur machen ...

... wenn einen die Wolken selbst auf die Kanaren folgen ?

Hi Thomas,


schade, Euer Pech mit dem Wetter. Aber immerhin habt Ihr etwas gesehen. Bei mir in Esh Winning (Nordengland) war nicht mal die Stelle am Himmel heller, wo der Mond stand. Also ab ins Bett. 2 Tage spaeter erfahre ich dann, dass drei Sternfreunde 30 km entfernt Glueck hatten, ja sogar was auf Video aufzeichneten ! Ich glaub langsam die Einheimischen haben es im Rahmen der Evolution gelernt, durch Wolken zu gucken ...

Da lob ich mir Deep-Sky, denn Galaxien laufen nicht weg !

 
Re: Was soll man nur machen ...

Hallo Jürgen!

Ist schon bitter mit dem Wetter. Eines darf man halt nicht vergessen: es gibt keine Wettergarantien - keinerzeit, nirgendwo! Man ist sehr gut beraten, sich nicht nur für Astronomie zu interessieren. Mir tun die Hardcore-Freaks immer leid, wenn ihre hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllt wurden. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Jetzt nach den Leoniden steht für mich in den nächsten Jahren kein unwiederbringliches Astro-Event mehr an und ich werde mich wieder ganz relaxt dem Deep Sky zuwenden - Galaxien laufen nun wirklich nicht weg und das ist gut so. Wetterfrust zu schieben ist einfach uncool <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Auch mit der für mich nicht nur verregneten, sondern sogar verdonnerten und verhagelten 99er SoFi bin ich gut fertiggeworden - man darf eigentlich nie von Erfolg ausgehen und freut sich dann eben um so mehr, wenn es doch mal klappt. Erfolgsdruck gibt's im "echten Leben" ja schon genug, da muss ich ja nicht auch noch mein Hobby damit belasten. Du kennst mich ja...

Trotzdem: clear skies!
Tom
 
Re: Was soll man nur machen ...

Hey Tom

Vielen Dank für den ausführlichen, bildlichen Reise- und Leonidenbericht. Mir geht es jetzt nach einem Tag des Grollens auch wieder besser, auch dank Euren schönen Beschreibungen und (leider halt auch) Leidensberichten.
Es gibt halt nur ein Miterleben der Natur für uns, egal was man tut oder tun will.

Grüsse
Greuti
 
Wetterfrust und innere Einstellung

Hallo Greuti!

Das ist gut gesagt: man kann die Gegenwart eben nur einmal erleben. Weniger philosophisch lege ich das für mich persönlich so aus: bzgl. Beobachtung habe ich mir einfach abgewöhnt, irgendwas zu erwarten. Wenn es endlich mal klar wird, packe ich den Dobson ins Auto und fahre spechteln. Früher habe ich immer reihenweise herumtelefoniert, um Mitbeobachter zu haben. Irgendwann war ich es leid, mir nur Absagen anzuhören: Wenn man die Chance des klaren Himmels nicht nutzt, dann ist man selber schuld! Und damit Du dann schneller am Drücker bist, ist es günstig, eine möglichst technisch unkomplizierte, einfache Ausrüstung zu haben. Deshalb habe ich mich vor Jahren gegen die bildenden Zünfte entschieden und beobachte fast ausschließlich visuell. Wenn's dann endlich mal klar ist, will ich mich nicht von leeren Akkus, kalten Lötstellen oder vergessenen Kabeln vom Spaß abhalten lassen. Dafür habe ich dann nichts vorzuzeigen, aber mein eigenes Erleben genügt mir. Je weniger Technik dazu erforderlich ist, desto besser.

Wer sich auf "Technik" einlässt und keine feste Aufstellungsmöglichkeit für seinen Krempel hat, der muss schon eine gewisse Leidensfähigkeit an den Tag legen. Mir reichts mit Familie und Job aber schon - da braucht das Hobby nicht auch noch Stress bringen.

Clear skies (kommen auch mal wieder),
Tom
 
Hi Tom und alle anderen,
da ich meinen Beobachtungsstandort gewissermassen in Deiner Nachbarschaft hatte, auf dem
Parkplatz Los Roques de Garcia, muss ich Deinen Bericht leider bestätigen.
Ich hatte mich bereits am Mittag von Puerto de la Cruz in die Canadas aufgemacht, mir auf der
Suche nach einen Standort erstmal den Izana angesehen, und dann zu den Los Roques und dem
Parador gefahren.
Ich entschied mich dann am Los Roques zu bleiben. Nachdem die Sonne sich von dem tiefblauen
Himmel hinter der Kraterwand verabschiedet hatte, und die ersten Sterne herauskamen
(das Sommerdreieck in ungewohnter Höhe), stieg langsam meine Stimmung.
Zu der Zeit war noch relativ wenig los auf dem Platz. Ab und zu kam mal ein Auto vorbei drehte
eine Runde, und verschwand wieder. andere bleiben stehen, und es war offensichtlich, dass die
Insassen auch auf die Leoniden warteten. Der Platz und die Zufahrtsstrasse füllte sich langsam,
und es wurde jetzt ziemlich unruhig. Aber ich war noch guter Dinge. Gegen Mitternacht
nahm allerdings der Verkehr und damit die Unruhe dramatisch zu. Aus jeder Ecke des Platzes
und der Strasse wurde man beschallt, mit Fotoapparaten wurde rumgeblitzt, und bis die
Autofahrer auf die Idee kamen ihr Licht auszumachen verging auch immer ne Weile.
Meine Stimmung sank.
Sie wurde allerdings mit der Zunahme der Leonidenaktivität wieder etwas besser, um gleich darauf
wieder abzusicnken, nachdem ich den Aufzug der Bewölkung von Nordwesten her bemerkt hatte.
Diese reichte gegen 2h bereits bis zum Zenith. Ich schätzte die Geschwindigkeit der Wolken,
und fand, dass sie noch vor dem Maximum den Himmel ganz bedeckt haben werden. Dies trat
dann auch gegen 3h ein. Schluss, Aus, Schicht, tiefe Enttäuschung.
So langsam verdrückte sich das Patyvolk, und es wurde ruhiger. Ich nutzte die Gelegenheit um
mal nch den drei Japanern zu sehen, die sich mit ihren Gerätschaften hinter den Felsen am
Parkplatz postiert hatten. Sie waren übrigens auch im Parador einquartiert.
Natürlich waren auch sie tief enttäuscht. Wir unterhielten uns ne Weile und erkundigte mich
natürlich nach ihren Geräten, die sie dabeihatten: Die Palette reichte von normalen
Spiegelreflexkameras über Camcordern und Viedeokamera mit Bildverstärker bis hin zu noch
einer Videokamera mit Bildverstärker, die hinter einem Gittervorsatz sass, ähnlich einer
Objektivprismenkamera, also eine Objektivgitterkamera, mit einem Bildwinkel von etwa 30°.
Wie wir uns so unterhielten, wurde die Wolkenschicht allmählich dünner, und im NW taten
sich die ersten kleinen Lücken auf. Ziemlich genau um 3:55h bekam man dann mit, dass
"da oben" gerade "die Post abging". Schnell wurden wieder die Beobachtungspositionen
wieder eingenommen. Durch die dünner werdende Wolkenschicht sah man die helleren Brocken
hindurscheinen, weniger helle tauchten jetzt in den zunehmend grösser werdenden Wolkenlücken auf.
Die Aktivitätsrate sank jetzt zwar drastisch ab, allerdings war sie noch weit höher, als alles was
ich bisher erlebt hatte.
Bis 5h war der Himmel bis auf den SO schon fast wieder frei, im Osten stieg gerade die Venus
über den Kraterrand. Kurz vor 6h beschloss ich dann, mich wieder auf den langen Rückweg zu machen.
Gegen 7h im Hotel angekommen, naschte ich erstmal was vom Frühstückbuffet, um mich danach
aufs Ohr zu hauen. Die mir noch verbleibende Urlaubstage nutze ich mit ausgedehnten Wanderungen
in der herrlichen Natur Teneriffas. Natürlich fuhr ich auch auf den Teide (Runter gings dann allerdings
zu Fuss).

Viele Grüsse
Thomas
 
Bericht von der Nachbarinsel La Palma

Hallo Sternschnuppenfreunde,
ich habe die Leoniden von der Nachbarinsel La Palma aus beobachtet, und
hatte mir eigentlich schlechtere Chancen als von Teneriffa ausgerechnet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" /> .
Doch ich hatte ziemliches Glück. In La Palma war es bis ca. 2 Uhr UT absolut
bedeckt, nachdem es die Tage zurvor eigentlich gut war (bis auf einmal Regen).
Aber pünktlich um 3 Uhr UT war alles frei und konnte gut beobachten. Für die die
sich auskennen, ich habe mir einen Beobachungsplatz in Las Manchas, im Wolkenschatten
des Roques los. M. und der Cumbra Nueva ausgesucht. Insgesamt konnte ich 300 Leoniden
mit meinem Handzähler registrieren, ich habe allerdings nebenbei die Kamera bedienen müssen.
Mir sind einige gute Bilder gelungen.

siehe Starhopper Homepage (zu Astro gehen)

Viele Grüße Thomas
 
Re: Bericht von der Nachbarinsel La Palma

Hallo Thomas,
da hattste aber wirklich Glück. Ursprünglich wollte ich auch nach La Palma,
hatte aber kurzfristig anders entschieden, weil mein dortiges Quartier belegt war.
Allerdings hätte Dir der Wolkenschatten der Cumbre wenig genützt, weil
a, das Wetter daunten zu der Zeit aus NW kam, und
b, die Bewölkung in sehr grosser Höhe war (Altocirrus?), auf jeden Fall höher als der Teide,
und so hoch ist die Cumbre ja bei weitem nicht.
Viele Grüsse,
Thomas (einer der vielen Thomasse)
 
Re: Bericht von der Nachbarinsel La Palma

Hallo Thomas!

La Palma ist toll, dahin haben meine Frau und ich unsere Hochzeitsreise gemacht. Kaum gerade, asphaltierte Straßen, weite Wälder und einsame Wanderwege. Die Caldera de Taburiente mit ihren Steilhängen - überall schöne Motive. Und der Tunnel nach Los Llanos, wo auf der einen Seite Regen und auf der anderen Sonnenschein anzutreffen waren.

Allerdings ist die Bewegungsfreiheit auch recht eingeschränkt, und wenn oben Wolken sind, ist wie auf TF nix mehr zu machen. Und die "Leonidenwolken" waren viel zu hoch - auch auf dem Gipfel des Teide wäre man noch darunter geblieben.

Toll, dass Du Erfolg hattest, das freut mich für Dich! Wie damals bei der 99er SoFi haben Erfolg und Frust wohl auch diesmal eng beeinander gelegen. Wobei *ich* überhaupt nicht frustriert bin - ich hätte mich nur in den Hintern beissen können, wenn ich zu früh ins Bett gegangen wäre und den 05:00 - Peak verschlafen hätte.

Clear skies,
Tom
(freut sich auf klaren Winterhimmel am heimischen, leider nicht lufttransportfähigen 14"er)
 
Tja, es freut oder erleichtert mich zumindestens, dass es anderen genauso ging!
Ich hatte mir den Wecker auf 3:50 gestellt, hörte es dann schon sintflutartig regnen und hab gleich weitergeschlafen (ich bin ja noch Schüler, die Nacht ist bei mir leider 5:00 schon zu Ende).
Die Sonnenfinsternis 99 war ja ähnlich, da bin ich aber aus Sturheit trotz Regen draußen sitzen geblieben und konnte zur Zeit des Maximums durch die dünnen Wolken ein Photo schießen. Manchmal hat man eben Glück- aber wirklich nur manchmal....
Aber einem stimme ich zu: man sollte sich die Laune und Freude am Beobachten dadurch nicht vermiesen lassen!
 
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