Hallo Sternfreunde,
ich bin kein großer Astrophotograph und machte mit meiner Sony RX10 ein paar Photos, die ähnlich aussehen wie die oben schon eingestellten. Ich verwende dazu ein Stativ und das relativ üppige Zoom, kämpfe aber immer noch mit der Technik der Maschine: Selbst wenn ich alles auf "Manuell" stelle, will sie immer noch fokussieren und findet im Astrobereich logischerweise nichts passendes... Oder sie fokussiert den Mond und behauptet, das seien 5m Entfernung.... Manuell fokussieren heißt bei der Kamera, dass "scharf" gestellte Objekte rote Ränder bekommen. Das macht sie aber oftmals erst, wenn ich mit dem Zoom etwas herumspiele; dann werden Mondsichel und Plejaden rot. Ich habe das Gerät außerdem in Verdacht, dass es nur teilweise traditionell optisch arbeiten (z.B. wenn der Tubus beim Zoomen tatsächlich hin- und herfährt), in anderen Fällen aber digital herumtrickst - z.B. keine richtige, traditionelle Blende hat. Wie dem auch sei und wer auch immer das
verstehe - die Bilder hier posten lohnt sich jedenfalls nicht. Terrestrisch und bei Tageslicht bin ich mit der Kamera im übrigen sehr zufrieden.
Ich gebe stattdessen zwei Bilder aus Cartes du Ciel zur Illustration, wie der Mond fast genau senkrecht über die Venus kommen kann: Die Ekliptik steht Ende APL abends maximal steil und der Mond steht maximal nördlich von der Ekliptik ab. Letzterer hat eine ekl. Länge von 61,2° und sein aufsteigender Bahnknoten steht bei 337°. 61,2° = 421,2°. 421° - 337° = 84°, also fast 90°. Folge: maximal nördliche Breite (etwas über 5°), die aber immer noch nicht reicht, damit der Mond senkrecht über die Venus kommt. Dazzu muss die Ekliptik noch steiler stehen, d.h. ich muss geographisch nach Süden - z.B. nach Rom. Rom ist auch weiter östlich, somit die örtliche Sternzeit schon weiter, alles steht tiefer und nördlicher, aber die steilere Ekliptik schiebt den Mond in Rom endgültig über die Venus und er läuft ihr in Azimut voran.
Bis bald, Ralf
