Die Qual der Wahl: Teleskop gesucht

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

rodger

Neues Mitglied
Halli Hallo,
in der Hoffnung ein neues faszinierendes Hobby zu finden,
habe ich mich endlich dazu durchgerungen von meinem knappen
Studentenbudget ein Teleskop zu kaufen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />. Nachdem ich mich
nun seid einigen Wochen, als absoluter Neuling, durch das
weite weite Internet, OnlineShops, zahlreiche Kataloge
und einigen Büchern gewälzt habe, fiel meine Auswahl auf
drei kleine (ich hoffe) feine Geräte. Als oberes Limit habe
ich mir 1200,- Euro gesetzt. In Anbetracht der Preise vieler
Geräte ist das nicht viel, aber mehr sollte mein Erstling
nicht kosten. Nun stehe ich allerdings vor der Entscheidung,
welches der drei ich den nun kaufen sollte und welches
meinen Ansprüchen gerechter wird. Da ich aber noch nie durch
ein Okular gesehen habe (Asche auf mein Haupt) fällt es mir
sehr schwer dies zu beurteilen. Daher wende ich mich
vertrauensvoll an euch und hoffe, dass ihr mir, wie schon
vielen anderen helfen könnt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />.

Meine Anforderungen:
- max. Preis 1200,-
- zu Fuss mobil (Stativ+Tubus+Montierung <= 20kg)
- später vielleicht als Reiseteleskop benutzbar
- in Berlin benutzbar (wegen LightGlow)
- Zubehör möglichst vom selben Hersteller lieferbar
(Astrofotografie könnte eine Richtung sein)
- vernünftige Verarbeitung (soll nicht gleich zerfallen)
- meine Beobachtungen werden wahrscheinlich primär Planeten
und einige helle DeepSky Objekte sein
(mehr ist bei bezahlbarer Öffnung wohl nicht drin)
- verspielte Informatiker, wie ich wollen Tasten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
d.h. eine automatische Nachführung für die Stundenaxe

Yo <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> eine lange Liste von Wünschen. Nun die Geräte die
ich preselektiert habe (ich hoffe kein Schrott):

1. Vixen GP-E 80L Refraktor + Schrittmotor & Steuergerät
für die Rektaszension
2. Vixen GP-E R114M + Schrittmotor & Steuergerät für die
Rektaszension
3. Meade ETX 105EC + Dreihbein & Autostar

Dobson entfallen leider, das sie im Allgemeinem als sehr
unhandlich und weniger für die Fotografie geeignet gelten.
Intes & das OMC140 sprengen leider meinen Rahmen zumindest
im Zusammenhang mit einer "vernünftigen" erweiterbaren
Montierung wie der Vixen GP-E. Auch Celestrom baut mit dem
4GT ein interressantes Gerät, soll von der optischen
Qualität nicht ganz an das Meade rankommen (was auch immer
das heißt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ). Zahlreiche weitere günstige Angebote wie
z.B. bei Teleskop-Service zu finden (z.B. "Russentonne"),
haben den Nachteil (IMHO), dass man sich Zubehör von
verschiedensten Herstellern zusannenstückeln muss.
Yo soweit die Übersicht aus meiner Perspektive. Gibt es
Kombinationen bzw. Geräte die ich übersehen habe ???
Was das Autostar des Meade angeht, so scheint die Szene ja
sehr geteilter Meinung zu sein. Allerdings haben mir die
Erfahrungsberichte von Weasner's ETX Seite gezeigt, dass
man eine Menge Spass damit haben kann.

Vor allem würde mich interessieren, welche der drei
Bauarten (Newton,Maskutov,Refraktor) meinen Ansprüchen eher
gerecht würde, insbesondere was das "NightGlow" hier in
Berlin angeht.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen, die richtige Wahl zu treffen
und mich von "Dummheiten" abhalten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />.
Uff, vielen Dank schon mal an jeden der bis hier gelesen
hat <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> und sich wieder einem Newbie annimmt.

So long ...



Betreff ergänzt vom Boardmaster
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Die Qual der Wahl

Hi Rodger,

erst mal willkommen.
Du hast dir da drei ziemlich vernünftige Geräte ausgesucht. Mit allen dreien wirst du viel Spass haben.

Leider hast du nicht erwähnt, ob du lieber Deepsky oder Planeten/Mond beobachten willst.
Aber da du in Berlin sitzt, gehe ich mal eher von den Planeten/Mond aus.

Meine Wahl würde so aussehen:

1. Vixen GP-E 80L, wenn Planeten im Vordergrund stehn. Deepsky ist auch zumindest bei den hellen Messiers gut möglich.

2. Vixen GP-E R114M, wenn mehr Gewichtung Richtung Deepsky geht. Planeten/Mond sind natürlich immer noch beobachtbar.

3. Meade ETX 105EC, wenn du noch etwas Komfort in Sachen Goto, etc. haben willst.

Von der Optik her dürften alle drei top sein.
Beim Zubehör solltest du dich aber nicht zu sehr auf einen Hersteller beschränken. Zumindest bei Okularen, die ja auch standartisiert sind, lohnt es sich auf jeden Fall, verschiedene Hersteller in Betracht zu ziehen. Vixen fertigt z.B. ja auch gute Okulare, aber da gibt es noch hervorragende Alternativen wie z.B RKE´s von Edmund als hervorragende Planeten-Okus
 
Re: Die Qual der Wahl

Hallo Rodger,

ich halte den Vixen 80 L für ein tolles Gerät. Ich habe ihn nämlich selber <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Aber ganz ehrlich. Das Teil hat eine Länge von 1,20, ist also ein ganz schöner Brocken und zum Transport bzw. später als Reiseteleskop etwas sperring.
Da du ja vornehmlich Planeten beobachten willst würd ich schon nen Refraktor nehmen, aber halt nen kurzbrennweitigen, auch wenn dadurch der Farbfehler ansteigt. Eventuell kannst du das durch einen Filter beheben.
Von der Idee alles von einem Hersteller zu nehmen würde ich ebenfalls Abstand nehmen, denn die besten Sachen bauen immer die anderen. Ausserdem kann es ja sein dein nächstes Teleskop ist eh von einem anderen Hertseller.
Tja und dann hätt ich noch einen Quick-Tipp für dich. Bin mit dem Händler weder verwandt noch verschwägert, aber das Gerät wird sehr gelobt. Schau mal bei tesleskop-service vorbei. Dort gibt es unter den TS Produkten einen Refraktor 102/660, also 2 cm mehr Öffnung als der 80 L. Ich glaube das wäre ein geeignetes Produkt für dich . Kostet mit einer H-EQ5 (incl. Steuerung & Polsucher) 998 Euro. Hat ausserdem einen 8 x 50 Sucher, 2 Okluare und einen 2" Okularauszug. Vom verbleibenden Geld solltest du dir auf jeden Fall ein Stück Sonnenfilterfolie (19 Euro) und ein Übersichtsokular (vielleicht sogar 2") mit Brennweite > 30 mm holen.

Gruss

Oli
 
Re: Die Qual der Wahl

hallo rodger,

bei dem Meade kommt noch ein Aspekt hinzu: es gibt Geräusche
von sich, vor allem im schnellen Positioniermodus.
Viele stört's gar nicht, für andere (mich z.B.) war es das
entscheidende Argument gegen ein ETX. Also vor dem Kauf
unbedingt anhören !

Grüße in die Hauptstadt

Uwe
 
Re: Die Qual der Wahl

Hallo!


Eines vorweg: Kauf Dir bloss keinen FH.

Solange ich auch überlege, es fällt mir nur ein einziger Vorteil eines FH gegenüber Spiegeloptiken ein: kurzer FH für Richfield.

Wenn Du aber Planeten beobachten möchtest und dabei ein noch kompaktes Gerät suchst, dann bleibt m.M. nur ein System in der engeren Auswahl: Maksutov.

Um es kurz zu machen:
Bei Deinem Budget würde ich mir entweder das OMC140 oder das Alter M500 kaufen.
Der Preis ist auch in Deinem Rahmen, denn bei den kleinen Geräten brauchst Du ja auch keine große Monti und kein schweres Stativ! So ist dieser Teil Deiner Anschaffung erstens preisgünstig und zweitens besonders transportabel.

Soweit ich weiss kostet das OMC140 inkl Sky View ca 1250.- bei Wolfi. Ähnlich viel dürfte das M500 kosten.

Auch bekommst Du beim OMC140 bzw M500 immerhin 140mm bzw 125mm Öffnung! Bei dem 80L nur "lumpige" 80mm. Das wird Dir sicher schnell zu wenig und billig ist das 80L nun wirklich auch nicht. Von der Sperrigkeit mal ganz zu schweigen. Auch ist der Anspruch an eine Monti beim 80L unvergleichlich höher als bei so einem kurzbauenden Mak!

Vergiss den 80L schnell wieder. Der ist zwar verlockend (sieht toll aus und ist ein Refraktor (boah)), ist aber trotzdem auf dem technischen Stand vom späten Mittelalter! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />


Gruß Harald
 
Re: Die Qual der Wahl

Ich rate Dir zum R114M, weil es

1. mit f/8 das vielseitigste Gerät ist
2. das günstigste Gerät ist
3. du eine bekanntermaßen gute, solide, ausbaubare Montierung mitkaufst

Zum Transport (ich habe das R114M u.a. selbst):
Das kurze Vixen-Holzstativ ist federleicht. Die Montierung mitsamt RA-Motor, SD-1 Steuerung, Okulare, Bücher, Feldstecher, etc. pp. passt alles in einen Standard-Alukoffer aus dem Baumarkt. Der Newton selbst ist auch recht leicht (und kurz, im Vergleich zum 80L) und lässt sich an der Montageschiene wie an einem Griff tragen. Man kann alles ohne große Mühe auf einmal transportieren, Alukoffer in die eine, das Fernrohr in die andere Hand. Das Stativ klemmst Du einfach unter einen Arm. Noch einfacher wird's mit einem Seesack o.ä. für Rohr und Stativ.
Die Unterschiede zum 80L am Planeten dürften (wenn überhaupt existent) marginal sein, das R114M hat eine recht gute Optik. An DS Objekten aber zählt hier die größere Öffnung.



 
Re: Die Qual der Wahl

Tja du siehst schon.....
3 Antworten = 3 andere Vorschläge :-)
Und jeder hält seinen für den besten.
Du solltest eine deiner Anforderung zur wichtigsten Erklären. Entweder leicht zu transportieren, möglichst viel Öffnung, gut aufzurüsten oder möglichst gutes Planetengerät. Dann kannst du dich schon mal für eine Produktklsse entscheiden (da gehen die Meinungen dann auch nicht so auseinander) und danch versuchen die anderen Kriterien möglichst gut zu erfüllen.

Gruss

Oli
 
Re: Die Qual der Wahl

Aber das hat er doch klar formuliert:

Meine Anforderungen:
- max. Preis 1200,-
- zu Fuss mobil (Stativ+Tubus+Montierung <= 20kg)
- später vielleicht als Reiseteleskop benutzbar
- in Berlin benutzbar (wegen LightGlow)
- Zubehör möglichst vom selben Hersteller lieferbar
(Astrofotografie könnte eine Richtung sein)
- vernünftige Verarbeitung (soll nicht gleich zerfallen)
- meine Beobachtungen werden wahrscheinlich primär Planeten
und einige helle DeepSky Objekte sein
(mehr ist bei bezahlbarer Öffnung wohl nicht drin)
- verspielte Informatiker, wie ich wollen Tasten
d.h. eine automatische Nachführung für die Stundenaxe
Damit bleibt IMHO nur der R114M - von einem "optimalen Planetengerät", welches der 80L im Rahmen seiner Öffnung sicher ist, ist hier nicht die Rede. Die Anforderung, zu Fuß mobil zu sein, wird vom R114M am besten erfüllt.
 
Re: Die Qual der Wahl

Hi @ all!
Ich schließ mich Karsten an:
Rodger, kauf dir den 114er. Den kannst du auch sehr gut für Deep-Sky benutzen und am Planeten glänzt er durch seinen nicht vorhandenen Farbfehler.
Auch ist der Newton preiswerter als der Refraktor. Geld für gute Okulare bleibt also auch noch übrig! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

 
Re: Die Qual der Wahl

Hi rodger,

1. Vixen GP-E 80L Refraktor + Schrittmotor & Steuergerät
für die Rektaszension
2. Vixen GP-E R114M + Schrittmotor & Steuergerät für die
Rektaszension
3. Meade ETX 105EC + Dreihbein & Autostar

also ich würde mir den Refraktor zulegen. Gerade weil du unter einem hellen Himmel beobachtest. Auch dürfte der an Planeten/Mond das beste der 3 Geräte sein. Falls du jedoch öfters mal rausfährst und Deep Sky machen willst, ist der Reflektor besser. Das ETX-105 ist m.E. ehr als Reiseteleskop brauchbar. Auch zahlst du für Goto einfach mehr und bekommst daher weniger Öffnung/Qualität.

Gruß

Lots
 
Re: Die Qual der Wahl

Hallo Rodger,
Seit ein paar Monaten benutze ich auch einen Vixen GP-E R114M. Für Mond und Planeten ist das IMO wirklich ein sehr gutes und leicht transportables Gerät. Mit guten Okularen erbringt das Gerät für seine Größe oft enorme Leistungen. Auch im Deep Sky-Bereich arbeitet es ordentlich, obwohl man natürlich in der Großstadt Kompromisse eingehen muss. Hier ein etwas merkwürdiger, aber hocheffizienter Tipp: Bei der Stadtbeobachtung von DS ein Handtuch über Kopf und OAZ legen, das wirkt wahre Wunder!
Gruß, Gardalon
 
Hallo Rodger!

Kann dem Astrojockel zustimmen: mit jedem der Geräte würdest Du eine Menge Beobachtungspass haben.


Ich möchte Dich aber nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass bei Astro-Optik zwar auf den Hersteller geachtet wird, nicht aber darauf, dass DER SELBE Hersteller das Teleskop und die Okulare fertigt.

Jeder Okularhersteller passt auf jedes Teleskop!
(keine Regel ohne Ausnahme:)

AUSNAMEN:

-Das Okular muss natürlich den richtigen Steckdurchmesser haben: früher wurden oft 0,96" (24,5mm) Steckdurchmesser verwendet, heute haben die meisten 1,25" oder gar 2". Das ist aber nicht vom Okularhersteller abhängig, sondern vom Okulartyp. Langbrennweitige Okulare (>20mm) werden gerne in 2" gefertigt. Bei kleiner Vergrösserung (=hohem Lichtsammelfaktor) macht sich das grössere Bildfeld sehr positiv bemerkbar.

-bei kurzbrennweitigen Spiegelteleskopen um die f/4..f/5 muss das Okular eine gute Randkorrektur haben.
(das ist von der Qualität abhängig, aber nicht direkt vom Hersteller! Klar gibt es qualitativ bessere und schlechtere Hersteller; die besseren, also genauer& aufwendiger gefertigten, haben auch höhere Preise

-Gewisse Okulare benötigen konstruktionsbedingt etwas mehr, oder etwas weniger Fokusierweg: z.B. das 31mm NAGLER: -12mm Fokusweg.
(Die "NAGLER" gelten als das NonPlusUltra, leider auch im Preis...)

- Zu langbrennweitige Okulare sind bei kurzbrennweitigen Teleskopen nicht sinnvoll. Wenn die "Austrittspupille" (AP) am Okular über 7mm ist, bringt das nix, da Deine Pupille auch im dunkeln nicht mehr als 7mm Öffnung hat.
(Das ist aber auch NICHT Heratellerbedingt!)

Die AP berechnet sich:
AP= Öffnung/Vergrösserung, oder auch
AP= Okularbrennweite/Öffningsverhältnis des Teleskopes

(also, z.B. bei 110mm Öffnung und 450mm Brennweite (=f/4,2) sind Okulare über 29,4mm nicht sinnvoll.)


Bei JEDEM der von Dir favorisierten Teleskopen passt eigentlich JEDES Okular mit 1,25" Steckdurchmesser!

Ich würde generell zu einem 2" okularauszug tendieren, um bei DeepSky einen grossen Himmelsausschnitt an's Auge zu kriegen. Bei Planetenbeobachtung ist ein grosses Bildfeld eher zweitrangig.

Achte also nicht auf DEN SELBEN Hersteller - achte lieber auf EINEN GUTEN... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
(und "Vixen" und "MEADE" haben beide gute Nahmen!)

(und: bei den Okularan es gibt auch einige gute, die nicht so viel kosten wie die Nagler's...)


Grüsse, Sivio
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Die Qual der Wahl

Ich rate Dir zum R114M, weil es

1. mit f/8 das vielseitigste Gerät ist
2. das günstigste Gerät ist
3. du eine bekanntermaßen gute, solide, ausbaubare Montierung mitkaufst
Stimmt alles, aber <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
1.) Er will ein Planetengerät, da ist f/8 eher schlecht.
2.) Er hat 1200.-. Einen 114mm newton bekäme er mit Monti auch für 800.- Warum also das billigere Gerät kaufen, wenn das Geld für einen guten Mak da ist?
3.) Die GP-E ist ein Auslaufmodell, Zubehör ist nicht mehr bis in alle Ewigkeit lieferbar.


Ich bleibe bei meinem Vorschlag: Maksutov.

Oder ist jemand der Meinung, dass das M500 oder das OMC140 schlechtere Planetenbilder liefert als ein Newton 114mm ?

Anmerkung: Bei Planeten ist ein Gerät mit langer Brennweite von Vorteil. Man bekommt die notwendigen hohen Vergrößerungen mit preisgünstigen Kasais mit angenehmem Augenabstand hin und man braucht keine Barlow. Ausserdem sind dann die Okus randscharf.
Deep Sky Objekte kann man auch mit einem Mak beobachten. Ich habe ja selbst ein Mak und ich habe erst gestern M57 und den Hantelnebel bewundert. Da bei den Objekten 80x-100x optimal sind, braucht man für solche Objekte auch kein f/8. Viel wichtiger ist Öffnung und ein Nebelfilter. Und Öffnung hat nunmal das OMC140 viel mehr als ein 114mm Newton.


Gruß Harald
 
Re: Die Qual der Wahl

Halli Hallo,
erstmal möchte ich mich für eure zahlreichen Tips & Empfehlungen bedanken <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />. Insbedondere für die Tips mit den Okularen. Mir war bis dato noch unklar wie man die max.
sinnvolle Größe eines Okulars bestimmt. Gibt es auch eine sinnvolle minimale Größe? Ich werde auch auf jeden Fall ein Auge auf die RKE's von Edmund werfen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />. Den Tipp mit dem Handtuch werde ich auch ausprobieren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.

Momentan steht es auf meinem Punktezettel 2:3:3 (ETX105EC:80L:R114M), dies zeigt mir, dass die Geräte nicht wirklich schlecht sein können <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />.

Das vorgeschlagene OMC140 hatte ich auch schon ins Auge gefasst & kostet inklusive der Astro5 1230,- Euro, das ginge gerade noch. Allerdings dann ohne Motor <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />. Und 1-2 Okulare wären dann auch nicht mehr drin <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />, ich denke daher, dass dies zu teuer werden würde. Aber irgendwann wenn ich mal reich bin & Platz habe, dann gucke ich mich nach einen Dobson oder sowas um <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />.

Ein paar Fragen haben sich bei mir im Nachinein noch ergeben. Gibt es Okulare, und so eine Art verstellbare Blende die man für Spektralaufnahmen benutzen kann ? Ist sowas überhaupt sinnvoll & wenn ja, was kostet sowas ? Was taugen "Nightglow"-Filter? Schlucken diese schon zuviel Licht oder spielt das nur bei DS Objekten eine Rolle? Kann man das Meade auch per Hand drehen (ohne Strom) und taugen die Motoren bei dem Meade zu Nachführung bei der Langzeitastrofotografie? Wie gross ist der Unterschied bei der Abbildungsschärfe zwischen Refraktor und Newton bei Planeten? Was taugen ZoomOkulare? Fragen über Fragen ... (ich hoffe es sind nicht zu viele) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.

Vielen Dank nochmal an euch alle !!!

So long ...
 
Re: Die Qual der Wahl

@HARALD_M:
Auf dein anraten hin habe ich mich heute nochmal nach einem Mak umgeschaut und bin dabei auf das Travelmax 127 von Skywatcher gestossen, welches zusammen mit der Astro5 998,- Euro kostet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />. Da bleibt noch ein bisschen Geld für Okulare übrig. Was hälst du von diesem Angebot? Und ist die Astro5 auch ein Auslaufmodell?

Vielen Dank schon mal <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ...
 
Re: Die Qual der Wahl

Hallo Rodger und erstmal willkommen im Forum.
Auch ich schliesse mich der Meinung von Harald M an und rate Dir wenn, dann ein Mak. zu kaufen. Und wenn, dann einen richtigen, das M500 ist ein superteil und vom Anschaffungspreis nicht teurer als die besagten Geräte. Vorteil bei diesem Mak ist, daß die Qualität sogar noch vorhanden ist.
Viel Erfolg beim Aussuchen,
Max
 
Re: Die Qual der Wahl

hallo rodger,
Wie gross ist der Unterschied bei der Abbildungsschärfe zwischen Refraktor und Newton bei Planeten?
um das umfassend abzuhandelt müßte man ein dickes buch schreiben.
es gibt ja unzählige varianten von refraktoren und reflektoren.

man kann daher pauschal nicht von "besser" oder "schärfer" sprechen.

nur ein vergleich ganz konkreter modelle bekannter hersteller ist
sinnvoll und möglich.

nehmen wir hier also dir favorisierten modelle:

- vixen 80L:
dieser refraktor vom typ fraunhofer erfüllt mit dem öffnungsverhältnis
von f15 die bedingung "achromatisch" und ist daher auch für
die planetenbeoachtung (=hohe vergrößerungen) sehr gut geeignet.
farbrein ist er dennoch nicht.
woher kommt das:
durch die linsen des objetkivs werden die versch. wellenlängen des
weißen lichts verschieden stark gebrochen. jede farbe hat so
ihren eigenen brennpunkt (=schärfepunkt).
im konkreten fall des 80L liegen diese schärfepunkte jedoch so
nah beeinander, daß das resultierende bild dennoch sehr scharf
und sauber erscheint, bis auf einen geringen blauvioletten saum
um helle objekte wie sonne, mond oder planeten.
dieser saum beeinträchtigt die schärfeleistung aber nur wenig,
der 80L ist daher zur planetenbeobachtung sehr gut geeignet.

- vixen 114:
der newton ist gegenüber dem 80L völlig farbrein, weil ein spiegel
alle wellenlängen auf denselben brennpunkt reflektiert, in dieser
hinsicht also dem 80L überlegen. jedoch befindet sich im strahlengang
der fangspiegel und durch beugungserscheinungen an dessen rand
(bzw. am rand der fangspiegelfassung) wird das bild ein klein wenig
"weicher", es verliert ein wenig an kontrast.
der verlust ist jedoch gering und etwa vergleichbar mit dem verlust
durch den farbfehler beim 80L.
auch dieses gerät liefert daher zur planetenbeobachtung ein
ausreichend scharfes bild.

- ETX 105:
bei diesem reflektorsystem befindet sich ebenfalls ein fangspiegel
im strahlengang, der aber etwas größer ist als der fangspiegel
im 114er. dadurch ist hier der kontrastverlust durch den
fangspiegel ebenfalls größer. da aber bei diesem system alle optischen
flächen sphärisch geschliffen sind, sind sie in der regel von
besonders hoher genauigkeit, was den kontrastverlust durch den
größeren fangspiegel wieder wettmacht.
auch dieses gerät zeigt daher am planeten ein sauberes und scharfes
bild.

alle drei geräte sind defakto zur planetenbeobachtung gut geeignet
und in welchem dieser drei geräte ein planet am schärsten erscheint
hängt vorwiegend davon ab, wie hoch die qualität des konkret vorliegenden
einzelstückes nun wirklich ist, denn innerhalb eines modells kann bei
jedem hersteller die qualität variieren. zuletzt entscheidet daher
die qualität des einzelstücks über "scharf" oder "weniger scharf".

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Die Qual der Wahl

Hallo!


Das Skywatcher Travelmax kenne ich nicht persönlich.

Ich würde mir das Gerät aber nicht kaufen, weil Skywatcher im allgemeinen keine besonders hohe Qualität verkauft.

Ich kann Dir nur raten, zumindest beim Tubus auf höchste Qualität achten!
Wenn Du bei der Planetenbeobachtung ein schwammiges Bild siehst, dann kommt keine Freude auf!

Ich würde mir an Deiner Stelle daher entweder ein M500 oder ein OMC140 kaufen.
Da beim M500 der gleiche Preis deutlich mehr Zubehör beinhaltet, dürfte dieses Gerät dann für Dich erste Wahl sein. Sogar eine Tragetasche ist im Preis enthalten.
Womöglich ist bei beiden Geräten eine einfache Sky View vollkommen ausreichend.
Die OTAs sind jedenfalls nur 200.- teurer als der Travelmax OTA. Die 200.- sind sicher eine sehr gute Investition.
Beim OMC käme dann aber noch einiges an Kosten fürs Zubehör dazu, dafür hat es mehr Öffnung.
Beim M500 ist hingegen im Preis alles Wichtige bereits enthalten.

Lege lieber 10% Cash drauf auf die 1200.- und kaufe Dir dafür ein Spitzenteleskop (evtl mit Kasai-Okus).
Selbst wenn Du dann irgendwann die Sky View wieder verkaufst, den Tubus kannst Du dann behalten. Du hast dann immer einen sehr guten und hochtransportables Spitzengerät. Sowas kann man immer brauchen und sei es für die Landbeobachtung.

Bei einem Mak musst Du unbedingt eine Taukappe haben!
Diese kannst Du Dir aus Pappe selber bauen. Funktioniert einwandfrei. Bei Bedarf kannst Du die dann auch nachkaufen.

Apropos Landbeobachtung: Der Zenitspiegel zeigt ein aufrechtes und seitenverkehrtes Bild. Damit macht LB Spass. Der Newton zeigt ohne spezielle Zusatzlinsen ein auf dem Kopf stehendes seitenverkehrtes Bild.


P.S.: AOM verkauft gerade die Kasai Okulare (University Optics) zum Ausverkaufspreis von nur 49.- pro Stück. Das ist ein Schnäppchen, welches Du Dir nicht entgehen lassen solltest.


Gruß Harald
 
Re: Die Qual der Wahl

Hallo Rodger!


Ich habe Dir gerade eine private Nachricht zugeschickt. Klicke oben auf den blinkenden roten Brief. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />


Gruß Harald
 
Re: Die Qual der Wahl

Hallo Rodger

Wie wäre es denn mit dem TS-Maksutov 150 mm/1950 mm auf Astro 5.
Kostet nur 898 Euro.
DAs Gerät wird auch vor dem Versandt justiert und am künstlichen Stern getestet.
Und später kannst du die Monti auch mit Motorn ausrüsten.

Gruß
Micha
 
Re: Die Qual der Wahl

Wie ich bereits schrieb, ist der 80L aus Rodgers Liste mit Sicherheit das optimale Planetengerät - eben wegen der relativ langen Brennweite und der damit möglichen "einfachen" Okulare. Aber
wahrscheinlich primär Planeten und einige helle Deep-Sky Objekte
klingt für mich nicht unbedingt nach einem optimalen Planetengerät, sondern nach etwas Universellerem. Weiterhin gibt's natürlich Alternativen wie z.B. einen Mak, ich beziehe mich bei meinem Ratschlag aber auf die vorgegebene Liste.
 
Mahlzeit!

Du schrubst:

- zu Fuss mobil (Stativ+Tubus+Montierung <= 20kg)
- später vielleicht als Reiseteleskop benutzbar

Je nachdem, was Du zu Fuss vorhast, taugt keins der drei Geraete. Ich kann Dir nur empfehlen, mal zu einem Astrohaendler zu gehen und einen mittleren Mak auf einer EQ-3/Sky View mal hochzuheben. Meiner bescheidenen Erfahrung nach gibt es enge Grenzen, wenn der Trageweg fuer das Teleskop laenger ist als der Marsch zum Parkplatz des Autos.

Der Refraktor und der Newton scheiden zusaetzlich noch aus wegen der Sperrigkeit ihrer Tuben. Das ETX ist auch als Reiseteleskop noch am ehesten zu gebrauchen, ist aber nicht so recht mein Ding.

Ciao, Gernot
 
Einspruch...

Euer Ehren !

weil Skywatcher im allgemeinen keine besonders hohe Qualität verkauft.

Das kann so pauschal nicht stehenbleiben.

Ich habe mir vor einigen Monaten so einen kleinen feinen
Mak zugelegt und hier mit Expertenhilfe einen
durchweg positiven Bericht drüber schreiben können.

Zu ergänzen wäre nur, daß in der Zwischenzeit drei Okulare
(TS-Weitwinkel: 6, 9, 15 mm) und ein Rigel dazugekommen sind,
und das war's erstmal mit den Investitionen (ca. 1100 Eu).

preiswerte Grüße

Uwe

ach ja: und verreisen kann man auch damit.
Alles selber ausprobiert
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben