Die wundersame Entstehung des neuen Rükl

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jendras

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Hallo Leute,

eins vorab: ich besitze bereits den alten Rükl Mondatlas und der neue ist auch schon bestellt.
Aber bin ich denn der einzige, der sich ein wenig wundert, wie das mit der Neuauflage gelaufen ist?
Zuerst macht Oculum ein riesen Bohai mit Vorbestellungen und sagt dann nach langem Schweigen mit einer etwas fadenscheinigen Begründung hinsichtlich der Qualität des Materials einfach ab.

Ganz kurz darauf bringt nun Lajos das Teil einfach so raus, allerdings mit dem Hinweis, dass dies nach "langen Bemühungen" gelungen sei. Das dürfte sich also mit dem Engagement von Oculum durchaus überschnitten haben, zumal ja auch noch Korrekturen und Aktualisierungen eingearbeitet wurden. So was dauert.

Da frage ich mich, was da wohl hinter den Kulissen gelaufen ist.

CS,
Jürgen
 
Hallo Jürgen!
Zitat von jendras:
Aber bin ich denn der einzige, der sich ein wenig wundert, wie das mit der Neuauflage gelaufen ist?

Nein!

Zitat von jendras:
Zuerst macht Oculum ein riesen Bohai mit Vorbestellungen und sagt dann nach langem Schweigen mit einer etwas fadenscheinigen Begründung hinsichtlich der Qualität des Materials einfach ab.

Ganz kurz darauf bringt nun Lajos das Teil einfach so raus, allerdings mit dem Hinweis, dass dies nach "langen Bemühungen" gelungen sei.

Die Frage, die sich mir stellt:
Ist es dasselbe Material, dass von Oculum anscheinend abgelehnt wurde und nun woanders verlegt wird? Oder handelt es sich bei Lajos Projekt um eine völlig andere Baustelle, die mit der Oculum Angelegenheit nichts zu tun hat?

Gruß
Matthias

PS: Ich habe den alten Rückl und bin an einer Neuauflage sehr interessiert!
 
Hallo,
Oculum (oder besser einer der Hauptakteure) hat sich in meinen Augen bereits im Vorfeld dieser Aktion mit seinem Verhalten gerade hier im Forum disqualifiziert (auch wenn die Ursache an sich vielleicht sogar berechtigt war. Interessanterweise ist der Thread dazu ja auch gerade mal "vorübergehend offline".
Warum die nun letztlich ausgestiegen sind, darüber darf frei spekuliert werden, ist aber auch eigentlich herzlich egal (auch wenn die "Begründung" nach meiner unmaßgeblichen Einschätzung wenig plausibel schien). Oculum hat sich bei mir und in meinem Umfeld manche Sympathien verscherzt. Schade. Die waren mal mit einem anderen Anspruch angetreten.
Jetzt machts Lajos - schnell, effektiv und hoffentlich auch mit Qualität. Jmo

Gruß
Thorsten
 
Hallo,

ich hätte den Rükl beim Oculum nur wiederwillig gekauft. Da hätte das "Habenwollen" überwogen und ich wäre über meinen Schatten gesprungen. Als Anbieter von Waren sollte man auch auf Sympahien achten. Das ist für mich beim Oculum keineswegs der Fall.

Ich freue mich, dass Lajos es übernimmt (wenn es denn so gelaufen ist) und ich denke, beim Ihm und seinem Team sind wir in guten Händen.

grüsse
Michael
 
Hallo Liebe Astrogemeinde!

Um alles ganz kurz zu fassen, es handelt sich um gleiches Projekt.

GEOBOOK Verlag wollte den Buch bereits in 2009 und dann nochmal in 2011 veröffentlichen, damals war unser Wunsch von Herrn Prof. Rükl und sein Team abgelehnt.

Wir haben es kenntnis genommen und uns ausschliesslich an eine ungarische Version bemüht - dies dauerte jedoch auch seeehr lang und erscheint erst nur JETZT (nächste Montag dürfen wir von Prag abholen).
Gut dabei ist, dass das ungarische Team genug Zeit hatte alle Datenfehler (Kraterdurchmesser, fehlende Buchstaben usw...) zu korigieren.

Das Kartenmaterial für deutsche, tschechische, englische, ungarische usw... Ausgaben sind identisch, es ist seit mitte November auch im Druck in Prag.
Die Texte werden ans fertigen Kartenmaterial gedruckt in verschiedene Sprachen. Die GESAMTSTÜCKZAHL ist dadurch begrenzt.

Das Buch ist NICHT DIGITALISIERT, es wird das alte Kartenmaterial verwendet und wird an die alte (halb-)analoge Druckmaschinen gedruckt, genau, wie die frühere Ausgaben.

Wir haben gleichzeitig mit Euch erfahren, dass das Vertrag zwischen Oculum und Herrn Prof. Rükl geplatzt hat. Die Gründe interessieren mich nicht - bitte auch nicht fragen.

Nun, wir mussten schnell handeln, da die Druckmaschinen bereits die Kartenmaterial gedruckt hatten. Entweder finanzieren wir die deutsche Ausgabe (eine Woche Urlaub an Tommy die endgültige Text- und Datenkorrektur zu machen, paar-zehntausende Euros umschichten statt Waren für Weihnachts-Schlacht einkaufen, telefonieren, fahren, fahren, fahren, usw...) - oder wird ein späterer Nachdruck auf Deutsch nicht mehr möglich sein.

Die nächste Woche, wenn wir mit dem Verlag GEOBOOK (Vizi Atlas, StarGuide usw...) die ungarische Version aus Prag abholen, werden wir mit EIGENEN AUGEN sehen, wie weit die deutsche Version ist. Wir haben die gute Hoffnung, dies noch kurz vor Weihnachten abholen zu dürfen, wenn nichts dazwischen kommt.
Versprechen kann ich aber nicht, vor allem wegen der alten Analog-Druckmaschinen...

Also Daumen halten.

Und ja, vielen Dank für Eure Sympathie, welche wir natürlich mitbekommen und sehr schätzen können!!!!!!

CS: lajos

 
Zitat von lajos:
Gut dabei ist, dass das ungarische Team genug Zeit hatte alle Datenfehler (Kraterdurchmesser, fehlende Buchstaben usw...) zu korigieren.

Das Kartenmaterial für deutsche, tschechische, englische, ungarische usw... Ausgaben sind identisch, es ist seit mitte November auch im Druck in Prag.

Lajos,

das klingt doch sehr gut!
Vielen Dank für die Infos!
Ich werde den Rückl jedenfalls bestellen.

Gruß

Matthias
 
Hallo Lajos,
danke für die Antworten.
Es ist natürlich "etwas Unruhe" unter den interssierten Foren-Lesern aufgrund der angekündigten und dann "geplatzten" Subscription des Oculum- Verlages.
Aber ich denke, dass aufgrund der besonderen länderübergreifenden Verbindungen von Lajos/ Teleskop-austria, jetzt alles glatt läuft. Prof. Rükl ist auch, denke ich, ein integerer Mensch und zudem ein hervoragender Astronom/ Wissenschaftler, dieser Atlas bietet mehr, als die üblichen "ungepflegten" NASA- Bilder, LPOD- Seiten und andere.
Ich bin jedenfalls dabei, werde wahrscheinlich noch das eine oder andere Exemplar für Mitglieder unseres kleinen Vereins mitbestellen.
Und man sollte das durchaus vorhandene finanzielle Engagement und Risiko für Teleskop- austria anerkennen!

Beste Grüße aus Rheinhessen/ Deutschland!
Carsten
 
Hallo Lajos,

klasse, das sind gute Nachrichten!

Gutes Gelingen wünscht dir

Karsten
 
Hallo Stern- und Mondfreunde,

mit Respekt vor dem nun entsehenden Werk,
gerade für diejenigen, die noch keinen "Rükl" haben,
warte ich immer noch auf einen Rükl fürs Teleskop.

Also solche tollen Mond-Karten wie im Rükl, in dem Maßstab,
in der Detailfülle, dann aber nur diese, ohne großen Text,
im handlichen Format und das Wichtigste laminiert!!!

In einfachem Papier ist das einfach zu tauanfällig.

 
Hallo Mike,

Das kann ich voll unterstützen. Da ich bereits einen alten Dausien-Rükl im Regal habe überlege ich, mir den Lajos-Rükl zu holen, ihn zu schlachten und die Seiten selbst zu laminieren. Oder ich lege den alten auf einen Farbkopierer (nur für den Eigenbedarf natürlich).

Bis dann:
Marcus
 
Zitat von Schicko:
Heißt das, dass die Ungarn einfach doppelt so viele ungarische Exemplare gedruckt hätten, wenn auch mit euch kein Deal zu Stande gekommen wäre?

Hallo Stefan!

Nein, dann würden die Druckmaschinen nach dem ursprunglich bestellten ungarische, englische usw... Stückzahl aufgehört zu drucken und die Platten würden entfernt.

Eine neuerliche, spätere "Extra-Anlauf" für nur 1000 Stk wäre dann nicht mehr möglich.

CS: lajos
 
Hallo Mond-Liebhaber!

Nach dem heutigen (Samstag früh!!!!!) Telefonat mit Geobook habe ich folgende Informationen über der analog Druckqualität und zeichnerische Techniken erhalten:

1.
Der "analog" Druck des standard 76-seitigen Kartenmaterials wird anhand der original-Zeichnungen (!), je blatt dreifach aufeinander gedruckt - mit drei verschiedenen Spezialfarben.
Dadurch werden die blau-gräuliche Farbabstufungen auch dreimal "tiefer" sein als es mit ein einzigem (digital) Druck möglich wäre.
(Klartext: einmal dunkelblaugrau, einmal mittelblaugrau, einmal hellblaugrau).

2.
Die Librationskarten wurden anhand der Satelliten-Aufnahmen detailsreicher umgezeichnet. Die werden selbstverständlich auch dreimal aufeinander gedruckt. Die Grauabstufungen übertreffen dadurch einen fotografische Abbildung weit.
(Klartext: Besonders im Librationsbereich gilt: was an einen Mondfoto schwarz ist - ist eben schwarz und bezieht sich an einen sehr schmalen Sonnenstrahlwinkel. Erst mit einer zeichnerische Farbabstufung wird ermöglicht, dass die Mondformationen als ob in verschiedene Sonnenstrahlwinkel beleuchtet wären zu erfassen und verstehen)

3.
Völlig neue Karten sind die Karten aus der Polarregionen. Die wurden anhand Satellitenaufnahmen aus der Jahr 2009 gezeichnet, mit einem Blickwinkel von ca. 6 Grad. Man sieht zwar diese Formationen aus der Erde nie so (der Mond "libriert sich" nord-süd richtung natürlich nicht), hilft aber enorm die an den 76 seitigen standard Kartenmaterial in Polarregion seitlich abgebildeten Formationen zuzuordnen und verstehen.
(Klartext: Zeigt, ob eine Bergsilhouette an den Mondrand in der Wirklichkeit ein halbes Kraterwand, oder eine tatsächliche Gebirgenkette oder andere Formation ist. Auch kann man besser und vor allem 3-dimensionell vorstellen wo möglicherweise Eis gefunden sein könnte und wo ein Mondbasisbau in der Zukunft möglich wäre, usw...)

4.
Die nächste Woche haben wir die ungarische Ausgabe in Hand. Ich werde einige Seiten fotografieren und als Beispiel online stellen (insofern der Copyright es ermöglicht).
Einige Textpassage (korrigiert von unser Wiener Mitarbeiter Tommy Nawratil!!!) werden auch veröffentlich, sobald ich aus Prag eine Genehmigung dafür erhalte.

Grüße aus Wien: Lajos
 
Hallo Lajos,

ich finde es schön, dass es nun möglich sein wird, dieses Standard-Werk wieder zu bekommen. Da sich der Mond nuneinmal aus unserer Sicht nicht verändert, ist ein solches Buch zeitlos und in den letzten Jahren bin ich auf viele Sternfreunde gestoßen, die das Buch nicht bekommen konnten.

Was mich nun aber interessiert ist, ob Du eine Aussage darüber machen kannst, warum man damit rechnen muss, dieses zeitlose Standardwerk nach dieser Auflage nie wieder erhalten zu können. Kannst Du uns dazu aufklären, ohne dass Du damit irgendwelche persönlichen Gefühle oder Interessen des Autors verletzt?
Denn der Hintergrund meiner Frage ist einfach: In einigen Jahren wird auch diese Auflage wieder vergriffen sein und dann wird sich für viele Sternfreunde wieder dieselbe Frage stellen: Woher bekommt man einen Mondatlas in dieser Qualität?

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven!

Hier ist Lajos auf der Account von Tommy.

Auf den Wunsch und die Planung sowohl vom Autor Herrn Prof. Rükl, auch vom Verlag ist in absehbarer Zeit keine weitere Ausgaben geplant.

Da die letzte deutschsprachige Ausgabe auch aus 2004 (?) stammt, es ist eine lang-fließende Geschichte. "Nie mehr" sagt man natürlich nie...., aber vor 2020 ist eine Neuausgabe sehr unwahrscheinlich.

PS: und natürlich libriert der Mond auch nord-südlich, nur sehr wenig...

CS: lajos
 
Hallo,

ich weiß nicht was das hier für ein Nebelkerzen-Chat ist.
Aber ich kann Euch hiermit mitteilen, das mein Astro-Freund Hans Beck (der Antonin Rükl aus Zeiss Zeiten kennt) und meine Wenigkeit in den letzten 2 Wochen die 2012er Ausgabe Korrekturgelesen haben und das Aventinum das Buch ab übermorgen in den Druck geben und nach meinem Kenntnisstand in diesem Monat rausbringen wird.

Fragen ?

Frank
 
Hallo Frank!

Bitte verraten Sie uns:

1. Welcher Verlag wird den Buch rausbringen?
2. Welche ISBN Nummer den neuen Atlas hat?

Grüße aus Wien: Lajos
 
Hallo Marcus,

die Rükl-Karten finden sich auch im noch erhältlichen "Der Kosmos-Atlas Sterne und Planeten: Mit allen Sternbildern und Mondkarten". Dort ist der Mond in nur 16 Karten + Librationskarten (ich glaube 4) aufgeteilt. Es sind auch Kurzbeschreibungen der Mondformationen an jeder Karte dabei.
Das Buch (für 14,95 € erhältlich) habe ich geschlachtet, um die Rükl-Karten für den Feldeinsatz zu laminieren und mit einer Spiralbindung zu versehen.
Jetzt kann (Lajos sei Dank!) und werde ich mir aber endlich auch den richtigen Mondatlas (natürlich nur für die Beobachtungsvorbereitung am Schreibtisch) zulegen.
Mal sehen, ob ich dann mit den "groben" 16 Karten meiner jetzigen Feldversion noch zufrieden sein werde. Die original 76 Karten habe ich noch nie bewundern können.

Viele Grüße

Werner
 
Dieser Thread wird immer spannender. Die Bemühungen von Lajos Szantho / Teleskop-Zentrum Wien finde ich jedenfalls grossartig.
Die nun erfolgte Nennung von Aventinum deutet auf den tschechischen Aventinum-Verlag in Prag. Ich gehe davon aus, dass dies der tschechische Verlag ist, welcher gemäss Lajos den Analogdruck (d.h. den Offsetdruck) des neuen Rükl's realisiert.
Jedenfalls werde auch ich Schweizer Stern- und Mondfreund den neuen Rükl anschaffen, sobald er erhältlich ist, wer auch immer ihn in gepflegter Druckqualität herausbringt bzw. vermarktet.

Stephan
 
hi
gibt es dann 2 verschiedene Rükl, oder wird hier evt. in Unwissenheit über den "echten" Initiator vom selben Rükl gesprochen?

Jou, wird wohl wirklich spannend werden

CS Hans-Peter
 
Hallo Astrofreunde,

Es ist absolut üblich, dass ein Buch mehr als von ein einzigen Person korrigiert wird. (Fachlich, stylistisch, grammatisch usw...)

Ich kann es gerne bestätigen, dass der erste Grundkorrektur für Herrn Hans G. Beck (der mit Herrn Prof. Rükl gut befreundet ist) ausgegeben wurde. Der Name von *Name durch Moderation entfernt* erscheint jedoch nicht in der Lektoren-Liste - wobei ich natürlich kein Zweifel habe, dass er die Texte tatsächlich mitgelesen und mitkorrigiert hat und damit viel wertvolle Arbeit geleistet hat.

Der zweite Korrektur stammt von unser Mitarbeiter Tommy Nawratil (sein Name steht auch im Atlas, sofort neben Herrn Hans G. Beck), der die Texte nochmal korrigiert hat. Er hat noch weitere 76 Passage korrigiert, was in einem 226 Seitigem Buch beim zweitem Durchgang durchaus üblich ist.

Das endgültige Text als PDF ist seit heute früh wieder bei uns. Bevor der Atlas aber endgültig für das Druck freigegeben wird, wird unser Team die Texte nochmal durchlesen um eine möglich fehlerfreie Ausgabe zu schaffen.

Der Mondatlas hat bereits einen ISBN Nummer, dies gehört aber NICHT zum Aventinum Verlag, sondern zum Geobook.
(Geobook hat u.a. z.B. der Vizi Sternatlas herausgegeben).
Der Verlag Aventinum leistet die Druckarbeit, ist aber selbst nicht der Herausgeber.
(http://www.teleskop-austria.at/information/buch-rukl-btc/Mondatlas-Titelblatt.jpg)

Finanziert wird das Projekt auch nicht von Geobook Verlag, sondern von Lacerta GmbH.
Diese Tatsache wird beim Impressum auch festgehalten mit folgendem Text:

Diese deutschsprachige Ausgabe wurde mit freundlicher Unterstützung von teleskop-austria.at (Lacerta GmbH) ermöglicht.


Ich hoffe damit alle Fragen beantwortet haben.
Sollte jemand den Thread doch als Nebelkerzen-Chat einstufen, bitte es mit FAKTEN und nicht nach Kenntnisstand zu tun.



Vielen Dank!

CS: lajos
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,

wenn das so ist, brauche ich die finalen PDF-Fahnen nicht mehr korrekturzulesen. Die fünf Stunden spare ich mir dann.

Ach übrigens Lajos - erklär doch mal der Fan-Gemeinde warum James Watt ein Brite ist - und was er denn so alles erfunden hat....und was nicht. Jemand der das "PDF der PDF's" und die Korrekturen hat, kann das - der kann uns auch bestimmt erkären wie Briten, Iren, Engländer und Waliser von mir eingeordnet wurden - doof will ich hier ja niemanden sterben lassen.

Frank
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Frank,

ich bin jetzt nicht sicher, dass wir beide den gleichen PDF haben.

In den PDF, welche wir haben, steht eindeutig, dass James Watt schottische Abstammung hat. Er hat die Dampfmaschine erfunden und den Watt Parallelogramm trägt auch sein Name. Der Fliehkraftregler in der Maschinenbau hat auch er eingeführt (ob er tatsächlich der Erfinder war, weiss ich ehrlich gesagt nicht).

CS: lajos





 
Zitat von frank_scherie:
Ach übrigens Lajos - erklär doch mal der Fan-Gemeinde warum James Watt ein Brite ist - und was er denn so alles erfunden hat....und was nicht. Jemand der das "PDF der PDF's" und die Korrekturen hat, kann das - der kann uns auch bestimmt erkären wie Briten, Iren, Engländer und Waliser von mir eingeordnet wurden ...
Zitat von lajos:
In den PDF, welche wir haben, steht eindeutig, dass James Watt schottischer Abstammung hatte. Er hat die Dampfmaschine erfunden und den Watt Parallelogramm trägt auch sein Name. Der Fliehkraftregler in der Maschinenbau hat auch er eingeführt (ob er tatsächlich der Erfinder war, weiss ich ehrlich gesagt nicht).
Es geht hier wohl um den nach James Watt benannten Watt Krater. Im alten Rükl (Dausien Verlag, 2. Aufl. 1999) steht dazu auf Seite 178:

Watt - James Watt, 1736-1819. Schottischer Ingenieur, Erfinder der Dampfmaschine und des Wattschen Reglers, der bei der Fernrohrbewegung benutzt wird.
- Krater (66 km); der Westwall gemeinsam mit dem Krater Steinheil, der mit Watt zusammen einen markanten Doppelkrater bildet.


Also, ich habe daran für meine Belange nichts auszusetzen. Wem diese knappe lexicographische Beschreibung nicht ausreicht, kann sich ja anderswo, z.B. bei Wikipedia, sowohl zur Person als auch zum Krater noch weitere Informationen einholen.

Mit der Zuordnung von Nationalitäten und dem politischen Kontext der Herkunftsländer ist das ja manchmal eine heikle Sache, man denke da nur an den unseligen Streit daüber, ob Kopernikus nun deutsch oder polnisch war. Im alten Rükl wird er übrigens als 'berühmter polnischer Astronom' bezeichnet.

Bei astronomischer Nomenklatur sollte man sich schlicht und einfach an die Konventionen der IAU halten, egal ob man mit den politischen und historischen Zuordnungen nun übereinstimmt oder nicht. Derartige Streitfragen in einem Mondatlas austragen zu wollen, wäre jedenfalls ziemlich bekloppt.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter


 
Hallo Lajos, hallo Peter,

es ist vielleicht OT, aber ich kann es nicht lassen, hier mit einem weit verbreiteten Irrtum aufzuräumen: James Watt ist nicht Erfinder der Dampfmaschine. Allerdings hat er die von Thomas Newcomen erfundene Dampfmaschine entscheidend verbessert. Siehe auch hier.

Nichtsdestotrotz freue ich mich, dass es den Rükl bald wieder gibt. Ein schönes Weihnachtsgeschenk.

Gruß

von hamut

 
Zitat von P_E_T_E_R:
Zitat von frank_scherie:
Ach übrigens Lajos - erklär doch mal der Fan-Gemeinde warum James Watt ein Brite ist - und was er denn so alles erfunden hat....und was nicht. Jemand der das "PDF der PDF's" und die Korrekturen hat, kann das - der kann uns auch bestimmt erkären wie Briten, Iren, Engländer und Waliser von mir eingeordnet wurden ...
Mit der Zuordnung von Nationalitäten und dem politischen Kontext der Herkunftsländer ist das ja manchmal eine heikle Sache, man denke da nur an den unseligen Streit daüber, ob Kopernikus nun deutsch oder polnisch war. Im alten Rükl wird er übrigens als 'berühmter polnischer Astronom' bezeichnet.
Bei astronomischer Nomenklatur sollte man sich schlicht und einfach an die Konventionen der IAU halten, egal ob man mit den politischen und historischen Zuordnungen nun übereinstimmt oder nicht. Derartige Streitfragen in einem Mondatlas austragen zu wollen, wäre jedenfalls ziemlich bekloppt.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

Hallo Peter, hallo Astrogemeinde!

wir haben eben mit Herrn Prof. Rükl direkt kontaktiert und ihm gefragt, ob er über o.g. "Re-Re-Korrekturen" überhaupt informiert wurde.

Wenn schon P_E_T_E_R Kopernikus angefragt hat:

Karte 31 Copernicus:
- sollte anhand o.g. Re-Re-Korrektur vom "berühmten polnischen Astronom" (alte Ausgabe) zum "berühmten renaissance Astronom" korrigiert werden.
("renaissance" klein geschrieben....)

weiter...: "gebürtig aus Thorn/Westpreussen, heute Torún, Polen."
Das steht auch nicht im Original!

Ich glaube nicht, dass Herr Prof. Rükl über derartige Korrekturen informiert wurde.
Ähnliche Texte (Andeutungen?) stehen weder in der Tschechischen, noch in der Englischen Ausgabe.

Bis wir eine Antwort von Herrn Prof. Rükl erhalten, möchte ich kein Kommentar abgeben.

CS: lajos
 
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