Die Zollfalle....

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Ulrich Zehndbauer

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Hallo zusammen!

Ich möchte euch mal kurz eine USA zu DE Bestellung erzählen, mit der Frage, ob ich nun was falsch gemacht (und dafür Lehrgeld bezahle) oder das normal ist.
Also: Habe mir direkt bei Astrondon einen Satz LRGB CCD-Filter bestellt. Preis incl. Versand etc.: 375 Euro. Damit noch 25 Euro billiger als europäische Anbieter ohne Versandkosten. Bezahlung per Paypal, Lieferzeit gerade mal vier Tage. Da sind manche in DE langsamer :-)
Nun stand die nette Frau von der Post heute vor meiner Tür und wollte 85 Euro Zollgebühren kassieren.

Frage 1: wie errechnet sich dieser Betrag?

Frage 2: kann man sowas "legal" umgehen (andere Deklaration des Versenders..)

Frage 3: doch besser in der EU bestellt?


Danke für alle Infos und Grüße,

Uli


 
Hi Uli,

denke das passt schon, du hast nur die MwSt übersehen

375€ + 71,25€ MwSt (19%) + 18,74€ (4,2%)Zoll = 375+89,99

Auf den Kaufpreis + Versankosten kommt erst die MwSt und dann noch die Zollgebühr drauf.

Stefan
 
Moin Uli,

wieso "Zollfalle"? Die 85 Euro scheinen noch fair zu sein, da die Post/DHL offenbar keine zusätzlichen Bearbeitungsgebühren erhoben haben. Wenn Du Dir aus dem außereuropäischen Ausland Waren schicken lässt, musst Du neben den Versandkosten eben auch 19% Einfuhrumsatzsteuer sowie einen der Warenart entsprechenden Zoll entrichten. Hinzu kommen in vielen Fällen dann auch noch die besagten Bearbeitungsgebühren des Logistikunternehmens, das die Zollabwicklung erledigt hat.

Der Endwert ist demnach berechen- und absehbar. Für einige Waren lohnt es sich gar nicht, in der USA zu bestellen, auch wenn es dort viel billiger aussehen mag.

Gruss, TJ
 
Hallo zusammen!

Dann gebe ich mir mal den "Schnellmalnaivbestelltorden" :-) Danke für eure Infos, dann habe ich Lehrgeld bezahlt. Auf jeden Fall ist die Abrechnung korrekt. Dann bleibt nur noch zu hoffen, dass die Astrondons ihrem Ruf gerecht werden.

Danke nochmal und viele Grüße,

Uli
 
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Hallo Thorsten!

Darauf lass ich es ankommen ;-) Mal sehen wie sich die Bilder angehen. Das wichtigste für mich ist die Sternhalo Unanfälligkeit der Astrodons. Das soll zwar bei den neuen Baadern auch so sein, aber hier wird nur ein 1 Sekunden Bild im Test verwendet. Bei Astrodon ists ne 5min Belichtung eines Sterns.
Ich werds dann in der Praxis sehen.

Grüße und cs,

Uli
 
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Hi Uli,

Zitat von UliZehndbauer:
Frage 2: kann man sowas "legal" umgehen (andere Deklaration des Versenders..)
Legal sicher nicht, aber wenn der Versender einen kleineren Betrag draufschreibt, dann klappts.

Meine Erahrungen:

Ich hatte mal was bestellt für 150$, auf der Verpackung waren vom Händler 20$ Warenwert angegeben -> kein Zoll.

Alles war vorschriftswmäßig deklariert, der Postbötel kassiert Steuer und Zoll an der Haustür.

Der Händler hat gar nichts deklariert, also durfte ich zum Zoll marschieren, mit der Kreditkartenabrechnung, die aber erst in ein paar Wochen fällig gewesen wäre, alternativ haben sie einen Ausdruck der Webseite akzeptiert. Dann Auspacken, feststellen, dass der Zoll das Paket schon mal geöffnet hatte, erklären, was ein SQM ist ;) und letztendlich auch Bezahlen.
 
Hallo Leute,

ich habe auch schon diverse Artikel (nicht nur Astrokram)
aus den Staaten und China selber importiert.

Richtig ist, wie Herr Vehrenberg es bereits gesagt hat,
dass sich die Kosten für Verzollung wie folgt zusammen-
setzen: Warenwert + Versandkosten, darauf dann der Zoll-
satz (kommt auf die Ware und den sich daraus ergebenden
Taric-Code sowie das Ursprungsland an....), auf diese
Gesamtsumme dann noch die Mhrwertsteuer von derzeit 19 %.

Unter Umständen verlangen gewisse Frachtdienstleister
auch noch einen Obulus für den eigentlichen Akt der
Verzollung, der ja logischerweise durch den Spediteur
bzw. den Kurierdienst erledigt werden muss (kann man
allerdings auch selber als 'Selbstverzoller' erledigen)

Wenn denn Kosten für den eigentlichen Akt der Verzollung
verlangt werden, dann betragen diese in der Regel so
zwischen 20,oo bis 35,00 Euro, je nach Dienstleister.

Es geschieht ab er hin und wieder, dass der Spediteur
bzw. Kurierdienst aus Unkenntnis, Faulheit oder
Dummheit die eigentliche Verzollung gar nicht durchführt
sondern die Ware einfach so dem Kunden zugestellt wird.

Ist mir in der letzten Zeit zweimal passiert, einmal mit
dem Kurierdienst GDSK (Gesellschaft der Schnellkuriere)
und einmal mit der Post bzw. DHL.

Witzigerweise prangte auf dem DHL-Post-Paket ein nicht
zu übersehender Aufkleber mit dem Satz 'SELBSTVERZOLLUNG,
Sendung ist von der Deutschen Post nicht dem Empfänger
sondern dem Zollamt zu übergeben'.

Als die Post das Paket anliefern wollte war niemand zu
Hause, es wurde also eine Benachrichtigungskarte hinter-
lassen.

Als meine Frau das Paket am nächsten Tag bei der Post
abgeholt hat, hat Sie es einfach so bekommen. ! ! !

Tja, die gute Deutsche Post, ist immer wieder für eine
Überraschung gut :-))

Aber wie gesagt, das sind Einzelfälle, normalerweise
läuft es so ab, wie ich oben erklärt habe.

Zollfreie Grüsse,
Werner


 
Die Rechnung ist völlig korrekt. Trotzdem sollte man den Versender in USA immer darauf hinweisen den Wert der Sendung für den Zoll auszuweisen, nicht den Preis.
 
Hallo Leute,
ich habe heute von Siebert Optics meinen OCA bekommen.
Zoll mußte ich 20,79€ direkt an den DHL Boten abdrücken.

Gruß
Ralf
 
Hi Uli, Ralf, Werner, Stefan, Sven...!

Nur eine kurze Info, ohne weitere Kommentar (vielleicht braucht jemand in der Zukunft):

Ich habe (als Händler) eben ein Paket nach Norwegen versendet.
Warenwert war ca. 300 Euro netto,
Transportkosten, wie gewöhnt,
und JETZT ACHTUNG!
Ich habe kürzlich nachher eine Rechnung über Zollstellung (Versender-seitig!) erhalten: mit einem stolzen Betrag von 34,16 Euro netto.

Ich werde mit meinem Kunde noch kontaktieren, ob Empfängerseitig welche Nebengebühren verrechnet wurden.

CS: lajos

 
Hallo Lajos,

wir hatten mal im Forum eine Anfrage, bei der wir feststellten, dass mit unseren gewohnten EU-Preisen in Norwegen kein Blumentopf von einem Teleskop zu beschaffen ist.
Die haben da ordentlich Zoll drauf, da scheinen mir 34 Euro noch reichlich gering.

Viele Grüße
Sven
 
Hallo Torsten!

Nein, ich wurde "lediglich" wegen d. Gebühren für die Zollstellung zu Kassa gebeten.
(Papierkramerledigungspauschale für Ausfuhr)

Mein norwegischer Kunde muss zuzüglich noch Zoll (4,2%), dann die 25% Norwegische MWSt (bisher ist OK),
und wahrscheinlich auch noch das Zollbearbeitungsgebühr von Norwegische Seiten zahlen.
(Papierkramerledigungspauschale für Einfuhr)

Na ja, die müssen halt auch was verdienen, gell?

CS: lajos


 
Kleiner Nachsatz:

Dummer Fehler

Ich hatte Kleinteile in den Staaten bestellt, Wert um die hundert $. Irgendwie ist mir die Sache aus den Augen gekommen (war länger krank) und so wurde es auf einmal mit der Lieferzeit eng. Also den freundlichen Menschen aus Yellow-M-Country angerufen und um Expressversand gebeten.

Dann das Erlebnis: Der Expressversand versichert und mit einem leider mehrfach schwereren Versandbehältnis als die Ware war teurer als die Ware. Und was macht der Zoll:

Summiert Warenwert + Versandkosten und berechnet darauf die Einfuhrabgaben. Alles zusammen möchte der Spediteur dann cash bei Anlieferung. Folge -> leicht komatöser Anfall.

Also Augen auf beim Bestellen um Ausland. Letztlich ist niemandem was vorzuwerfen - ich hätte bloß genau hinsehen müssen, dann wäre das aufgefallen. So hab' ich es auch gelernt, war nur leider ein wenig teuer!

Jörg

 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von Optikus:
. ...
Und was macht der Zoll:

Summiert Warenwert + Versandkosten und berechnet darauf die Einfuhrabgaben. Alles zusammen möchte der Spediteur dann cash bei Anlieferung. Folge -> leicht komatöser Anfall.

Hallo Jörg,

das ist das übliche und durch die deutschen Zollvorschriften/Einfuhrbestimmungen vorgeschriebene Verfahren. Tut mir leid, dass das bei Dir einen "komatösen Anfall" verursacht hat. In Deinem Fall kamen bezüglich der Lieferung offensichtlich einige ungünstige Umstände, wie ein hohes Gesamtgewicht der Lieferung und hohe Versandkosten, zusammen. Diese Kosten müssen, wie Du richtig schreibst, mit verzollt werden.

Hier findest Du die Zollvorschriften für Deutschland und einige andere Länder:

Übersicht Zollvorschriften/Einfuhrbestimmungen

Vermutlich sind Dir diese Bestimmungen mittlerwile durch Deine Erfahrungen als privater Importeur bekannt.

Viele Grüsse
Uwe
 
Hi Uwe,

ja, sind sie, das Dumme ist nur, dass man aus Unüberlegtheit immer wieder in die selben Fettnäpfe langt. Bei den "großen" Sachen geht man da ja sozusagen von selbst mit der nötigen Sorgfalt ran, bei den vermeintlichen Kleinigkeiten schlägt Murphy dann voll zu :krank:
 
Hallo,
die Celestron CGE ist in USA ziemlich preiswert, liege ich da richtig bei der Gesamtkostenberechnung:

- CGE 3150$ + Versand ~170$= 3320$ ~ 2500€
- mit Steuer 19% + Zollgebühren ~ 3000€

oder habe ich was wichtiges vergessen? Danke für Eure Hilfe!
Gruß
Leschko

 
ne CGE Versand aus USA dürfte wohl eher bei $ 500 liegen , also $ 3.650 : 1.33 = € 2.744 + 4.2% Zoll + 19 % Mwst = Euro 3.402
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich hab mal vor ein paar Monaten eine Losmandy G11 in USA angefragt, welche vom Versandgewicht ja in etwa gleich mit der CGE ist. Das Angebot für Versandkosten war damals US$ 650 !!! und das nicht nur bei einem Händler.

Leute, überlegt es Euch gut bevor ihr einen Eigenimport macht, es rechnet sich in den meisten Fällen nicht wirklich! Und wegen € 100 Ersparnis dann keinen Ansprechpartner vor Ort zu haben und bei Problemen im Falle des Falles die Ware auf eigene Kosten wieder in die USA schicken zu müssen ... naja ?)

Ich würd mal bei Baader anfragen, der Verkauft gerade eine CGE (Ausstellungsstück!) um € 3.000,-- wenn sie nicht schon weg ist!

LG & CS
Wolfgang
 
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