uranometria
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
nach einem gestrigen, weiteren deja vu habe ich mich entschlossen ein paar Sätze zu zwei Geräten zu schreiben, welche sich prima ergänzen, aber absolut unterschiedlich sind.
Da sich auch Einsteiger oder Umsteiger mit diesen Gerätegattungen beschäftigen, habe ich 'Astro-Equipment für Einsteiger' gewählt.
Die Geräte:
Refraktor f/5 (80mm Objektiv / 400mm Brennweite)
Reflektor f/8 (114mm Spiegel / 900mm Brennweite)
Der Refraktor
Gestern habe ich den Eskimonebel sehen wollen.
Doch dieser Nebel ist echt klein. Gesehen habe ich ihne bereits mit ca. 20x, bei 44x durch indirektes Sehen als kleines Scheibchen. Da ich als kürzestes Okular ein 6mm besitze komme ich bei 400mm Brennweite des Objektivs auf 66x Vergrößerung.
- Das ist für so ein Objekt (Durchmesser 47 Bogensekunden) immernoch zu wenig
- Das Bild in dem f/5-Refraktor wird flau (an den Sternen zu sehen), mehr geht also nicht wirklich
Ein Grenzgrößentest an den Plejaden ergab, dass mit 66x (flau) kein schwächerer Stern, als mit 44x (schärfer) zu sehen war. Wenn es mein einziges Gerät wäre, könnte ich bestimmte DS-Objekte, welche mit 80mm gehen könnten, nicht mehr genießen.
Der f/8 - Reflektor
Dafür wäre die gestrige Aktion am Eskimonebel genau sein Ding gewesen. Hoch vergrößern (100x) wäre an diesem Objekt leicht möglich gewesen und kein Farbsaum oder flaues Bild hätte gestört. Was fehlt ist eine große AP, um auch mal einen UHC-Filter von Astronomik einzusetzen, wie er bei obigen Refraktor häufiger zum Einsatz kommt. Es ist auch sperriger und taugt nicht für's Urlaubsgepäck.
Aber in der Summe (Nebel, Sternenhaufen, Mond, Planeten) ist dieses Gerät dem kompakten f/5-Refraktor in der Praxis überlegen. Ich kann auch alle Okulare verwenden, weil an f/8 die Randschärfe immer stimmt. Wenn das mein einziges Gerät wäre (es war auch lange so), dann hätte ich optisch fast alles abdecken können, was die Öffnung hergibt. Es ist nur größer und nicht so schnell aufgebaut.
Alles hat schon in diesem Forum gestanden, alle Empfehlungen für ein Allroundgerät gehen zum Newton. Vielleicht hilft dieser Thread ungefragt das warum besser zu erklären.
Clear skies,
Stefan
nach einem gestrigen, weiteren deja vu habe ich mich entschlossen ein paar Sätze zu zwei Geräten zu schreiben, welche sich prima ergänzen, aber absolut unterschiedlich sind.
Da sich auch Einsteiger oder Umsteiger mit diesen Gerätegattungen beschäftigen, habe ich 'Astro-Equipment für Einsteiger' gewählt.
Die Geräte:
Refraktor f/5 (80mm Objektiv / 400mm Brennweite)
Reflektor f/8 (114mm Spiegel / 900mm Brennweite)
Der Refraktor
Gestern habe ich den Eskimonebel sehen wollen.
Doch dieser Nebel ist echt klein. Gesehen habe ich ihne bereits mit ca. 20x, bei 44x durch indirektes Sehen als kleines Scheibchen. Da ich als kürzestes Okular ein 6mm besitze komme ich bei 400mm Brennweite des Objektivs auf 66x Vergrößerung.
- Das ist für so ein Objekt (Durchmesser 47 Bogensekunden) immernoch zu wenig
- Das Bild in dem f/5-Refraktor wird flau (an den Sternen zu sehen), mehr geht also nicht wirklich
Ein Grenzgrößentest an den Plejaden ergab, dass mit 66x (flau) kein schwächerer Stern, als mit 44x (schärfer) zu sehen war. Wenn es mein einziges Gerät wäre, könnte ich bestimmte DS-Objekte, welche mit 80mm gehen könnten, nicht mehr genießen.
Der f/8 - Reflektor
Dafür wäre die gestrige Aktion am Eskimonebel genau sein Ding gewesen. Hoch vergrößern (100x) wäre an diesem Objekt leicht möglich gewesen und kein Farbsaum oder flaues Bild hätte gestört. Was fehlt ist eine große AP, um auch mal einen UHC-Filter von Astronomik einzusetzen, wie er bei obigen Refraktor häufiger zum Einsatz kommt. Es ist auch sperriger und taugt nicht für's Urlaubsgepäck.
Aber in der Summe (Nebel, Sternenhaufen, Mond, Planeten) ist dieses Gerät dem kompakten f/5-Refraktor in der Praxis überlegen. Ich kann auch alle Okulare verwenden, weil an f/8 die Randschärfe immer stimmt. Wenn das mein einziges Gerät wäre (es war auch lange so), dann hätte ich optisch fast alles abdecken können, was die Öffnung hergibt. Es ist nur größer und nicht so schnell aufgebaut.
Alles hat schon in diesem Forum gestanden, alle Empfehlungen für ein Allroundgerät gehen zum Newton. Vielleicht hilft dieser Thread ungefragt das warum besser zu erklären.
Clear skies,
Stefan