Die zweite Nacht: Vega, Mars, M13, M57

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aths

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Ort: Stadtrand von Wismar.

Datum 31. 7. 2003, ca. 22:50 - 1:20 Uhr.

Optik: Vixen ED-Refraktor, 102 mm Öffnung, 920 mm Brennweite. Okulare: LV-Okulare 5 mm, 9 mm, 25 mm. Weiteres Zubehör: Baader 60° Binokular, Glaswegkorrektor 1,70x (der 1,25x blieb zuhause) und ein Amici-Prisma.

Bedingungen: kein Mond, kaum Dunst, ziemlich freier Himmel, Licht von den Fenstern eines nahen Wohnheims und von Laternen in der Nähe.

Besonderheiten: Viele Enttäuschungen. Doch lest selbst!


Sterntest an Vega

Das 5 mm LV führt wieder dazu, dass Vega leichtes Doppelstern-Verhalten aufweist, eine "Trennung" gelang jedoch nicht. Spikes waren nur mit Amici-Prisma sichtbar. Die Beobachtung ohne Prisma gestaltete sich wegen der Zenitnähe recht schwierig.

Mit dem 5 mm LV (184x) waren grundsätzlich Beugungsringe zu sehen, die man nicht wegfokussiert bekommt. Es ist schwierig zu beurteilen, ob der Stern frei von lateraler Farbe ist, wenn im Fokus. Schade, dass kein erfahrener Astronomie-Amateur in der Nähe wohnt, der die Optik einschätzen könnte.

Intrafokal: Der Stern ansich ist nicht zu sehen. Um den schwarzen Mittelpunkt sind zwei Begungsringe. Darum ist ein sehr dicker, nach außen ausgefranster Beugungsring, mit lila Saum.

Extrafokal: Der Stern ist zu sehen, sehr dick und unscharf. Darum ein Beugungring, und darum herum wieder ein sehr dicker, ausgefranster Ring mit grünem Saum.

Wegen der unbequemen Lage habe ich die Tests jeweils nur in der Nähe der optischen Achse durchgeführt. Die Ringe wirkten jeweils ziemlich rund.


M13

Nanu? Das Rohr stieß an das Stativ an. Ich war erst mal total verdaddert, und kam eine Minute später darauf, das Rohr auf die andere Seite zu drehen...

Bei der Suche schon mal kurz drin gehabt — ein großer, diffuser Fleck, der nach außen schwächer wird. Ehe ich ihn "richtig" hatte, war noch etwas Suche nötig. Beobachtung monokular. Mit dem 25-mm-Okular (37x) der beschriebene diffuse Fleck. Mit dem 9 mm Okular (102x) konnte etwas Grießigkeit ausgemacht werden. Das Objekt war ziemlich lichtwach, mit indirektem Sehen wirkte der Kugelsternhaufen heller. Mit dem 5 mm Okular war der Sternhaufen noch etwas mehr vergrisselt. Eine Auflösung gelang jedoch nicht, auch nicht in den Randbereichen. Dort blieb es bei unscharfen kleinen Flecken.

Da hatte ich mehr erhofft!

Ich beoabachtete minutenlang, und dachte unentwegt "da ist mehr drin!" Die 4"-Klasse wird oft damit beworben, dass Kugelsternhaufen drin seien. So groß wie der Fleck war, bin ich sicher, M13 gefunden zu haben. In der Nähe ist ja auch nichts vergleichbares. Ich war seit Wochen scharf darauf, endlich M13 zu sehen, und wurde ziemlich enttäuscht. Fokussiert habe ich übrigens an Sternen, die Unschärfe des Flecks war durch nachfokussieren natürlich nicht zu verringern.


Mars

Das einzige Highlight des Abends. Im Bino bekam ich ihn jedoch selbst bei nur 63x nicht zur Deckung. Ich versuchte es mit Schielen, um ihn zusammenzubringen, doch so viel schielen konnte ich nicht. In die andere Richtung, also um ihn weiter auseinander zu treiben, war besser zu schielen. Verwunderlich, denn der Mars befand sich in den einzelnen Bildfeldern, soweit das beurteilen war, an der gleichen Position, ich hatte wirklich damit gerechnen, die Bilder überlagert zu bekommen. Den Augen gönnte ich einige Ruhepausen, doch es war partout nicht drin, durch das Bino beidäugig nur einen Mars zu sehen. Der Abstand betrug ganz grob geschätzt mindestens 10 Marsradien.

63x zeigte noch nicht sehr viel. 313x war logischerweise viel zu viel, der Mars war zwar noch hell genug, aber nicht mehr scharf zu kriegen. Die Offenbarung kam mit 174x. Links ließ ich das (etwas kürzere) 25 mm Okular drin, und setzte dort die Kappe auf, rechts kam das 9 mm LV rein. Die Montierung war nur sehr ungenau eingenordet, doch ungefähr 8 Durchläufe lang reichte es aus, nur die Stundenachse nachzuführen (was dank der biegsamen Welle kein Problem war.)

Der Kriegsgott zeigte sich als für meine Begriffe erstaunlich große Scheibe, deren Begrenzung jedoch ziemlich waberte. Eindeutig waren aber dunklere Gebiete auszumachen, vor allem weiter oben, blickweise war "oben" auch eine Polkappe zu sehen.

Auf ein von einer Laterne angestrahlten Wohnblock gerichtet, war es übrigens kein Problem, das Bild zur Deckung zu bringen. Der Mars weigerte sich leider. Ich justierte dann noch den Sucher nach, was sehr beim nächsten Objekt half.


M57

Ich rührte etwas im Himmel herum, ohne Erfolg. Dann bemerkte ich, dass die beiden Sterne, zwischen denen sich der Ringnebel herumtreibt, gemeinsam im Sucher zu sehen sind und peilte mit dem Fadenkreuz auf die Mitte und hatte — voilà — den Ringnebel im Bino.

Das Bild bekam ich nicht vollständig zu Deckung. Immerhin ging es besser als beim Mars, der Abstand der beiden Rauchringe war deutlich geringer als der Abstand zwischen den zwei "Marsen". Beim First Light hatte ich M57 noch schön überlagert bekommen. Was auch total nervte, war, 2 Sterne im linken Bild zu haben, die rechts nicht da waren. Diese Sterne waren "fest" vor dem Hintergrund, also machten die Himmels- bzw. Erd-Drehung nicht mit. Offensichtlich handelt es sich um Reflexe, es gab weiterhin im linken Bild einen strichartigen Reflex. Das rechte Bild war auch nicht einwandfrei: Im oberen und linken Bereich war es seltsam dunkel. Dort fehlten Sterne, man links sehen konnte, und auch "echte" Sterne waren. Ein Tausch der Okulare führte zu keiner Änderung.

Ich wollte eine Beobachtung ohne Glaswegkorrektor versuchen. Den ich eingeschraubt hatte, der geht ohnehin wieder zurück, da er mit Kratern und Flecken von Baader geliefert wurde, vielleicht führt er ja auch diese komischen Merkmale ins System, die ich mit dem 1,25x GK noch nie feststellte. Als das Bino rausgedreht war, war dieser verfluchte Ring wieder so fest drauf, dass ich ihn nicht abgeschraubt bekam. Demzufolge blieb auch der Glaswegkorrektor drin.

Um mich zu beruhigen, sollte wenigstens der Mars noch mal monokular beobachtet werden. Leider sind die beiden Ringe, zwischen die die Verlängerungshülse geschraubt wird, ebenfalls zusammengewachsen. Da versuchte ich eine viertel Stunde lang, sie zu lösen, was aber nur oberflächliche Einschnitte und Abschabungen der Haut brachte.

Dieses total bescheuerte Ring-System welches kaum griffige Stellen hat wo man vernünftig anfassen kann, zwang dann zum vorzeitigen Abbau, denn so kam ich nur noch mit dem Amici-Prisma in den Fokus, dieses erzeugt am Mars jedoch einen dicken fetten Strich.
Link zur Grafik: http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/images/smilies/madman.gif <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />
 
Moin Arne,

au weia, klingt aber nicht besonders erfolgreich.
Gerade deine Schilderung von M13 hat mich gelinde gesagt erschüttert.
Auch meine Frau, die keinerlei Erfahrung mit Astonomie hat, konnte selbst im 80/400er FH bei suboptimalen Bedingungen (etwas Streulicht, leichter Dunst) zumindest ansatzweise die Randsterne auflösen.
Mir gelingt es als etwas geübteren Beobachter eigentlich immer. Im 6"f6,6 FH, abgeblendet auf 90mm/f11, ist er dann bis fast in das Zentrum aufgelöst.

Am Mars waren mit dem 6"er bei selber Abblendung und misserablem Seeing (zu früh, zu tief) bei 297x (Pentax 10,5mm & 3x Barlow) zumindest zeitweise Polkappe und sehr schön die dunklen Strukturen sichtbar. Zur Reduktion des Farbfehlers verwendeten wir dabei einen ND25 Mondfilter.

Ich vermute, das du da doch einige Montagsteile erwischt hast. Normal ist das jedenfalls nicht, was du beschreibst.
Solche Probleme kenne ich nicht mal von meinem billigsten Röhrchen, das ich habe.
 
wie gut die randsterne von M13 aufzulösen sind, hängt natürlich
auch stark von der transparenz der luft ab. da du vom stadtrand
bei außerdem noch großer feuchtigkeit beobachtet hast, denke ich
mal das unter diesen bedingungen mit 4" öffnung einfach nicht
mehr zu holen war.

wenn du am tage bilder im bino zur deckung bringst, in der
nacht jedoch nicht, so dürfte das eher an deiner physiognomie
liegen, sprich: du tust dir halt bei dunkelheit schwer mit dem bino.

das system mit den ringen ist ja ansich nicht schlecht, da es
ein vielzahl von anschlußmöglichkeiten eröffnet.
im umgang damit mußt du aber zwei sachen beachten:
1. alles nur ganz locker anziehen, also ohne kraftaufwand
nur auf ganz wenig zug festdrehen.
2. bei kälte sind die teile generell schwerer abzubekommen
als bei wärme.

dem sterntest nach denke ich ist dein gerät in ordnung.
so leichte verschiebungen der airydisk rühren meist von
unkontrollierten kopfbewegungen her, die man gerade in so
ungemütlicher postition, von unten einblickend ohne
zenitspiegel, nicht wirklich verhindern kann.

tip: kauf dir schnell einen guten 1.25" zenitspiegel.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hi Aths,
Mach dir mal wegen M13 keine Sorgen-meinen Erfahrungen nach ist kein Objekt seeingabhängiger. Selbst mit meinem kleinen 114/900er habe ich schon geschafft, den Rand in Einzelsterne aufzulösen-meistens gibt´s aber natürlich nur einen recht hellen Nebelfleck. Ich bin mir sicher, das mit M13 wird noch.
Gruß, Gardalon
 
Hallo!


blickweise war "oben" auch eine Polkappe zu sehen.
Die Polkappe nur blickweise zu sehen, finde ich nicht besonders berauschend. Sie ist schliesslich das auffälligste Oberflächenmerkmal des Mars.

Vielleicht hattest Du einfach ein schlechtes Seeing an dem Abend.

Wenn die Luft so feucht ist, solltest Du auch immer wieder mal kontrollieren, ob das Okular oder das Objektiv zugetaut ist.

Wie Bino schon schreibt: Ein sehr guter Zenitspiegel ist für einen teuren ED-Refraktor Pflicht!
Was Schärfe angeht, ist der William 2" top.
Wenn es ein 1.25" sein soll, kann ich den Televue Standard empfehlen.
Wenn Geld keine Rolle spielt sind die Everbright erste Wahl. Davon kenne ich aber nur den 2", der 1.25" wird aber auch nicht schlecht sein.


Gruß Harald
 
Hi aths!

Harald_M und bino habens zwar schon gesagt, aber ich muss es auch nochmal schreiben:
Pack das Amici-Prisma weg und kauf dir einen Zenit-Spiegel!
Wie du schon selbst geschrieben hast ist es verantwortlich für den "fetten Strich" beim Mars und ein wenig Farbe bringts auch noch mit sich...
Kauf dir am besten gleich einen 2"-Zenitspiegel. Wirklich perfekt verarbeitet und auch sonst sehr gut ist der von Williams.

Die wenigen/undeutlichen Details bei Mars liegen sicher an deiner doch recht frühen Beobachtungszeit. 2Uhr sollten es denke ich schon sein. Auch spielten wohl mangelnde Erfahrung bei der Detailwahrnehmung eine Rolle (war zumindest bei mir so -> auf meinem ersten Mars konnte ich auch nichts erkennen; gut, da war er aber auch ca. halb so groß wie jetzt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ).

Vielleicht ist aber wirklich Tau verantwortlich für deine Enttäuschungen.
Das würde ich beim nächsten Mal überprüfen und gegebenenfalls das Okular in der Hosentasche "auftauen".


 
Da bin ich ja erst mal größtenteils beruhigt.

Ja, am Ende gabs Tau. Imo nicht auf dem Objektiv (hatte da mal raufgeleuchtet) aber die Okulare und der Karkoschka-Einband waren leicht feucht. Das könnte mit eine Erklärung sein. Im Moment sind leider wieder Wolken da. Inwieweit das Bino nachts Sinn macht, teste ich auch noch weiter.

Wenn ich später ohnehin noch einen 2" Spiegel kaufen werde (so schnell wohl noch nicht) würde da ein 1,25" Spiegel auch noch lohnen? Die sind ja nicht sooo teuer. (Ok, der TV Spiegel ist doch sehr teuer.)
 
Die Polkappe nur blickweise zu sehen, finde ich nicht besonders berauschend. Sie ist schliesslich das auffälligste Oberflächenmerkmal des Mars.
Nun, ich fand das schon berauschend, denn so wie gestern sah ich den Mars noch nie. Der Rand waberte hin- und her, aber auf der Scheibe waren Dunkelgebiete, sogar mit ein klein wenig Struktur, erkennbar, und wie gesagt am Pol was "helles", blickweise ein kleiner, länglicher ovaler Fleck. Ich habe noch nie die Polkappen eines Planeten live gesehen (nichtmal unsere auf der Erde) und konnte nun ganz für mich den Mars entdecken... der Mars hat's gestern soweit rausgerissen, dass ich nicht total niedergeschlagen bin, astromäßig <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Vielleicht hattest Du einfach ein schlechtes Seeing an dem Abend.
Angesichsts dessen, wie sich M13 zeigte, wahrscheinlich.
Ein sehr guter Zenitspiegel ist für einen teuren ED-Refraktor Pflicht!
Was Schärfe angeht, ist der William 2" top.
Wenn es ein 1.25" sein soll, kann ich den Televue Standard empfehlen.
Wenn Geld keine Rolle spielt sind die Everbright erste Wahl. Davon kenne ich aber nur den 2", der 1.25" wird aber auch nicht schlecht sein.
Das Amici-Prisma werde ich trotz allem behalten, ein Zenitprisma oder Spiegel richtet zwar auf auf, das Bild bleibt aber seitenverkehrt, was das Lesen von Schrift erschweren dürfte.

Um einen Zenitspiegel komme ich natürlich früher oder später nicht herum.

Vom Williams hörte ich mal was von Problemen beim Anschluss. Leider kann ich mich nicht mehr genau erinnern, ich glaube, da war entweder irgendwas zu weich, oder zu kurz gebaut, oder so. Hast du den Williams?

Hast du eine Ahnung, ob die Everbrite-Modelle von TV außer 3 Prozentpunkte mehr Reflexion noch irgendwelche andere Vorteile haben? Ob der Zenitspiegel nun 1% oder 4% Licht schluckt, sollte doch praktisch egal sein.

Ehrlich gesagt wird mir bei den Zenitspiegel-Preisen schwindelig. So ein Everbrite kostet ca. so viel wie ein LVW- oder XL-Okular, und so ein Okular sollte doch deutlich aufwändiger in der Herstellung sein.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo!


Das Amici-Prisma werde ich trotz allem behalten, ein Zenitprisma oder Spiegel richtet zwar auf auf, das Bild bleibt aber seitenverkehrt, was das Lesen von Schrift erschweren dürfte.
Die Nachbarin sieht auch spiegelverkehrt gierig aus. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />


Vom Williams hörte ich mal was von Problemen beim Anschluss. Leider kann ich mich nicht mehr genau erinnern, ich glaube, da war entweder irgendwas zu weich, oder zu kurz gebaut, oder so. Hast du den Williams?
Ja, ich habe u.a. den Williams. Mein Exemplar ist von der Verarbeitung her wirklich sehr hochwertig. Da paßt alles und es sieht auch gut aus. Auch der Spiegel sitzt sehr genau auf 90°, so dass die Kollimation nicht verloren geht.
Die Schärfe ist ebenfalls sehr gut.
Was mir beim William aufgefallen ist ist, dass ich meine, dass er das Bild ganz leicht bläulich einfärbt. Das ist kaum wahrnehmbar, es verleiht dem Bild einen leicht kühlen Farbton.
Ein weiterer Punkt den man beachten sollte ist, dass er eine konische Anfasung hat. Diese ist zwar sehr praktisch, wenn er mit einer Schraube geklemmt wird. Wird er jedoch mit einem Ring geklemmt, dann kann der Ring sich in dieser Nut verkanten und man bekommt massive Probleme den ZS wieder abzubekommen. Das ist mir mal passiert, danach hatte ich den Ring entfernt und ihn mit einer Schraube geklemmt.
Ich kann Dir sagen, da tritt leichte Panik auf, wenn der ZS nicht mehr abgeht! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
Naja, er ist aber wieder abgegangen, wenn auch nur mit einem Trick, der zufällig funktionierte.


Hast du eine Ahnung, ob die Everbrite-Modelle von TV außer 3 Prozentpunkte mehr Reflexion noch irgendwelche andere Vorteile haben? Ob der Zenitspiegel nun 1% oder 4% Licht schluckt, sollte doch praktisch egal sein.
Die Everbrite-Spiegel haben eine Verspiegelung, die man "putzen" kann. Sie sind also viel langlebiger.
Auch zeigen die Everbright nicht so einen kühlen Farbton wie der William. Ob die Everbright sogar einen leicht warmen Farbton ins Bild bringen (sieht fast so aus), konnte ich noch nicht verifizieren.
Das Gehäuse der Everbrights ist allererste Sahne. Das ist Qualität pur.
Sie haben übrigens auch eine Nut, die ist aber nicht konisch.


Ehrlich gesagt wird mir bei den Zenitspiegel-Preisen schwindelig. So ein Everbrite kostet ca. so viel wie ein LVW- oder XL-Okular, und so ein Okular sollte doch deutlich aufwändiger in der Herstellung sein.
Stimmt.
Da "muss" man durch. So ein Everbright ist dann aber auch für viele Jahre ein Top-ZS, der keine Wünsche offen läßt. Wenn Du so einen Spiegel hast, dann brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen, obs nicht besser ein anderer wäre. Du hast dann einfach den besten. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Der William ist auch sehr gut. Es ist eben die Frage, wie viel Du dafür bereit bist auszugeben.
Ich persönlich bin der Meinung, dass die Geräte und Zubehörteile miteinander harmonieren sollten. So gesehen ist es sicher nicht übertrieben, wenn man für einen ED einen Everbright dazukauft.


Gruß Harald
 
Hallo aths!

Wenn ich später ohnehin noch einen 2" Spiegel kaufen werde (so schnell wohl noch nicht) würde da ein 1,25" Spiegel auch noch lohnen?

Also zwei ZS würde ich mir nicht besorgen. Denk nur mal an den "Stress" mit dem andauernden Wechseln. Mit einem 2" (ob Williams oder TV) bist du auf der sicheren Seite, denn du kannst ja mit dem einen sowohl 1,25 als auch 2"-Okulare benutzen.
2 Spiegel halte ich für absolut rausgeschmissenes Geld. Für das Geld, das die zwei Spiegel zusammen kosten, kannst du dir gleich einen 2"-TV Everbright kaufen!

 
Stimmt auch wieder, dann lieber einen "richtig guten".

Das Problem ist, wenn man erst mal dieser Schiene fährt, bleibts teuer. Welches Okular für das maximale Gesichtsfeld? Wie wär's mit LV-W 42? He he he...

Im Moment _erwäge_ ich auch, irgendwann einen "Supersucher" aufs Rohr zu setzen, z.B. so einen GSO 80/480 mit 2" OAZ. Dann bräuchte es aber noch *gnarf* einen zweiten Zenitspiegel (der dann sicherlich nicht sooo toll sein muss) sowie ein anderes 2"-Okular (wo gibts eigentlich Kellner, welche die maximale Feldblende bei 2" ausnutzen?)
 
Hi aths!

Das Problem ist, wenn man erst mal dieser Schiene fährt, bleibts teuer.
Das würde ich so nicht sagen. Du musst dir ja keine 2"-Okulare für 400€ kaufen. Da gibts auch billigere Alternativen. Ich zum Beispiel nehme als Aufsuchokular beim 114er-Newton ein Antares-Erfle mit f=32mm. Das kostet derzeit so um die 150€ und hat um die 70° Gesichtsfeld.

Ach ja, pass auf, dass dein "Supersucher" nicht größer als das Teleskop wird! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />



 
Oder auch das RKE 40mm mit 55° GF für 88.-.

An f/12 funktioniert das bestens. Für den Preis ein echter Knüller!


Gruß Harald
 
Hallo Aths,

vielleicht liegt Deine Enttäuschung bezgl. M13 einfach an der relativ bescheidenen Öffnung deines Teleskops?
Mich hat M13 bei der Beobachtung durch verschiedene kleine und mittlere Refraktoren auch nie sonderlich beeindruckt. Erst nachdem ich (vor Jahren) M13 erstmals durch mein C8 beobachtet habe, konnte ich die Begeisterung anderer Beobachter nachvollziehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />.
 
Hol Dir nen 8" Dobson ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />
 
Mit Sicherheit hole ich mir jetzt keinen 8" Dobson.


geminga, nachdem, was man liest, ist mit 4" mehr drin, als ich bislang beobachten konnte.
 
Das mit dem Dobson hat Philip auf Gemingas Beitrag geantwortet.

Wie siehts mit dem Sterntest aus, hast Du den nochmal gemacht?

Zu Deinem Binoproblem habe ich eine Idee:
Steck doch mal Okus rein und mache folgendes: Messe mit einer Schieblehre, ob die Okus "am Ende" näher zusammenstehen als an der Einsteckstelle.
Wenn dem so wäre, dann ist das Bino nämlich nicht in Ordnung.
Berichte doch mal, was dabei rausgekommen ist.


Gruß Harald
 
"Schade, dass kein erfahrener Astronomie-Amateur in der Nähe wohnt, der die Optik einschätzen könnte."

Schleich Dich Ende September zum IHT! Selbst, wenn's nur für eine Nacht ist.
 
Hallo Arne,

alle Angaben über das IHT-Reinsehlen findest Du unter www.astrogarten.de.
Wenn das Wetter gut wird (bleibt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />), dann schaue ruhig mal vorbei.

Deinen Text habe ich nur kurz überflogen. Das Bino könnte tatsächlich dejustiert sein, versuch es jedoch noch mal in einer entspannten Haltung und im ausgeruhten Zustand.
Wieso hast Du eigentlich zwei GK (oder ich habe die Lösung überlesen)?
Wie sieht es mit einem Blick durch ein Fernglas aus? Hast Du da auch Probleme? Sonst könnte es tatsächlich an Deinen Augen liegen, wobei Du ja bei der Tagbeobachtung keine Probleme hattest.

Falls Du Hülsen nicht mehr auf die schnelle auseinander bekommst, versuch es mal mit zwei Tüchern oder am Hemd mit wenig Druck bzw. gleichmäßigen Druck. Beim nächsten Mal dann dran Denken.

Mit dem Sterntest mach Dir mal nicht all zu viele Gedanken. Wenn die Beugungsringe rund sind und die Optik zentriert ist, ist erst einmal alles in Ordnung. Hast ja 10 Jahre Garantie drauf. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Viele Grüße und evtl. bis zum IHT
N. Kloth
 
Hallo, auf der Seite konnte ich zum IHV leider nichts finden.

Das Problem ist bei mir btw generell, auf jemanden angewiesen zu sein, der ein Auto hat. Ich habe weder Auto noch Fleppen, anders ist ein Verreisen mit dem Rohr praktisch undenkbar. (Im Notfall könnte man Stativ und Montierung hier lassen und nur das Rohr mitnehmen.)

Mit meinem 10x40-Fernglas bringe ich das Bild tagsüber wie auch nachts zur Deckung. Das Bino selbst und die verkanteten Ringe sind derzeit zurückgeschickt und werden wieder hergesendet.

Zwei GK sind vorhanden, um mit einem Okular-Paar zwei Vergrößerungen realisieren zu können. Natürlich kann man nicht ständig den GK wechseln, das wäre zu nervig, doch je nachdem was man nachts beobachtet, könnte man sich zwischen dem 1,25x und 1,7x entscheiden. Falls sich herausstellen sollte, dass mit dem Bino an Planeten für meine Augen generell keine Deckung zu erreichen ist, werde ich fragen, ob man das zurück geben kann. Allerdings würde ich natürlich viel lieber binokular beobachten, wenn sich das einrichten lässt.
 
Hallo Arne,

IHT, nicht IHV <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
www.astrogarten.de
--> Teleskoptreffen
--> IHT-Reinsehlen
(oder direkt auf den linken oberen Banner klicken).

Vielleicht findest Du ja noch jemanden aus Deiner Gegend, der Dich mitnehmen kann?
Falls das Wetter gut wird, kann man Dich auch vom Bahnhof (Schneverdingen) abholen und wieder hinbringen.

Wenn Du mit Deinem Bino dann immer noch Probleme haben solltest, kannst Du mal durch mein Großfeldbino schauen bzw. bei Dir am ED testen. Wäre ja gelacht, wenn wir das nicht hinbekommen würden. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Meld Dich einfach vorher noch mal per e-Mail.
(Treffen ist vom 26. - 28. Sept. 2003)

Viele Grüße
N. Kloth
 
http://www.astrogarten.de/IHT.htm

Falls Du hinfährst, stell Dich nicht zu weit nach links, dort hast Du die ganze Nacht eine hübsche Türbeleuchtung im Augenwinkel... *g* Ist jedenfalls sehr empfehlenswert, da es das am dichtesten dran ist (von Wismar aus in zwei Stunden zu erreichen) und die Menschemenge überschaubare Dimensionen hat.
 
Hallo Leute,

habe vergessen, dass ich in diesem Thread was gepostet habe. Ich meinte mit meiner kleinen Bemerkung betr. des 8" Dobsons eigentlich den guten Aths (war eher als Scherz gemeint)! Mit 4" und egal mit welchen Optik ist halt auch der große M13 nen kleiner Nebel, der nur öffnungsbedingt am Rand auflöst,- mit 4" ist - aus meiner Sicht und ich bin Öffnungsfetischist - bei Deep Sky halt nur aus ein paar Objekten was rauszuholen und da gehören Kugelsternhaufen nicht dazu! Die ideale Ausrüstung ist dann halt der ED von aths für Planeten und helle planetarische Nebel und ein >8" dob als Deep sky Ergänzung.
Das meinte ich,- keine Angst, das war kein Angriff, ist halt mein Erfahrungswert <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Hier nochmal ein Link von M13 mit versch. Öffnungen, da kann man sich dann vorstellen, was aus anderen Öffnungen rauszuholen ist!
http://www.globaldialog.com/%7Eobsessiontscp/m13page.html



CS

Philip
 
Hallo, terminlich ist das leider schlecht. Am 30. September habe ich nämlich eine größere Untersuchung vor mir (Gen-Test auf Marfan-Syndrom.) Das wird schwierig genug, das mit den Vorlesungen / Laborpraktika hinzubekommen, zumal ich für die Untersuchung wegfahren muss. Wenn die neuen Stundenpläne raus sind, gucke ich mal, ob sich da über das IHT-Wochenende was machen lässt. Das wäre natürlich sehr schön, mal durch andere Optiken sehen zu können. Beispielsweise interessieren mich (allgemein, nicht in Planung eines Gerätekaufes) die Unterschiede zwischen 150 und 114 mm Öffnung beim Newton.


Hi philip_noack,

im Moment sieht es so aus: Montierung 4 kg, Stativ 7 kg, Tubus knapp 4 kg, ... das ist eine Menge zu schleppen und stellt auch schon ein kleines Stau-Problem dar. Ein 8"-Dob wäre preislich erschwinglich, würde das Problem des Verstauens allerdings erheblich verschärfen (angesichts eines Zimmers im Studentenwohnheim) und das Gewichts-Problem nicht gerade verkleinern. Zunächst werde ich versuchen, die Jahrtausend-Marsopposition auszunutzen, um mich später anderen Planeten zu widmen. Was Deep Sky angeht, lasse ich mir Zeit — die Objekte fliegen ja nicht weg. (Ok, das tun sie natürlich doch, aber nicht so schnell, als dass sie in 10 oder 20 Jahren nicht mehr zu sehen wären.)
 
Merkwürdig...

... aber da sehe ich mit meinem 114er mehr an M 13 als das "typische" 8-Zoll-Fernrohr!

Die Werbung versucht offenbar den Eindruck zu erwecken, daß man ein Teleskop von mindestens 15 Zoll braucht, um M 13 einigermaßen zu sehen.
Die Bilder sind ohnehin kaum miteinander vergleichbar, da jeweils andere Vergrößerungen gezeigt werden. Ein schlechter Vergleich, finde ich.
Die Bilderreihe ist keine gute Werbung für die angebotenen Teleskope!

Gruß
Christian
 
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