Dioptrieausgleich!

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Rhoener

Mitglied
Hallo!

Ich habe da so meine Probleme, einmal muß ich leicht nach Minus drehen und einmal nach Plus, je nach meiner anscheinenden "Tagesform".
Ich bin Brillenträger und meine Werte sind links -1,0 und rechts -1,5. Muß ich da jetzt auf Plus oder Minus drehen?

Wie stellt man sowieso am besten ein?
Ich habe hier schon in älteren Beiträge gesucht und auch teilweise Informationen gefunden.
Zum entspannten Sehen (beidäugig) soll man ja von nah komment scharfstellen. Ich hoffe jetzt das, daß so stimmt. Soll man jetzt beim Dioptrieausgleich bei den einzelnen Augen auch so vorgehen, oder wie macht man das am besten, ohne die Augen falsch zu akkomodieren.

Viele Grüße
Rainer
 
Hallo Rainer,

also ich kneife das rechte Auge leicht zu und stelle mit dem Mitteltrieb für's linke Auge scharf. Schwierigkeit ist dabei dem linken Auge das Akkomodieren zu verbieten - Übungssache. Manchmal schließe ich das linke Auge kurz und entspanne mich/es dadurch.
Dann Wechsel. Linkes Auge zu und mit rechtem entspannt kucken und mit dem Dioptrienausgleich scharfstellen.
Wenn ich jetzt mit beiden Augen kucke und das Bild ist weniger scharf als die Einzelbilder, dann ist entweder mein Glas schlecht justiert oder ich habe eben doch akkomodiert beim Einstellen.

Wenn du unterschiedliche Werte beim Einstellen abliest, hast du wahrscheinlich unterschiedlich stark akkomodiert. Nochmal, es geht darum, die Augen so zu stellen, das sie ins "Unendliche" kucken, d.h. etwas betrachten, das weit weg ist. Mit deiner Tagesform könnte es zu tun haben, wie gut du deine Augen entspannen kannst.

Grüße
Micha
 
Hallo Micha,

danke für die Antwort.

Im Grunde mache ich es genauso wie du, nur scheint mir das mit dem verbieten der Akkomodation nicht so gut zu gelingen.

Deswegen hätte ich eben auch noch gerne gewußt in welche Richtung ich den Dioptrieausgleich drehen muß.
Ich bin Kurzsichtig und meine Werte sind links -1,0 und rechts -1,5. Wenn ich jetzt ohne Brille durch das Fernglas schaue, muß ich da jetzt auf -0,5 oder +0,5 am rechten Okular drehen?

Leider ist Walter_E_Schön in diesem Forum nicht mehr tätig. Ein Artikel von Walter über dieses Thema würde bei mir dann keine Fragen mehr offen lassen. Ich warte schon sehnsüchtig darauf das sein Fernglasbuch fertig wird.

Viele Grüße
Rainer
 
Die Zentralfokussierung gleicht auf beiden Seiten -1,0 problemlos aus. Bleibt eine Differenz von -0,5, die Du am rechten Okular noch separat einstellst. Bei Einzelokulareinstellung stellst Du jeweils einzeln die richtigen Werte für beide Augen ein. Versprich Dir aber nicht zuviel bezüglich der Genauigkeit (hängt von der Qualität des Fernglases ab).

Gruß
Walter
 
Hallo Walter
Die Zentralfokussierung gleicht auf beiden Seiten -1,0 problemlos aus. Bleibt eine Differenz von -0,5, die Du am rechten Okular noch separat einstellst.
Was ich in meinem Fall ja speziell wissen will, ob ich um 0,5 Dioptrien nach Plus oder Minus drehen muß.

(hängt von der Qualität des Fernglases ab).
Die Qualität passt schon, ist ja mein neues Docter Fernglas. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
L E S E N !!!!!

Differenz von -0,5 am rechten Okular einstellen!!! Also 0,5 nach Minus!!!
Ob dann die Qualität von Docter passt, wird sich dabei erst noch herausstellen.

Gruß
Walter
 
Hallo Rainer,

ich vermute mal, dass die Dioptrienskala bei Ferngläsern wenigstens in der Beziehung genormt ist, dass die Richtung + und - bei allen Gläsern die gleiche ist - wie z. B. an meinem CZJ Dekarem, bei dem die Zahlenangaben fehlen, nur eine Unterscheidung von + und - ist da möglich, mit einigen Teilstrichen, bei denen weder Zahlen noch Maßsystem angegeben ist.

Dann gilt folgendes für die Benutzung OHNE Brille:

drehst Du das Okular in Richtung plus , so stellst Du das Glas auf eine nähere Distanz ein, stellst Du sie auf Null , so ist es in unendlich scharf.

Das Auge eines Kurzsichtigen hat eine zu hohe Brechkraft und sieht deshalb schon bei der Einstellung Null Objekte im näheren Bereich scharf, Objekte in Unendlich unscharf (kann sie auch durch Akkommodation nicht scharf bekommen, da diese die Augenbrechkraft noch weiter erhöht). Um entferntere Bereiche scharf zu sehen, muss er das Okular in Richtung MINUS drehen.

Bei einem Übersichtigen ist es komplexer. Damit er Objekte im Unendlichen deutlich sehen kann, müsste er eine Einstellung in Richtung PLUS vornehmen. Dann könnte er ohne Akkommodation im Unendlichen scharf sehen. Er könnte aber auch - und tut es i.d.R. auch - den Fehlbetrag akkommodieren, wenn er dazu altersgemäß noch in der Lage ist und sieht dann auch bei der Nulleinstellung scharf.

Aus diesem Grund ist es ratsam, in jedem Fall von einer hohen PLUS-Einstellung her zu kommen und langsam in Richtung Null zu drehen, um eventuelle Akkommodation zu unterdrücken; sie würde bei dieser Methode nur ein Anwachsen der Unschärfe erzeugen und unterbleibt deshalb. Sobald aus der Plus-Richtung kommend zum ersten Mal Schärfe herrscht, ist die richtige Einstellung gefunden.

Beste Grüße, Herbert
 
Hallo Rainer!
Ich hatte anfänglich auch meine Probleme mit dieser Art von Dioptrienausgleich s.a. mein Thread:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php/Cat/0/Number/337014/an/0/page/2#337014

Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und mache das folgendermaßen:
Ich sehe entspannt beidäugig auf ein weiter entferntes, flächiges Objekt - indem ich mich nicht voll auf das Ziel fokussiere, denn dann akkomodieren beide Augen und drehe am Diopter solange, bis mir beide Bilder (das irgendwie so, wie wenn Du im Vollrausch auf etwas schaust - so Du so einen schon einmal gehabt hast ***ggg****). Wenn Du quasi "von hinten" - ich kann das leider nicht beschreiben - obwohl ich vollkommen nüchtern bin - das Gefühl hast, daß beides scharf ist, dann passt meines Erachtens alles.
Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht, daß je nach Lichtverhältnissen die Dioptereinstellung leichter oder schwieriger ist, aber, irgendwie komme ich immer auf dieselbe Stellung. Womit ich mir z.B. gemerkt habe , von der Mittelstellung eine Rastung nach links.
Und nicht zuviel herumdrehen, das Auge ist ein tolles Instrument, es kann kleine Abweichungen gut akkomodieren.

Beste Grüße
Hans
 
Hallo Herbert!

stellst Du sie auf Null , so ist es in unendlich scharf.
Das habe ich jetzt noch nicht so richtig verstanden.
Sobald aus der Plus-Richtung kommend zum ersten Mal Schärfe herrscht, ist die richtige Einstellung gefunden.
Das hat mir jetzt weiter geholfen, Danke!

Hallo Hans!

wenn Du im Vollrausch auf etwas schaust - so Du so einen schon einmal gehabt hast ***ggg****).
Vollrausch, was ist das, das hatte ich bestimmt noch nicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach.gif" alt="" />
Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht, daß je nach Lichtverhältnissen die Dioptereinstellung leichter oder schwieriger ist
Genau diese Erfahrung habe ich gemacht. Am Tage und bei den Sternen am Nachthimmel muß ich eine raste nach rechts, bei sehr trüben Wetter und in der Dämmerung bin ich bei ein bis zwei Rasten links.

Ich habe ohnehin schon gemerkt das ich an meinem rechten Auge ein Problem habe. Im Normalen Leben, ohne Fernglas, sehe ich nicht immer scharf auf mein rechtes Auge, obwohl meine Brille erst ein Jahr alt ist. Mir ist auch schon aufgefallen das meine rechte Pupille manchmal bis zu 1 mm größer ist als das linke. Ich weiß jetzt nicht ob ich das mit einer neueren Brille beheben kann, oder ob etwas anderes mit meinem Auge nicht stimmt.

Viele Grüße,
Rainer
 
Hallo Rainer!
Schade, so ein Vollrausch kann schon mal was spannendes sein, ganz besonders, wenn Du Dir am nächsten Tag erzählen lässt, was man behauptet hat, das man es in einem Teleskop oder Fernglas schon gesehen hat (Kicher)!

Nun im Ernst - ich denke, das hat auch damit zu tun, daß die Pupille ja wie eine Blende wirkt - je kleiner die Blende, desto größer die Schärfentiefe und damit das subektive Empfinden von scharf und unscharf - denke ich halt einmal.
Diesen Effekt:

"Genau diese Erfahrung habe ich gemacht. Am Tage und bei den Sternen am Nachthimmel muß ich eine raste nach rechts, bei sehr trüben Wetter und in der Dämmerung bin ich bei ein bis zwei Rasten links"
habe ich auch, auch bei anderen Ferngläsern schon gemacht, z.B. beim 10x50 Classic - allerdings halt mit der Dioptereinstellung am Okular selbst - beobachtet.
So gesehen nichts ungewöhnliches.

Wo sind bitte Walter E. Schön und Frank Schäfer ?
Die können uns das ja erklären.

Aber ansonsten? Wie bist DU mit dem Griff zum Docter 8x42 B/CF zufrieden ?

CS
Hans
 
Hallo Hans!

Aber ansonsten? Wie bist DU mit dem Griff zum Docter 8x42 B/CF zufrieden ?
Ich bin damit sehr zufrieden. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
Ich möchte es nicht mehr hergeben, ein Blick durch eines meiner anderen Gläser zeigt mir jederzeit wie überlegen das Docter Glas ist. Ich kann es nur jedem Empfehlen der ein Sehr Gutes Fernglas in der mittleren Preiskategorie sucht.

Viele Grüße,
Rainer
 
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