Dioptrieneinstellung - Einige Unklarheiten

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bensonmam

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Hallo allerseits,
mir sind da einige Dinge unklar, was die Dioptrieneinstellung angeht. Wie kann die Dioptrieneinstellung auf eine unterschiedliche Fehlsichtigkeit zwischen den beiden Augen eingestellt werden, wenn sie doch in den meisten Fällen nur auf der rechten Seite eingestellt wird ?
Angenommen, das linke Auge ist +0.8 weitsichtig und das rechte Auge +1.2. Wie bekommt man zwei gleichschrfe Bilder auf die gleiche Distanz hin ?
Danke euch schon mal für die Antworten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />

Gruß
Alex
 
Hallo Alex,

entscheidend ist die Differenz der Fehlsichtigkeit beider Augen und um die zu korrigieren reicht ein Einstellring aus. Den Rest erledigt die Zentralfokussierung. Dieser "Rest" schränkt dann aber auch den sog. Überhub (Fokussier-Reserve) des Fernglases ein, d.h. übersteigt das Maß der Fehlsichtigkeit den Überhub, dann kann der Nutzer nicht mehr auf Unendlich scharf stellen. Ebenso hängt die Nahgrenze eines FGs von der Fehlsichtigkeit des Benutzers ab.

Gruß
Walter
 
Ein Auge mit dem Mitteltrieb, das andere mit der Dioptirenkorrektur. Es wird als nicht die Fehlsichtigkeit ausgeglichen, sondern der *Unterschied* der fehlsichtigkeit zwischen links und rechts.

Es geht ganz einfach: Rechtes Auge zunkneifen, mit dem Mitteltrieb das linke scharfstellen. Linkes Auge zukneifen, Mitteltrieb so lassen und mit der Dioptrienkorrektur fürs rechte Auge scharfstellen. Am besten: den eingestellten Wert merken - des gibt eine kleine Skala rechts.
 
Hallo ihr beiden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />,
ach so ist das. Die Differenz wird ausgeglichen. Hab' mich nämlich schon gewundert, dass das linke Okular völlig unabhängig von der Sehleistung auf "standard" eingestellt bleibt. Aber das mit der Fokussier-Reserve ist eine interssante Sache.
Dazu müsste man doch sicher nur wissen, ab welcher Entfernung man ohne Fernglas scharf sieht und dann die Entfernung des fokussierten Objektes durch die Vergrößerung des Glases teilen.

Beispiel: Kürzeste Entfernung für die Fokussierfähigkeit des Auges = 60 cm (was schon extrem weitsichtig wäre). Entfernung des Objektes, das man mit Fernglas beobachtet = 5m. Diese 5m teilt man dann durch die 8-fache Vergrößerung des Fernglases und bekommt ~0,6m.
Also wenn ich jetzt nicht komplett auf dem Holzweg bin, dann sieht man ein 5m entferntes Objekt mit einem 8x Glas so, als ob es nur 0,6m Meter entfernt wäre, was in dem Fall auch der kürzesten Sehleistung des eigenen Auges entsprechen würde.

Gruß
Alex
 
Moin,
eine kurze, aber wichtige Frage beschäftigt mich noch. Ich habe seit ein paar Tagen das Kronos 20x60. Seltsamerweise sehe ich durch das rechte Okular bei der Dioptrieneinstellung -1 am schärfsten obwohl mein rechtes Auge +1.25 weitsichtig ist. Wie kann das sein ?
Und werden die Augen zu einer "unnatürlichen" und auf Dauer ermüdenden Haltung gezwungen, wenn man in einer nicht idealen Dioptrieneinstellung beobachtet ? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />
Würde mich sehr interessieren, vielen Dank

Alex
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Alex,
du stellst damit die Differenz der Fehlsichtigkeit zwischen deinen beiden Augen ein. Vorher mußt du mit dem Mitteltrieb auf's linke Auge scharf stellen. Was hat denn dein linkes Auge für einen Wert?
Außerdem würde ich nicht so viel Vertrauen in die Richtigkeit dieser Skala setzen. Sie kann ja auch falsch drauf sitzen!!
Ich benutze sie als groben Anhaltspunkt zur Einstellung, mehr nicht.

Wie bist du denn zufrieden mit dem Glas?

Grüße
Micha
 
Hi Micha,
das mit der Dioptrieneinstellung hat sich erledigt, ich war nur ein wenig zu voreilig <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Mit dem Glas bin ich wirklich zufrieden, tolles Preis - Leistungsverhältnis. Habe es vom Kay abgekauft <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
Allerdings ist es mir ein Rätsel, warum dem Gesichtfeld immer eine so große Bedeutung zugeordnet wird.
Das Kronos hat z.B. 71° Grad scheinbares Sehfeld. Soweit ich weiß sieht man davon doch aber nur max. 60° Grad, oder ?

Gruß
Alex
 
Hallo,

was mich dabei immer wundert, ist Folgendes:

Ich stelle - genau wie du es sagst - den Mitteltrieb so ein, dass ich mit dem linken Auge scharf sehe und mache danach den Dioptrienausgleich für das rechte Auge.

Wenn ich dann aber wieder mit beiden Augen durchschaue, muss ich den Mitteltrieb erneut etwas verändern, damit das Bild scharf wird. Das verstehe ich nicht so ganz.
 
Hallo,
du darfst nicht während der Prozedur mit dem jeweiligen Auge scharfstellen, akkomodieren nennt man das. Du must das Auge völlig entspannen und den Schärfepunkt nur über das Fernglas regeln. Übung!

Aber auch wenn das Glas leicht dejustiert ist, bekommst du zwar einzeln ein scharfes Bild, beim beidäugigen Schauen ist es dann aber wieder unscharf. Kann also auch daran liegen!

Viel Glück
Micha
 
Hallo Alex,
ich hab das Glas (Tento, baugleich zu Kronos) auch vor einigen Wochen bei ebay ersteigert. Ich bin auch zufrieden damit, allerdings muß ich die Augenmuscheln immer, auch ohne Brille, umklappen, sonst seh ich nur ca. 40°.
Ich hab jetzt endlich mein 20x80 repariert, das ist ein interessanter Vergleich mit dem Tento. Das 80er ist schon deutlich heller, aber gerade tagsüber ein unglaublicher Farbeimer. Nachts an den Sternen ist das natürlich egal. Das 20x80 hat dieses typische Fernglas-Öffnungsverhältnis von f4, während das Tento ca f5 hat, da ist es sicher einfacher, Schärfe zu erzeugen, und das sieht man ja auch. Ich weiß noch nicht welches ich behalten werde!

Grüße
Micha
 
Ich bin auch zufrieden damit, allerdings muß ich die Augenmuscheln immer, auch ohne Brille, umklappen, sonst seh ich nur ca. 40°.
[...]

Hi Micha,
tatsächlich! Hab die Augenmuscheln eben entfernt und man sieht tatsächlich deutlich mehr Sehfeld. Die Augenmuscheln des Kronos lassen sich leider nicht umklappen, weil sie einfach viel zu kurz sind. Dein Tento hat vielleicht andere Augenmuscheln, sonst wüsste' ich nicht, wie du sie umgeklappt hast <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />
P.S. Weißt du denn schon, wie du dein Glas am Stativ befestigst ? Die dazu empfohlene Stativhalterung
passt vom Gewindedurchmesser leider nicht an jede Stativ-Wechselplatte. Der Durchmesser ist größer als der, den man bei den meisten Kamaras findet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />


Gruß
Alex
 
Stativgewinde läßt sich reduzieren!

Hallo,

das Stativgewinde der Stativhalterung läßt sich mit einer Reduzierschraube (Übergewinde) aus dem Fotogeschäft auf das "normale" Fotogewinde reduzieren. Kostet weniger als ein Euro, wenn der Händler sie einzeln verkauft!
 
Hallo Michael,

fokussiere einfach zuerst mit Mitteltrieb (und auch Dioptrienausgleich) jeweils auf "über unendlich" bis zum Anschlag, dann fokussiere, erst nur mit einem Auge (Mitteltrieb), von "über unendlich" her kommend, bis es gerade richtig scharf wird, dann das andere mit dem Dioptrienausgleich. So hast du weniger Schwierigkeiten mit der Scharfstellung des Auges selbst.

Viel Erfolg, Gruß+cs,
Dietmar
 
Hallo Dietmar!
fokussiere einfach zuerst mit Mitteltrieb (und auch Dioptrienausgleich) jeweils auf "über unendlich" bis zum Anschlag, dann fokussiere, erst nur mit einem Auge (Mitteltrieb), von "über unendlich" her kommend, bis es gerade richtig scharf wird, dann das andere mit dem Dioptrienausgleich
Ist das so Richtig? Ich dachte es wäre Genau anders herum.

Viele Grüße,
Rainer
 
Hallo Rainer,
ich bin zwar nicht Dietmar, aber ich find das richtig was er geschrieben hat und will mal versuchen das so zu formulieren wie ich es verstanden habe.

Du drehst deine Okularbrücke auf Überunendlich, also ganz rein. Und auch den Diopter ganz rein.

Jetzt kuckst du durch und siehst mit Sicherheit alles unscharf; wenn nicht wüßte ich auch nicht weiter.
Deine Augen können jetzt akkomodieren soviel sie wollen, es nutzt nix, es ist kein gescheites Bild herzustellen, weil die Augen nicht nach Überunendlich akkomodieren können! Also beruhigen sich die Äuglein und harren der Dinge die da kommen. Und jetzt drehst du deine Okulare aus Überunendlich zurück. Und irgendwann wirds scharf, und eben nicht weil die Augen akkomodieren sondern weil dein Glas die Schärfe bringt. Das natürlich wieder erst mit dem linken Auge und mit dem rechten per Diopter....

Jetzt frag ich mich grad ob das eigentlich nur für den Blick in die Sterne, also nach Unendlich gilt, oder allgemein?

Grüße
Micha
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Rainer,

zu nachtschlafender Zeit:
Ja, du hast recht mit deiner Nachfrage, wie hier im Forum recht ausführlich und sachlich überaus korrekt beschrieben wird.

Nur glaube ich in über dreissig Fernglasjahren mit allerlei Gläsern die Erfahrung gemacht zu haben, daß ich beim Fernglas-Guggen mit meiner "Über-unendlich-Methode" einfach schneller zum Zielgucken komme - die "Augenentspannung" gelingt mir einfach nicht immer sofort beim angestrengten Fokussieren. Die Augenentspannung, und damit vielleicht nötiges eventuelles Nachfokussieren, kommen bei mir meist erst beim (Doppelsterne)Gucken.
Und das hat auch schon manch anderem geholfen ...

Wer es aber perfekt RICHTIG machen will, fokussiert so gut auf die eigenen Füße, wie möglich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> , peilt ganz entspannt dann mit jeweils einem Auge einen nahen, gerade noch im Glas fokussierbaren Punkt an (viel Spaß beim Aussuchen im Dunkeln! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ), bis er scharf ist, stellt dann mittig über den gesamten Fokussierweg auf die Sterne scharf (soweit die Mechanik das hergibt), und ist dann im Einklang mit den Gesetzen der Optik. Und sieht, hoffentlich, auch scharf.

Und ja, mit meiner Methode sehe zumindest ich meistens schneller annehmbar scharf. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />

Aber bittebitte, dies nicht als allgemeinglückseligmachende Weisheit ansehen, einfach ausprobieren, und eine andere, auch im Dunkeln brauchbare Methode anwenden, wenn's nicht weiterhilft, okay?

Gute Nacht+cs,
Dietmar
 
Hi Micha,

das " auf überunendlich " - Einstellen des Fernglases bringt leider NICHT den gewünschten Effekt der akkommodationslosen, also anstrengungsfreien und scharfen Beobachtung unendlich ferner Objekte.

Einen rechtsichtigen oder mit Brille korrigierten Beobachter vorausgesetztsetzt, sollte das Fernglas die Objekte nach unendlich abbilden. Diese werden genau dann scharf gesehen, wenn der Beobachter nicht akkommodiert. Jede Akkommodation bei unendlich fernen Objekten würde zu Unschärfe führen und unterbleibt deswegen.

Wir müssen also dafür sorgen, dass während der gesamten Einstellung die Augen keine Möglichkeit haben, durch Akkommodation die fehlende Schärfe zu erzeugen.

Nur, wenn Du das Glas auf die NÄHE einstellst, kann das Auge durch Akkommodation KEINE Schärfe ferner Objekte erzeugen (im Gegenteil: die Unschärfe würde steigen!) - darum wird es NICHT akkommodieren!

Bei Annäherung an die unendlich-Einstellung steigt die Schärfe und ist zum ersten Mal bei Erreichen der Unendlich-Einstellung voll vorhanden. Dreht man nun weiter - in Richtung "über-unendlich", so könnte das Auge die entstehende Unschärfe akkommodativ ausgleichen. Genau dies ist aber nicht erwünscht.

Also: die richtige Einstellung ist gefunden, wenn man - von der NAH-EINSTELLUNG kommend, zum ersten Mal volle Schärfe erreicht hat. Dies erfordert zu Beginn ein HERAUSDREHEN der Okus, nicht ein Hineindrehen!

Beste Grüße, Herbert
 
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