Dioptrienkorrektur - wie ist die Markierung zu lesen?

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mdopp65

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Hallo,
mein Verständnis der Dioptrienkorrektur, die man meist am rechten Rohr eines Fernglases einstellen kann, ist, dass bei Korrektur in Plus-Richtung die Brechung, also die Dioptrien erhöht werden.
Das teste ich wie folgt: Fernglas mit Korrekturrad in Nullstellung auf ein weit entferntes Objekt scharfstellen. Dann mit dem rechten Auge ein nahes Objekt anvisieren. Nun dreht man am Korrekturrad, bis das nahe Objekt schärfer wird. Das ist die Richtung mit höherer Brechzahl, mithin die Plus-Richtung.
ist das richtig?

Hintergrund der Frage ist das Verhalten meiner drei Ferngläser:
- Leica Trinovid erhöht die Dioptrien bei Drehung des Korrekturrades im Uhrzeigersinn. Diese Richtung ist auch mit Plus markiert.
- Leica Noctivid erhöht bei Drehung gegen den Uhrzeigersinn. Das Rad ist nicht markiert.
- Svarowski SLC erhöht ebenfalls bei Drehung gegen den Uhrzeigersinn. Diese Richtung ist allerdings mit Minus markiert.
Ich bin verwirrt :)

Viele Grüße
Martin
 
Habe ein Optolyth 8x40 und ein Celestron 20x80, beide laufen genau gegensätzlich, also ich kann keine Norm oder so feststellen.
Gibt es da überhaupt eine festgeschriebene Norm?
Ich denke das jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht und manche schreiben noch nicht mal was dabei wohin was geht.

CS Michael
 
Hallo Martin,
die Dioptrienkorrektur hast Du, meiner Meinung nach, richtigt beschrieben.
Bei der Brechzahl handelt es sich allerdings um Etwas anderes. Hier habe ich im Internet folgendes gefunden.Die Brechzahl (oft auch als Brechungsindex bezeichnet) ist eine physikalische Größe in der Optik. Sie kennzeichnet die Brechung einer elektromagnetischen Welle beim Übergang zwischen zwei Medien und ist das Verhältnis zwischen der Phasengeschwindigkeit des Lichtes c0 im Vakuum und seiner Phasengeschwindigkeit c im jeweiligen Medium. Allgemein bekannte Anwendungen der Bestimmung der Brechzahl sind die Bestimmung des Frostschutzmittelgehaltes in Kühlflüssigkeiten.
Ob man die Korrektur nun nach links oder rechts dreht, ist ja vom Hersteller so gewählt. Wir können uns freuen, dass es funktioniert. Viel einfacher wäre es, wenn
es die Korrektur durch den Mitteltrieb nicht mehr geben würde, sondern zwei einstellbare Okulare. So wäre eine Anpassung der unterschiedlichen Sehstärke der
Augen besser geholfen. Drehen muss ich an 2 verschiedenen Stellen immer. Ob es kostengünstiger wäre, weiß ich nicht. Viel Spaß beim "Drehen" . Rainer
 
Hallo Martin,

es gibt bei Ferngläsern bezüglich der Einstellungen und der Skalen keinerlei Normen und Übereinkünfte. Drehrichtungen und Übersetzungen sowohl der Fokussierung als auch des Dioptrienausgleichs sind völlig den Konstrukteuren überlassen. Der Dioptrienausgleich ist dann richtig eingestellt, wenn beide Seiten scharf sind. Mehr kann man dazu nicht sagen. Wo dann die Indexe auf ihren Skalen stehen und in welche Richtung Du kurbeln musstest, ist allein vom verwendeten Glas abhängig.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo zusammen,
danke für die Antworten. Ich hatte ja zumindest gehofft, dass es einen Quasi-Standard bei der Plus/Minus-Beschriftung gibt, wenn schon nicht bei der Drehrichtung, aber offenbar ist nichtmal das der Fall.
Nunja.
Grüße
Martin
 
Die einzige Regelmäßigkeit die ich feststellen konnte ist, das die Richtung des Dioptrienabgleich mit der Richtung des Fokus überein stimmt.
Heist das rechts-Dioptrien-minus auch rechts-Fokus-minus (also näher) bedeutet. dto für linksrum drehen.
 
Hallo Martin,
die Dioptrienkorrektur hast Du, meiner Meinung nach, richtigt beschrieben.
Bei der Brechzahl handelt es sich allerdings um Etwas anderes. Hier habe ich im Internet folgendes gefunden.Die Brechzahl (oft auch als Brechungsindex bezeichnet) ist eine physikalische Größe in der Optik. Sie kennzeichnet die Brechung einer elektromagnetischen Welle beim Übergang zwischen zwei Medien und ist das Verhältnis zwischen der Phasengeschwindigkeit des Lichtes c0 im Vakuum und seiner Phasengeschwindigkeit c im jeweiligen Medium. Allgemein bekannte Anwendungen der Bestimmung der Brechzahl sind die Bestimmung des Frostschutzmittelgehaltes in Kühlflüssigkeiten.
Ob man die Korrektur nun nach links oder rechts dreht, ist ja vom Hersteller so gewählt. Wir können uns freuen, dass es funktioniert. Viel einfacher wäre es, wenn
es die Korrektur durch den Mitteltrieb nicht mehr geben würde, sondern zwei einstellbare Okulare. So wäre eine Anpassung der unterschiedlichen Sehstärke der
Augen besser geholfen. Drehen muss ich an 2 verschiedenen Stellen immer. Ob es kostengünstiger wäre, weiß ich nicht. Viel Spaß beim "Drehen" . Rainer
Du hast natürlich völlig recht mit dem Hinweis auf die Brechzahl. Die ist natürlich von den Medien (Glassorten, Luft) abhängig, nicht von der Position der Linsengruppen (Fokuseinstellung). Ich hatte das auch so gemeint, hätte es aber nochmal gegenlesen sollen…
 
Hallo Rainer,

Drehen muss ich an 2 verschiedenen Stellen immer.

Nein, das muss man nicht. Wenn man den Dioptrienausgleich auf seine Augen eingestellt hat, dann reicht einmal drehen am Mitteltrieb für die Fokussierung, also für nah und fern. Erst wenn eine andere Person das Fernglas nutzt, muss diese den Dioptrienausgleich erneut einstellen.

Gruß
Andreas
 
Viel einfacher wäre es, wenn
es die Korrektur durch den Mitteltrieb nicht mehr geben würde, sondern zwei einstellbare Okulare. So wäre eine Anpassung der unterschiedlichen Sehstärke der
Augen besser geholfen.
Moin,

besonders die "Birder" würde es erfreuen, die wären dann nur noch am kurbeln....;)
Eine Einzelfokussierung ist viel aufwändiger, langsamer und ungenauer (wenn es schnell gehen muss) als ein Mitteltrieb, für Astro und die Seefahrt ist Einzelfokussierung o.k., ansonsten eher umständlich und nicht zweckmäßig.

Andreas
 
Hallo Andreas und Andreas,
wenn ich das Fernglas das erstemal in die Hand nehme, muß ich am Okular drehen und dann zum Ausgleich am Mitteltrieb korrigieren. Das sind 2x drehen. Anschließend nur noch einmal. Bei 2 Okularen mußt Du jedes Okular auf deine Augen einstellen, dass sind auch 2 x drehen. Ich habe so ein Fernglas und bin
sehr zufrieden damit. Erst, wenn ein anderes Objekt ( Nahbereich )muß neu korrigiert werden. Es dauert etwas länger, dass stimmt. Aber es ist für Deine beiden Augen dann bestens eingestellt. Dann kann eines eine Minus Dioptrienzahl und das andere Auge eine Plus Dioptrienzahl haben, es ist dann für beide Augen richtig eingestellt. Selbst Satelliten kann ich so verfolgen. Rainer
 
Hallo Andreas und Andreas,
wenn ich das Fernglas das erstemal in die Hand nehme, muß ich am Okular drehen und dann zum Ausgleich am Mitteltrieb korrigieren. Das sind 2x drehen. Anschließend nur noch einmal. Bei 2 Okularen mußt Du jedes Okular auf deine Augen einstellen, dass sind auch 2 x drehen. Ich habe so ein Fernglas und bin Es dauert etwas länger, dass stimmt. Aber es ist für Deine beiden Augen dann bestens eingestellt. Dann kann eines eine Minus Dioptrienzahl und das andere Auge eine Plus Dioptrienzahl haben, es ist dann für beide Augen richtig eingestellt. Selbst Satelliten kann ich so verfolgen. Rainer

Hallo Rainer,

bei einem Fernglas mit Mitteltrieb musst du nur einmal korrekt einstellen dann ist es auf nah und fern optimal eingestellt, so das Glas in Ordnung ist!
Bei Einzelfokussierung bist du dauernd am kurbeln, Satelliten sind eh auf die Unendlichkeitsposition da braucht es ja kein kurbeln.
Versuche mal einen schnell fliegenden Vogel oder andere Objekte die sich bewegen mit der Einzelfokussierung scharf zu stellen, dass ist Murks.
Kaum ein Vogelbeobachter würde ernsthaft so ein Glas verwenden
Wenn ein Fernglas mit Mitteltrieb in unterschiedlichen Entfernungen kein scharfes Bild zeigt ist irgendwas nicht in Ordnung, dass liegt aber nicht per se an der Mitteltriebfunktion.
Ich würde ein Fernglas mit Einzelfokussierung für die allgemeine Tagesbeobachtung nicht verwenden wollen, dass wäre mir zu viel Gefummel.

Andreas
 
Hallo Andreas,
ich habe das Celestron Echelon 10 x 70, dies hat einen Nahbereich ab 25 Meter. Ich habe es für die Astronomie gekauft. Es ist aber auch möglich Vögel im Flug zu beobachten. Die 1,85 kg setzen diesem Vergnügen doch schnell ein Ende. Ohne ein Stativ kommt man nicht aus. Der Mitteltrieb hat auch seinen Platz bei den
Ferngläsern. Ich habe auch ein 7 x 50 mit Mitteltrieb. Rainer
 
Hallo Andreas,
ich habe das Celestron Echelon 10 x 70, dies hat einen Nahbereich ab 25 Meter. Ich habe es für die Astronomie gekauft. Es ist aber auch möglich Vögel im Flug zu beobachten. Ohne ein Stativ kommt man nicht aus. Der Mitteltrieb hat auch seinen Platz bei den Ferngläsern.
Hallo Rainer,

ein Nahbereich von 25m. wäre für jeden Vogelbeobachter ein Nogo.
Es ist halt problematisch auf Stativ sinnvoll Vögel zu beobachten, man ist halt zu langsam, es sei denn man beobachtet im Unendlichkeitsbereich Vögel die fix auf einem Baum sitzen oder auf dem Boden nach Futter suchen, Greife in großer Höhe wäre auch noch denkbar.
Hast du schon mal versucht mit dem Glas Schwalben oder andere Hochgeschwindigkeitsvögel zu beobachten?
So ein Glas ist halt gut für die Astronomie, dafür ist es ja auch konzipiert.

Ich denke der Mitteltrieb hat einen weitaus größeren Platz bei Ferngläsern als die Einzelfokussierung, wenn die Einzelfokussierung bei "normaler" Tagesbeobachtung sinnvoll wäre hätten Hersteller wie Zeiss, Leica, Swarovski etc. darauf schon längst zurückgegriffen, Fakt ist aber das die eher ihr Know-How in einen möglichst perfekten Mitteltrieb je nach Hauptaugenmerk richten!
Für Birding ist ein mittelschneller bis schneller Trieb sinnvoll, Zeiss SF, Swarovski EL, Leica Ultravid mittelschnell bis schnell, Zeiss Conquest extrem schnell übersetzt!
Die Swarovski SLC werden von vielen Birdern schon als zu langsam angesehen, obwohl noch ungleich schneller als mit Einzelfokussierung, die SLC wurden durch Kontrastschub und den mäßig langsamen Mitteltrieb wohl eher für die Jäger konzipiert.
Das (und noch viel mehr) sind viele "Kleinigkeiten" die das jeweilige Glas zu einem Top-Fernglas in einem bestimmten Hauptbereich machen, die Komponenten sind schlüssig oder sollten es sein, dazu zählt eben auch der möglichst perfekte Mitteltrieb.
Wie gesagt, am Sternenhimmel ist gegen die Einzelfokussierung nichts einzuwenden, diese aber flächendeckend auf andere Bereiche auszudehnen halte ich für kontraproduktiv.

Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Andreas ( Bachianer ),
Ich danke Dir, für den Ausflug in die Ornitologie, und an die Anforderungen für ein passendes Fernglas dafür . Hier sind wir in einem Astronomieforum und die Ansprüche an ein Fernglas, für die Astrononmie, sind nicht die Gleichen. Rainer
 
Hallo Andreas ( Bachianer ),
Ich danke Dir, für den Ausflug in die Ornitologie, und an die Anforderungen für ein passendes Fernglas dafür . Hier sind wir in einem Astronomieforum und die Ansprüche an ein Fernglas, für die Astrononmie, sind nicht die Gleichen. Rainer
Hallo Rainer,

der Martin hat explizit eine Frage zu Ferngläsern mit Dioptrinausgleich und Mitteltrieb gestellt und nicht zu Ferngläsern mit Einzelfokussierung!
Ich weiß jetzt nicht ob Martin diese Gläser für die Astronomie verwendet, es ist aber durchaus denkbar.
Viel einfacher wäre es, wenn es die Korrektur durch den Mitteltrieb nicht mehr geben würde, sondern zwei einstellbare Okulare.
Zu kritisieren war halt oben gemachte Aussage, die suggeriert das Mitteltriebe ein unsinniges Feature wären, dem ist halt nicht so, zumindest bei den Ferngläsern die Martin's Frage betrafen.;)

Andreas
 
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