DIY Holz EQ-Montierung ...

linuxer

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Hallo Leute,

ich habe meine Holz-Montierung etwas Überarbeitet und verwende jetzt für beide Achsen einen Nema17 mit PG27.
Das Zahnriemenrad der RA-Achse ist ein 80er aus Aluminium, das der DEC-Achse ist ein 72er aus PETG, aus meinem 3D Drucker.
Desweiteren musste ich das Gehäuse etwas vergrößern um Platz für das 2 Planetengetriebe zu haben.

Auch verwende ich nicht mehr die billigen 4mm Pappel-Holzplatten die ich verleimt hatte, sondern verwende jetzt 8mm Buchen Schichtholz das wesentlich härter
und verwindungsfester ist.
Auch die Steuerung habe ich etwas überarbeitet.
Als Steurung verwende ich einen ESP32 mit 2 x TMC2209 für die Motorsteuerung.
Auf dem ESP kommt OnStep zum Einsatz.
Auch die Polhöhenwiege habe ich etwas überarbeitet und einige Schrauben mit Knöpfen versehen. Im dunkeln lassen sich die Knöpfe eben besser bedienen als irgendwelche Inbus-Schlüssel.
Für das grobe Poljustieren verwend ich einen Laserpointer der mit Magneten befestigt wird. Ein ganz kurzer Druck von einer halben Sekunde zeigt mir dann schon an ob die Montierung auf den Polarstern ausgerichtet ist. Die Feinjustierung erfolgt dann in Kstars/Ekos.

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Auch habe ich endlich meine neue Anschaffung testen können und das alte Canon EF 75-300mm Objektiv durch einen Touptek GS-350 ersetzt.
Das Canon Objektiv hat mir immer verzerrte Sterne geliefert das gehört mit dem Touptek der Vergangenheit an.
Ich hatte am WE endlich die Gelegenheit alles zusammen zu testen.

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Ich machte mir anfangs etwas sorgen bezüglich dem Spiel der PG27 und der neuen Brennweite von 350mm. Ich hatte zuvor nur mit dem EF 75-300 Andromeda mit 175mm Brennweite aufgenommen und war mir nicht ganz sicher ob ungeguided 1 Minute machbar ist.
Ich hatte bei einem Polfehler von 2' 50" bei einer Belichtungszeit von 50 Sekunden noch keine Probleme, erst bei 1 Minute zeigten sich ein paar leichte Eier. Ich denke also wenn ich unter 1' Polfehler bin dann sollte ich ungeguided die 1 Minute erreichen.

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Das Stativ besteht aus abgeschliffenen Zaunlatten und ist erstaunlich stabil. Das ganze muss natürlich noch Lackiert werden, das aber erst wenn alles getestet wurde.

Der Pi läuft mit Arch-Linux und arbeitet ohne Probleme. So kann ich immer auf die neueste Kstars/Ekos und PHD2 updaten ohne darauf warten zu müssen bis irgendwelche Distries die SW freigeben.
Da ich bis jetzt auch immer wieder Probleme hatte mit dem internen Wlan des Pi's verwende ich einen alten Wlan-Dongle mit Antenne. Das Ding ist zwar noch aus den frühen 2000er und hat nur 52Mbit aber zur Verbindung über das Tablet oder den PC mit Remmina ist das völlig ausreichend. Träge wird es erst wenn ich die aufgenommenen Bilder dann per scp auf den Rechner kopiere da ist momentan bei 2Mbit schluss allerdings geht es da ums Haus herum in den Hof. Das sind schon ein paar Meter.
Auch habe ich die SD-Karte durch eine alte 128GB SSD ersetzt. Partitioniert habe ich es so das 50GB für das System sind und der Rest als Partition für die Bilder verfügbar sind.
Dadurch erreiche ich zweierlei. Zum einen kann ich ein Backup des System mit DD machen was ja nur 50GB groß ist und zum anderen wären die aufnahmen bei einem Crash des Systems nicht verloren weil sie in einer eigenen Partition liegen.
Auch gehe ich damit dem Risiko aus dem weg das wenn einmal eine Update in die Hose geht ich das System mit dem Backup wieder herstellen kann.
Das ganze sieht zwar jetzt noch wild aus, aber wird später noch aufgeräumt :)

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Für die Stromversorgung muss momentan noch eine alte Autobatterie her halten. Die 12V gehen in einen kleinen Verteiler der dann auf 3 Ausgänge geht. Augang 1 ist für die Versorgung des ESP/OnStep. An Ausgang 2 habe ich einen kleinen 5V/5Amp Wandler als Versorgung für den Pi. Der 3 Ausgang geht direkt auf einen LM317 der in einen Akku-Dummy der EOS sitzt und auf 8V eingestellt und für die Versorgungsspannung der Canon EOS 350Da ist.
Um zu sehen wie viel Saft die Batterie noch hat habe ich noch einen kleinen Spannungsmesser eingebaut. Davon hatte ich vor ein paar Jahren bei Banggood ein paar bestellt.

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Okay hier ist eine "Testaufnahme" von HD_228355. Der Stern in der Mitte ;)
Mit der EOS bin ich komplett undersampelt aber es war auch nur ein Test. Die Sterne sind zum großen Teil rund was schon mal sehr erfreulich ist.
Das Platesolving, Goto sowie das Slewing funktioniert problemlos. Es war von Samstag auf Sonntag leider nicht ganz Windstill und ich hatte ein paar Böen. Von den
205 Bildern habe ich 18 nicht mit gestackt weil sie leichte Eier-Sterne hatten.

Ansonsten habe ich 187 Lights a 30 Sekunden. 20 Bias, 20 Flats und 20 Darks.
Stacking und bearbeitet mit Siril. Für den Feinschliff hatte ich SetiAstroSuite-Pro und Gimp für den Text (der hier nicht darauf ist) :)

Die ganze RIG habe ich extra für den Hof/Garten gebaut weil ich keinen Bock habe meinen 10"/F4,7 mit der EQ6 nachts in den Hof/Garten zu schleppen bzw dann wieder zurück. Für das bin ich zu alt ;)
Vom Balkon aus habe ich eine Sicht von ca. 100° - 240° und eine Höhe von um die 5° - 65°. Natürlich entgehen mir da die einen oder anderen Objekte, aber damit kann ich leben. Das ganze war eigentlich nur mal als Provisorium gedacht weil ich Andromeda aufnehmen wollte ...

Die nächsten Aufnahmen werde ich mit der SV705c machen mal sehen wie das wird und mal sehen wie die EQ mit dem Guiding klar kommt. Ich denke da jetzt an den Backlash.
 
Hallo Thomas,

Ja Wahnsinn, sowas gefällt mir!! Eine tolle Konstruktion mit vielen guten Ideen und richtig ordentlich umgesetzt, wie ich finde. Echt toll geworden, ich bin begeistert, auch über das DIY Stativ.
Sind die orangenen, Durchführungen der RA und DEC Achsen nur Lagerblöcke, oder sind das 3D gedruckte HD-Getriebe? Welche Untersetzung haben die ggf? . Welche Untersetzung hast Du insgesamt vom Stepper zur Achse?
Nach Deinem Testbild zu urteilen, läuft die Montierung wirklich erstaunlich sauber, bin beeindruckt.

Viel Spaß damit und CS
Ralf
 
Hallo Ralf,
danke für die netten Worte.
Die Orangenen Teile sind PETG-Halterungen für die 4 Lager 32x20x16.
RA Nema17 - PG27 - 20er auf 80er Riemenrad macht eine Untersetzung von 107,4 bei 32 Mikroschritt (TMC2209) sollten um die 1900 Schritte sein.
DEC im Prinzip das selbe nur geht da ein 20er auf ein 72er Riemenrad (hatte etwas Platzprobleme) macht das eine Untersetzung von 96,66. Bei 32 Mikroschritt sind das um die 1700 Schritte pro Puls.

Nach Deinem Testbild zu urteilen, läuft die Montierung wirklich erstaunlich sauber, bin beeindruckt.
Ja mich auch, war Überrascht.

Die beiden Achsen sind Restmetall was ich noch herum liegen hatte. Die RA-Achse besteht auch 20mm Messing die DEC-Achse aus Aluminium.
 
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