AstroGerdt
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
so langsam hat meine EQ3 immer mehr ausgedient.
Bis vor kurzem habe ich sie noch als meine primäre Montierung verwendet, und mit knapp 6kg beladen. Ich weiß, das ist deutlich mehr, als man der zumuten sollte, aber mit etwas tricksen hat es geklappt. Jetzt hat sie für alles andere als widefields aber endgültig ausgedient - mir ist nämlich eine der Klemmungen an den Stativbeinen gebrochen. Die sind leider nur aus billigem Plastik.
Da ich sie aber in Zukunft noch für Widefields als Zweitmontierung nutzen will, habe ich die Klemmung wieder so weit repariert, dass man alles wieder verwenden kann. Da viele andere diese Montierung ebenfalls nutzen, will ich hier zwei Tipps zeigen, wie man die Klemmung deutlich verbessern kann, um zu vermeiden, dass sie so wie bei mir einfach bricht.
Um das Brechen der Klemmung zu vermeiden habe ich mir Schwerlastkabelbinder besorgt, die einiges an Last halten. Davon habe ich um jede Klemmung zwei Stück angebracht. Beim Festziehen der Klemmung fangen diese einen großen Teil des Drucks ab, der normalerweise auf die Klemmung wirkt, und diese sogar verformt. So gewinnt man deutlich an Stabilität und verhindert ein Brechen. Das sieht dann so aus:
Da meine schon beschädigte Klemmung dabei immer noch alles andere als Vertrauenserweckend klang, habe ich noch eine weitere Kleinigkeit modifiziert. Ich habe auf die Innenseite aller Beine eine Gummimatte geklebt, welche die Reibung zwischen dem Stativbein und der Halterung deutlich erhört. Wichtig ist dabei, dass man das Bein zuerst komplett entfernt, und dann auch in der Klemmung selbst eine Gummimatte anbringt - das hatte ich zuerst vergessen, bringt aber den größten Effekt.
So muss ich die Klemmung längst nicht mehr so fest anziehen wie vorher, und habe dabei noch einen deutlich besseren Halt.
Wenn ich eine der Klemmungen jetzt nicht übermäßig fest anziehe, kann ich dieses Stativbein auch bei deutlicher Anstrengung nicht mehr nach oben schieben - vorher wäre das für mich ohne weiteres möglich gewesen. Der Effekt ist also sehr deutlich, und jedes der einzelnen Beine kann jetzt rein vom Druck her mehr halten, als alle Beine zusammen halten müssen.
Natürlich ist das Stativ immer noch eher billig und klapprig. Aber die größte Schwachstelle, die am leichtesten kaputtgeht, ist so schon einmal beseitigt.
Ich hoffe, ich kann damit einigen helfen, den gleichen Defekt wie bei mir zu vermeiden.
Freundliche Grüße und CS
Gerrit
so langsam hat meine EQ3 immer mehr ausgedient.
Bis vor kurzem habe ich sie noch als meine primäre Montierung verwendet, und mit knapp 6kg beladen. Ich weiß, das ist deutlich mehr, als man der zumuten sollte, aber mit etwas tricksen hat es geklappt. Jetzt hat sie für alles andere als widefields aber endgültig ausgedient - mir ist nämlich eine der Klemmungen an den Stativbeinen gebrochen. Die sind leider nur aus billigem Plastik.
Da ich sie aber in Zukunft noch für Widefields als Zweitmontierung nutzen will, habe ich die Klemmung wieder so weit repariert, dass man alles wieder verwenden kann. Da viele andere diese Montierung ebenfalls nutzen, will ich hier zwei Tipps zeigen, wie man die Klemmung deutlich verbessern kann, um zu vermeiden, dass sie so wie bei mir einfach bricht.
Um das Brechen der Klemmung zu vermeiden habe ich mir Schwerlastkabelbinder besorgt, die einiges an Last halten. Davon habe ich um jede Klemmung zwei Stück angebracht. Beim Festziehen der Klemmung fangen diese einen großen Teil des Drucks ab, der normalerweise auf die Klemmung wirkt, und diese sogar verformt. So gewinnt man deutlich an Stabilität und verhindert ein Brechen. Das sieht dann so aus:
Da meine schon beschädigte Klemmung dabei immer noch alles andere als Vertrauenserweckend klang, habe ich noch eine weitere Kleinigkeit modifiziert. Ich habe auf die Innenseite aller Beine eine Gummimatte geklebt, welche die Reibung zwischen dem Stativbein und der Halterung deutlich erhört. Wichtig ist dabei, dass man das Bein zuerst komplett entfernt, und dann auch in der Klemmung selbst eine Gummimatte anbringt - das hatte ich zuerst vergessen, bringt aber den größten Effekt.
So muss ich die Klemmung längst nicht mehr so fest anziehen wie vorher, und habe dabei noch einen deutlich besseren Halt.
Wenn ich eine der Klemmungen jetzt nicht übermäßig fest anziehe, kann ich dieses Stativbein auch bei deutlicher Anstrengung nicht mehr nach oben schieben - vorher wäre das für mich ohne weiteres möglich gewesen. Der Effekt ist also sehr deutlich, und jedes der einzelnen Beine kann jetzt rein vom Druck her mehr halten, als alle Beine zusammen halten müssen.
Natürlich ist das Stativ immer noch eher billig und klapprig. Aber die größte Schwachstelle, die am leichtesten kaputtgeht, ist so schon einmal beseitigt.
Ich hoffe, ich kann damit einigen helfen, den gleichen Defekt wie bei mir zu vermeiden.
Freundliche Grüße und CS
Gerrit