DMK618 & DFK618 an Jupiter

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Astro-Mechanik

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Hallo,
ich habe mal bei mäßigem bis gutem Seeing die 2 Kameras an Jupiter ausprobiert.

C9 bei F20, Bearbeitungsschritte bei beiden Aufnahmen gleich.

Link zur Grafik: http://www.astronomieclub-volkach.de/Planeten/DFK_DMK_Vergleich.jpg

Ich kenne mich allerdings mit Planetenaufnahmen wenig aus, für einen Leitfaden wäre ich dankbar.
Hier habe ich in Giotto in 2 Schritten mit Mexikan-Hat-Filter gearbeitet, anschließend in PS3 nochmal nachgearbeitet.

Die Aufnahmen entstanden kurz hintereinander, die DFK618 kommt dabei allem Anschein nach sehr gut weg.
Erspart mir das doch die Filteraktion, mit der ich auf Grund der Hektik nicht zurechtkomme.
Für Schnellschüsse langt wohl die DFK, bei Mondaufnahmen dann natürlich die DMK.
 
Hi Stefan,

wer hätte das gedacht. Du und nochmal ein SCT ;)
Die Ergebnisse sehen schon sehr schön aus! Da steht aber gewiss noch was drinn. Bin gespannt auf weitere PIC's.

LG & CS,
Gerrit
 
Hallo Stefan,
Jupiter sieht gut und natürlich aus.
Planetenaufnahmen bearbeiten ist schon eine besondere "Kunst". Sicherlich ist aus den Aufnahmen noch mehr möglich. Ich kann Autostakkert empfehlen, Giotto verwende ich für Jupiter nicht mehr. Außerdem ist Giotto sehr langsam, hat aber noch einige sehr gute Funktionen. Mit Autostakkert kann man meistens mehr Bilder verwenden und dann Schärfe ich mit Registax. Es gibt sicherlich kein Rezept, wie man die Aufnahmen bearbeiten muss. Es kann jedesmal etwas anders zu besseren Ergebnissen führen.
 
Hallo Karl-Heinz,
Danke Dir!
Das C9, wie eigentlich fast alle C9, hat eine gute Optik.
Zu dem Zeitpunkt stand Jupiter aber noch nicht hoch, das Seeing war eher mittel.
Hier ist noch einiges drin, denke ich.

Wie geschrieben, ich werde nur mit der DFK arbeiten, denn hauptsächlich mache ich ja Deep Sky.
Zwischendrin mal schnell auf Jupiter oder nach Ende einer Belichtungsorgie. Mehr Zeit bleibt nicht.
Die bisherigen Ergebnisse sind doch anständig, höheren Anspruch habe ich an diesen "Nebenjob" nicht.

Die DMK wird dann mit dem C9 am Mond eingesetzt.
Das wird spannend.
 
Hallo Stefan,

das ist ja schon deutlich detaillierter! - Die Farben finde ich noch nicht optimal. Könntest Du denn bitte mal einen Link zu dem ungeschärften (!) Summenbild (16-Bit-Format) für Versuchszwecke angeben?

Gruß, Jan
 
Hallo Stefan,

Danke für den Link! - Zu meinem Erstaunen sind nicht nur die Farbauszüge von Deinem fertig bearbeiteten Bild, sondern auch die des via Link erreichbaren Bildes, das ja ungeschärft sein sollte, so verrauscht, dass man damit nicht viel anfangen kann. Außerdem sieht der Blauauszug etwas verzerrt aus. Wieviel Bilder waren denn hier im Stack?

Da ich selbst noch nie Farbvideobilder gestackt habe, kann ich nicht beurteilen, was da möglicherweise anders ist als beim Stacken von Monochrombildern. Die sehen bei mir jedenfalls weitestgehend rauschfrei aus. Das Rauschen kommt typischerweise erst bei kräftigem Schärfen zum Vorschein.

Könntest Du bitte mal zum Vergleich ein Summenbild aus der monochromen DMK verlinken?

Gruß, Jan
 
Hallo Stefan,

danke für den Link! - Es gibt hier zwei Probleme mit der Aufnahme, die einer vernünftigen Bildgewinnung im Wege stehen, nämlich

1. das Bild ist stark unterbelichtet,

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/DFK0002_g3_b3_ap9_0-65Kg100.jpg

2. die Farblayer sind verschoben.

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/DFK0002_g3_b3_ap9_0-65Kg200-rot.jpg

Das zweite Bild habe ich so gedreht, dass die Farbsäume links und rechts liegen, siehe auch links den Mond, das dürfte Io sein, wenn die Aufnahme am 16. 9. gegen 01:30 MESZ entstanden ist.

Wo jetzt die Farbsäume herkommen, ist mir nicht klar. Die Verschiebungsrichtung deutet auf die Jupiterbewegung am Himmel hin, und das wiederum auf eine möglicherweise zu lange Aufnahmedauer. Andererseits werden die Farben ja mit der DFK alle gleichzeitig aufgenommen, so dass eine solche Verschiebung eigentlich nicht auftreten sollte. Welche Rolle dann das Stackprogramm spielt, überblicke ich nicht. Vielleicht können wir mal ein Einzelbild aus dem Video auf Farbsäume prüfen?

Am Ende habe ich versuchsweise den Rotkanal herausgelöst und geschäft und diesen dann mit dem ungeschärften RGB nach Zurechtrückung der Farblayer zu einem R-RGB zusammengefügt:

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/Rot_von_DFK0002_g3_b3_ap9_dSinc140wD14002400wD11412141_usmR3S60_mitRGBflayer__fs150mf51_R095G095_0-30Kg090.jpg

Das Bild ist etwas verrauscht, die Farben scheinen aber einigermaßen zu stimmen.

Gruß, Jan

P.S. - Habe das letzte Bild eben noch auf eine Breite von 720 Pixeln getrimmt, damit es nicht verkleinert wird.
 
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Hallo Jan,

toll was du mit deiner Bearbeitung aus dem Material herausgeholt hast.

Das die Farblayer verschoben sind ist normal wenn man mit einer Farbkamera aufnimmt, je tiefer das Objekt am Horizont steht desto stärker tritt dieser Effekt auf, das liegt an der atmosphärischen Dispersion. Kann man mit Giotto manuell oder in Fitswork automatische korrigieren.

Wenn du monochrome mit Farbfiltern aufnimmst tritt dieser Effekt natürlich nicht auf.

MfG Gerry
 
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Zitat von Gerry_K:
das liegt an der atmosphärischen Dispersion.
Hallo Gerry,

vielen Dank für Deinen sehr einleuchtenden Hinweis! - Dann war die Orientierung des Planeten gegenüber dem Horizont wohl etwa so:

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/DFK0002_g3_b3_ap9_0-65Kg200_rot_rot-85.jpg

Das entspricht ja durchaus der steilen Ekliptik am herbstlichen Morgenhimmel. Das Phänomen ist mir schon bekannt, hätte nur nicht gedacht, dass der Effekt so deutlich ist.

Gruß, Jan
 
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Hallo Jan,
die Farbsäume stammen der atmosphärischen Dispersion, wie Gerry geschrieben hat.
Also vor der Bearbeitung die Farblayer zurechtrücken?
OK, wird ab sofort eh aufgenommen, wenn er höher steht.

Bis auf die Größe sehe ich jetzt in der Auflößung kaum einen Unterschied. Da bin ich schon auf dem richtigen Weg.

Hast Du vor oder nach der Bearbeitung vergrößert, und mit welchen Einstellungen?
 
Hallo Stefan,

Zitat von Astro-Mechanik:
Also vor der Bearbeitung die Farblayer zurechtrücken?
Richtig! - Das hatte ich mit dem RGB auch gemacht, bevor ich es mit dem geschärften Rot-Auszug zum R-RGB zusammengfügt habe. Die Vergrößerung um den Faktor 1,4 habe ich vor allen anderen Schritten mit Fitswork in der interpolierenden "dSinc"-Einstellung vorgenommen. Wenn ich die anschließenden Schärfungsprozeduren auf das gesamte RGB anwende, kommt vorläufig bei mir nichts gutes heraus, deshalb habe ich den Weg über R-RGB gewählt, wo nur der monochrome Rotauszug zu bearbeiten ist.

Zitat von Astro-Mechanik:
Bis auf die Größe sehe ich jetzt in der Auflößung kaum einen Unterschied. Da bin ich schon auf dem richtigen Weg.
Das sehe ich genauso. Bei guten Bedingungen kann das C9 natürlich viel mehr, wie einige Autoren hier eindrucksvoll gezeigt haben. Das wirst Du mit mit Deinem guten Auge und etwas mehr Erfahrung auch noch hinbekommen!

Gruß, Jan
 
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