Dobsob kaufen

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moons

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Hallo Astronomen,

Bin völlig neu in diesem Forum, nur damit Ihr es wisst :biggrin:

Ich habe noch nie ein Teleskope gehabt oder dergleichen.

Habe mich nun mal reichlich informiert nd bin auf dieses Gerät gestossen

http://www.astroshop.de/teleskope/g...n-teleskope/dobson-300c---300-1500mm---aktion

Kann mir jemand sagen ob es ein guter Allrounder ist und wie viel Geld ich für allfälligen Zubehör noch zupfen müsste?

Cool wäre wenn ich noch einige andere Einsteigermöglichkeiten zur Epfehlung sehen könnte, also gemeint was Ihr euch kaufen würdet wenn das Budget von 500 Euronen nicht überschritten werden darf!!

Merci im vorraus!



 
Hallo "moons",

wenn du noch nie ein Teleskop gehabt hast und dich informiert hast, sollte dir klar sein, dass du ein Gerät dieser Grösse erstmal live erleben und heben solltest ;)

In jedem Fall sieht man damit mächtig viel und der Preis überrascht mich nun auch, ist ordentlich gefallen, aber da kommt ein Rattenschwanz an Folgeinvestitionen hinterher - Okulare...

Auf jeden Fall vorher mal bei Leuten mitgehen und anschauen, das ist eine Grössenklasse die man in den durchschnittlichen Wagen nicht mehr auf die Rückbank bekommt, als ersten Eindruck:

http://www.taunus-astronomie.de/art_scopes.html

Wenn 500 Euro die Schmerzgrenze sind, ist das Gerät nichts, denn wie erwähnt kommt da noch einiges an Zubehör dazu, eventuell wäre es da besser erst mal mit "nur" 8" einzusteigen und dafür noch 200 Euro für nötiges Zubehör (aber auch dann nur das wichtigste!) über zu haben.

Viele Grüße Benny
 
@ benny,

erstmals danke für deine schnelle Antwort.

Natürlich habe ich mitbekommen das ich es zuerst mal live erleben sollte...

Aber ich wohne in einem kleinem niedlichen Dorf in der Schweiz und kenne alle 500 Einwohner

Keiner hat ein Teleskope.....

also muss ich das mit Bauchgefühl und guter Beratung von euch hinbekommen
 
Hi "moons",

erstmal willkommen- ein richtiger Name wäre auch nicht schlecht :/

Zum Wunschobjekt- ich hab auch einen 12"er, Galaxy ist baugleich mit GSO, wird von ICS in Augsburg unter dem Namen mit leicht anderer Ausstattung vertrieben.

Bei dem von dir ausgesuchten ist erst mal nur ein 32mm Kellner Okular dabei, zwar in 2", aber das bringt es auch nicht so unbedingt.

Gute Okulare sind bei einem 300/1500 schon wichtig. Dazu mal auf die Seite hier gucken, findest du viele Tips und weitere Links http://www.deepsky-brothers.de/

300/1500 ergibt ein System f/5, da sind besonders bei Weitwinkelokularen schon die etwas teuereren gefragt. Und die willst du gern nehmen weil du gerade beim Dobs sonst sehr schnell wieder nachschieben musst. Bei mir hat sich da inzwischen ein 17mm Nagler (275€) und ein 12mm Nagler (225€) eingefunden, beide Vorführteile. Letztes Jahr beim Neukauf nahm ich ein 9mm Nagler dazu, damals noch alter Preis 315€.

Du siehst, das geht ins Geld wenn es gut sein soll :(
Geht natürlich auch günstiger, aber rechne mal mit halbwegs vernünftigen Teilen mindestens pro Oku so ab 70€/Stück.

Egal welche Größe, die GSO haben ein Rollenlager unten drin, das solltest du möglichst schnell gegen eine Lagerung mit Teflon und Ebnoystar austauschen, gibt es bei ICS als fertiges Set. Sonstiges Zubehör- Sternkarte, Karoschka, Hocker höhenverstellbar, warme Klamotten, Rotlichtlampe (kann man Taschenlampe selber umbauen mit roter Folie)- und statt dem normalen Sucher z.B. einen Telrad oder ähnlich.
Telrad hat den Vorteil das die Zielkreise z.B. im Deepsky Reiseführer für viele Objekte eingedruckt sind.

Zur Größe kam ja schon ein passender Link. Ich fahr einen Fiat Stilo (wie Golf)- da passt alles noch grad so rein, aber Vordersitz vorklappen, Rückbank umlegen und Tubus längs reinschieben, Rockerbox und der Rest passt hinten daneben- Beifahrer? Nein danke, geht nicht mehr.

Gruß
Stefan
 
Naja, mit "Tuningmaßnahmen" gleich zu Beginn verschreckt man Neulinge nur, spreche da aus Erfahrung.

Erstmal ist wichtig, welches Teleskop "ins Haus soll" ... und für den Preis vonn 498 Euro ist ein 12 Zöller wirklich ein Schnäppchen.

1500 mm sind allerdings etwas weniger transportabel als 1200 mm, denn 300 mm mehr an Länge sind beim Autotransport nicht zu unterschätzen ...

Ansonsten ist ein Dobson ein Spitzen-Einstiegsgerät!
 
Hi Kraupi,
Naja, mit "Tuningmaßnahmen" gleich zu Beginn verschreckt man Neulinge nur
Die Rockerbox kommt ja sowieso als Bausatz- und das Rollenlager entfernen und dafür die drei fertig mit Bohrung versehenen Teflon Pads aufschrauben und das ebenfalls passend geschnittene Ebony auflegen- dazu noch die zentrale Schraube durchführen und anziehen... das ist so wenig Tuningmaßnahme, das kann selbst jemand mit drei linken Daumen machen :biggrin:

Und sinnvoll ist es wohl unbestritten

Gruß
Stefan
 
Hey kaupi,

Danke auch für deine Antwort.

Ja das Zeug wie Okulare, Filter usw. verwirrtmich schon ein bisschen.

Ich habe eine Grunlegenden Frage an ALLE:

Wenn ich mir einen 8 Zoll volltubus dobson zulege kann ich dann auch schon einiges VORERST ohne Zubehör sehen??

Danke im voraus






 
Hi,

also mindestens ein Okular brauchst du schon. Der Dobs ist ja nix anderes als ein Spiegelteleskop der das Licht sammelt und seitlich durch den Okularauszug in einem Brennpunkt bündelt.

In den Auszug muss ein Okular eingesteckt werden damit man was erkennen kann.

Die Brennweite des Teleskopes- im Fall des 300/1500 ergibt zusammen mit der Brennweite des Okulars die Vergrößerung.

1500mm geteilt durch z.B. 30mm ergibt Vergrößerung 50-fach.

Steckst du stattdessen ein 10mm Okular ein hast du 150-fache Vergrößerung. Hat dein Teleskop nur 1200mm Brennweite ergäben sich für das 30mm Oku eben 40-fach und für das 10mm dann 120-fach.

Das gilt grundsätzlich für alle Teleskope, max. sinnvolle Vergrößerung liegt bei ca. der doppelten Öffnung, also für den 300mm Spiegel bei 600-fach, für den 250mm Spiegel bei etwa 500-fach. Die normal häufig nutzbare maximale Vergrößerung liegt tiefer, man geht grob von 1,5-facher Öffnung aus statt max. 2fach.

Lies dich mal durch die Seiten der Deepskybrothers, Link steht ja schon weiter oben.

Gruß
Stefan
 
Hallo,

für ein Dorf in der Schweiz mit wenigen Einwohnern und offensichtlich gutem Himmel macht 12" schon Sinn. Auch ich habe das Galaxy 12" f:5.

ABER:
das ist ein riesen Brocken im Vergleich zum 8" f6 und benötigt einiges an guten Okularen.
Das mitangebotene RKE 32mm in 2" ist für die Tonne. Es ist ein 1-1/4" Okular im 2" Gehäuse, also sinnlos als Übersichtsokular. Irgendwo muß der Preis ja herkommen. Auch das Rollenlager ist nur dafür da, um es gegen ein Ebony-Tuningkit mit Teflon auszutauschen. Um aus dem Angebot etwas sinnvolles zu machen, könntest Du nochmal gut 200 € drauflegen.

Empfehlen würde ich Dir ein D-8 f:6, dazu 42mm Erfle mit 65 Grad in 2" wegen Deines wohl guten Himmels, ein 9mm (bei ICS dabei wie das 42mm auch), ein 15mm oder 13mm Baader Hyperion, das Teflon Tuning Kit und einen Leuchtpunktsucher.
Da liegst Du komplett bei ca. 530 Euro und hast eine vernünftige Grundausstattung. Mehr Okulare kommen später eh noch hinzu.

Als Nebenausgaben mußt Du aber noch kalkulieren:
Karkoschka (20€), Rotlichtlampe (20€), ggf. drehbare Sternkarte (20€). Ich nenne hier mal in etwa-Preise über den Daumen gepeilt. Das beste Teleskop nutzt wenig ohne die einführende Literatur. Gut wäre auch vom Oculum-Verlag der Deep-Sky-Reiseatlas (29€).

CS
Winfried
 
Hi Moons,

bei den meisten Telskopen liegen Okulare bei. Dann kann man immer was sehen.

Die Frage ist immer, wie gut reizen diese Okulare das Potental der Geräte aus?
Meistens nicht besonders, deswegen werden in der Regel Okulare dazugekauft.

Wenn Du einen Teleskopkauf planst gibt es meiner Meinung nach 3 Fragen zu bedenken:
1) Was willst Du ausgeben (Zubehör mit einkalkulieren!)
2) Was willst Du erreichen? (Mon/Planeten, Deep Sky, Foto ...)
3) Welchen Aufwand im Handling wilst Du treiben? (Größe, Gewicht, Transportabilität ..)

Man muss immer beachten: Auch das größte und beste Telskop zeigt nur dann gute Bilder wenn es
a) gut justiert ist
b) ausgekühlt ist
c) unter einem guten Himmel steht

Bei Dem 12"-Volltubus z.B. mußt Du bedenken, dass das Teil groß und schwer ist. Das kriegt man z.B. nicht so ohne weiteres in einen Golf. Ausserdem brauchts einige Zeit bis es ausgekühlt ist. Justieren mußt Du auch, bei F5 schon ziemlich genau.

Ansonsten wäre für DIch die üblichen Einsteigerwebseiten zu empfehlen. Dort wird vieles klar werden.

CS

Klaus
 
Zitat von Berberich:
Hallo,


Als Nebenausgaben mußt Du aber noch kalkulieren:
Karkoschka (20€), Rotlichtlampe (20€), ggf. drehbare Sternkarte (20€). Ich nenne hier mal in etwa-Preise über den Daumen gepeilt. Das beste Teleskop nutzt wenig ohne die einführende Literatur. Gut wäre auch vom Oculum-Verlag der Deep-Sky-Reiseatlas (29€).

CS
Winfried

Naja... den Karkoschka finde ich ehrlich gesagt gar nich so doll für Anfänger, obwohl der ständig über den Klee hier gelobt wird. Da gibts für Einsteiger besseres z.B. "Stars am Nachthimmel" von Korth und Koch. Gibts als Mängelexemplar bei Amazon-Marketplace bereits ab knapp 4 Euro! Ist irgendwie einfacher für Anfänger! ... den Karkoschka erst später.

Eine Rotlichtlampe bastelt man sich selber. Drehbare Sternkarte ist empfehlenswert, volle Zustimmung.

Beste Grüße.

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
... und ohne meinen Deep-Sky-Reiseatlas baue ich den Dobson erst garnicht auf....

Gemeinsam mit dem Telrad-Sucher (besser: "Finder") eine geniale Kombination, da alle Objekte der Begierde bereits mit den Telrad-Kreisen versehen sind. Da brauchts keinen Karkoschka mehr, es sei dennn, man will etwas nachlesen. Die Kombi funktioniert fast schneller als mit meinem Computerteleskop! Meine absolute Empfehlung. Die neue Version soll sogar noch Detailkarten besitzen, den kenne ich aber noch nicht.

CS
Winfried
 
Kommt es mir nur so vor, oder tauchen in letzter Zeit zunehmend Postings von angeblichen Anfängern auf, die Astroshop-Angebote pushen? Derzeit scheint ja der 12" für 500 EURopäer "das Einsteigerpaket" schlechthin zu sein ...

Kopfschüttelnd grüßt
Adson
 
Tja,

da werden mal wieder Geräte hochgeredet, um sich am Markt einen Namen zu machen. Für Zufall halte ich das auf jeden Fall nicht, wenn parallel die gleichen Fragen/Wünsche kommen.

Zumal das beworbene Gerät, richtig aufgebaut und mit zumindest brauchbarer Ausstattung schon wesentlich teurer kommt.

CS
Winfried
 
Hallo,

es stellt sich aber zunehmend die Frage, wie ernst diese Beratung seitens der "alten Hasen" dann noch genommen wird. Ein Frischling liest irgendwo den saudämlichen Satz: "Öffnung ist durch nichts zu ersetzen" und findet dann einen 12" Newton für sagenhafte 499 EUR. Mit welchen Argumenten soll man es nun schaffen, dem zu erklären: "Kauf Dir lieber einen vernünftigen 8" und ein Fernglas." ?? Hey, 12" ist doch viel besser als 8" und kostet ja auch nicht wirklich mehr (den Chinesen sei Dank!) ... Und daher denke ich, irgendwann wird die Einsteigerberatung darin bestehen, bei der Entscheidung zwischen einem 14" und einem 16" zu "helfen" ;) ("Ich kann aber max. 449 EUR ausgeben ...")

Gruß
Adson
 
Moin Klaus!

Nun animier' ihn nicht noch! Mit seiner ICS-Preisnennung weiter oben ist Werberich wieder mal haarscharf an einer Sperre vorbeigeschrammt!
 
Hallo moons,

der wichtigste Tipp wurde genannt - vor dem Kauf mit dem Instrument deiner Begierde beobachten; auch wenn sich diese Möglichkeit nicht in deinem direkten Umfeld ergibt (besser 50 Euro in Benzin investiert, als 500 Euro in den Sand gesetzt).

Willst du mit dem Gerät von Zuhaus beobachten oder soll dieses transportabel sein?

Liebe Grüße

Christoph Lohuis.

Sternwarte Neuenhaus

6. PaS - Praktischer astronomischer Samstag am 11. Oktober
 
Hallo Moons, Adson, Klaus,

ich kann das Lechzen nach immer größerer Öffnung schon ganz gut verstehen. Schließlich sorgen die abgespeckten Geräte garade dazu, weniger auf das Gerät selbst, sondern mehr auf den Preis zu achten.
An die Folgekosten denkt man da im ersten Moment nicht. Auch nicht daran, wie transportiere ich ihn, wie lagere ich ihn, wohin überhaupt mit diesem Drumm.
Hauptsache erstmal er ist da und er war ja so billig.

Ich kann fliegen, sitze öfters mal in der Cesna und freue mich jedesmal, oben zu sein und Luftaufnahmen zu machen. Aber deswegen kam ich noch nicht auf den Gedanken, mir einen Learjet zuzulegen oder überhaupt damit fliegen zu wollen.
Irgendwo beim Hobby sollte auch die Vernunft mitspielen.

Zu Moons:
ein 12" Dobson ist die 2. oder 3. Stufe, die muß man erst einmal erklimmen. Zuvor beginnt man ganz brav mit 8", manche gehen noch weit darunter. Und bei den deutschen Land- und Himmelsbedingungen wird man den 8" öfters einsetzen können als den 12" Dobson.
Als Händler müsste ich ja froh sein, könnte ich mehr und größeres verkaufen. Manche verkaufen aber eben nur des Verkaufens willen und der Kunde, am Ende falsch beraten, bleibt auf der Strecke. Daher würde ich einem Einsteiger nie ein solches Gerät anbieten.
- Aber das hat diese Fa. ja auch nicht getan, Du bist wohl selbst über dieses Angebot gestolpert. Und daher solltest Du die Ratschläge der "alten Hasen" in Deine Überlegungen mit einbeziehen.

Das schlechteste Gerät ist nämlich das, das im Keller steht und nie hervorgeholt wird...

CS
Winfried
 
Zitat von Berberich:
ein 12" Dobson ist die 2. oder 3. Stufe, die muß man erst einmal erklimmen. Zuvor beginnt man ganz brav mit 8", manche gehen noch weit darunter.

Das ist so ziemlich der größte M.st, den ich hier seit langem gelesen habe und absolut im Sinne eines Händlers. :mauer:

Ich bin auch vor Jahren mit dem 12" GSO eingestiegen.
Bereut habe ich das nie. Ich würde mich ärgern, wenn ich heute nur einen 8"er hätte.
Damals war die Ausstattung schlechter und der Preis etwa doppelt so hoch wie heute.

Auch mit diesem Billigangebot und in der Grundausstattung kann man bereits sehr gut beobachten.
Leider wird gerade immer bei der Einsteigerberatung darauf verwiesen, dass dies nicht möglich sei und bei f/5 in jedem Falle teuere Okulare zwingend notwendig seien. Blödsinn!

Zitat von Berberich:
Und bei den deutschen Land- und Himmelsbedingungen wird man den 8" öfters einsetzen können als den 12" Dobson.
Ich habe noch nie gedacht: "Oh je, die Himmelsbedingungen sind heute aber nicht gut für meinen 12"er. Hätte ich mir doch bloß einen 8"er gekauft" :neinnein:
Mir kommt dann schon öfters der Gedanke: "Super.. Wie muss das erst bei 20" aussehen?"

Das hier in letzter Zeit öfters Astroshop auftaucht ist auch kein Zufall. Offenbar haben die im Moment die günstigsten Geräte.
Leider wird hier dann oft die Meinung vertreten: günstig = schlecht.
Aber mal ernsthaft: Wo ist denn z.B. der Unterschied zwischen dem 12" GSO von Astroshop und dem von ICS?
Wenn man vergleicht, müßte man den Rückschluss ziehen, dass das Teflon-Gleitlager und das Cheshire 200 EUR kosten. Ist man damit besser beraten?

@Moons:
M.E. sind 12" einsteigertauglich. Zum schnellen Transport nutze ich eine Sackkarre. Zubehör: Telrad und 1-2 Weitwinkelokulare( z.B. TSSWM 15mm und 6mm ). Karten, Lesestoff und Software gibt es zu Hauf kostenlos im Internet (z.B. skymaps.com).
Ich habe mir zwar auch damals den Karkoschka gekauft, finde aber, dass er überbewertet wird.


Gruß
Chris

 
Hallo,

wer sich Transport und Handling eines 12"ers zutraut und ihn sich mal live in Sachen Grösse, Leistung und Handling angeschaut hat "darf" ihn sich kaufen und wird wohl verdammt glücklich damit werden :/

CS Benny
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Chris,

das mag auf Dich zutreffen, man darf aber nicht alles verallgemeinern.
Was das "...seit langem gelesen habe und absolut im Sinne eines Händlers." ...das soll, kapiere ich nicht. Ich habe alle Varianten, von 8-24", was aber nicht gleichbedeutend ist, daß ich jedem gleich ein 24" anraten würde. Das ist dann nicht im Sinne des Händlers, sondern im Sinne des Käufers!

Aber wie Benny sagt, jeder kann auch damit glücklich werden, ich bin hier nur etwas vorsichtig, da ich auch nicht weiß, wieviel Vorwissen in bezug auf Astronomie der Frager bereits hat.

Auf die Unterschiede der Geräte gehe ich als Vertreiber der Galaxies hier nicht ein, das wäre Werbung, die mache ich in dieser Beratung hier nicht.

CS
Winfried
 
Hallo Leute,

was schlagt ihr denn immer auf den Berberich ein, der is doch so ein lieber Kerl. Dass er ICS mag, wissen wir und damit ist es gut. Andere mögen was anderes.

Dass ein 12" Dobson das ideale Einsteigergerät ist, wage ich zu bezweifeln. Und zwar aus folgenden Gründen:

1. Dieses Ding ist groß und relativ schwer. Daraus ergibt sich: Es ist doch ein höherer Aufwand, einen 12" auf die Wiese zu stellen als einen 8". Über die Beobachtungsbedingungen wurde hier bisher nur selten ein Wort verloren. Wer seinen Newton auf eine schöne warme Steinterasse stellt, braucht weder einen 8" noch einen 12", das Bild wabert so oder so. Hat der Neuling also keine optimalen Bedingungen in Bezug auf die Aufstellung (heißt: Gartenhütte für den Dobson und eine grüne Fläche in unmittelbarer Nähe eben dieser Hütte), dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Faulheit siegt.

2. Je größer die Öffnung, um so größer die Erwartungshaltung. In einem anderen Thread ist gerade jemand verzweifelt, weil er Jupiter nur "sehr klein" sieht. Ja Mensch ich hab so ein riesigen Teleskop und der Jupiter ist immer noch so klein ... bestimmt ist da was kaputt? Dass man unter Umständen mit weniger Öffnung mehr sehen kann (z.B. durch Nachdenken bei der Wahl der Vergrößerung), sagt den Anfängern ja keiner (oder sie glauben es nicht).

3. Bei einer Brennweite von 1.500 mm kommt der Anfänger mit normalen Okularen schnell in einen Bereich, in dem ihm jegliche Orientierung fehlt. Das ist m.E. eines der größten Probleme, denn damit beschränkt sich die Beobachtung auf Zufallstreffer. Natürlich ist auch "einfach nur sehen" sehr schön, aber wenn ein Anfänger nicht einmal weiß, wie das was er sehen will, aussehen müsste ...??

Soweit erst mal dazu.

Viele Grüße
Adson
 
Hi,

Zitat von Adson:
Hallo Leute,

Dass ein 12" Dobson das ideale Einsteigergerät ist, wage ich zu bezweifeln.Adson

Das ideale Einstiegsgerät (für jeden) gibt es einfach nicht.
Es ist doch ein Unterschied ob z.B. jemand einfach mal so ein Teleskop haben will und noch gar nicht weiss ob er dabei bleibt, was ihn erwartet ob er z.B. schwarze Löcher oder Ufos oder sonstnochwas sehen kann oder ob jemand mit theoretischer Erfahrung und dem erklärten Ziel Deep Sky (wie in einem anderen Thread hier) anfragt.

Meiner Ansicht nach spricht absolut überhaupt auf keinen Fall garnichts dagegen mit einem größeren Gerät, sei es 12" oder 16" oder was auch immer einzusteigen, sofern die Rahmenbedingungen stimmen. Die zu erfahren ist natürlich nicht immer einfach. Aber den Automatismus Einsteiger = 8" Dob halte ich für falsch.

Und neben der Häufigkeit mit der das Teleskop zum Einsatz kommt ( schwerer = seltener sobald Faulheit > Antrieb) gilt für mich auch die Qualität der Beobachtung, ob ich z.B. M51 als milchiges Wölkchen oder mit Struktur sehe oder den Cirrus gerade noch so erahne oder glaube davor zu schweben :o . Da nehme ich auch lieber ein paar Beobachtungsnächte weniger in Kauf.

Viele grüsse,
Gerold
 
Zitat von garryguy:
gilt für mich auch die Qualität der Beobachtung, ob ich z.B. M51 als milchiges Wölkchen oder mit Struktur sehe oder den Cirrus gerade noch so erahne oder glaube davor zu schweben :o

Qualität der Beobachtung kann aber auch heißen durch ein großes Sternenfeld zu "tauchen" und kleine milchige Wölkchen im großen Zusammenhang zu sehen. Und dann brauchst du kurze Brennweiten: Fernglas (Spektiv), Großfernglas oder Richfielder.

Es hilft nichts: Weder stimmt der Spruch "Öffnung ist durch nichts zu ersetzen" noch "der Dobson 8"/F6er ist das ideale Einstiegsinstrument". Man muss herausfinden, was einem wirklich Spaß macht und dann das richtige Gerät wählen. Kann auch passieren, dass sich die Vorlieben im Laufe der Zeit verändern. Also: Flexibel bleiben! ;)

Thomas
 
...

und von daher wäre der einzige gute Rat an den Frager, sich mal mit anderen Hobbyisten aus seiner Gegend zusammenzutun, gemeinsam mit ihnen beobachten und mal das "Kistenschleppen" an verschiedenen Teleskopen zu üben. Inclusive Auf- und Abbau und verstauen und Herausheben aus dem Wagen.

- Der Operator freut sich über die Hilfe (mit den Händen in der Hosentasche) und der Interessent merkt bald, welches Gerät er noch gewillt ist, eigenständig und alleine zu transportieren.

CS
Winfried
 
Genau, Winfried. So mache ich das auch. Ich habe unlängst einen "Neubekehrten" meinen 10" Newton + Rockerbox ins Auto tragen lassen, dann am Beobachtungsort ausladen und nochmal 50 m übers Feld tragen lassen und dann das Ganze retour. Er hat sich dann nach reiflicher Überlegung und einfach aus "Größen-Gründen" für einen Intes M 500 auf einem Manfrotto Stativ und dazu noch ein Fernglas als "Einstiegs-*entfernt*" entschieden ... Das kann er alles problemlos tragen - und zur Not auf dem eigenen Balkon beobachten. Von wenigen Ausnahmen abgesehen schließen sich Größe und regelmäßige / häufige Beobachtung aus. Das ist zumindest meine Erfahrung aus 30 Jahren Amateurastronomie. Gerade ein Anfänger muss aber eigentlich jede klare Nacht nutzen, um den Himmel kennen- und liebenzulernen.

Meint zumindest
Adson
 
@ moons,

ich fange mal mit Deiner letzten Frage an:

Wenn ich mir einen 8 Zoll volltubus dobson zulege kann ich dann auch schon einiges VORERST ohne Zubehör sehen??

Klar kannst Du, und zwar prima! Wenn Du eine dunkle Umgebung hast, kannst du auch sog. "deep sky" - Objekte wie Galaxien, offene-, Kugelsternhaufen schon gut erkennen; erst recht hellere Objekte wie Planeten.

Ich habe 2004 als absoluter Autodidakt angefangen: Nachdem mir meine Frau ein 30-Euro-Teleskop aus dem Aldi oder Lidl geschenkt hatte und ich ohne Ahnung denn erstbesten hellen "Stern" einstellte, hatte ich zufällig den Saturn erwischt und sogar mit diesem Billig-Teleskop die Ringstruktur erkannt. Das hat mich umgehauen, dann habe ich mich über Teleskope belesen und bei einem Optiker beraten lassen.

Ich habe micht dann für "viel Öffnung" entschienden, ein 10_Zoll Dobson. Der Tubus wiegt ca. 11 kg und die Rocker-Box (wo der Tubus drin steht) ca. 4,5 kg. Ich beobachte meist von meiner "Steinterasse" aus in der Stadt (!) und kann trotzdem viele Objekte gut erkennen - wieviel mehr müsste Dir das bei dunkler Umgebung gelingen!

Ich habe mit zwei Okularen angefangen (32 und 9 mm Plössl) und mir erst nach und nach weitere Okulare und dann auch Nebelfilter zugelegt. Auch mit einem Okular kannst Du im Verlauf des Jahres schon sehr, sehr viel sehen - dazu reicht die Zeit gar nicht aus!

Ab und zu schleppe ich meine Ausrüstung auch wirklich aufs Feld, meist dann zu zweit oder dritt, dann spielt das Gewicht keine Rolle.

Wenn ich mir damals statt des 10-Zoll- ein 12-Zoll-Teleskop hätte leisten können, hätte ich auch damit angefangen.

Mut zur Öffnung!

Gruß, Martin
 
Hallo Martin,

Du schreibst, dass Du von einer "Steinterasse" aus beobachtest. Hast Du kein Problem mit einem hin und her "wabernden" Bild? Die von den Steinen tagsüber gespeicherte Wärme steigt doch abends bzw. nachts auf und damit auch an Deinem Teleskop vorbei und noch schlimmer direkt durch den Tubus ...

Ich vermute nun, nach Deiner Schilderung (suboptimaler Standplatz und dazu Stadthimmel), dass (nur mal als Beispiel) ein 6" Newton an einem besseren Standort mehr bzw. bessere Bilder liefert.

Warum reduzieren eigentlich die meisten - vor allem - Anfänger den möglichen Beobachtungserfolg und die damit verbundene -freude auf die Größe des Teleskops und lassen dabei Aspekte wie Hintergrundhelligkeit, Beleuchtung durch Nachbarn, Transportmöglichkeiten und -wegen usw. i.d.R. komplett außer acht?

Wer bei einem Treffen mit Sternfreunden auf dunklem Feld durch einen guten 8" Newton blickt wird dann zuhause ggf. über seinen 12" Newton enttäuscht sein, wenn dieser Lichteimer auch jede Menge Streulicht und Hintergrundhelligkeit "einsammelt". Oder wenn das Bild vor sich hin wabert, weil eben nur eine Stein-/Betonfläche als Untergrund zur Verfügung steht.

Es spricht nichts gegen 12" oder 16" oder noch größere Teleskope - wenn man denn die optischen und astronomischen Grundlagen dafür hat.

Gruß
Adson
 
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