Dobsob kaufen

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Hi Martin,

Steinterasse und aus der Stadt heraus....
Hast Du schon mal von der Wiese außerhalb der Stadt beobachtet und kennst den Unterschied? Im Winter mag das mit einer Steinterasse noch gehen, im Sommer aber unmöglich. Da siehst Du doch nur Luftverwirbelungen (?). - So ganz kann ich das nicht glauben, ohne Dir nahe treten zu wollen, das ist bestimmt nicht böse gemeint.

Natürlich ist ein großes Teleskop was Schönes. Im Nachbarforum fragt gerade jemand nach dem 16" Meade SC auf Äquatorialsäule zur "allgemeinen Beobachtung". Nun denn, wer`s denn will, da freut sich jeder Händler. Ob sich der Kunde nach einem halben Jahr über eine solche Anschaffung noch freut, sei dahingestellt....

CS
Winfried
 
Hallo Adson,

Du hättest Recht bezüglich des "wabernden Bildes" auf der Steinterasse; aber gerade wenn ich zu Hause beobachte, kann ich planen und stelle mein Teleskop entsprechend früh raus; natürlich bleibt das Grundproblem bei starken Temperaturdifferenzen zwischen Tag und Nacht bestehten; ich beobachte daher auch überwiegend im Winter (dann bleibt es bei uns knackig kalt und dunkel..)

Ich würde nicht das 12-Zoll zu hause mit dem 8-Zoll auf dem dunklen Feld vergleichen: Unabhängig von der Größe ist natürlich die dunkle Umgebung besser. Ich nehme an, daß viele genau wie ich beide Möglichkeiten nutzen; denn die wenigsten leben heute noch an einem dunklen Standort. Wenn ich also a) häufig zu Hause beobachte und b) hin und wieder auch mich zu einem dunklen Standort begebe, dann kann ich doch c) grundsätzlich sagen, daß ich an BEIDEN Standorten mit mehr Öffnung mehr sehe, wenn auch der Kontrast natürlich am hellen Standort schlechter ist.

Ich glaube, wer als Anfänger den Schritt geht, sich hier im Forum zu informieren, der hat das wichtigste schon getan; ich habe das damals nicht gewußt. Der Optiker, bei dem ich zur Kaufberatung war, hat in einem eineinhalb - stündigen Gespräch all diese Punkte, auf die Du hier aufmerksam machst (Standort, Transportmöglichkeit etc.), geklärt und ich bin mit dem Kauf seither super-zufrieden.

Gruß, Martin
 
Hi Berberich,

klar fahre ich auch hin und wieder aufs Feld; bin schon bis in die Schweiz gefahren auf eine Hochalm OHNE jegliche Luftverschmutzung. Bombastisch.

Dennoch: An guten Tagen habe ich von meiner "Steinterasse" aus hervoragende Sicht trotz Straßenbeleuchtung; selbst den Cirrhusnebel im Schwan habe ich schon mehrfach aufgesucht; natürlich sehr schwacher Kontrast; aber gerade das hat mich beim sky-hopping begeistert. Wunderbar dagegen sehe ich Ringenebel in der Leier, Hantelnebel... und auch Strukturen auf dem Mars (bei der vorletzten Opposition vor 2 Jahren)

Unterm Strich kommen auf 15 Beobachtungsnächte auf der Terasse eine sehr gute Nacht und einige gute. Man kann halt im Berufsalltag nicht immer an bevorzugte Standorte fahren..

Gruß, Martin
 
o.k. Martin, hat sich mit meinem Beitrag überschnitten.
Im Winter ist`s o.k., (gute Moonboots vorausgesetzt).

8" und 10" im Vergleich gehen auch noch, 12" spielt aber in einer ganz anderen Größenklasse, vom Gewicht und vom Volumen her. Ich habe ja beide Varianten, also auch den Großen. Der wiegt nackt schon mal 19kg (statt 9 beim 8") und dann kommt eine Riesenkiste, genannt Rockerbox, hinzu. Da kannst Du die des 8" Geräts fast hineinstellen. Und das alles will erst mal getragen werden....

Nur das wollte ich damit sagen. - So, nun mache ich Schluß und begebe mich in die Küche.....

Tschüß an alle
Winfried
 
Hallo Leute,

bleiben wir doch Mal in der Schweiz, bei einem kleinen Dorf mit gutem Himmel, 500 € Budget und dem Wunsch, vor allem im Bereich Deepsky ordentlich was zu sehen.

Da ist sicher der 8" F/6 Dobson eine adequate Antwort, denn er lässt (im Gegensatz zum 12" F/5) noch einen kleinen Spielraum für dringed benötigtes Zubehör.
Dazu Mal ein sehr guter Link:
http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html

Wenn die Budgetvorgabe nicht langfristig in Stein gemeißelt ist, kann man auch einen 12-Zöller andenken, dann sollte man sich aber auch bewusst sein, dass die günstigsten Okularvorschläge aus dem Link nicht mehr greifen.

Ich persönlich sehe im 8" F/6 Dobson (im Gegensatz zu teilweise hier vertretenen Meinungen) tatsächlich den günstigsten visuellen Allrounder mit Langzeitperspektive.
Ein visueller Allrounder sollte unter landläufig erreichbaren Bedingungen m.E. zumindest die hellsten Objekte aller dem Hobbyastronomen zugänglichen Objektklassen so zeigen, dass er anhand von Strukturen die Natur des Objekts erkennen kann.

Es gibt nichts anderes innerhalb der Budgetvorgabe was das kann, unter besten Bedingungen und mit Erfahrung reicht eventuellein 5" Apo, aber sorry, das beißt sich mit den 500 € gnadenlos und die Transport- und Aufwandsfragefrage für 5-6" Teleskope auf parallaktischer Montierung oder eben einen größeren Dobson sollte man als Berater nicht versuchen, theoretisch für andere Leute zu entscheiden.

Bei allem was man sagt spielen auch eigene Vorlieben mit und ja, auch ich habe zusätzlich zum 8" F/6 Newton einen kleinen 4" Richfielder auf die Dobsonmonti geschnallt, weil mir das mit dem Newton erreichbare Feld von 2° langfristig für meine Beobachtungsvorlieben (Sternfeld/Nebel) nicht ausreichte und der Richi eben 4° Feld bietet.

Dennoch würde ich nicht versuchen, den Spieß umzudrehen und den Richfielder mit seinen schon durch die kleine Öffnung und die Bauweise vorgegebenen Beschränkungen als Einsteigerteleskop empfehlen wollen. Er ist und bleibt ein Weitfeldspezialist und kommt mit Monti auf den Preis eines 8" F/6 Dobsons.
Öffnung, entsprechende Lichtsammelleistung und Auflösungsvermögen lassen sich nun mal nicht kompensieren, auch nicht durch die Kombination von kleinen längerbrennweitigen Geräten wie Maks oder langen Refraktoren(mit dem entsprechend noch kleineren erreichbaren Gesichtsfeld und kaum erreichbarer großer AP) mit einem Fernglas und auch bei solchen Kombinationen durchbrechen wir sehr schnell das Budgetlimit.

Was wir vom Threadstarter wissen, lässt schon die Empfehlung eines Dobsons 8" F/6 zu, alle anderen Lösungen, auch der von ihm selbst ins Rennen geworfene 12" F/5, haben da so ihre Schwächen die eigentlich nur durch speziellere Anforderungen/Äußerungen seinerseits eventuell zu kompensieren wären.

Gruß und CS
*entfernt*

 
Generelle Problematik: 12" für Anfänger

Hallo,

ich habe nun mal das Thema des Beitrags angepasst. Meine ursprüngliche Bemerkung ist keinen neuen Thread wert, es ging mir nur um die etwas seltsame Anhäufung von Neu-Interessenten am 499 EUR Lichteimer vom Astroshop. Um so interessanter finde ich, dass wir jetzt hier eine recht sachliche Grundsatzdiskussion haben (die meiner Meinung nach auch dem Ersteller dieses Themas weiterhelfen kann).

Martin, Deine Beschreibung was Du mit Deinem 10" alles sehen kannst, lässt mich ein wenig schmunzeln. Das kann man auch alles mit einem 8" Newton sehen. Und das meiste davon auch mit einem 5" APO ... Es kommt nicht auf die Größe an. Ich habe selbst derzeit einen 10" Newton, ich weiß durchaus von was wir reden. Letztes Jahr hatte ich für 3 Monate einen 16" ausgeliehen und hatte damit einige tolle Nächte. Kaufen würde ich mir den aber glaube ich nicht (Preis mal außen vor gelassen) sondern würde lieber in universelles Zubehör (Okulare) investieren.

Zu dem Problem "Steinterasse": Ein ausgekühltes Teleskop nutzt wenig, wenn der Untergrund noch Wärme abstrahlt. Deshalb ist im Winter u.U. auch ein gewisser Mindestabstand zu Häusern erforderlich, um nicht im Wärmewirbel zu stehen. Alternative wäre ein Mak, der dank geschlossenem Tubus andere Probleme hat ... Irgendwas ist ja immer :)

Vor ca. 8 oder 9 Jahren gab es bei der Einsteigerberatung hier meist die Frage: 114er Newton oder gleich ein "großes" TAL Teleskop ... Wenn man bedenkt, dass wir uns damals schon vor Freude nassgemacht haben, einen bezahlbaren 6" Newton in guter Qualität zu bekommen, dann sind wir heute doch schon ganz schön verwöhnt. Ich wiederhole mich: Dank der asiatischen "Billigproduktion", welche für unser Hobby (auch) unendlich viel gutes gebracht hat.

Ich gehe jetzt raus und genieße die Nacht ...

Adson
 
Re: Generelle Problematik: 12" für Anfänger

@ Adson:

Daß es nicht auf die Größe ankommt, stimmt nicht: Mehr Öffnung bedeutet auch mehr Lichtsammelvermögen und damit - logischerweise - Blick auf zunehmend lichtschwächere Objekte. Ich habe nur wenig Erfahrung (da ich nur dieses Teleskop besitze), aber dies habe ich schon erfahren: Wenn ich mich mit meinem Freund traf, der ein Teleskop mit elektronischer Nachführung, aber weniger Öffnung hatte, dann war er immer enttäuscht, daß er (wir waren ja jeweils am selben Standort) so manches lichtschwache Objekt in seinem Teleskop nicht wahrnehmen konnte. Die lichtschwachen haben wir durch meinen Zehnzöller angeschaut, die lichtstärkeren dafür in seinem Teleskop mit el. Nachführung bequem länger betrachtet.

Nun aber: Viel Spaß beim Spechteln!

Gruß, Martin

 
Re: Generelle Problematik: 12" für Anfänger

Dazu passt dann wieder (oder auch) dieses hier:

7x50 schlägt 8" Newton

:super:

Adson
 
Re: Generelle Problematik: 12" für Anfänger

Hallo zusammen,

wir sind wohl mal wieder an dem springenden Punkt angelangt: "Nein, es gibt nicht DAS Teleskop".

Eigentlich habe ich mir vorgenommen, mich aus solchen Threads rauszuhalten, aber ich verstehe einfach nicht, warum wir im Forum nicht mal auf den Nenner kommen können, das obiger Satz allgemein gültig ist.

Wichtig ist doch in erster Linie, dass wir hier Einsteigern (sofern sie es ernst meinen und keine Werbebotschafter sind) die Vor- und Nachteile der vorgeschlagenen Geräte darlegen und ggf. Alternativen nennen, so das der Einsteiger selber entscheiden kann, was er will oder noch besser merkt, das man VOR dem Kauf mal versucht einen Astrokollegen zu finden der besagtes Gerät besitzt.

Und dazu gehört für mich halt auch, das wir das ohne dauernden Zoff tun. Nehmen wir es doch mal als Fakt zur Kenntnis, das man in das Hobby sowohl mit 70mm als auch 12" (und alles dazwischen oder darüber) erfolgreich einsteigen kann oder mit allen Größen genauso auf die Nase fallen kann.

Ich meine das gilt sowohl für die Frage 12" vs. 8", wie auch Günstig-Triplet-APO vs. TMB.

Bei der Fernrohrwahl sind in meinen Augen einfach zu viele individuelle Faktoren im Spiel, die nur der Fragende für sich klären kann.

Just my 2ct.

CS
Volker

P.S: Ich vergaß: Für den Feldstecher gilt das gleiche. :)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Generelle Problematik: 12" für Anfänger

Hi Volker,

Du hast schon recht.
Adson und ich meinten aber, daß gerade der Einsteiger ein universelles Gerät haben sollte, mit dem er in die Astronomie einsteigt und das er auch entsprechend oft verwenden wird. Das kann, gehen wir mal vom Newton aus, ein 8" oder ein 10" Gerät sein. Ein 12" Dobson als Einstieg sehe ich als übertrieben an, da ich es ja selbst habe und um die Größenverhältnisse und um die Handhabung weiß.

Natürlich (Martin) sieht man in einem 12-Zöller mehr als in einem 8-Zöller. Aber gerade der Unterschied zwischen Deinem 10" und dem geplanten 12" ist eklatant, was Gewicht und Ausmaße anbelangt.

Ich möchte bestimmt niemandem ein 12" Dobson ausreden, der kommt bei Interesse an der Astronomie wahrscheinlich eh später hinzu, aber ich möchte davor warnen, damit anzufangen. Ich setze beide ein und, ehrlich gesagt, meistens den 8" für das gelegentliche Spechteln. Für das ist der 12" nämlich definitiv zu groß, den trägt man nicht "mal eben" raus. Das ist der Unterschied auch zu Deinem 10" Dobson, der ist nicht viel wuchtiger als der 8".

CS
Winfried
 
Re: Generelle Problematik: 12" für Anfänger

Jo! Schließe mich uneingeschränkt an, Winfried! :)


Gruß, Martin
 
Re: Generelle Problematik: 12" für Anfänger

Hallo Winfried,

vom Inhalt her kann ich Dir voll zustimmen, auch ich würde keinem Neuling zu einen 12"er als Erstgerät raten, aus bereits genannten Gründen. Den GoKart-Formel 1 Vergleich fand ich gut (war der von Dir?).

Zumal ich ein Erstgerät so wählen würde, dass ich das später immer noch als mobiles Gerät weiterbenutzen kann.

Und jetzt kommt das große Aber

Aus dem Warnen wird dann mit fließendem Übergang ein Überzeugen wollen (egal ob dafür oder dagegen) und dann geht es los.

Wie man in diesem Thread schön sieht, hat der Threadstarter schon recht früh alle (für sich) notwendigen Informationen erhalten. Die dann einsetzende "Überzeugungsarbeit" interessiert ihn dann gar nicht mehr. Und dann ufert der Thread meistens ohne Ergebnis aus.
Dieses Schema zieht sich durch die meisten Zoff-Threads.

Wenn der Threadstarter schlau ist weiß er nun, das Lichtsammelvermögen nicht alles ist und dass er sich die Geräte jetzt erst einmal anschaut, bevor er was kauft.

Ich versuche das mittlerweile so zu halten:
Wenn der Threadstarter meiner Meinung nach alle relevanten Informationen hat, muß ich nicht ständig die Suppe nochmal umrühren, damit sie anbrennt. (Ja, das ist hier umgekehrt wie in der Küche ;) )

CS
Volker

P.S: @Winfried: Bist Du nun als Händler dieses Jahr auf der AME zu finden?
 
Re: Generelle Problematik: 12" für Anfänger

Hi Volker,

JA, ich fahre zur AME und werde einen Stand gemeinsam mit Ronald Stoyan (Oculum-Verlag) haben. Habe gerade im Moment mein Hotelzimmer gebucht. Ob ich Geräte präsentiere, weiß ich noch nicht. Wohl eher weniger, die Bücher sind schwer genug....
Zudem ist das meiste bei ICS zu bewundern, warum also doppelt gemoppelt?

Und das, was ich ansich als Gerät vorzeigen möchte, wird als Prototyp bis zur AME noch nicht fertig sein. Gut Ding braucht Weile und ich denke, ich werde es auf dem ITV 2009 präsentieren. Nur soweit vorab: wird nicht klein und auch nicht als Schnäppchen zu haben sein.

Viele Grüße
Winfried
 
Re: Generelle Problematik: 12" für Anfänger

Hi Winfried


Zitat von Berberich:
Du hast schon recht.
Adson und ich meinten aber, daß gerade der Einsteiger ein universelles Gerät haben sollte, mit dem er in die Astronomie einsteigt und das er auch entsprechend oft verwenden wird.

Prinzipiell stimme ich Dir zu, aber ich denke trotzdem, dass man nicht alle Einsteiger über einen Kamm scheren kann und "universelles Gerät" bedeutet halt auch immer eines, das nichts wirklich gut kann - um es mal überspitzt negativ auszudrücken.

Zitat von Berberich:
Ich möchte bestimmt niemandem ein 12" Dobson ausreden, der kommt bei Interesse an der Astronomie wahrscheinlich eh später hinzu, aber ich möchte davor warnen, damit anzufangen.
Das sehe ich halt kritisch wenn es dazu kommt, dass es so vereinfacht wird, dass dem Einsteiger grundsätzlich empfohlen wird nicht über 8" zu gehen oder erst einmal grundsätzlich der 8" Dob als alleinige Wahrheit empfohlen wird. Sollte jemand, der von seinen Beobachtungsmöglichkeiten und Anforderungen mit z.B. einem 12" oder 16" optimal bedient wäre sich einen 8" kaufen, bloss weil es das erste Teleskop ist?

Hallo Volker,
Zitat von AstroRider:
vom Inhalt her kann ich Dir voll zustimmen, auch ich würde keinem Neuling zu einen 12"er als Erstgerät raten, aus bereits genannten Gründen. Den GoKart-Formel 1 Vergleich fand ich gut (war der von Dir?).

Sorry, aber den Vergleich halte ich für falsch. Wass muss man sich denn erst am 8" erarbeiten, bevor man in eine größere Liga aufsteigen kann/sollte?
In erster Linie verschlingt ein z.B. 15" f/4,5 Gerät mehr Geld, auch fürs Zubehör, als ein 8" f/6.

Aus meiner Sicht ist jedenfalls das Merkmal "Einsteiger" allein kein Kriterium um eine Grenze bei 8" zu ziehen.

Viele Grüsse von
Gerold
- der morgen mit 15" nach Frankreich fährt :cool:


 
Re: Generelle Problematik: 12" für Anfänger

Hi Gerold,

ansich ist hier ja bereits alles gesagt, bleibt mir (uns) nur noch, Dir einen schönen Urlaub mit möglichst klaren Nächten zu wünschen.
Gute Fahrt und CS

Winfried
 
Erstmal danke vielmal für Eure ganzen tollen Antworten.

1. Ich bin sicherlich kein Werbemensch.. Denke wäre nicht sehr eine gute Werbestrategie, sich als ein Einsteiger auszugeben. Logischerweise würde man sich dann als Berater ausgeben und das Gerät übermässig befürworten. Ich meine ich habe um Ratschläge gebeten... Kann ja sein dass diese alle schlecht ausfallen...Wäre sicherlich eine sehr schlechte Sache für den Verkäufer.

2. Beim lesen der Antworten entstanden einige sehr interessante Diskussionen. Ich habe nun erkannt das Zubehöhr früher oder später wichtig sein wird, und dass ich nur selbst zwischen den verschiedenen Grössen entscheiden kann....

Danke jedenfalls an alle und ich werbe sicherlich nicht....(haha)
 
Na Moons,

dann lasse Dir das alles noch mal ganz ruhig durch den Kopf gehen. Raten kann man zu vielem, die Entscheidung liegt letztlich nur bei Dir.
- Und Spaß haben kann man mit allen Geräten.

CS
Winfried
 
Hallo moons,

Du ahnst gar nicht, was für seltsame Werbung wir hier in den letzten Jahren schon erlebt haben.

Zu Deiner Frage ist wirklich !! die beste Lösung: Kontakte vor Ort suchen und die Geräte ansehen. Da wird Dir jeder einigermaßen erfahrene Sternfreund auch NAchteile des eigenen Geräteparks erklären und ggf. sogar zeigen können. Es sind schon viele erschrocken, als das Teleskop, welches auf der Website so "normal" aussah, dann einen Kleinwagen an den Rand des Fassungsvermögens brachte ...

Gruß
Adson
 
Hallo,

um die Verwirrung noch vollends zu schaffen werfe ich hier mal folgendes ein.

Ein Dobson ist nicht jedermanns Sache.

Deshalb hätte ein 8" Dobson einen riesigen Vorteil, wenn nämlich der Einsteiger merkt das er mit dem Dobson geschubse nicht zurechtkommt und entnervt und enttäuscht seinen 12" Dobson in die Ecke stellt könnte er einen 8" ohne größeren Aufwand auf eine Montierung stellen und es mal damit versuchen.
 
Hallo Ulf,

sehr gutes Argument! Ich setze meinen 10" gelegentlich auch statt in die Rockerbox auf eine solide russische MT3S von TAL. Visuell ist das ausreichend, ob das mit einem 12" noch geht, wage ich schon fast zu bezweifeln.

Ich denke hin und wieder darüber nach: Welches Teleskop würdest Du behalten, wenn Du bis auf eines alle abgeben müsstest? ... Derzeit (und schon seit ca. 1 Jahr) gewinnt bei mir dann ein Mak, nämlich der Intes M603.

Der 10" Newton wäre es sicher ! nicht.

Gruß
Adson
 
Gerade lese ich in einem anderen Thread, dass Martin seinen 10" Dobson mangels Zeit gern verkaufen will ... was meine These wieder mal bestätigt: Schon 10" sind für viele von uns zum alltäglichen Beobachten einfach overkill.

Wer es sich leisten kann, legt sich dann nach dieser Erkenntnis etwas kleineres und handlicheres zu und geht vielleicht 1 x im Monat mit dem "großen" Newton auf die Pirsch.

Wo das aus Platz-, Geld- oder Zeitgründen nicht geht, lässt sich dann der 10"er nur mit (erheblichem) Verlust wieder verkaufen, denn Martin preist ja seinen wie saures Bier an ...

Dann doch lieber ein 80er Spektiv und Spass damit :)

Meint zumindest
Adson
 
Hallo Adson,

es gibt ja den Spruch: Öffnung ist durch nichts zu ersetzten als durch noch mehr Öffnung.

Am Anfang kann das Teleskop gar nicht groß genug sein, man will ja was hermachen und das ist nicht nur bei den Teleskopen so.
Mit der Zeit kommt dann die Erkenntnis das es etwas kleiner auch getan hätte und das Riesen Monster verstaubt immer öfter in der Ecke.
Und deshalb habe ich mir meinen eigenen Spruch ausgedacht.

Das beste Teleskop ist das welches man benutzt. :biggrin:
 
Hallo,

ist nicht der wichtigste Spruch:

"Ein dunkler Himmel ist durch nichts zu ersetzen"?

jetz weiss ich nur nicht, wie es weiter geht:

"ausser durch noch dunkleren Himmel"

oder

"ausser durch noch mehr Oeffnung"

???

Viele Gruesse,

Martin
 
Hallo Martin,

da hast Du recht.

Dunkler Himmel ist meiner Meinung nach wichtiger als Öffnung.

Öffnung ist nicht verkehrt und manche suboptimalen Bedingungen kann man mit mehr Öffnung kompensieren. Oft ist aber der Aufwand dafür wesentlich größer als eine Investition in dunkleren Himmel (z.B. durch ein transportables Instrument und ein paar km Fahrt zu einem besseren Beobachtungsplatz).

Mir fällt dazu eine kleine Geschichte ein von meinem Sternfreund Harald, der aus der Stadt heraus mit einem 5" APO beobachtet. Da er meist Planeten vor der Linse hat, ist er damit gut bedient. Allerdings wollte er schon immer mal M 31 "in echt" und nicht nur auf Bildern sehen. Von seinem Beobachtungsplatz aus keine Chance. Wir waren voriges Jahr gemeinsam - leider ohne "größere" Instrumente - in Norddeutschland, fernab von Großstadt und Lichtverschmutzung. Und da sah er M 31 mit bloßem Auge. Ich hätte nie gedacht, dass jemand allein durch dieses Erlebnis so "glückselig bekifft" werden kann ;) ... er nahm dann mein Fujinon 10x50 und für ca. 6 Stunden habe ich nichts mehr von ihm gehört außer: "Aaaaahhh OHHHHH ... JAAAAAA ..." Da er mangels Auto nicht wirklich mobil ist, hat er keine Chance, mit seinem super tollen APO jemals mehr zu sehen als das, was der Stadthimmel eben dafür hergibt.

Die Moral von der Geschichte: Lieber ein kleineres Teleskop kaufen und das dann auch gern und oft benutzen. Und Kontakte zu Sternfreunden suchen, mit denen man hin und wieder mal bei einem Treffen gemeinsam beobachten kann. Und dann durch die schon fertig aufgebauten 12" und 16" Teleskope blicken - kostet fast nichts, macht jede Menge Spass und alle sind zufrieden.

Gruß und schönes Wochenende!
Adson
 
Große Öffnungen sind durchaus wichtig! ... Als Öffnungen in der Wolkendecke :pfeif:

Thomas ;)
 
Hallo,

da wollen wir mal nicht vergessen dass die Kombination aus Öffnung + dunkler Himmel wohl unschlagbar ist :/

Aber der Transport grosser Geräte ist natürlich nicht für jedermann was, viele bleiben ja lieber im Garten... Aber wenn ich für mich persönlich ehrlich sein soll haben mich die Nächte unter dunklem Himmel in so fern "versaut" dass ich der Balkonbeobachtung eigentlich nichts mehr abgewinnen kann, wenn's klar ist wird halt mal ein Stück gefahren, so lange das geht wird mir das immer mehr bringen und bisher gabs eigentlich auch keine Gelegenheit wo ich mit kleinerem Gerät eher rausgefahren wäre als mit dem "Grossen", eher demnächst mal mit gross + klein ;) Will man "alles" und das noch möglichst optimal kommt man eh nicht mit einem Allrounder aus oder?

Ich kenne aber auch persönlich viele Leute, die einfach nicht die Möglichkeit haben auch nur ein Fernglas in das nichtvorhandene Auto zu werfen, da muss man sich dann arangieren oder Anschluss suchen.

Viele Grüße Benny
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Leute,

diese "Binsenweisheiten" sind ja alle schön und gut, alle irgendwo richtig und alle irgendwo genau so falsch.

Ich kann mit einem Fernglas unter 7 mag Alpenhimmel an manchen Objekten mehr ausrichten als mit einem 10" Dobson in der Stadt.
Stimmt!
Wenn ich aber in den Alpen die Wahl habe, das Fernglas oder den Dobson zu nehmen, dann nehme ich den Dobson, lieber wäre mir BEIDES.

Es ist einfach nicht zutreffend, dass ein Fernglas oder kleiner Refraktor das ideale Gerät für die Alpen ist und der Ratschluss, das man in der Stadt kein großes Teleskop nutzen kann und 3-4" Öffnung ausreichen um alles was geht zu sehen stimmt definitiv auch nicht.

All das hängt, egal unter welchen Bedingungen ausschließlich an den persönlichen Vorlieben und Möglichkeiten.

Kollege X verkauft seinen 10-Zöller mangels Zeit beweist möglicherweise, dass er gar keine Zeit hat oder dass er maximal Zeit hat ein Fernglas an den Start zu bringen oder, oder, oder.
Was beweisen die vielen Kleinrefraktoren im Biete-Board in dieser Hinsicht? Fast Nichts!

Bewiesen wird manchmal, dass jemand mit einem großen Newton/Dobson seine Transportwilligkeit überschätzt hat und jemand mit einem Kleinteleskop seine Erwartungen nicht umsetzen konnte (Mischformen aller Art möglich).
Mancher heiße Einstieg erfriert auch in der ersten Winternacht. :krank:

Das passiert, aller guter Beratung und aller Sinnsprüche zum Trotzt.
Meist passiert es, wenn der gute Rat, sich vor einem Kauf zu informieren und mit Anderen rauszugehen nicht umgesetzt wird/werden kann.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther

da hast Du völlig recht.
Letztlich geht es doch darum, ob man sich vom "Astro-Virus" anstecken lässt oder nicht (wobei das wohl bei jedem anderen Hobby auch so ist).

Und da spielt in meinen Augen das Fernrohr eher eine untergeordnete Rolle. Wer nicht den leichten Schauer beim Anblick des Sternenhimmels verspürt, wird mit keinem Teleskop glücklich werden und umgekehrt.

Meist passiert es, wenn der gute Rat, sich vor einem Kauf zu informieren und mit Anderen rauszugehen nicht umgesetzt wird/werden kann.

Da finde ich das Beispiel mit dem Autokauf nach wie vor am passendsten.
Die wenigsten werden ein Auto aus dem Prospekt kaufen ohne das Teil jemals live gesehen zu haben oder eine Probefahrt gemacht zu haben.

CS
Volker
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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