Dobson 10" trotz Teflonlager schwergängig

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Alkor

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Hallo,

was gibt es für Möglichkeiten ein Dobsonmontierung leichtgängiger zu machen?
Die Federn an der Rockerbox habe ich schon ausgehängt. Vertikal geht es eigentlich aber horizontal ist es einfach zu schwer.
Für ein paar Tips wäre ich dankbar!

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/help.gif" alt="" />

Gruß
Markus
 
Hallo,

was ist denn die Gegenauflage des Teflons, ist es überhaupt vernünftiges Teflon,
wie groß sind die Pads, und ist vielleicht die Drehachse zu schwergängig?

Ciao,
Roland
 
Hallo Markus,

als erstes würde ich mir mal den Lagerbolzen vornehmen. Eventuell ist der zu stramm oder etwas schräg, sodass eine Seite des Drehtellers immer mehr als die andere Seite angedrückt wird.
Dann würde ich nachschauen, ob der Drehteller zu fest gegen die Bodenplatte gespannt wird. Hier darf überhaupt kein Druck entstehen. Da führt schon eine minimale Verspannung zu merklich schwererem Gangverhalten.
Wenn die Reibpaarung Teflon-Ebony-Star ist, hilft sehr gut Autowachs als "Schmiermittel" Bei mir setzte dies die Reibung gut um die Hälfte herab. Ein Zuviel an Wachs mit Watte wieder wegpolieren, sonst gibt es jedesmal einen kleinen Ruck beim Anfahren.
Auf keinen Fall aber auf die Höhenräder aufbringen, sonst kippt der Dob sehr leicht auf oder ab.
Mit Autowachs habe ich sowohl meinen (ehemaligen) Discovery 12.5er als auch meinen 12" Gitterdob optimal gängig gemacht.
En kräftiger Schubs, und das Teil dreht sich einmal rum.

Wenn die Reibpaarung nicht Ebonystar-Teflon ist, würde ich dieses auf jeden Fall nachrüsten. Die Teflon Pads können zwischen 2x2cm - 4x4cm groß sein. Beim AZ-Lager kommt es nicht so genau drauf an.

Manche probieren auch eine Rollenlagerung mit unterschiedlichen Erfolgen aus.

Grüße
Rolf

Auf alle Fälle ist es sehr wichtig, dass die Drehplatte zur Bodenplatte etwas Höhenspiel haben muss. Also auf keinen Fall eine etwa vorhandene Schraube auch nur von Hand anziehen.

Grüße
Rolf
 
Hallo Markus,
wie Roland schon schrieb, die Teflon Pads müssen richtig dimensioniert sein wenn sie gegen Ebony Star laufen. Du benötigst pro kg Gewicht (also Oberteil Rockerbox + Scope) etwa 1 cm^2 Teflon.
Schau mal auf Ekkehard´s Page, der hat´s da klasse beschrieben (Pteng´s Homepage).
Ich hab meinen GSO Dobson genau so umgebaut und es funzt gut. Zusätzlich hab´ ich noch ein durchbohrtes Teflon-Pad zentral um die Drehachse meines Dob. Die habe ich vor dem Verschrauben mit zwei passend geschnittenen Blatt Papier unterlegt. Das war ein Tip von Manfred Kleisa (Danke Manfred!!<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />) und funktioniert prima.
Ich habe auch mal gehört, dass man das Ebony Star mit Autopolitur behandeln kann, damit es noch besser "flutscht", das hab´ ich aber noch nicht ausprobiert.
 
Hallo Markus,

Die Federn an der Rockerbox habe ich schon ausgehängt. Vertikal geht es eigentlich aber horizontal ist es einfach zu schwer.

Hmm...die Federn sind für die Höhenachse, also vertikal.
Horizontal ist es das Azimuthlager.
Nur damit es keine Missverständnisse gibt: Die Federn haben nix mit dem Azimuth zu tun!

Also der Rolf sagte schon richtig, daß die Zentralschraube...der Radiallagerbolzen nicht angezogen sein darf.
Der ist axial nur dazu da, daß das ganze beim Transport nicht auseinanderfällt.

Wenn Du Teflon eingebaut hast, worauf läuft das Teflon?
Etwa auf der schwarzen Holzbeschichtung - dann wäre es kein Wunder daß nur die Nase läuft!
Falls es so ist, muß sogenanntes "Ebonystar" da drunter!
schau mal bei mir unter Astronomie/GSO 880/Azimuthlager, da sind 3 volle Seiten zum Thema.


Beim Ebonystar gibt es 2 verschiedene "Qualitäten".
Das eine ist original aus den USA, wird wohl nur von Gerd Neumann vertrieben und ist das Nonplusultra!

Das andere heisst genauso, ist u. a. sehr günstig bei Dieter Martini zu beziehen, viel feiner von der Oberflächenstruktur und leider mit erheblich schlechterem Anlaufverhalten (Slipstick) als das Amerikanische.
Meist muß man da noch ArmorAll oder Schmierseife draufbappen um zu guten Ergebnissen zu kommen.
Wenn möglich, nimm also das original Amerikanische!
 
Hallo,

also ich denke, bei meinem Ex-Discovery war bestimmt das original Ami-Ebony-Star drauf. Aber auch das musste mit Autowachs nachhehandelt werden. Es ist aber auch eine Frage des Geschmacks. Einige drehen lieber mit etwas mehr Kraft, andere benutzen nur den kleinen Finger zum anschubsen (so wie ich z.B.)
Wie gesagt:
1)Reibpaarungsmaterialien checken und ggf. ersetzen
2)Bolzen lockern
3)abschmieren.
Damit bekommt man so ziemlich jede Rockerbox zum flutschen :-)

Grüße
Rolf
 
Hi Rolf,

hmm...ich hab bis dato noch keinen ATM-Dob gesehen (bis 24"), bei dem nachgeschmiert werden mußte.
Bei meinem 14" war auch ein Problem, welches sich jedoch vollkommen in Luft auflöste als ich von Dirk Mohlitz das reine!! Teflon bekam.
Mein GSO 880 läuft damit schon fast zu leicht und ist dadurch bei Wind ruckzuck verstellt.

Fett: Auf keinen Fall!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,

Beim Basislager=Azimuth sollte unbedingt Teflon auf Eboystar laufen.
Maßgeblich beteiligt ob ein Dob in Höhe sauber läuft, ist auch der Winkel in dem die Teflonpads zueinander stehen.
Es sollten etwa 70° sein, größerer Winkel=schwergängiger, kleinerer Winkel=evtl zu leichtgängig.

Optional:
Eine erfolgreiche Maßnahme um einen Dob leichtgängiger zu kriegen ist Bohnerwachs. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Mit freundlichem Gruß, Gerd
www.bksterngucker.de
 
Hallo,

klar, Fett solle es nicht sein. Aber Autowachs funktoniert prima. Ich denke, wie Gerd sagte, dass Bohnerwachs bestimmt auch prima hilft. Mein Ebony-Star ist von TS. Keine Ahnung, ob die das "Echte" verkaufen.
Was Gerd bezüglich des Winkels beim Höhenlager sagte, kann ich gut nachvollziehen. Je größer der Winkel, desto mehr "klemmen" sich die Höhenräder zwischen die Pads.

Einfach mal ein paar Sachen ausprobieren.

Grüße
Rolf
 
Hi Leute, <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

hab meine Rockerbox auseinander genommen. Der Lagerbolzen scheint keine Schwierigkeiten zu machen. Auch wenn ich die Schraube lockere, gibt es keine großartige Besserung.
Autowachs wird wohl die kostengünstigste Lösung sein. Hilft das überhaupt auf der schwarzen Holzbeschichtung? Hat jemand Erfahrung mit Teflonspray?

@pteng – Natürlich haben die Federn nix mit der Höhenverstellung zu tun. Da hab ich mich vielleicht etwas umständlich ausgedrückt.
Mein Teflon läuft wirklich auf der schwarzen Holzbeschichtung.

Deine Seite find´ ich übrigens sehr informativ!!! Besonders gut hat mir die verstellbare Tubusdeckel-Blende gefallen. So was Ähnliches hatte ich mir für die Sonnenbeobachtung überlegt. Für was benutzt du diese Blende denn noch und was bringt es. Mir ging es hauptsächlich um ein Stück Sonnenfolie zu befestigen.
Aber zurück zum Thema:

Ebonystar ist mir ehrlich gesagt ganz neu. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> Wo kann ich das bestellen und was kostet so was ungefähr?

Damke und Grüße
Markus
 
Hi Markus,

danke für die Blumen, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht was Die verstellbare Tubusblende ist nicht von mir, sondern von Toni (Raziel).
Damit kann man Off Axis schauen.
Ich nutze das nicht, da m. E. die volle Öffnung immer besser ist!

Ebonystar findest Du von der Anwendung bei mir unter Astronomie/GSO 880/Azimuthlager auf der 2ten Seite.

Das Material wird schon seit zig Jahren in der ATM-Szene und bei guten Gitterrohdobsons verbaut.

www.dietermartini.de
http://www.gerd.neumann.net/
http://www.teleskop-service.de/Selbstbau/Bastelteile/bastelteile.htm#Ebony%20Star%20Formica

Ich hatte oben ja schon geschrieben, daß m. E. das original Ebony von G. N. das beste ist!

Hier mal von G. Ns Seite zitiert:

* Und das schreibt Stathis Kafalis zum Thema Ebony-Star:

"Ich habe in der Vergangenheit mit ca. 534 verschiedenen Materialien rumprobiert. Erkenntnis: Je gröber die Struktur und je härter, um so niedriger die Reibung, um so weniger "Kleben" (also um so niedriger der Unterschied zwischen Haft- und Gleitreinbung) und um so WOW!
Das auf Deutschlands Küchenarbeitsplatten anzutreffende "Resopal" scheint mir so ziemlich aus dem gleichen Grundmaterial wie Ebony Star zu bestehen, ist aber feiner strukturiert und genau das ist der entscheidende Unterschied. Resopal ist meiner Meinung nach für Telskope bis 10 Zoll durchaus geeignet. Für die größeren ist es auch noch ganz akzeptabel, das original Ebony Star ist aber dagegen WOW!"
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Markus,

Besonders gut hat mir die verstellbare Tubusdeckel-Blende gefallen. So was Ähnliches hatte ich mir für die Sonnenbeobachtung überlegt. Für was benutzt du diese Blende denn noch und was bringt es. Mir ging es hauptsächlich um ein Stück Sonnenfolie zu befestigen.

Wie Ekkehard schrieb, das Ding ist von mir. Ich habe damit mal ein bischen am Mond herumgespielt, seither eigentlich nicht mehr, war einfach mal eine Spielerei. Gut, den hellen Mond kann man damit gut abblenden und die Helligkeit dosieren, man verliert aber auch eine Menge Details.
Auch für die Solarfolie ist die volle Öffnung einfach besser, denn mit steigender Öffnung erhöht sich ja auch das Auflösevermögen.

Zu Deinem Lagerproblem, ich hatte das auch alles durchgemacht, also Rollenlager, Teflon auf Rockerboxbeschichtung und dann schließlich Ebony, letzteres bringt eindeutig am meisten. Alternativ kann man auch Hammerschlag-Aluplatten nehmen, halten aber nicht so lange, d.H. es scheuert mit der Zeit durch. Stathis Kafalis empfielt z.B. Glasboard

An die Höhenräder habe ich Rolladengurt aufgeklebt und gegen Teflon geführt, das lässt sich auch recht gut dosieren, im Grunde aber sind die Höhenräder des Dobsons eigentlich viel zu klein. Neue Räder mit Größe in etwa des Tubusdurchmessers, dann Ebony oder Rolladengurt drauf würde wesentlich mehr bringen an Stabilität und auch damit man nicht dauernd mit Magnetgewichten zu arbeiten hat, wenn man von einem kleinen leichten Oku auf ein schweres wechselt.
 
Die Reibung der Teflonlager wird durch die Distanz zum Drehpunkt eingestellt. Wenn dein Dob im Azimut zu schwer läuft, mußt du die Teflonpads weiter nach innen setzen. Wenn du Teflon da hast (Möbelgleiter aus dem Baumarkt sind mitunter aus Teflon), dann kannst du die neuen Pads erst mal zusätzlich drankleben. Dazu müssen sie allerdings ein wenig dicker sein.

Mit dieser Maßnahme kann man eigentlich jeden gewünschten Reibungsgrad einstellen. Die Art der Gegenfläche ist dennoch wichtig: Der Unterschied zwischen Haft- und Gleitreibung ist bei Ebony besonders gering.

Im Übrigen ist es nicht sooo wichtig, ob es etwas leichter oder schwere geht. Es darf eben nur nicht rucken. Un in Azimut und Höhe etwa gleich schwer gehen (bei 45° Höhe).
 
Moin Uwe,

das stimmt schon, aber wenn man aber die Pads weiter nach innen setzt wird das ganze meist erheblich wackliger, da
- die "Stützbreite" geringer ist
- im inneren Bereich das Brett stärker durchbiegt, da dort keine senkrecht stehenden Bretter zur Verstärkung vorhanden sind.
Das kann nicht der Weg sein!

Die Möbelgleiter sind IMMER aus einem Compound, da Teflon viel zu schnell verschleißt und dafür auch viel zu teuer ist (ich kenne einen großen Hersteller dieses Möbelgleiter).
Die damit erreichbaren Ergebnisse liegen deutlich hinter denen mit reinem Teflon und stellen den ganzen Aufwand dann in Frage!
 
Hallo Markus,
es spielt (in gewissen Grenzen) überhaupt keine Rolle, ob Dein Dob in Azimut leicht- oder schwergängig ist. Entscheidend ist, ob Du bei hoher Vergrößerung noch ruckelfrei nachführen kannst. Probier das doch zuerst einmals aus: Wenn Dein Teleskop dann "gleitet" und nicht ruckt, ist alles in Ordnung. Im Übrigen lassen sich sehr leichtgängige Rockerboxen, z.B. auf Rollenlager, kaum vernünftig nachführen. Vielleicht gerade noch bei 30-facher Vergrößerung.

Gruß Ralf
 
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