Dobson 18´´ aufwärts

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FireWok

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Hallo,

ich bin jetzt seit einiger Zeit stolzer Besitzer eines gebrauchten 10''-Dobsons. Diesen habe ich als eine Art "Testballon" gekauft, und inzwischen bin ich mir völlig sicher, daß Dobsons für mich genau die richtige Art von Teleskopen sind. Da mich inzwischen auch das Öffnungsfieber gepackt hat, plane ich, mir in absehbarer Zeit etwas "Großes" für Dauer zu kaufen.
Es sollte schon mindestens 18'' haben und dennoch von einer Person alleine noch einigermaßen transportierbar und aufzubauen sein. (ich habe keine Treppen zu steigen, einen A4-Combi und will schon ab und zu mal damit ins dunkle Umland. Ich bin jetzt weder der Bodybuilder noch eine Bohnenstange. Also ganz normaler männlicher Erwachsener)

Qualität in Optik und Verarbeitung sollen natürlich stimmen, Justierstabilität ist ebenfalls sehr wichtig.

Ich habe bei meiner Suche im Internet folgende Geräte in die nähere Wahl gezogen:
ICS 18'' f/4,5
Martini Dobson 18'' f/4,5
Obsession UC 18'' f/4,2

Für Ratschläge, praktische Erfahrungsberichte o.Ä. bin ich sehr dankbar.

Gruß, Tilo
 
Hi Tilo,

wenn es noch bezahlbar sein soll, dann bleibt wohl nur der Martini übrig. Selber habe ich einen 12,5" Dobson in Martini-Bauweise und kann dir das nur empfehlen.

Gruß
Lots
 
Naja, bezahlbar ist relativ. Ich habe mal bewußt den Preis nicht als limitierenden Faktor genannt, weil der natürlich immer an die optische Güte und die Verarbeitung gebunden ist. Wenn ICS jetzt wirklich das Top-Traumgerät (im Vergleich zu anderen) wäre, dann käme es schon ernsthaft in Betracht. Also sagen wir mal so: Der Preis ist erst an zweiter Stelle interessant...
 
Hallo Tilo,

wenn Du zur Zeit den Markt erkundest solltest Du diese beiden minmalistischen Varianten nicht außer Acht lassen:

http://www.traveldob.de/

und:

https://sites.google.com/site/thedobsonfactory2/home

Beide schauen auf den ersten Blick so aus als fielen sie gleich auseinander, wenn man sich den Aufbau genauer anschaut wird klar daß da schlicht und ergreifend jedes nicht unbedingt nötige Teil wegkonstruiert wurde. Die Transportmaße fallen dementsprechend günstig aus. Zum Thema Justierstabilität habe ich bisher bei keinem der Hersteller etwas negatives gehört, sie entsprechen vom Aufbau her aktuellen ATM-Dobsons, und da wird eigentlich nur umgesetzt was funktioniert.


Viele Grüße Felix

 
Danke für den link, Felix!

Die Dobsons von "The Dobson Factory" machen eigentlich auch einen ganz guten Eindruck und sind auch recht leicht. Da wäre direkt ein 20-Zöller drin ;-)
Allerdings scheint es ja nur den Direktvertrieb in Frankreich zu geben, und da mal eben wegen genauen Wünschen vorbei zu fahren, ist nicht drin. Hat vielleicht irgendwer schon mal bei denen bestellt oder sonst genaueres zu ihren Geräten gehört? Auch die verwendeten Spiegel des franz. Herstellerfirma sagen mir jetzt nichts bzgl. Qualität. Auch hier wäre jeder Kommentar hilfreich!

lg Tilo
 
Hallo Tilo,

der erste Link von Felix ist nicht weniger interessant, weil absolut erstklassig und der Standort von Uli Vedder ist in D.

Gruß
*entfernt*

 
Bei den Preisen kein Vertrieb nach D?
Hä? Dann fährst halt hin, und machst mit den Franzosen eine gem. Bauabnahme - ääähm Spechtelnacht... :)

Was wichtiger sein dürfte: Wie lange dauert es, bis Dein Wunschdobson gebaut ist. Die liegen da nicht herum. Auch bei Uli Vedder nicht.

Gruß
 
Nein,

Pierre liefert gerne nach Deutschland. Du kannst mit ihm auf Englisch kommunizieren (mache ich), auf Französisch sowieso und auch einfacheres Deutsch probieren. Er hat es zumindest in der Schule gelernt. Frage einfach nach einem Angebot nach Deinen Wünschen. Ich habe ein einwandfrei ausgearbeitetes bekommen und mit ihm bis ins Detail alles durchgesprochen. Wenn Du Übersetzungshilfe brauchst kannst Du ja auf mich zukommen, habe das ganze gerade hinter mir.

Die Spiegel von Mirroshére sind Legende in Frankreich. Die Sprachbarriere ist der Grund, daß er hier nicht derart bekannt ist. Kannst mal musicos Fragen, er arbeitet in Frankreich in Sachen professioneller Astronomie. Mirrosphère hat einen 1A Ruf. Stathis sollte ihn auch kennen.

Ich selbst will den Alluna Spiegel oder den Mirrosphère. Laut Pierre sind sie auf gleichem Niveau (was er nicht von Orion UK Spiegeln behauptet - die in Frankreich keinen guten Ruf genießen). An den Spiegel verdient er nichts. Er macht nicht mal 1Euro Aufschlag, ist also somit "unparteiisch".

Die Traveldobsons sind sehr schön, die Martini-Dobsons sind sehr schön, aber beides hat mich nicht vollkommen überzeugt. Studiere mal die Homepage der Dobson Factory, denke das spricht für sich. Das ist halt das was man handwerkliche & mechanische Perfektion nennt. Wüßte nicht, wie man das noch verbessern kann.

LG
Dirk
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Dirk,

was überzeugt Dich denn nun oder auch nicht?
Angefasste Dobsons oder angeschaute HPs?

Mich überzeugt zunächst Mal, was ich von Uli in Natura kenne mehr als alles was ich sonst an hochtransportablen Leichtbauten gesehen habe.

Die Seite der französischen Dobsonfactory liest sich auch überzeugend, aber an einem solchen Teleskop habe ich noch nicht gedreht.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther,

Ich kenne einen Traveldobson nur von einem Telskoptreffen. Ich kenne keine Traveldobsons größer 16" nach denen hier gefragt wurde. Habe gerade nochmal auf der HP nachgesehen und finde dort auch max. 16". Somit fällt diese Option wohl direkt raus - es sei denn Uli Vedder macht größere Dobsons auf Bestellung. Können kann er's mit Sicherheit.

Zuerst mein Resumeé:
- Traveldobsons sind Traveldobsons im Sinne des Wortes. Ich kenne auch keine bezahlbaren, besseren "hochtransportablen Leichtbauten". Hier wird auf des Gewicht und Packmaß hin optimiert, unter Beibehaltung einer guten Steifigkeit. Ich käme nicht auf die Idee zu sagen, daß dies keine guten Dobsons sind! Uli Vedder ist nicht ohne Grund am Markt etabliert. Ebenso wie Dieter Martini seinen Markt hat. Nur - ich will keine "hochtransportablen Leichtbauten".

- Die Dobson Factory baut nicht auf niedriges Gewicht, sondern auf Steifigkeit und nach dem Prinzip eines ausbalancierten Teleskops. Ausbalanciert heißt: 10mm Leichtbauokular raus und 31mm Nagler rein und nichts bewegt sich von alleine, ohne daß das Teleskop dabei schwergängig ist. Hier ist einfach entsprechend Masse im unteren Bereich.

Insofern vergleichen wir hier ein wenig Äpfel mit Birnen. Es sind zwei unterschiedliche Ansätze. Beide sehr gute, aber nicht identisch. Besonders gut gefallen mir die 10" & 12" bei den Traveldobsons für den Flieger.


Weil Du fragst:

Beim Traveldobson gefällt mir persönlich:
- handwerkliche Ausführung & Finish
- kompaktes Maß im zusammengelegten Zustand
- geringes Gewicht
- guter Schutz beim Transport
=> für mich der absolute Favorit in 12" wenn ich ab und zu mal nach Namibia wollte

Nicht beurteilen will ich:
- die Optik. Denke man kann hier Spiegel nach Wunsch einbauen, dazu steht bei Uli Vedder nichts detailliertes auf der HP (die Begriffe Standard, Ultra etc. hören sich nach Orion UK an). Aber ich gehe davon aus, daß man einen Alluna, Mirrosphère oder anderen beliebigen Spiegel einbauen kann.

Nicht 100%ig gefallen hat mir (beim 12"):
- die Befestigung des Okularauszuges am Frontring für hohe Last (Bino + 2 schwerere Okulare). Ein dickerer Frontring wäre mir zudem lieber.
- die eng stehenden Füße unter der Rockerbox
- die Teilung & Enden der Rohre

Den 16" kenne ich nur von Bildern, hier ist der Frontring gut gelöst und ich vermute ein Bino mit 2 Ethos kein Problem.

Die letzten Monate habe ich mit einer "Marktrecherche" zu 16" Dobsons verbracht. Habe mir die üblichen Verdächtigen angeschaut und war schon entschlossen einen Traveldob zu kaufen, als mich ein User hier im Forum auf die Dobson Factory aufmerksam machte. Kannte ich vorher nicht. Warum bin ich dann letztendlich auch bei ihm gelandet? Weil ich einen 16" f/4,2 Spiegel haben will, d.h. ein Teleskop brauche welches im hohen Maß justierstabil ist. In dieser Beziehung gefällt mir die Alu-Lösung des Spiegelrahmens, die Querversteifungen, die Umsetzung / Halterung der Karbonrohre, die OAZ-Basis, die Ausführung der lateralen Lagerung und die Lösung beim Frontring in besonderem Maße. Pierre's Lösungen sind für mich als Ingenieur überzeugend bei einer derart schnellen Optik. Und das für einen wettbewerbsfähigen Preis.

Schöne Nebensache finde ich die passende Äquatorialplattform. Ist aus einem Guß.

Aber wohlgemerkt: Ich suche auch weder ein Leichtgewicht, noch ein f/5, noch ein kleinst-mögliches-Packmaß, sondern ein schnelles Alltagsteleskop.

Hier wird jeder eine andere Präferenz haben. Und das ist auch gut so.

LG & CS
Dirk, der jetzt den Kaninchenstall machen muß
 
Danke Dirk und Günther!

Traveldob sehe ich ähnlich wie Dirk; Sicher ein klasse Reiseteleskop, aber ich denke auch, hier wurde sehr auf Gewicht und Packmaß optimiert. Was mir zwar ganz recht wäre, aber da jede Gewichtsersparnis ein Kompromiß ist zu Lasten der Steifigkeit und Robustheit ist, scheint mir das von der Dobsonfactory doch eher (vom rein mechanischen her) für meine Zwecke eher geeignet. Soweit man das natürlich nach den Beschreibungen und Fotos immer beurteilen kann.
Dirk, darf man fragen, was Du jetzt genau bestellt hast? Wie war der Kontakt, Konditionen, Lieferzeit, etc.? Kannst mir gerne auch eine Private Nachricht schicken!
Wie beurteilt ihr eigentlich f/4 20'' gegenüber f/4,5 18''? Obstruktion ist ja bei f/4 meist größer und oft wird ein Paracorr empfohlen. Dabei noch das höhere Gewicht... Wiegen die 2´´ mehr Öffnung das wieder auf?

lg Tilo
 
Hallo Leute,

ich wollte mich auch niemandem auf den Schlips stellen, habe diese hochinteressante Seite auch schon verlinkt. Aber es gibt eben auch noch andere gute Sachen und auch Legenden müssen (oder sollten) sich stets neu beweisen.

Die Steifigkeit und Robustheit ist, so luftig leicht Uli auch auch baut, trotzdem gegeben.

Ich selbst sehe bei Gitterrohren und gerade bei der sehr offenen Bauweise der Franzosen, unter hiesigen Bedingungen durchaus auch Probleme (Z.B. Tau-/Streu-/Störlicht) an nicht wirklich optimalen Standorten.

Gruß
*entfernt*
 
@Günther:

Ich denke, hier fühlt sich sicher niemand auf den Schlíps getreten, im Gegenteil: Es ist schön, hier verschiedene Meinungen zum Thema zu hören. Genau deshalb frage ich ja nach. Aber denkst Du echt, ein 18'' oder 20'' Traveldob ist mit schweren Okularen und Telrad noch so stabil, dass es in der Balance ist und nicht ewig lang nach dem "Schubsen" nachschwingt?. Anscheinend macht er ja andere Maße auch auf Anfrage. Mir ist halt wirklich auch die mechanische Stabilität und Justierstabilität sehr wichtig.
 
Hallo Tilo,

ja.

Gruß
*entfernt*

PS: Es geht um einen Großdobson der ja auch sein Geld kostet. Wenn es nun nicht allzuweit ist, dann unterhält man sich mal per Mail und wenn es ernst wird fährt man da hin und bespricht sein Projekt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen,

Will auch niemanden überzeugen. Ist halt nur für mich persönlich der Favorit. Auch die anderen Hersteller bauen schöne Dobsons. Ist doch toll, daß es so viele Auswahlmöglichkeiten gibt!

Tilo, ich schicke Dir eine PM, da ich an Privat abgegebene kommerzielle Angebote nicht in den öffentlichen Raum stellen mag. Die Richtpreise stehen ansonsten auf der HP. Ebenso wie die Preise für Spiegel oder Encodern bei den Herstellern derselben stehen.

LG
Dirk
 
wie wärs denn mit einem Weltklasse 20"F/4 ,made in Germany, im Auftrag von APM

Link zur Grafik: http://bilder.apm-telescopes.de/images/lagerliste/1919_1.jpg
Link zur Grafik: http://bilder.apm-telescopes.de/images/lagerliste/1919_2.jpg
Link zur Grafik: http://bilder.apm-telescopes.de/images/lagerliste/1919_3.jpg
Link zur Grafik: http://bilder.apm-telescopes.de/images/lagerliste/1919_6.jpg

ok , mit 9.550,00 Euro nicht günstig, aber sucht qualitativ seinesgleichen, sowohl optisch als auch mechanisch

es grüßt Matthias Wirth neben mir
 
@Markus:
Ja, optisch durchaus ein schönes Teil. Allerdings würde mich interessieren, wieso ihr preislich so deutlich über der (auch sehr guten) Konkurrenz liegt. Was für Optiken verbaut ihr? Und wie sieht´s mit Gewicht und Maßen für so ein Teil aus?

Gruß, Tilo
 
Hallo Tilo

der 20" ist im Auto und geht heute zum ITT, kommst nicht zufällig vorbei ? Anschauen, heben , Durschauen gibt dir mehr Infos als ich hier erzählen kann
 
So, ein kurzer Zwischenbericht:
Ich habe mich mittlerweile auf ein Gerät von "TheDobsonFactory" eingeschossen, da mir die mechanische Ausführung recht zusagt. Wo ich allerdings noch unschlüssig bin, das ist die Brennweite und die ob 16,18 oder 20 Zoll. Beim 20er kommt eigentlich nur ein f/4 in Frage, beim 18er 4,2 - f/4,5 beim 16er f/4,5 - f/5. Ich will nicht von der Leiter fallen ;-) Allerdings ist natürlich die Frage, Ob man für deep sky lieber ein paar zoll mehr Öffnung und eine kurze Brennweite oder lieber lange Brennweite bei weniger Spiegelfläche wählen sollte. Was für Nachteile hat ein paracorr (den man wahrscheinlich bei f/4,2 abwärts braucht)?
Kurz noch zu meinen Okularen:
Ich besitze (und will diese auch weiterhin optimal verwenden) ein Ethos 6mm, Pentax Zoom 8-24mm, Pentax 40mm...
 
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Hallo Tilo,
der Paracorr von Televue verlängert die Brennweite um 1,15 fach und bringt Gewicht am oberen Ende ins Spiel. Das sind für mich die "Nachteile" ansonsten gibt es nadelfeine Sterne ohne Koma bis zum Rand was will mann mehr. Gewinnbringend einsetzen kannst du ihn auch schon bei f5 und erst recht bei f4.5.
Ach ja wenn die Sterne ohne Koma sind sieht man die evtl. Fehler im Spiegel eher und besser :biggrin: vielleicht ist das auch ein Nachteil?

CS, Andreas
 
Hallo liebe Sternenfreunde,

ich wollte diesen Thread nicht einfach so beenden ohne Euch mitzuteilen, wie das Ganze ausgegangen ist.

Ich habe heute mein Wunschdobson bei Pierre Desvaux in Frankreich bestellt: Es wird ein 18-Zoll Lowrider, f/4,5 40mm Alluna Spiegel, mit ca 43kg.

Das Gerät wird im Mai/Juni 2011 fertig gestellt sein und dann werde ich hier im Forum einen ausführlichen Testbericht veröffentlichen, in dem Mechanik, Finish und Optik anhand von Fotos und Beobachtungsdokumentation auf Herz und Nieren geprüft werden.

Bis dann und Gruß,
Tilo
 
Ich muß diesen Beitrag nachdem ich Ihn gelesen habe nochmal ausbuddeln .
Ich trage mich seit einiger Zeit mit dem Gedanken mir einen Dobson zuzulegen und bi ebenfalls auf die Geräte der Fa. Dobsonfactory aufmerksam geworden. Eins der Geräte wird dort mir 24" F 3,3 angeboten und Diesern war bis ich diesen Beitrag hier gelesen habe und wenn wir den Preis mal außen vor lassen meine Erste Wahl. Für mich sind es von den Abmessungen und natürlich von der Öffnung her Traummaße.
Nach einigen wirklich gut geschriebenen und ausführlichen Beiträgen hier frage ich mich jetzt welchen Sinn dieses Gerät für die visuelle Beobachtung mit so einem geringen Öffnungsverältniss überhaupt hat ( da ich hier rauslese das sich erst ab f 4,5 vernünftig beobachten läßt ) und ob da dann überhaupt noch etwas beugungsbegrenzt ist bzw was man benötigt um damit noch mit guten Ergebnissen visuell zu beobachten ?

Hier noch der link zum Gerät 24 Zoll Dob


Vielen Dank für eure Hilfe
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jörg,

Pierre baut natürlich alles, was der Kunde wünscht. Ich denke mal, da wollte jemand 24 Zoll ohne Leiter benutzen.
So wie ich das sehe, wird das Teleskop gegenüber meinem bestellten 18 Zöller sicher mehr zeigen, weil einfach mehr Licht zu sammeln ist, aber ich denke, die Justage wird relativ schwierig sein. Man muß natürlich auch beachten, dass der verbaute Spiegel ein absolutes Highend-Teil ist. Aber wahrscheinlich würde das Gerät im direkten Vergleich zu einem anderen guten 24-Zöller mit moderatem Öffnungsverhältnis einfach schlechter abschneiden, besonders wenn´s um höhere Vergrößerungen geht. Aber für schwache Objekte die viel Licht und wenig Vergrößerung brauchen...?

Gruß,
Tilo
 
Hallo Leute,

zum Thema Unterschied in der Praxis zwischen 18" und 24" möcht ich auch noch meine Erfahrungen mitteilen. Ich hatte ja einen 18" und bin auf 24" umgestiegen. Der Unterschied bei lichtschwachen Objekten ist größer als man denkt, denn bei 24" sehen die Paradedeepskyobjekte im Okular fast schon wie Schwarzweißfotografien aus, und viel Galaxien zeigen Details in den Spiralarmen, dadurch werden sie unterscheidbarer und zeigen Charakter. Auch beim Auffinden kleiner Kometenfuzzis merkt man den Unterschied.

CS Mike

 
Hi Jörg,
...frage ich mich jetzt welchen Sinn dieses Gerät für die visuelle Beobachtung mit so einem geringen Öffnungsverältniss überhaupt hat
Bei knapp 2 Metern Brennweite reicht eine Bierkiste im Zenit. Und das Handling eines so kompakten Dobson ist recht entspannt.
Nicht mehr und nicht weniger.

...ob da dann überhaupt noch etwas beugungsbegrenzt ist bzw was man benötigt um damit noch mit guten Ergebnissen visuell zu beobachten ?
Ein hochwertiger 24" Spiegel ist in Europa immer "Seeingbegrenzt". Das ist ganz, ganz weit weg von 80% Strehl.
Mit Paracorr und Naglern ist die Abbildung wirklich gut. Mit Paracorr Typ 2 plus Ethos gibt es dann nichts mehr zu meckern. Ich habe schon Plössls in meinem 28" f/3,1 eingesteckt, das ist gar nicht mal soooo schlecht.
Die Randabbildung und der Gesamt-Bildeindruck sind eine sehr persönliche Sache, das muss man wohl selbst erleben und ausprobieren.

Viele Grüße
Kai

 
Hi,

noch ein Wort was die Brennweite betrifft: Das Bierkistenargument ist in der Praxis dann gar nicht mal so überzeugend: Beim 18" mit f= 216cm hatte ich tatsächlich eine Bierkiste in Verwendung für Beobachtungen in Zenithnähe und es war gar nicht praktisch: Steigt man unabsichtlich auf den Rand der Kiste kippt sie. Steht man oben und beobachtet hat man im unebenen Gelände auch keinen guten Stand und die Kiste kippelt. Und wenn sie gut steht, hat man trotzdem kein entspanntes Gefühl bei Beobachten, da man sich nicht gut wo festhalten kann. Viel besser hingegen, das Beobachten auf einer kleinen Leiter beim 24" mit f=256cm. Je nach Höhe steht man meist auf Stufe 2 (selten auf der dritten) und kann sich durch festhalten mit einer Hand sehr gut abstützen. Dies kommt der Konzentration beim Beobachten sehr zu gute. Ausserdem ist so eine Leiter zusammengelegt im Auto zwar lang aber sehr dünn und findet im Combi immmer locker Platz, hingegen ist eine Bierkiste eine relativ sperrige voluminöse Angelegenheit.

CS Mike
 
Hallo liebe Sternenfreunde,

Auch von mir noch ein Abschluß. Habe ebenfalls einen Kompaktdobson (16" f/4,5) bei Pierre von der DobsonFactory bestellt. Spiegel von Mirrosphère.

Habe lange zwischen 20" und 16" gerungen. Am Ende habe ich mich dem Gewicht des Hauptspiegels und dem Transportaufwand geschlagen gegeben. Dabei gibt es derzeit einen gebrauchten 20" für 5500EUR zu haben. Der Versuchung habe ich aber widerstanden.

http://dobsonfactory.blogspot.com/

Werde berichten.
CS Dirk
 
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Hallo Dirk!

Schön, dass Du auch den Schritt gewagt hast. Mein Spiegel ist inzwischen von Alluna an Pierre geliefert worden. Den Transport hat er laut Pierre bestens überstanden und das Prüfprotokoll ist wie erwartet über jeden Zweifel erhaben:
Gemessen bei 532nm: ptv = 0,054, RMS = 0,012; 99,4 Strehl.

Aber Mirrosphere liegt das denke ich mindestens gleichauf...

CS,
Tilo
 
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