Dobson 300 für Anfänger geeignet?

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Mr_Pleasant

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Hallo Zusammen!


Ich bin neu hier und will schon richtig viel wissen.
Ich hoffe, dass ich die richtigen Fragen stelle werde und es euch nicht zu viele sind.

Vorab:
Ich beschäftige mich seit langem mit der Astronomie (ca. 15 Jahre), hatte aber nur mal ein Kaufhausteleskop (114mm).

Bitte jetzt nicht wundern, wenn ich gleich nach dem GSO Dobson 300 frage werde. Ich dachte mir, wenn ich mir schon mal ein richtiges kaufe, sollte es ein großes sein. Ich weiß nicht, ob ich zufrieden wäre, wenn ich ein kleineres Teleskop anschaffe und kurz darauf denke, ob ich mit einem größeren nicht besser gefahren wäre. Ich kenne mich!

Habe schon ein bisschen im Forum gesucht und auch schon einiges gefunden. Ich weiß schon, dass es ziemlich groß ist (d:ca.360mm, l.: ca.1500mm!!). Das dürfte hoffentlich kein Problem sein. Denn ich wohne auf dem Lande und muss es nicht groß umherfahren. Auch weiß ich, dass die geeigneten Okulare ziemlich teuer dafür sind. Und dass einige Tuning-Maßnahmen unumgänglich sind. Und dass 12“ gegenüber 10“o.8“ anfälliger sind (Justage, Seeing,..?)

1.Frage:Welchen Dobson?
2.Frage: Welche Okulare
3.Frage: Welche Tuning-Maßnahmen sind am Anfang nötig?

Zur 1.Frage:
Bei TS gibt es drei GSO Dobson 300: Den GSD 300 E (698.-€), GSD 300 BCR (998.-€) und den GSD 300 Deluxe (1498.-€).
Hier ist ein gewaltiger Preisunterschied von bis zu 800.- € vorhanden. Bei der Deluxe-Ausführung steht z.B., dass diese die bessere Optik hat: Spiegelträger Suprax, Reflexion 96% (Standard 90%), P/V Wave 1/6 Lambda, Strehl besser als 0,95, mit Zygo Interferogramm...
Verstehen tue ich natürlich gar nichts!!!!
Kann mir einer kurz sagen, ob diese Preisunterschiede gerechtfertigt sind?

Zur 2.Frage:
Welche Okulare sind für mich bei diesem Teleskop die richtigen, wenn ich sowohl Mond, Planeten als auch Nebel beobachten will? Ich denke mir, lieber gleich das/die optimale/n kaufen, und nach und nach eines dazukaufen, als gleich zehn billige zu kaufen und ich damit nicht zufrieden bin.
Habe schon gelesen, dass Weitwinkelokulare nicht schlecht sein sollen. Was meint ihr?

Zur 3.Frage:
Welche ersten, leichten und zwingenden Tuning-Maßnahmen muss ich denn vornehmen, dass ich ein einigermaßen leistungsstarkes Teleskop habe?

Ich weiß, es ist alles ziemlich viel.
Es müssen ja auch nicht alle Fragen gleich beantwortet werden.
Vielleicht hat auch sonst noch jemand einen guten Ratschlag für mich, was ich evtl. bis jetzt noch gar nicht beachtet habe.
Oder der ein oder andere meint, dass dieses Teleskop für einen Anfänger überhaupt nicht geeignet ist. Bitte sagen!

Über eure Antwort wäre ich sehr froh!

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

Willkommen hier im Forum!

Also ob der 300er für einen Einsteiger geeignet ist oder nicht, lässt sich nicht pauschal beantworten. Aber man muss wissen, dass es ein Monstrum ist, welches kaum mehr auf die Rückbank eines Autos geht (in meinen 3er Golf nichteinmal bei umgeklappter Rückbank!). Falls du im Genuss eines relativ dunklen Himmels bist, kann das ok sein.

Falls du aber in einem Dorf oder Stadt ab 1.000 Einwohner aufwärts oder im Umkreis von 20km von einer Stadt wohnst, solltest du für den richtigen DeepSky-Genuss mobil sein. Aus Erfahrung kann ich da sagen: Lieber 2 Zoll weniger und dafür mobil!!!

Deshalb würde ich ganz allgemein eher zum 10er Dobs tendieren. Visuell macht das fast keinen Unterschied, aber du bleibst mobil und sparst Geld.

Nun zu deinen Fragen:

Kann mir einer kurz sagen, ob diese Preisunterschiede gerechtfertigt sind?

Meiner Meinung nach nicht. Bei einem 30cm-Spiegel kann man zwar schon zu Pyrex greifen und es ist auch ne Überlegung wert, den Crayford-Auszug zu nehmen. Aber ansonsten würde ich mir das Geld sparen und zu Hause den Tubus innen mit Velour auskleiden - da hast vermutlich sehr viel mehr davon für ein paar Euro fünzig. Ich habe meinen Dobson in Augsburg bei Intercon Spacetec gekauft. Zur Rockerbox kann ich nur sagen, dass die 1A läuft. Da brauchts keine teurere!

Welche Okulare sind für mich bei diesem Teleskop die richtigen, wenn ich sowohl Mond, Planeten als auch Nebel beobachten will? Ich denke mir, lieber gleich das/die optimale/n kaufen, und nach und nach eines dazukaufen

Richtig! Lieber gleich ein bisschen mehr ausgeben und dann zufrieden sein. Dennoch würde ich mich da vorerst mal zurück halten. Mit dem Händler würde ich mal über ein gutes Übersichtsokular reden (so um die 40mm mit großem Gesichtsfeld). Aber bei f/5 wirst du für ein Okular mit perfekter Randschärfe schon sehr tief in den Geldbeutel greifen müssen, vielleicht tiefer, als die lieb ist. Jedoch ist meiner Meinung nach etwas Randunschärfe in jedem Fall zu akzeptieren.

Welche ersten, leichten und zwingenden Tuning-Maßnahmen muss ich denn vornehmen, dass ich ein einigermaßen leistungsstarkes Teleskop habe?

Wie gesagt, Velour ist immer wieder ein Tipp. Den Rest einfach auf sich zukommen lassen.

Auf jeden Fall würde ich mich nach Sternfreunden in deiner Umgebung umschauen und möglichst schnell nach dem Kauf von erfahrenen Leuten die Optik beurteilen lassen. Es ist nämlich für einen EInsteiger unmöglich zu beurteilen, ob die Optik so gut ist, wie er glaubt! Es wäre auch generell empfehlenswert, diese Kontakte vor dem Kauf aufzubauen.

Woher kommst du denn genau? Ich lese: Schwäbische Alb. Darf man fragen, wo auf der Alb?
 
Hallo ein 12"-Dobson ist, wenn du es nicht herumschleppen musst, auch als Anfänger eine feine Sache. Ich selbst habe quasi auch damit angefangen. Wenn du dir noch einen OIII-Filter leistest, steht dir eine enorme Anzahl an Objekten offen, spektakuläre Anblicke von vielen Nebeln und sogar Galaxien (ohne Filter) sind da drin, die kleinere Öffnungen einfach nicht bieten können. Die Kugelsternhaufen sind mit 12" voll aufgelöst, die planetarischen Nebel können schön hochvergrößert werden etc.
Als gute und relativ hochwertige Okulare kommen die Stratus- oder Hyperion-Okulare in Frage. Suche einmal im Okulare-Board, dort sind die ausführlich diskutiert worden.
Also keine Angst vor großen Rohren und ran an den Speck...

Gruß

Erik
 
Hallo Wolfgang,

wenn Du den 300er Dob fest stehen lassen kannst dann auf jeden Fall diesen nehmen. Wenn Du transportieren möchtest/mußt dann
1. Kombi besitzen ( oder kaufen )
2. schwere Teile schleppen

Ich bin jedensfalls froh dass ich meinen 300er nicht transportieren muß

Gruß
Stephan
 
Hallo Wolfgang,

das mit dem Kombi ist Unsinn. Ich habe einen Golf IV und der 300er paßt dort rein. Zwar muß man den Vordersitz etwas vorschieben aber es geht. Und das mit dem schwere Teile schleppen finde ich auch überzogen. Man könnte meinen die Leute hätten noch nie ne Kiste Bier in den Keller getragen... Viel schwerer ist das Teleskop auch nicht. Nur halt etwas unhandlich. Wenn man aber nicht grad über ne Wendeltreppe muss ist das kein Problem.

Ich würd den für 900 Euro nehmen. Den hab ich auch. Lüfter, Oku-Halter wirst Du beim anderen nachrüsten müssen. Und der Crayford macht schon Spaß. Den für 1500 Euro würde ich nicht nehmen. Papier ist geduldig - insbesondere Papier auf das Testprotokolle gedruckt sind...

Okulare ist persönliche Geschmacksache. Das mit dem Weitwinkel hast Du aber glaube ich mißverstanden. Sicher meinst Du Okus mit großem Gesichtsfeld. Das hat aber nichts mit der Brennweite zu tun. Eher mit dem Preis... Großes GF ist immer gut, ganz besonders beim Dobson. Es erleichtert die Sucherei enorm. Konkret empfehlen möchte ich keines. Ich habe folgende in meinem Koffer: TSWA 32, LVW 17, LVW 13, Speers Zoom 5-8. Das LVW 17 würde ich heute nicht mehr kaufen, da der Sprung 32 -> 13 mm finde ich ganz gut direkt geht. Ansonsten gilt: Okulare hat man normalerweise länger als ein Teleskop. Deshalb hier lieber etwas mehr investieren.

Tuningmassnahmen: Eigentlich nur Veloursfolie. Das bringt schon ziemlich viel. Aber - beobachte erstmal. Folie kleben kannst Du im Sommer wenn die Nächte hell sind... Ansonsten ist das Teleskop eigentlich für den Preis wirklich top.

Das Teleskop muß jedesmal justiert werden. Mit nem Laser geht das in unter 1 Minute. Ich würde auf jeden Fall einen Vollmetall-Laser nehmen. Ich habe den VSTB mit Barlow (!!!) und bin sehr zufrieden. Am Stern kann man auch justieren. Aber erst nach einer halben Stunde wenn der Spiegel kalt ist. Deshalb würde ich die 30 Euro in den Laser investieren.

Micha
 
Hallo Wolfgang,

also ich hab den GSO250 BCR. Unterschied zum E-Modell: Crayford-OAZ, Lüfter, Rollenlager, anderes Okular. Ob das die ca. 250,- Euro wert ist, ich weiss nicht. Mit dem Rollenlager war ich nicht zufrieden und hab ihn gegen das klassische Teflon-Gleitlager (siehe www.pteng.de) ausgewechselt - läuft jetzt astrein. Den Lüfter hätte ich mir für kleines Geld auch selbst einbauen können.

Ich würde im nachhinein zum E-Modell tendieren und mit dem gesparten Geld in gute Okulare investieren und nen Nebelfilter (O-III). So ein 2 Zoll Übersichtsokular TSWA 32 ist schon genial.

Auf jeden Fall bekommst Du ein verdammt dickes Rohr...

PS: ich glaub die Preise stimmen so nicht mehr. Die Geräte sind etwas günstiger geworden.

Gruß

Thomas
 
Hi Wolfgang,
ob der 12" für Dich geeignet ist, kannst nur Du entscheiden -am besten, wenn Du so ein Teil mal live erlebt hast.
Ich persönlich finde z.B. 12" als Volltubus für zu unhandlich und habe deshalb Gitterrohr angeschafft.
Daher rate ich nach Mitguckmöglichkeiten Ausschau zu halten. Vielleicht findet sich ja jemand der erreichbar ist.

Das 12 justageempfindlicher sind als 10 oder 8" íst falsch. Große Öffnungen sind haben mehr Auflösevermögen, so das vorhandenes Seeing eher auffällt als mit kleineren Geräten, weil die scheinbaren Sternbewegungen mit dem großen Gerät aufgelöst werden.
Richtig justiert müssen alle Teleskope sein, wenn sie richtig funktionieren sollen. Die großen Newton sind i.d.R. Geräte mit schnellen Öffnungsverhältnissen, was unter anderem mit sich bringt, das sich hier eine leichte Dejustage bei der Abbildung stärker negativ bemerkbar macht als bei kleineren Öffnungsverhältnissen. Bei f/5 genügen wenige mm Dejustage um eine deutliche Verschlechterung der Abbildung zu bewirken. Bei f/8 fällt das wesentlich weniger ins Gewicht, wenngleich es natürlich auch erkennbar ist.

Welcher Dob: Schwer zu sagen, erst recht die Frage ob der Preisunterschied gerechtfertigt ist. Das hängt u.a. auch davon ab, was Dir mehr Qualität wert ist und ob die beworbenen 0,95 Strehl wirklich da sind. Sollte der Strehl wirklich da sein, ist der Preis m.E. gut. Schau mal was Du für einen 12" Spiegel in der Strehllage allein zahlst. Die kriegst Du für 1500,- nicht. Ob die 0,95 wirklich da sind, da bin ich skeptisch.
Wenn der Spiegel 0,95 haben sollte, würdest Du im Vergleich mit nem Standart 0,8 Strehl-Spiegel schon einen Unterschied sehen - speziell am Planeten.

Okulare: Der Ansatz lieber gleich gescheit, ist m.E. richtig und langfristig sogar billiger. Allerdings kostet wirklich gescheit für f/5 auch richtig Geld.
Da es um einen Dob geht, erscheint mir die Grundrichtung Weitwinkel richtig und sinnvoll - auch für die hohen Vergrößerungen am Planeten.
So zunächst nur eine unvollkommene Okularausstattung in Frage kommt, wären meine ersten Prioritäten ein gutes 2" Übersichtsokular und Okulare, welche die klassischen DS Vergrößerungen ergeben, d.h. 15 - 5mm Brennweite. Für die Übersicht kommen als ********* nach meinen Erfahrungen nur die Okus aus dem Hause Televue in Betracht ( evtl. die neuen Meade 5000, die ich nicht beurteilen kann). Das wäre dann sowas wie 35mm Panoptik, 31mm Nagler.
Für die DS-Vergrößerungen muß es um wirklich gute Ergebnisse zu bekommen nicht zwingend ein Nagler sein. Da gibts auch preiswertere Okulare, die nicht so weit weg sind i.S. Leistung. Da wären LVW, Speerswaler WA ( wenn noch welche zu bekommen sind ) und bei den niedrigen Brennweiten, wie hier zu lesen war wohl auch die Hyperion. Konkret: 14mm Speers oder 13mm LVW oder dann halt doch 13 Nagler und 5mm Hyperion, LVW oder wieder das Nagler.
Das wären mal ein paar Typen, wobei man hier evtl sehen muß was Dir am Okular wichtig ist. Augenabstand, Feld, Preis etc...

Filter: Für DS wirst Du Filter fürher oder später wollen. Ich würde 2" nehmen und über UHC und OIII nachdenken.

Tuning: Verloursfolie anbringen. Alles weitere wird sich zeigen.

CS
 
Moin Wolfgang!

> Ich dachte mir, wenn ich mir schon mal ein richtiges kaufe, sollte es ein großes sein.

Ja, das ist eine gute Einstellung: Wenn schon auf die Schnauze fliegen, dann auch richtig... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> Hast Du Dir das auch gut überlegt? Das beste Teleskop ist das, was man am häufigsten benutzt, da kommt es auf reine Gigantomanie nicht an. An Deiner Stelle würde ich mir so ein Gerät erstmal live anschauen, ggf. auch nachts damit beobachten. Teleskoptreffen sind da die beste Gelegenheit! Je größer ein Teleskop, umso mehr Überwindung gehört dazu, es in einer kalten Nacht zu Unzeiten durchs Haus in den Garten zu schleppen. Schnell kann die Begeisterung in Frust umschlagen, und man ärgert sich dann, wenn das teure Monstrum im Keller vollstaubt.

Bei 12" würde ich schon auf den Spiegelträger achten, da sollte es m. E. schon Pyrex sein, außer man hat wirklich das Glück, sein Teleskop bei Umgebungstemperaturen zu lagern. Je größer die Optik, umso empfindlicher reagiert sie auf Temperaturschwankungen.

> Welche Okulare sind für mich bei diesem Teleskop die richtigen, wenn ich sowohl Mond, Planeten als auch Nebel beobachten will?

Immer, wenn ich sowas lese, muß ich grinsen: Was willst Du damit auch anderes beobachten - Amöben bei der Paarung? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> Um mal etwas spezieller zu werden: DAS "richtige Okular für alles" gibt es nicht! Wichtig für Dobsonauten sind möglichst große Gesichtsfelder - eben wegen der speziellen Montierungsart. Für die Planetenbeobachtung gibt es wiederum Spezialisten unter den Okularen, und wenn die dann noch extreme Gesichtsfelder haben sollen, wird's richtig teuer.

Du kannst Dir m. E. hier beim Lesen wirklich nur ein paar Tips abholen, in welche Richtung das letztendlich gehen kann. Welche Okulare es schließlich sind, hängt einzig und allein von Deinem persönlichen Empfinden ab. Mein Tip: Schau Dir die Okulare erst an und teste sie nach Möglichkeit, bevor sie kaufst! Auch die teuersten Okulare gefallen nicht jedem, und so eine Okularauswahl - wenn man denn damit richtig zufrieden sein will - kann einige Zeit (Jahre!) dauern. Die richtige Kombination wirst Du so auf die Schnelle nicht finden, wenn Du Dir Okus auf Blauen Dunst hin bestellst, nur weil Du gelesen hast, "daß die gut sein sollen".

Thema Tuning: Veloursfolie halte ich auch für sinnvoll, aber der Einbau braucht nicht vor der ersten Beobachtung zu geschehen. Viel wichtiger ist, daß Du auf die Gängigkeit des Dobson-Unterbaus achtest. Ich persönlich halte von der GSO-Standard-Ausführung nicht viel. Da würde am meisten zu tun sein, eventell sogar der Eigenbau einer vernünftigen Rockerbox mit ausreichend großen Höhenlagern und einem ruckelfreien Azimutallager.
Bei den einfachen Okularauszügen mit Zahn und Trieb ist u. U. ein bischen Nachbeserung angesagt, um denen das Kippeln abzugewöhnen. Sowas nervt gerade bei hohen Vergrößerungen.
Insbesondere bei GSO würde ich einen verschärften Blick auf die Halterung des Fangspiegels achten, gerade weil immer wieder von thermischen Verspannungen durch die Fassung berichtet wird.

Ich hoffe, das klang jetzt alles nicht zu pessimistisch. Sicher, ein GSO-12" kann für einen Einsteiger geeignet sein, aber je teurer / gewaltiger ein Teleskop mit Zubehör zu Anfang ist, umso größer ist meiner Meinung nach auch die Gefahr, x-hundert Euro in den Sand zu setzen. (Außer, man hat's wirklich übrig - dann ist's sowieso egal. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> )
 
Hallo Micha

Ich halte 1500 Euro für einen 12" mit einer garantierten Qualität von 0.95 Strehl nicht für zu teuer!
Dazu kommt noch, dass dieses Instrument einen besseren Spiegelträger hat, der die Form bei Temperaturschwankungen besser hält. Und genau auf diese Form kommt es ja beim Newton an, ob er sein max. Kontrast erreicht oder nicht.

Ich würd den für 900 Euro nehmen. Den hab ich auch. Lüfter, Oku-Halter wirst Du beim anderen nachrüsten müssen. Und der Crayford macht schon Spaß. Den für 1500 Euro würde ich nicht nehmen. Papier ist geduldig - insbesondere Papier auf das Testprotokolle gedruckt sind...

Ich halte diese Aussage für gefährlich und zwar in dem Sinne, dass du den Anschein damit erweckst, man könne für weniger Geld, die gleiche Qualität und Leistung erhalten. Das ist ein Wiederspruch in sich.

Fast jeder Namhafte Hersteller der nichts zu verbergen hat, bietet für seine Instrumente ein Interferogramm an. Das ist auch kein Problem, denn er muss die Optik im Fertigungsprozess so oder so prüfen mit verschiedensten Prüfmethoden. Auch zeigt es das der Hersteller eine Qualitätskontrolle durchführt.
So lange der Qualitätsnachweis direkt vom Hersteller kommt, ist dieser in erster Linie absolut glaubhaft. Denn hier stehen die Glaubwürdigkeit und der Ruf des Unternehmens auf dem Spiel.

Etwas anderes sind geschönte Protokolle von selbsternannten Kellerprüfern die es nicht so genau nehmen und gerne ein zwei Strehlpunkte dazu rechnen.
Es ist also zu klären, ob dieses Interferogramm vom Hersteller, oder aus Zweitehrhand erstellt worden ist.

Auch sagt ein solches Interferogramm nix über das Gesamtsystem (FS u. HS) aus. Dies bezieht sich nur auf den HS.

Ich hatte schon einige Teleskope von namhaften Herstellern mit Interferogrammen. z.B. TS Orion, TMB, Zeiss, LOMO. Bei allen Interferogrammen wurde bei der Nachprüfung die Messwerte +/- 0.01 Strehl bestätigt.


Dem geeigneten Spiegelträger wird meist auch zuwenig Bedeutung geschenkt, gerade bei großen Öffnungen!
Es gibt Pyrex und es gibt Pyrex und es gibt noch etwas Besseres wie Pyrex. Warum wohl verbauen die Hersteller von den Topmarken wohl bessere Spiegelträger mit einer geringeren Wärmedehnung und warum sind ab ca. 8" nur noch Quarz, Duran, Sital, Zerodur, usw. zu finden?
Nur um das Instrument unnötig teuer zu machen, wenn man mit BK7 oder pseudo Pyrex doch das gleiche hat?

Ein 12" für 699€ ist eine feine Sache, doch sollte man sich im Klaren sein vielleicht damit nur einen Lichteimer zu kaufen. Und mit ein wenig Tuning kann man leider die Strehlzahlen nicht erhöhen.

Gruß Uwe
 
Hi,

ich denke, so ein GSO Dobson ist ein ganz tolles Gerät für Einsteiger und Fortgeschrittene, sofern Du es gut genug transportieren kannst und noch ein bischen modifizierst (zB Gleitlager etwas ruckfreier machen).

Laß dich bloß nicht irre machen von den PTV, Strehl- und Naglerdiskussionen, oder von so unsinnigen Aussagen wie "Manche beobachten jahrelang mit ihrem Gerät, bevor sie merken, daß sie eine "Gurke" haben". Das artet teilweise in einen Wahn aus.

Klar gibt es Qualität und Schrott auf dem Astromarkt. Man muß ja nicht gerade die Kaufhaus- und ebaymarken nehmen. Viele Diskussionen erinnern mich an die HiFi Szene, wo vergoldete armdicke Boxenkabel und Röhrenverstäerker für 20000 Euro ein Muß sind.

Ich besitze Geräte an beiden Enden des Qualitätsspektrums, sowohl einen Apo als auch einen GSO Newton, und ich kann Dir sagen: So ein 10 oder 12 Zoll GSO Newton ist gut, eigentlich verdammt gut und unverschämt preiswert.

(Mein Bericht: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbth...0/page/0#358449 )

Ich habe mir kürzlich gebraucht einen 10 Zöller für etwas mehr als 300 Euro gekauft (Okulare waren auch dabei). Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, daß ich -ehrlichweise- den Unterschied zu einem Superduper Lomospiegel im enspiegelten Spezial Birmaier Tubus maximal an einer Nacht in zwei Jahren oder in Namibia im Direktvergleich (!) feststellen kann.

Nimm einen 10- oder 12 Zoll GSO, vielleicht sogar gebraucht, und besorg Dir noch zwei Hyperion ode Speers Waler Okulare dazu, und vielleicht ein kurzbrennweitiges Baader genuine, und Du wirst, bei sorgfältigem Gebrauchtkauf, für deutlich unter 1000 Euro für viele Jahre sehr glücklich sein, unter Garantie!

Gruß
Julian
 
Hallo Wolfgang,
genauso wie Julian es schon sagte, ist es wirklich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />, lass Dir nicht einreden, das es nur für viel Geld gute Geräte gibt! Habe ebnfalls schon so ziemlich alle Preiskategorien bis einschliesslich 5000 € nur für Optik mit Tubus ( 130 er EDF von Starfire )durch und kann Dir sagen, das mein jetziger 10" Newton ( mit Tuning für ca 1000 € )nicht schlechter, sonder in manchen Bereichen sogar besser ist als die von mir bessenen preislichen Topgeräte!
Einen kleinen Bericht findest Du hier! http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php/Cat/0/Number/358449/an/0/page/0#358449

Viele Grüsse Uwe
 
Hallo Wolfgang,

Sorgen um die Qualität?
Diese Problematik habe ich vor dem Kauf meines 8“ f/6 Pyrex Chinadobsons auch gewälzt.
Nachdem ich schon einiges Geld in ein Teleskop versenkt hatte, ohne MEINE Anforderungen erfüllt zu finden, sollte es nun der RICHTIGE Kauf werden.
Mir wurde schnell klar, dass die Anforderung höchste Qualität und ausreichend Öffnung mit meinem Budget nicht vereinbar war, Linse hin, Spiegel her.
Gute Qualität und ausreichende Öffnung sollte doch im Bereich Spiegelteleskope machbar sein, zumal eine Dobsonmontierung jede Menge Geld einspart.

Nun, die Foren geben so viele Beiträge zu dem Thema her, dass einem schwindlig werden kann. Vom Spiegelmaterial über das durchschnittliche herstellerseitige Niveau bis zu den möglichen Prüfmethoden und den anzulegenden Parametern für die Spiegelqualität und die resultierende Abbildungsleistung webt sich ein Netz sachlicher Berechnungen und Aussagen und Diskussionen, garniert mit Beobachtungserfahrungen und theoretischen Einschätzungen, manchmal spekulativ, widersprüchlich und auch peinlich, wenn unsachliche bis persönlich herabsetzende Auseinandersetzungen ausgetragen werden.
Es kristallisierte sich heraus, dass der Spiegel, der den letzten Kritiker verstummen lassen würde, wiederum sündteuer werden würde, auch wenn ich einen „Selbstschleifer“ gewinnen könnte und eigentlich wolle ich keine Kritiker zufrieden stellen, sondern mit meinem Teleskop erfolgreich den Himmel beobachten. Außerdem nutzt das beste Teleskop ohne Okulare und Filter herzlich wenig.

In der Summe kam ich, teils mit Glück, zu einer für mich richtigen Einschätzung und der resultierenden Teleskopwahl.
Mir blieb nur die Wahl eines sehr günstigen 8“ Dobsonteleskops übrig, welches ich dann optimal konfigurieren wollte.
Ich entschied mich für das Öffnungsverhältnis f/6, da mir das Argument, ein Spiegel mit größerem Öffnungsverhältnis seien schwieriger herzustellen, einleuchtet. Ein kleineres Öffnungsverhältnis geht wiederum zu Lasten des erreichbaren Feldes und auch bei der Obstruktion erschien mir mit f/6 der beste Kompromiss gegeben.
Wichtig war auch, dass das Öffnungsverhältnis f/6 den Grenzbereich für Okulare darstellt bei dem noch mit günstigen, einfachen Okulardesigns brauchbare bis gute Abbildungsleistungen erreicht werden, wenn auch teurere Okulare sicher wünschenswert sind.
Als Spiegelträger wählte ich Pyrex. Dieses Material hat den Vorteil geringerer Wärmeausdehnung gegenüber z.B. BK 7, was schon in der Produktion, beim Schleifen, Vorteile hat, also nicht nur schneller gute Beobachtungen ermöglicht, sondern schon das Potential, der Ausbildung unerwünschter Zonen beim automatisierten Schliff in Grenzen zu begegnen. Weiterhin wird Pyrex eine Zusammensetzung zugesagt, die leichter glatte Oberflächen entstehen lässt. Eine möglichst glatte Oberfläche ist für die Abbildungsqualität ebenso wichtig, wie die gute Parabelform. Die 50 € Aufpreis könnten also theoretisch mehr bringen, als (in diesem Preisbereich) nicht verifizierbare Zusagen und Urkunden.
Immerhin konnte im Nachgang, über die Ermittlung des spezifischen Gewichts, geklärt werden, dass der Spiegelträger tatsächlich aus Pyrex oder einem vergleichbaren Material besteht.
So zufrieden ich mit meinen Beobachtungen war, ein Zweifel blieb. Ist der Spiegel wirklich, wie zugesagt, „beugungsbegrenzt“? Wie will man dies, als Anfänger, wenn auch mit einem 114er Spiegel zum Vergleich ausgestattet, feststellen.
Nun, es ergaben sich zwischenzeitlich viele Vergleiche mit anderen Teleskopen und damit werden sich auch die meisten von uns bescheiden müssen. Mein Spiegel ist wohl im Bereich der zugesagten Qualität oder etwas besser?

Völlig egal, er ist PREISWERT, macht jede Menge Spass und ich war aufgrund des günstigen Anschaffungspreises in der Lage, relativ schnell gute Okulare im schöner Staffelung zu kaufen, welche den sicher vorhandenen Fehlern der Optik keine gravierenden „Okularfehler“ hinzufügen und so das Mögliche auch gut zeigen. Dies ist ein bedenkenswerter Faktor beim Teleskopkauf, zumal neben den passenden Okularen auch und gerade Nebelfilter teures, aber unumgängliches Zubehör darstellen, welches einen wesentlichen Bereich der Deepskybeobachtung erst richtig lohnenswert macht.

Selbstverständlich habe ich meinem Dobson alle sinnvollen Tuningmaßnahmen verpasst und achte sehr auf eine gute Justierung. Ist eine gute Optik der Vater, so ist die Justage die Mutter erfolgreicher Beobachtungen.
Nun ist schon einige Zeit vergangen, ich bin immer noch sehr zufrieden mit meinen Beobachtungen, denke aber doch, dass über kurz oder lang ein größerer Dobson in´s Haus stehen wird. Dies aber erst dann, wenn ich mir auch einen Qualitätsspiegel leisten (und/oder schleifen) kann.

Mein Fazit zu Qualität lautet, dass man sich die beste Qualität, die man sich leisten kann, auch gönnen sollte.

CS und frohes Fest
*entfernt*
 
Hallo Wolfgang,

will auch meinen Senf noch hinzufügen, weil ich vor der konkreten Entscheidung stand, 10"- oder 12"-Dobson. Nach Jahren mit Fernglas und einem kleinen Refaktor wollte ich endlich Öffnung pur. Aber was oben mehrfach anklingt: Schau Dir die konkreten Geräte an und entscheide dann. Was dem einen zu unhandlich ist, stellt für den anderen mit anderem Auto etc. gar kein Problem dar.

Ich habe mich übrigens dann für das 10"-Dobson (mit Pyrex-Spiegel, den ich empfehlen würde, weil er einem viel Beobachtungszeit schenkt, die man sich ansonsten mit flauen Bildern eines nicht so flott temperaturangepassten Spiegels rumärgern müsste) entschieden, was ich bislang keine Sekunde bereut habe. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Und: Ich habe mir vorerst "nur" 3 Okulare für diesen Dobson zugelegt, nachdem mein altes Oku-Gefissel für meinen Refraktor in der Tonne gelandet war. Für diese 3 Top-Okus habe ich zwar über 1000 Euros hingelegt, mehr als für den Dobson mit Pyrex-Spiegel, aber auch das habe ich keine Sekunde bereut. Ich wollte Okus mit einem Einblickverhalten, das mir gefällt und ich wollte ein Gesichtsfeld von rund 70 Grad haben. Wie schon 1000fach im Forum nachzulesen ist: Was man sich - aus welchen Gründen auch immer - zwei Mal kauft, ist halt rausgeschmissen.

Zu den Tuning-Maßnahmen: Mein Dobson ist absolut unbefummelt und liefert Beobachtungsspass pur. Sicher aber gibt es viele nette Möglichkeiten für Bastler und ich freue mich schon auf das nächste Teleskoptreffen, um mir da mal ein paar Anregungen zu holen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Viel Spaß bei Deiner Entscheidung! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Und: Frohe Weihnachten! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />

Serenitatis
 
Ist eine gute Optik der Vater, so ist die Justage die Mutter erfolgreicher Beobachtungen.

Schön formuliert! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Mein Fazit zu Qualität lautet, dass man sich die beste Qualität, die man sich leisten kann, auch gönnen sollte.

Allerdings kann das dann - wie bei mir der Fall - dazu führen, dass man dann unter Umständen gar nicht beobachtet... Ich hatte rund 10 Jahre lang den Wunsch nach einem Top-Dobson, konnte ihn mir nicht leisten und blieb solange bei meinen Ferngläsern und einem popeligen Refraktor, bis ich mir dann doch einen "Low-Dobson" holte. Wie oben gesagt: Ich habe das keine Sekunde bereut! Und vielleicht habe ich auch irgendwann mal einen Super-Dobson. Ich wüsste auch schon sehr genau, welchen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Viele Grüße

Serenitatis
 
Hallo Serenitatis,
ich wollte mit "leisten können" ja ausdrücken, dass man es sich nicht zusammensparen muss, sondern
zeitnah sein Teleskop erwirbt, also eher Abstriche an Qualität und/oder Öffnung in Kauf nehmen sollte,
bevor man gar nichts sieht.
CS und frohes Fest
*entfernt*
 
Hallo Miteinander!

Vielen, vielen Dank für eure Antworten.
Das ist ja der helle Wahnsinn, wie einem hier geholfen wird.
Gestern geschrieben und jetzt schon so viele Hilfen,Tipps und Ratschläge.
Bin ganz hin und weg!
Hier bin ich bei den richtigen Leuten angekommen!
Jetzt muss ich mich erst einmal durcharbeiten.

Tschüss und bis dann,

Gruß
Wolfgang
 
ich wollte mit "leisten können" ja ausdrücken, dass man es sich nicht zusammensparen muss, sondern
zeitnah sein Teleskop erwirbt, also eher Abstriche an Qualität und/oder Öffnung in Kauf nehmen sollte,
bevor man gar nichts sieht.

Hallo Günther,

klaro, habe ich auch so verstanden! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Ich [zensiert] habe halt jahrelang auf ein bezahlbares Teleskop verzichtet, weil ich dachte, WENN SCHON DENN SCHON. Nun alllerdings habe ich ein Low-Dobson, mit dem ich dennoch superzufrieden bin. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Mein nächstes Teleskop soll mindestens ein 8,40-Meter-Spiegel haben...

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Schöne Weihnachten!
 
Hallo!

Da bin ich wieder!
Danke für die vielen Infos!
Werde mich wahrscheinlich für den 12" GSO Dobson entscheiden.
Weiß nur noch nicht, ob den für 998,-€ oder den für 1498.-€.
Vielleicht weiß ja einer von euch noch, mich mit einem zwingenden Argument davon zu überzeugen, welcher jetzt der für mich richtige ist.
Schon blöd, wenn man so unentschlossen ist.

Jetzt habe ich zur Grundausstattung noch Fragen:
Ich habe von sogenannten OIII-Filtern gehört. Gehören die dazu?
Bei den Okularen haben viele das TSWA-32 (Marke?) bei f/5 empfohlen.
Ist das auch noch die richtige Wahl, wenn ich sage, dass ich am Anfang ca. 500.-€ für zwei Okulare ausgeben will?
Bei der GSO 300 Grundausstattung ist ein TSWA-30 von ERFLE dabei.

Ich glaube, dass ich noch öfters Fragen stelle werde.
Ist es sinnvoll, wenn ich jetzt einen neuen Beitrag anfange?
Weiß nicht, ob das jetzt noch von so vielen gelesen wird.

Viele Grüße
Wolfgang

Achso: Hallo Rolf. Ich komme übrigens aus Trochtelfingen. Kennst du es?
 
Hallo miteinander!

Bin auch neu hier und derzeit ebenfalls auf der Suche nach dem richtigen Dobson, dieser Thread gibt da ja schon einiges her.

Wolfgang, hab gesehen das du aus Trochtelfingen kommst, kenn ich sehr gut, ich bin aus Fachsenfeld bei Aalen.
die Astronomische Arbeitsgemeinschaft Aalen e.v., die Betreiber der Sternwarte Aalen treffen sich jeden Freitag Abend an der Sternwarte, und ich hab gelesen, dass zumindest ein Mitglied einen 8"-GSO hat. Ich werde auf jeden Fall mal hingehen und mit den Leuten reden und mir diesen 8-Zöller anschauen, denke das würde dir auch weiterhelfen. ->(www.sternwarte-aalen.de)

Willst du den 12-Zöller dann etwa auf den Ipf raufschleifen zum beobachten? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach.gif" alt="" /> (Insiderwitz...)

Gruß und hoffentlich noch interessante Diskussionen hier,
Andreas
 
Hi Andreas,
ganz heißer Tip, die AG in Aalen zu besuchen und mal life dabei zu sein.
Kontakt knüpfen, Date ausmachen, Wolfgang mitnehmen, an- und durchgucken.
Wenn das klappt, ist es das beste, was Euch passieren kann. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
CS
*entfernt*
 
Hi,
natürlich bist DU unentschlossen, Du hast noch keines der Geräte live gesehen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
TSWA 32, das gibts keine Markenangaben. Das Teil wird irgendwo in Fernost wohl hergestellt und unter dem Label TS verkauft.
Das beiliegende TSWA30 ist nicht von Erfle, sondern Erfle ist ein Okularbautyp - meist basierend auf zusätzlichen Linsen, eingefügt in den Bautyp Plössl.
Erfle sind tendenziell bei eher schnellen Geräten weniger gut, sieht man mal von der PanOptik Reihe ab.
Im Hinblick auf die Fragestellungen würde ich noch mals Zeit invstieren in die Hard-Ware Basics.
CS
 
Hi Wolfgang,

Noch Mal zur Qualität.
Ich sehe es so, dass eine solche Zusage, sagen wir 0,95 Strehl schon eine super
Spiegelqualität beschreibt, wenn sie denn auch zutrifft.
Würde, rein theoretisch, mit anderen, genaueren, besseren, umfassenderen Testmethoden ein tatsächlicher,
reeller Strehl von 0,90 heraus kommen, ist das immer noch ein sehr guter Spiegel, der mir in den Fällen, wo
man das ausnutzen kann (Top Seeing/Planeten)das (verfügbare) Geld wert wäre.
Nach meinen Erfahrungen mit mehreren "Billigspiegeln" verschiedener Hersteller waren alle Spiegel
in der Qualität ähnlich. Weder Top noch Flop dümpelten sie so um "beugungsbegrenzt", also 0,80 Strehl.
Das ist für ein komplettes Teleskop von 8-12" und einen Preis von 300-600 € absolut PREISWERT,
aber eben auch nicht mehr. So werden schöne, erfolgreiche Beobachtungen für wenig Geld möglich.
Es gibt da aber auch schlechte Teleskope und die zu erkennen ist für einen "Beginner" ohne
Unterstützung kaum machbar.
Einen "Billigspiegel mit Wunderstrehl" hab ich auch noch nicht gesehen. Könnten das nicht doch
die Teile sein, welche dann für das doppelte Geld den Besitzer wechseln? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gutefrage.gif" alt="" />

Filter: So ein O III Filter ist in jedem Falle eine lohnende Anschaffung für Deepsky, da er den
dafür geeigneten Objekten (Gasnebel/planetarische Nebel) den nötigen Kontrast verleiht.
So werden schwache Nebel überhaupt erst sichtbar, stärkere Nebel gewinnen an Struktur und Detail.
Da es einige sehr großflächige Nebel gibt lohnt sich eine solche Anschaffung in 2" nicht nur wegen
der Aufsuche. Ein Tip ist der sehr engbandige und zugleich günstigste O III in 2" von der Firma Bader.
Dazu würde ich aber noch einen UHC z.B. von Astronomic oder Lumicon pp. empfehlen, um auch im Bereich
höherer Vergrößerungen (da wird der Bader zu dunkel) einen guten Filter zu haben.
Kurz gesagt, die Anzahl der lohnenswerten Objekte steigert sich durch den Einsatz der richtigen
Filter ganz erheblich. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />

Das TSWA 32 stellt bei f/5 das günstigste Okular dar, welches eine ausreichende Randschärfe und
ein großes Feld (Weitwinkel) zur Verfügung stellt.
Es gibt sicher Besseres.
Unter gutem, dunklem Himmel denke ich da an das 35er Panoptik für max. AP und Feld, perfekte
Sternabbildung leifert auch ein 31er Nagler. Ist halt eine andere Preisklasse, aber das sieht man auch.

Nun, das Thema Zubehör ist eine unendliche Geschichte.
Hab´s schon öfter erwähnt, dass mein Skywatcher 350 € gekostet hat. Mit sinnvollem(!) Zubehör
habe ich die 1000 € Marke längst überschritten. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" />

CS
*entfernt*
 
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Hallo Wolfgang,

Trochtelfingen bei Gammertingen oder bei Bopfingen?
 
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