Dobson 8" und nu ?

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DirkW

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Hi Leute,

ich habe mich seit einiger Zeit mit dem Thema Teleskopkauf beschäftigt und tendierte zu einem 8" Dobson von Skywatcher.

Ich konnte mich aber nicht wirklich entscheiden ... das nervte wohl irgendwie meine bessere Hälfte. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> ( Da ich immer ewig hin und her überlege bei solchen Dingen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> )

Mein Weibchen wußte aber schon, daß ich mir von den ganzen Auswahlmöglichekeiten den 8" Dobson kaufen würde.
Zu meiner Überraschung klingelte am Mittwoch der Paketdienst an meiner Tür mit 2 großen Paketen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Es war ein Skywatcher 8" Dobson mit Mondfilter. Weihnachten und Ostern an einem Tag !!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" />

Heute Nacht bin ich dann mal mit dem Ding losgezogen und hab mich ausserhalb der Stadt auf nen Feld gesetzt und kam 5 Stunden nicht mehr aus dem Staunen heraus - ein überweltigendes Erlebnis !

Lange Rede kurzer Sinn ... nun steh ich vor der für mich schwierigen Frage, welche Okulare ich mir holen sollte. Ein klein wenig mehr Vergrösserung wäre nicht schlecht.
Da ich quasi unvorbereitet in den Genuss des Dobsons kam, habe ich nun echt keinen Plan was man da kaufen könnte (Filter Okulare usw.).

Mit dabei waren folgende Okulare:

Super-Plössl 25 mm
Super-Plössl 10 mm

Also nicht falsch verstehen ... ich will jetzt nicht durchdrehen und gleich anfangen alles zu kaufen, was mir in die Finger kommt. Ich möchte natürlich erst ein wenig Erfahrungen sammeln. Dennoch würde ich gerne wissen, was man an Okularen kaufen könnte, um eine höhere (sinnvolle) Vergrösserung zu erzielen oder welche Filter erfahrungsgemäss für Deepskybeobachtungen geeignet sind um dem ganzen eine "Informationsrichtung" zu geben.

ich würde mich über jede Info freuen.

Dirk
 
Hallo Dirk!

Also ich hab immernoch ein 20er Plössl und sogar ein 10er RK im Koffer, und da bleiben sie auch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> ab und zu werden die sogar benutzt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Aber du brauchst für den Anfang noch 2 Okus... was kurzes, und was langes in 2"

Das TSWA 32 bietet sich da an, ist ziemlich weit verbreitet, und hat sicher auch ein sternfreund in deiner nähe, dass du mal durchschauen kannst.

und was im 4-6 mm Bereich, ob es da ein 5 mm Hyperion, oder ein tunneliges Ortho, oder ein LV sein soll, das musst du ausprobieren, am besten (wieder) bei nem Sternfreund in deiner Nähe...

später kannste dann deine Okupalette aufstocken... aber die 4, die du dann hast, sollten reichen...

noch nen 8x50 sucher (wenn noch nicht dabei) oder ein Telrad/Quickfinder System, je nach geschmack, dann müssteste schon gut dabei sein...

dann noch die üblichen Verdächtigen: Lüfter, Velours usw. und du bist dabei <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" />

Gruß

der Rayko wars
 
Nun ja, im Grunde braucht man erstmal Informationen über dein Budget, um konkrete Vorschläge zu machen.
Ich persönlich würde - gerade in der Verbindung mit dem Dobson und dem Interesse für Deep Sky - auf jeden Fall Weitwinkelokulare vorschlagen mit einem Eigengesichtsfeld von 66° aufwärts.
Was die Ausstattung angeht, wäre es sinnvoll sich vielleicht ein 2" Übersichtsokular zu holen für die niedrigen Vergrößerungen, sowie zwei oder drei weitere Okulare, welche dann den Vergrößerungsbereich bis 200x oder 250x abdecken.
Ob man jetzt aber zu den Goldkantenokularen von Reese tendiert oder zu Speers Waler oder gar zu Tele Vue Nagler, das hängt zum einen von deinem Budget ab, zum anderen auch so ein bißchen von dem Öffnungsverhältnis deines Teleskops, hier gehe ich mal davon aus, daß es sich um einen 8", f/6 handelt.
Ich würde sagen, wenn du noch ein paar Informationen mehr gibst, dann wirst du hier viele Tips bekommen, auch was die Filter angeht, da hängt es nämlich auch so ein bißchen davon ab, was du für Beobachtungsbedingungen hast, ob man da jetzt in Richtung UHC oder OIII geht.

Viele Grüße,
Sebastian
 
Danke für die Antworten ... zur Orientierung habe ich mal die Werte des Teleskops in meine Sig geschrieben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Zur Budgetfrage hätte ich eine Gegenfrage ...

Angenommen man vergleicht ein "China Okular" mit nem "teuren" Markenokular (ähnliche Werte usw.), sieht man dann wirklich gravierende Unterschiede ? Wenn es nicht nur messbare sondern auch sichtbare Unterschiede gibt, dann bin ich auch bereit das 10 fache zu zahlen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
Mir ist klar, daß ich nun kein highend Teleskop habe (350 € mit diesem Pyrex Spiegel) und deshalb wohl die Vorteile von Highendokularen/Filtern nicht voll ausschöpfen kann, nur gute Okulare kann man doch auch im Nachfolgeteleskop weiter nutzen. Also würde ich auch den dann angemessenen Preis gerne zahlen.

Als ich mir gerade die Mondfilter anschaute, da staunte ich nicht schlecht wegen den Preisunterschieden. Wo liegt denn der Vorteil von teureren Filtern/Okularen ?

Wo finde ich denn das genannte TSWA 32 Okular ? Ich habe leider nichts gefunden (Tomaten auf den Augen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> )

Dirk

PS: Ich brauche unbedingt Thermounterwäsche. Ich habe mir heute nacht den Ar*** weggefroren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" /> Kaltes heisses Hobby <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
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Hallo Dirk,
das TSWA 32 findest du u,a. hier;
TSWA32

Der Vergleich Chinakracher/Markenware ist ein unendliches Thema. Such dich mal ein bisschen durch: Übersichtsokular usw.

Ich habe ein 30mm Chinakracher für ´nen Appel und ´nen Ei.
Eine fetzige Granate mit sehr gutem Blick in der Mitte. Zum Rand hin wird es wesentlich schlechter.
Ich hab das TSWA 32 mit sehr gutem Blick in der Mitte. Zum Rand hin wird es schon schlechter.
Ich hab das 30mm Pentax XW mit sehr gutem Blick in der Mitte und auch weiter darum herum. Ganz zum Rand hin wird es auch etwas schlechter.
Was ich damit sagen will, es gibt Qualitätsunterschiede. Aber es gibt weitaus größere Preisunterschiede.
M.E. steigt der Preis proportional zur Qualität.
Ich hatte zuerst das TSWA 32, dann das Pentax und den Chinakracher. Meine Erwartungshaltung an das Pentax waren, auch durch das viele Forenlesen sehr hoch. Ich war zwar nicht enttäuscht, jedoch hatte ich mir einen "Na bitte, das ist das Traumoku" Effekt vorgestellt. So war es dann doch nicht so gewaltig.

Mit zu meinen ersten Okularen gehörte auch das LVW 22.
Als Pendant dazu hab ich auch ein 20mm Chinakracher.
Kein Vergleich zum LVW 22. Andere Marken habe ich in dieser Klasse noch nicht gehabt. Nur jetzt im Vergleich zum 30ér Pentax. Das LVW bleibt für immer meins und ich könnte in einiger Zeit vielleicht zu der Erkenntnis kommen, das es auch ohne 30´er geht?
Wenn du das Geld hast, kauf dir das Pentax und das LVW 22 - für immer und vergess erstmal alles was darunter kommt, also noch höhere Vergrößerungengen.
Ich hatte/habe da einige Mitteklasseokus von denen ich aber subjektiv (wie auch die vorherigen Erkenntnisse) mehr als Enttäuscht bin, weil sie im Gegensatz zu den TSWA-Pentax-LVW zwar eine Vergrößerung des Bildes, jedoch auch eine starke Verringerung der Schärfe/Kontrast mitgebracht haben. So an meiner Empfindungsgrenze lag das 14´er Speers Waler. Die 8-, 5- und 3,5mm Orion Stratus Okulare (wobei ich auch durch die fast baugleichen Hyperions geschaut habe) sind für DeepSky nicht das, was ich mir vorgestellt habe: klares, scharfes und kontrastreiches Bild.
Mein Fazit: rausgeschmissenes Geld.

Wozu ich aber stehe, ist das Seben/Bresser und wie auch immer Zoom von 8-24 mm. Wenig Geld und viel sehen.
Auch das TS 7-21 Zoom hat seine Stärken. Hab ich beide.

Und wenn Du dann noch höher vergrößern willst, wart mal ab was demnächst über das neue Speers Waler Zoom geschrieben wird.

Ach ja, ich hab da auch noch eine 2" China Barlow mit der ich wirklich gut zufrieden bin - rein visuell und subjektiv natürlich.

Fang an und kaufe:
TSWA 32 - Zoom 8-24/7-21 - 2" Barlow = vorsichtiger und kluger Einstieg!

Die restlichen Möglichkeiten erspar ich mir, will mich doch nicht selber zum Deppen machen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" />

Viel Spass am Hobby
Heiner
 
Hi Dirk,

also den Unterschied zwischen einen weniger guten Okular und einem Guten siehst du auch mit einem non highend Teleskop. Achte vor allem bei den Okularen auf multi coating, gutes Einblickverhalten (mit/ohne Brille), größe des Gesichtsfeldes und Randschärfe.

Welche Marken man empfehlen kann hängt natürlich auch von deinem Budget ab. Aber mit den Hyperion Okularen machst du einen guten Deal.

Also gute Abstufung würde ich dir 35mm - 20mm - 10mm - 7,5mm und 5mm Vorschlagen. Am Anfang genügen 3 bis 4 Okulare, auf Filter kannst du erstmal verzichten.

Gruß

Lots
 
Hallo Dirk,

...sieht man dann wirklich gravierende Unterschiede ?...

Ohne zu zögern: Ja ich habe mir gerade mein erstes Nagler Okular (13mm) letzten Samstag gekauft.
Da für ein mal das Wetter mitgespielt hat und es der erste Wochenend Abend seit Monaten war wo was anderes zu sehen war als Wolken, konnte ich es gleich testen.
Der Unterschied zu einem Swan von WO (15mm) ist nicht zu übersehen, dieses liegt schon spürbar über den SWM von TS (15mm). Das SWM ist schon nicht mehr mit dem TS spuer Plössel (15mm) zu vergleichen da es diesem Haus hoch überlegen ist...

Also mein Rat ist vergiss die super Plössel Okus und wenn Du es dir leiten kannst schau gleich bei den Swan Okus vorbei (war über die SWM ein wenig entäucht), das sind zwar keine Nagler oder Speer Walers aber haben in meinen Augen ein gutes Preis/Leistungs Verhältniss mit doch einer guten Qulität.

Grüsse
André
 
Hui danke für die Antworten. Nun habe ich wieder was zum stöbern. Also die Superplössel Okus sind wohl low end ... so eine Art 70er Jahre Japan Barock ?

Also dann ist wohl ne Steigerung bei "Markenokus" in der selben "Klasse" zu erwarten ?

Also im Grunde war ich heute Nacht schon schwer beeindruckt ... was wird wohl passieren wenn ich mal ein besseres Oku nutzen kann <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" /> ?

Aber bitte hört nicht auf mir mehr input zu geben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
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Hallo Dirk !

Letztes Jahr wollte ich meiner Plössl Sammlung ein "Edelokular" hinzufügen. So bekam ich ein 9,4 mm Speers Waler und ein 13er Baader Hyperion "ausgeliehen".
Am gleichen Abend mit dem 8' Dob raus um DS-Objekten auf den Pelz zu rücken.Knackpunkt war dann M1 ; im Baader ein kontrastreiches Nebelfleckchen während das Speers ein diffusses, verwaschenes Wölckchen zeigte.
Letztlich habe ich mir das 60 Euronen billigere Baader geleistet und bin zufrieden damit.Natürlich handelt es sich um eine subjektive Meinung, andere SternguckerInnen legen andere Maßstäbe an (Brilennträger z.B)Ich glaube hier hilft nur Ausprobieren oder ein "Astro-Fuchs" mit entsprechender Oku-Sammlung in der Nähe.
Zu Filter; spez. Mondfilter kann ich dir nicht wirklich weiterhelfen, aber die Größe und die Vergütung werden sich,genau wie bei Okus im Preis niederschlagen.
Solltest du an DS Gefallen finden, möchte ich dich auf die hevorragende Abhandlung über Filter auf der Homeppage von Sven Wienstein aufmerksam machen [www.sven_wiensten.de/Einsteigerecke]

Gruß und CS
Andi
 
Hallo Dirk,

vielleicht mal grob, was man abdecken sollte und kann:
Zunächst mal hat das Gerät einen Vergrößerungsbereich von ca. 30x bis maximal 400x (die 400x für Spezialfälle).
Allgemein nutzbar werden 30x bis 300x sein, wobei Vergrößerungen über 200x stark von den Bedingungen (Luftunruhe) abhängen. Der Bereich von 300x bis 400x ist einigen wenigen Beobachtungen vorbehalten, und zwar der Doppelsterntrennung und der Mondbeobachtung, wo eine Übervergrößerung erwünscht ist, oder noch nicht so viel ausmacht (Mond).

Deine Okulare decken davon nur einen kleinen Teil ab, 120x und 48x. 120x ist für die Planetenbeobachtung eine Einstiegsvergrößerung. Die Okularpalette wäre also in dieser Hinsicht noch sehr unvollständig. Ein Okular mit 5mm oder 6mm wäre anzustreben und sicherlich auch eine Abstufung zum 10mm, also vielleicht ein 8mm.

Das 25mm Okular ist eine der dümmsten Okularbeigaben wo gibt. Grund: Es soll als Aufsuch-Okular dienen. Für ein Aufsuch-Okular ist es wichtig, möglichst viel Himmel überblicken zu können. Das 25mm Plössl nutzt aber nicht das maximal mögliche Gesichtsfeld eines 1,25" Okularauszuges aus. Ein 32mm Plössl (was für gewöhnlich zum gleichen Preis angeboten wird) wäre hier viel besser geeignet, weil es den 1,25" Auszug voll ausnutzt. Noch besser wäre es aber, für diesen Zweck ein 2" Okular anzuschaffen, das wegen des größeren Okularauszuges gleich einen viel größeren Himmelsausschnitt zeigt. Ein 2" Okular zwischen 30 und 40mm Brennweite wird hier von den allermeisten Sternfreunden mit so einem Dobson angeschafft. Wer unter sehr dunklem Landhimmel beobachtet tendiert meist zum 40mm, wer noch in Stadtnähe oder gar aus der Stadt selbst beobachtet, wird warscheinlich eher um 30mm anschaffen - wobei eins das andere nicht ausschließt, aber das kann ja eine "kann-Anschaffung" in der Zukunft sein.

Für den mittleren Vergrößerungsbereich lohnt es auch, ein Okular im Vergrößerungsbereich um 70x zu haben, das ist für viele Deepsky-Objekte interessant, die bei dieser Vergrößerung noch nicht zu dunkel sind und doch schon einige Strukturen zeigen.

Das sind so die Vergrößerungsbereich, die man normalerweise abzudecken sucht. Man sagt zwar, dass für den Anfang drei bis vier Okulare durchaus ausreichen, aber die meisten Sternfreunde entwickeln sich wohl eher dahin, 6 oder mehr Okulare einzusetzen. Trotzdem sollte man nicht zuviel auf einmal kaufen. Lieber erstmal die "Eckwerte" besetzen und dann nach und nach zukaufen und dabei beachten, was einem an den vorhandenen Okularen gefällt oder eben nicht gefällt, so dass man dementsprechend die Eigenschaften der weiteren Okulare auswählen kann.

Eigenschaften - das ist gleich der nächste Punkt. Grob gesehen würde ich die Okulare am Markt in zwei Gruppen einteilen:
1. "Planetenokulare", also Okularkonstruktionen mit wenig Linsen, bei kurzen Brennweiten auch sehr knappem Augenabstand, dafür aber (je nach Verarbeitung) eine hohe bis sehr hohe Bildqualität. Sie haben eher kleine scheinbare Gesichtsfelder zwischen 30° und 50° - man spricht oft vom "Tunnelblick". http://www.svenwienstein.de/HTML/weitwinkel.html
2. "Weitwinkelokulare", das sind meist Okulare mit 5 bis 9 oder in seltenen Fällen 10 Linsen. Sie bieten sehr große scheinbare Gesichtsfelder (und damit bei schwacher Vergrößerung auch sehr große wahre Gesichtsfelder). Durch die große Linsenzahl sind sie oft für "schnelle Optiken" besser korrigiert. (f/4 ist eine schnelle Optik, f/6 ist schon moderater.) Die große Linsenzahl ist einerseits nötig, andererseits gibt es "die perfekte Linse" nicht, jede Linse bringt ihre kleinen Fehlerchen ein. Dadurch ist es sehr schwer (und teuer) mit einem solchen Okular eine ähnlich gute Abbildungsleistung zu erzielen, wie mit einem "Planetenokular" - und genau im sehr hohen Vergrößerungsbereich, also bei der Planetenbeobachtung, spielt das eine Rolle.
Viele Weitwinkelokulare bieten dann nebenbei noch einen bequemen Augenabstand. Ab 12mm Augenabstand ist das Beobachten bequem, ab 18mm kann man sogar mit Brille gut beobachten.

Nun noch etwas zum Preis und zur Qualität. Hier gilt es einfach das richtige Mittelmaß zu finden. Ein Teleskop mit f/6 ist nicht ganz anspruchslos, so dass man schon eine gewisse Okularqualität braucht. Das muss sich nicht unbedingt in Preisregionen von mehr als 300 Euro abspielen. Es gilt abzuwägen. Ein Weitwinkelokular um 70 Euro ist eigentlich eines der unteren Preisregion, trotzdem kann man mit 70 Euro gut Geld in den Sand setzen. Da schaut man einfach mal, wie viel man im Gebrauchtmarkt dafür bekommen würde. Wenn man sich also für bestimmte Okulareigenschaften entscheidet (z.B. Weitwinkel, guter Augenabstand) dann sollte man auch bereit sein, genug Geld für eine brauchbare Qualität auszugeben. Es würde sehr viel teurer werden, alle Okulare doppelt und dreifach anzuschaffen, weil man jedes mal zu billig kauft.
Ein gutes Beispiel ist das Speers-Waler Zoom. Das Okular war in der alten Version für 230 bis 260 Euro Liste zu haben. Das ist nun nicht gerade günstig. Trotzdem kann sich so eine Anschaffung rechnen, denn das Okular hat 5 bis 8mm Brennweite und ist ein Super-Weitwinkel. Es kann daher gut anstelle von zwei Festbrennweiten (5 oder 6mm und 8mm hatte ich ja bereits vorgeschlagen) angeschafft werden. Dann ist der Preis eher moderat, fast schon günstig.

Das also mal als Ergänzung, wie man darangehen kann, sich Okulare auszuwählen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Andi,

man sollte hinzufügen, dass der Hauptunterschied zwischen den beiden Okularen sicherlich der deutliche Brennweitenunterschied war. Wenn Du ein 14mm Speers Waler mit dem 13mm Hyperion verglichen hättest, wäre das ganze anders ausgefallen.

Man darf also aus solchen Beobachtungen nicht einfach den Schluss ziehen, die ganze Okularserie wäre immer schlechter. Bei f/6 hat ein 9,4mm Okular eine AP (Maß für die Bildhelligkeit) von 1,6mm und ein 13mm eine AP von 2,2mm. Da hier ein quadratisches Verhältnis vorliegt, ist das Bild im 13mm fast doppelt so hell (Faktor 1,9) wie im 9,4mm.
Hält man sich diese Zahlen vor Augen, wird klar, wie der unterschiedliche Anblick zustande kommt. Direkte Vergleiche zwischen Okularen müssen immer bei sehr ähnlichen Brennweiten stattfinden.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Dirk,

gratuliere, ein 8" f/6 Dob ist ein Teleskop mit dem man viel Freude haben kann.
Sofern die Optik gut ist und dein Himmel sehr dunkel kannst du sinvollerweise
von um 30x bis 300x Vergrößerung (300x bei sehr ruhiger Luft) nutzen.

Zur Okularfrage sind ja schon mehrere gute Beiträge geschrieben worden.
Ich möchte deshalb nur noch den folgenden Rat loswerden:

Triff dich mit ein paar anderen Leuten zum spechteln. Da kannst du dann die
verschiedensten Okulare ausprobieren und schauen wie sich die an deinem Teleskop
machen. Du entwickelst schnell ein Gefühl dafür was DIR persönlich dabei wichtig ist.
Und nur das sollte deine Kaufentscheidungen beeinflußen, nicht das was dir
von Anderen geraten wird, auch wenn dies nach besten Wissen und Gewissen erfolgt.

Denn jeder hat seine persönlichen Vorlieben, seine speziellen Verhältnisse
und wird deshalb zu etwas raten was aber nicht unbedingt das Beste für dich
sein muß.
Im Board Kontakte und Treffen kannst du Leute aus deinen Gegend finden.

Abschließend kann ich sagen daß:
- der Wert der Okularkiste nicht selten den des Teleskopes weit übersteigt
- das erste Spitzenokular der Anfang vom Ende der Billigokulare in deiner
Okularausstattung ist
- je besser das Teleskop ist desto hochwertigere Okulare brauchst du damit
diese nicht Leistungsbegrenzend sind

MfG,Karsten
 
Hallo Sven !

Es ist natürlich richtig, das hier Äpfel und Birnen verglichen wurden. Das mit dem quadratischen Verhältnis und der daraus resultierenden doppelten Helligkeit habe ich bis dato nicht gewusst.
An besagten Abend habe ich auch bei anderen Objekten vorbeigeschaut und wäre M1 nicht gewesen hätte ich mich mit einer Entscheidung ungleich schwerer getan.
Aber so hat halt der "Augenblick" entschieden....

Gruß und CS
Andi
 
Hui das wird ja immer mehr Stoff zum durchkauen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> - danke euch.

Aber mal ´ne Frage ... brauche ich überhaupt nen Sucher auf dem Teleskop, wenn ich zb. das TSWA 32 nutzen würde ? Wenn ich ´nen "weiteres Feld" sehen kann mit dem TSWA 32, dann ist der Sucher (8x50) doch eigentlich überflüssig oder versteh ich etwas nicht richtig ?

Ausserdem empfand ich den geraden Sucher auf dem Dobson als zu fummelig, da muß man sich immer so verbiegen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />

Dirk
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Dirk,

zu deiner Frage mit dem Sucher, schau doch mal in diesen Thread rein, viele (wenn natürlich auch nicht alle) sehen einen Peilsucher á la Quickfinder, Telrad oder Baader Skysurfer zusammen mit einem Übersichtsokular als vollwertigen Ersatz für einen optischen Sucher (so auch ich) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Grüße Benny
 
Hallo Dirk,

mit dem 32er TS-WA hast Du an Deinem Gerät ca. 1,8° wahres Gesichtsfeld. Die üblichen 8x50-Sucher liegen bei ca. 3,5 bis 4,5°, also mindestens das vierfache an Himmelsausschnittsfläche.

Je nach Himmelsaufhellung und persönlichen Vorlieben/Erfahrungen reicht manchen ein Leuchtpunktsucher oder Telrad/Rigel, andere haben lieber einen optischen Sucher. Und dann benutzen einige beides (so wie ich zumindest von der Terasse aus). Aber ganz ohne Sucher/Peiler kommt an so einem Gerät i.d.R. keiner aus.

Bei einem (geradsichtigen) Peiler muss man sich nicht ganz so verbiegen wie beim geradsichtigen Sucher. Ein 8x50-Sucher mit 90°-Einblick ist da schon komfortabler. Je nachdem, wie die 90°-Umlenkung gemacht wird, hat man ein aufrechtstehendes, aber spiegelverkehrtes oder aufrechtstehendes und seitenrichtiges Bild. Es stimmt also nie mit dem Einblick im Okular überein. Am Anfang macht das vielleicht Probleme, aber man gewöhnt sich daran.

Ciao
Martin

P.S.: Und noch viel Spaß mit dem Teil!
 
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