Dobson für die Zukunft

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Dennis

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Hallo liebe Sternenfreunde,

seit einiger Zeit spiele ich mit dem Gedanken, mir ein Teleskop zuzulegen. Nach allem was ich bisher gelesen habe glaube ich, dass ein Dobson das richtige für mich ist. Die Tatsache, dass ich zur Zeit noch keine Gerätschaft für die Fotografie besitze und auch in nächster Zeit nicht besitzen werde, hat auch zu dieser Entscheidung beigetragen.

Nun aber zu meiner Frage:
Vielleicht sollte ich mich ja doch irgendwann an die Astrofotografie heranwagen oder aus anderen Gründen auf eine parallaktische Montierung umsteigen wollen.
Ist der Dobson dann noch dafür geeignet oder ist er selbst auf größeren Montierungen nicht stabil genug (z.B. durch Wind)?
Um es mal konkret zu machen:
Welche der folgenden Kombinationen machen für euch Sinn:
8" oder 10" Dobson auf z.B. EQ5 oder EQ6

Seht ihr andere Gründe die dagegen sprechen?

Liebe Grüße
Dennis

PS: Eine andere kurze Frage hätte ich noch:
ist es für einen Anfänger machbar einen verstaubten Dobson-Spiegel selbst zu reinigen oder würdet ihr davon abraten?
 
Hallo Dennis,

also beide Dobsons sollten eine EQ-6 bekommen. Darauf ist der 10" photografisch schon "naja", weil ja noch ein Leitrohr dazu kommt. Der 10" wiegt ja als Dobson locker über 15 Kilo.
Etwas anderes wäre es, wenn Du Dir einen Leichtbau-Tubus als Dobson herrichten lässt. Das kostet aber mehr.

Einen Spiegel reinigen kannst Du, ABER (!) lies Dir vorher im Internet Anleitungen und Erfahrungsberichte durch, ab wann das überhaupt nötig ist und wie genau man dabei vorgeht. Es ist schon mancher Spiegel kaputtgeputzt worden und das zu einem Zeitpunkt, an dem es noch lange nicht nötig war. Wer zum Beispiel die Dummheit begeht, mit der Taschenlampe im Dunkeln in seine Optik zu leuchten... Solange der Staub aus einzelnen Körnern besteht, die im Licht toll funkeln, besteht kein Handlungsbedarf. Bedenke wie winzig die Fläche ist, die alle diese Körner einnehmen. Im Vergleich zur Spiegelfläche nichtig.
Bei viel Benutzung kann vielleicht nach 5 Jahren mal der Wunsch zur Reinigung aufkommen. Eher nicht.

Clear Skies
Sven
 
Hi,

Mit einem 8"-Dobson einsteigen und dann später auf ne EQ-6 setzen... Den Weg hab ich hinter mir und würde es sofort wieder tun! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Visuell hast du mit dem Dobson lange Zeit Freude bzw. bei den deutschen Wetterverhältnissen und dem ständig wechselnden Sternenhimmel könnte wohl selbst der motivierteste Astronom damit jahrelang immer neue Objekte sehen.

Allerdings bedeutet "Aufrüsten für Astrofotografie" mehr als nur dem Tubus ne parallaktische Montierung zu verpassen. Diese muss auch fototauglich sein und die EQ-6 ist dies im Originalzustand nicht! Bevor man mit der EQ-6 Langzeitbelichtung mit entsprechenden Brennweiten machen kann müssen Steuerung und Getriebe gewechselt werden und man viele Nächte rumprobieren. Ich arbeite daran jetzt seit knapp 6 Monaten und komme trotz Semesterferien nur langsam voran. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Die Dobsons sind absolut für visuelle Zwecke ausgelegt. Das bedeutet, dass der Okularauszug so eingestellt ist, dass er den Fokus des Auges gut trifft aber man mit Spiegelreflexkameras (vor allem digitalen) oft NICHT mehr in den Fokus kommt! Willst du dir hier später mal Scherereien und weitere Umbauten sparen rede doch mal mit dem Händler. Manche fragen sogar vor dem Kauf, wie der Dob verwendet werden soll und richten den OKularauszug (OAZ) dementsprechend ein. Hier würde ich mich einfach mal erkundigen. Der Fokus bei den Kameras liegt oft zu weit innen (intrafokal im Gegensatz zum Auge). Läge er zu weit außen wäre es kein Problem, man müsste nur ne Verlängerung für ein paar Euro dazwischen schrauben, aber zu weit innen ist problematisch.
 
Hi Dennis!

Okay, ein Spiegel so es sein! Auch wenn ich da anderer Meinung bin (ich gehe mal davon aus, Du bist Einsteiger) - gibts systemmässig von meiner Seite kein Störfeuer für Deine Entscheidung. Sie wird akzeptiert.

Zunächst ist eine Entscheidung ja auch von Deinem Etat abhängig. Und dann von Deiner Erfahrung.
Davon ausgehend, dass Du Einsteiger bist, würde ich Dir eher den 8" f6 Dobson empfehlen. Denn, der hat zwar weniger Öffnung, ansonsten aber diverse "Vorteile" dem 10" f5 gegenüber:

- weniger Justageanfällig (wichtig!!)
- okularunkritischer (das f5 Gerät ist komaanfälliger; ergo, Du müsstest in teurere Okulare investieren, um die Sterne auch im äusseren Bereich des Okulargesichtsfeldes als Sterne und nicht als verwaschene Kometenschwänzchen, die einem den ästheitischen Eindruck ziemlich verderben können
- weniger seeinganfällig
- leicher zu transportieren
- geringere Obstruktion
- ggf. kommst Du - willst Du photographieren - mit einer kleineren Montierung aus (der 10" ist schon ein recht fettes Trümmer).
- letztlich auch: Ist billiger.

Falls Du etwas ganz Anderes (wissen) möchtest, gib Bescheid.

Gruss Hannes
 
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