Dobson fuer Einsteiger...

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hornetoli

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Hallo @ all!

Ich komme aus der technisch-physikalisch interessierten Ecke und auch ueber die Fotografie (habe schon erste Stacking-Aufnahmen der Milchstrasse mit DSLR gemacht...).
Und ich denke, dass es nun Zeit ist, mal mit der optischen Beobachtung anzufangen, damit das dann mit etwas Uebung auch mit dem Fotografieren irgendwann was wird...

Ich habe hier im Forum und auf den vielen verlinkten Infoseiten jede Menge gelernt und moechte mich erstmal bei all denen bedanken, die Ihr Wissen so der Allgemeinheit zur Verfuegung stellen!

Jetzt ist es aber nun so, dass man als Anfaenger trotzdem noch irgendwie nicht so sattelfest ist und halt gerne eine Bestaetigung von den Profis haette, ob man nun alles richtig verstanden hat und die geplanten Ausgaben in das richtige Material investiert...

Also trotz den vielen Fragen zum Anfaengerteleskop die hier bereits schon gestellt und beantwortet wurden, moechte ich meine auch noch stellen und hoffe auf Eure Geduld und Antworten! ;-)

Was habe ich bereits?
Ausser Neugier, Lust zum "Spechteln" und eigentlich wenig Ahnung - nix!
Somit also Anfaenger...

Was will ich?
Na logischerweise den Alrounder fuer wenig Geld, der aber trotzdem alles in bester Qualitaet kann... ;-)
Ok, ok - halt ein gutes, ausbaufaehiges Teleskop (Tuning- und Bastelarbeit erwuenscht) oder System zum Einstieg. Es sollte bei Gefallen des Hobbys nicht gleich wieder eingetauscht werden muessen sondern ein Weilchen genuegen koennen.
Anschauen will ich irgendwie alles, was mit diesem Aufwand in dieser Liga moeglich ist - von Mond, Planeten bis hin zu Nebeln etc.
Ausfuehren moechte ich das ganze hauptsaechlich von zu Hause - fahre aber gerne auch mal an Orte mit besserem Seeing.
Wohne in einer laendlichen Gegend im Sueden am Bodensee. Die Lichtverschmutzungskatrte zeigt hier gruen bis gelb - auch wenn das vermutlich nicht viel aussagt. Habe aber die Alpen in Schlagweite wo das Seeing sicher deutlich besser sein kann.

Wieviel will ich ausgeben?
Ich hatte gehofft, so mit 500.- EUR erstmal alles fuer den Start erschlagen zu koennen...

Was habe ich mir (dank der vielen Infos) herausgesucht?
Newton Spiegelteleskop auf Dobson Montierung
8" F/6 (200/1200)
2" Crayford Okularauszug 1:10
Sucher - hmm, 8x50 oder so ein Leuchtpunktdingens
Okulare:
32mm WW 2" TS-WA oder vergleichbar
12mm - aber welches!? oder 13,4mm Speer Waler (so mittendrin)
6 mm - aber welches? (fuer max. sinnvolle Vergr.)

Spaeter koennte ich die Palette mit einem 24mm und evtl. noch einem 4mm vervollstaendigen.

Kann mir hier evtl. jemand konkrete Okulare evtl. sogar mit Preisen vorschlagen oder ist meine Auflistung evtl. garnicht sonderlich sinnvoll?


Konkrete Angebote von Teleskopen welche ich gefunden habe und die wohl in meine Vorstellung passen (evtl. mit Anpassung der Okulare) sind folgende:

- GSO Deluxe Dob GS 680 (8x50 Sucher, 42mm Erfle, 9mm S.Ploessl) ~ 420.- EUR
- Galaxy D8-K-MCF Einsteigerpaket mit einigem Zubehoer ~ 550.- EUR

Was meint Ihr dazu? Hat jemand sonst noch konkrete Vorschlaege, welches Paket/Angebot mich zufrieden stellen koennte?

Gebrauchtmarkt bin ich auch nicht abgeneigt - allerdings habe ich das Gefuehl, das da nicht so viele 8" Dobson herumschwirren bzw. ich den Wert der Angebotenen Ware nicht gut einschaetzen kann (bzgl. exotische Bezeichnungen etc.).
Es schienen auch mehr 10" zu niedrigen Preisen angeboten zu werden - aber die sollen ja bzgl. Okulare etwas waehlerischer und somit teurer zu sein!?

Koennt Ihr mir hier evtl. bei meiner Qual der Wahl behilflich sein bzw. auch Hinweise geben, worueber ich evtl. nochmal genauer nachdenken sollte?

Vielen Dank schonmal fuer jegliches Feedback!

Gruesse, hornetoli
 
Hi,

ich selber habe einen 10" Dobson von Galaxy und bin recht zufrieden damit. Die Okulare sind alles Speers-Waler, die echt was leisten für den Preis, wobei es das 30mm aber nicht mehr gibt. Aber das 30mm Erfle von ICS ist in etwa genauso gut. Es ist halt nicht ganz randscharf, was mich persönlich nicht stört, ist halt geschmackssache.
Ich habe 2 Sucher auf dem Teleskop drauf, einmal einen Leuchtpunktsucher und einen 8x50 Winkelsucher. Mit dieser Kombi komme ich gut zurecht, aber das kann bei dir ganz anders sein (v.a. den Winkelsucher findet nicht jeder gut).

Alles in allem ist das schon ein schönes Allroundgerät, er macht an Planeten ne gute Figur und auch Deepsky ist sehr schön, insbesondere da ich mittlerweile auch einen passenden Nebelfilter habe.
Mein Okularauszug ist ohne 1:10 Untersetzung und ich habe die auch noch nicht vermisst, mir aber dafür eben noch ein Okular leisten können.

Tunigmäßig habe ich da Veloursfolie drin und dem Tubus einen Tragegurt verpasst, 10" sind halt schon etwas unhandlich (der 8" ist da besser). Außerdem habe ich gleich noch das passende Gleitlager-Upgrade mit dazu gekauft. Ne Isomatte als Taukappe hat sich auch schon bewährt und die Justierschrauben am Fangspiegel sind Flügelschrauben bei mir, dann brauche ich da nämlich nicht mit dem Schraubendreher da rumhantieren. Wenn der runterfällt ist der schöne Hauptspiegel kaputt.

Gruß und CS

Stefanie
 
Hallo Stefanie,

vielen Dank erstaml fuer Dein Feedback.
Wenn ich Dich richtig verstehe, dann kann man also durchaus auch mit einem 10" Dobson gluecklich werden.
Da diese ab und an zu vertretbaren Preisen angeboten werden, war das schon irgendwie verlockend - allerdings hatten mich die oefter ausgesprochenen "Warnungen" bzw. Hinweise auf die etwas Anspruchsvollere Handhabung so eines f/5 Geraetes abgeschreckt.

Wie waere denn dann so ein Einstig:

10" f/5 z.B. Galaxy mit Ceayford und 8x50 + Leuchtpunkt
2" 32mm TS-WA oder
2" 30mm Galaxy Super View (meintest Du dieses mit dem Erfle?)

13,4mm Speers Waler oder
13mm Baader Hyperion

Und lieber spaeter dann nach und nach folgende dazu:
22mm Baader Hyperion
5-8mm Speers Waler
evtl. noch Planetary HR 4mm

Diese Okulare werden ja von Sven fein saeuberlich auf seiner Seite fuer ein 8" f/6 Geraet vorgeschlagen. Wenn ich mir so die Einzeltests und Bewertungen anschaue, sollten diese aber auch ein 10" f/5 Dobson nicht "ausbremsen" - oder?

Gruss Oli
 
Hi Oli,

Also ich habe für mein Dobson die folgenden Okulare:
30mm Speers-Waler (Vergleichbar mit 30mm ICS 30mm Wiedefield 65°)
10mm Speers-Waler
8-5mm Speers-Waler
In Planung ist noch das 17mm Speers-Waler und irgendwas um die 3mm.

Es ist matürlich schon so, dass das 30mm eben nicht scharf ist bis an den Rand, aber das finde ich nicht so schlimm. Die Hyperions kenne ich nicht, ebenso die Planetarys, da ich Antares (eben die Speers-Waler Okulare) zu meiner Hausmarke gemacht habe.

Zu deiner Wahl: Das 30mm Okular würde ich auch nehmen, allerdings finde ich, dass 13mm einfach zu schwach vergrößern. Wenn ich mir Planeten ansehe, dann kommt immer das Speers-Waler Zoom zum Einsatz und nicht selten auch bei Deep Sky. Was du dann noch vermisst an Okularen, das solltest du dir auch kaufen, was du nicht vermisst dann nicht. Das merkst du dann schon. Sucher und Leuchtpunksucher ist meiner Meinung nach ne gute Kombi. Eventuell musst du dann das Teleskop mit Aquarienmagneten ausstatten, weils sonst zu schwer wird (bei dem Zoom-Okular wirst du nicht drumherum kommen, das wiegt nämlich locker 600 g).

Die Handhabung eines f/5 finde ich nicht so schlimm, das Justieren lernt man schnell und ist dann irgendwann eine Sache von 2 Minuten (zumindest wenn man nur nochmal die Feinarbeit vorm Beobachten macht). Bei der Okularwahl sind die halt etwas anspruchsvoller.
Eine Sackkarre ist auch sehr nützlich, denn ca. 30 kg wollen auch erst mal getragen werden (also 15kg die Rockerbox und 15 kg der Tubus).

Desweiteren wirst du einen Atlas benötigen (ich hab den Karkoschka und finde ihn gut) und eine Rotlichtlampe (die lässt sich auch aus rotem Notizzettel basteln).
Irgendwann wirst du sicherlich auch noch den ein oder anderen Filter haben wollen (ND-Filter für Mond und helle Planeten, Nebelfilter für Nebel,...), die gibst leider auch nicht kosenlos. Aber das merkst du dann auch sehr schnell, was dir in dieser Hinsicht felht.

Und zum Schluss: Ja, man kann definitiv mit einem 10" f/5 Glücklich werden und Freude dran haben.

So es denn ein Galaxy werden soll und du den neu kaufen willst, kann ich nur empfehlen in Augsburg bei ICS vorbei zu schauen, da wirst du dann auf alle Fälle gut beraten und siehst dein Teleskop vorher mal in Natura.

Gruß und CS

Stefanie
 
Hallo Oli,

willkommen im Forum und zu einem sehr schönen Hobby!

Zum Teil veranstaltest du mit deinen Fragen ein Ratespiel. Ich würde viel mehr auf die banalen Dinge achten. 8" oder 10" hört sich für den Anfang fast an, als ginge es nur um einen Preisunterschied. Aber es steckt doch mehr dahinter. Stichwort: Leichter Transport. Aber wenn schon "Öffnungsfieber", dann ist auch der 10" eines Tages zu klein.

Das Referenzgerät ist nun einmal zur Zeit der 8" 200/1200. Wir hätten alle gern den 6" 150/900 als Alternative auf Rockerbox. Aber wir müssen uns mit dem zufrieden geben, was der Markt bietet. Oder bist du etwa doch bereit, eine Box zu bauen? Ist ja gar nicht ganz so schwer.

Ausserdem brauchst du ein paar Utensilien. Wir hatten gerade eben im Nachbarthread darüber diskutiert. Du solltest dir anschauen, was unter dem Stichwort "Telrad" und "Rigel" angeboten wird. Zusammen mit einem vernünftigen Sternatlas erleichtert das den Einstieg enorm.

Vielleicht kannst du dir mal was in Natura anschauen. Kontaktmöglichkeiten:
http://www.astronomie.de/gad/astronomische_Vereine.htm

Die Okulare?
Wenn du nicht so sicher bist, dann gib nicht unnötig Geld aus. Bei deinem Budget musst du sorgfältig überlegen. Du sagst selbst, du hast wechselnde Sichtbedingungen. Für den 8" Dob wäre ein 32mm 2" Weitwinkel schon mal gut. Beschäftige dich mal mit der "Austrittspupille" und was sie bewirkt.

Bei aufgehelltem Himmel ist manchmal ein Okular für die AP 4mm besser. Ausserdem wirst du irgendwann Filter benutzen. Der dämpft, also wäre eine grössere AP sinnvoll. Beim 10" Newton F/5 wird das alles teuer. Beim 8" F/6 kann man sich viel leichter helfen.

Ich nehme an, die Preise für die Okulare kennst du so in etwa.

Lass dir Zeit. Mit Gruss,
Joachim

PS. Stefanie war schneller mit ihrem Posting. Jetzt hast du zwei etwas ähnliche Perspektiven, Oli.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
HI Stefanie & Joachim,

vielen Dank nochmal fuer Eure Antworten und die herzliche Begruessung!

Evtl. nochmals eine Erklaerung meinerseits, wie ich zu den ganzen Ueberlegungen komme - das scheint noch nicht ganz so herausgekommen zu sein.

Aus den vielen Informationen hier hatte ich geschlossen, dass ein 8" f/6 Dobson einer der fuer mich moeglichen, ideale Einstiege waere.
Des weiteren meine ich aus den detailierten Vorschlaegen zu Okularen (z.B. HP von Sven usw.) und den Berechnungen unter Beruecksichtigung von D, AP, Seeing etc. schliessen zu koennen, dass fuer den 8" f/6 Dobson 32mm WW bis min. 4mm sinnvoll waere. Vorausgesetzt immer, die Okularqualitaet stimmt und "bremst" das Geraet nicht aus.
Darueber bin ich auf die von mir verlinkten Angebote zu den 8" gekommen, wobei ich dort noch ueber die Okulare verhandeln wuerde.

Wenn ich mir dann einen 10" f/5 Dobson anschaue, scheint dieser neben guten Bedingungen bzw. Seeing, Okulare im Bereich 30mm WW bis min 3mm in etwas hoeherer Qualitaet zu brauchen, um das volle Potential auszuschoepfen.
Wenn ich jetzt z.B. einen brauchbaren 10" f/5 guenstig, gebraucht bekommen kann, und dafuer etwas mehr in Okulare investieren koennte, dann erkaufe ich mir dadurch doch keine Nachteile, sondern nur die Moeglichkeit auf einen Vorteil bei idealen Bedingungen. So meine Ueberlegung.

Des weiteren koennte ich doch erstaml mich mit wenigen, aber guten Okularen begnuegen um spaeter dann hoch- bzw. hoeherwertig aufzuruesten.

Im Klartext die Frage - sehe ich mit dem guten 32 oder 30mm WW und dem 13,4mm erstmal soviel, dass ich beschaeftigt bin und mir dann erst ein paar Monate spaeter z.B. das 5-8mm Speers Waler dazukaufen kann - oder ist der 10"er mit "nur" dem 32 oder 30mm und dem 13.4mm quasi "nutzlos"?
Aus Stefanies post entnehme ich, dass sie den 10" f/5 durchaus fuer handlebar haellt und dessen Kauf nicht bereut.
Mobilitaet ist wie gesagt nicht das Hauptthema - ich kann durchaus im Garten und hab das Auto (Kombi) nicht weit sowie die lichtarmen Berge in 30 min erreicht...

Bzgl. Utensilien bin ich mir eigentlich schon im Klaren, dass da noch was gebraucht wird. Hatte ja schon geschrieben, dass ich von einem 8x50 Sucher und einem zus. Leuchtpunktsucher oder eben Telrad ausgehe. Muss mich noch informieren und mir klar werden, was davon ich genau benoetige.
Sternkarten/Atlas ist fuer mich sowieso klar. Sorry - hatte ich so nicht erwaehnt! ;-) Genauso Filter - zumindest erstmal Mond (Greufilter?) ebenso.

Mein Ziel ist erstmal eine solide, ausbaufaehige Basis, welche Spass macht und mehr kann. Auch Basteln ist garkein Problem. Und erstmal weniger ist auch kein Probelm - ich denke dass z.B. ein 6mm oder 3mm Okular zu handeln auch erst gelernt sein will bzgl. Auffinden, nachfuehren usw.

Ich hoffe meine 'wirren" Gedankengaenge sind nun etwas klarer und verwirren Euch nicht auch noch komplett!? ;-)

Gruss Oli
 
Hallo Oli,

nein, ich will dir den 10" Dob nicht ausreden. Nach allem, was du sagst, ist das für dich vielleicht die gute Lösung.

Aber ich bekomme gewisse Probleme, ein Einsteiger-Paket zu empfehlen. Für den 10" F/5 wäre von der Qualität gut ein Panoptik 2" 27mm ( 380 Euro? ). Ein Okular unter 100 Euro in diesem Bereich kann ich nicht wirklich empfehlen. Aber ich habe auch nicht die vollständige Markt-Übersicht.

Mit Gruss, Joachim
 
Hi Oli,

man kann natürlich viel Spaß haben mit dem 10"er und den Okularen, mit denen du einsteigen willst, wenn du eben nicht gleich Wunder von den Okularen erwartest (übrigens ein Grund, warum ich mich weigere durch ein Ethos zu schauen, außerdem sind die Erfles nicht so schlecht, die SW schon gleich gar nicht). Ich hatte auch schon ein 9mm Nagler im Okularkoffer (leihweise) und fand das 10mm Speers-Waler besser (aber auch das ist Ansichtssache). Als Einsteiger ist man ja auch erst mal froh, wenn man überhaupt was sieht, da spielt doch die Abbildungsqualität erst mal nur ne untergeordnete Rolle. Wenn ich bedenke, was nich für nen Spaß hatte mit meinen absoluten Schrottokularen und meinem 70mm Refraktor. Also das würde mich nicht von einem 10"er abhalten.

Die Maße des Dobsons sind dann:
Tubus: 120cm Länge und 32cm Durchmesser, also schon recht unhandlich aber machbar
Rockerbox: knapp 60cm Durchmesser und ca. 63 cm Höhe.
Ich finde das ganze noch halbwegs transportierbar, ich habe das aber vorher auf einem Teleskoptreffen ausprobiert. Außerdem hatte ich das gleiche Teleskops schon mal leihweise und wollte dann auch gar nichts kleineres haben.

Wie ich schon sagte wird das 13mm Okular zu wenig Vergrößerung haben für Planeten, die aber erfahrungsgemäß zum Einstieg sehr gut geeignet sind, weil einfach zu finden und mit 10" einiges zu sehen. Deshalb würde ich dir raten vielleicht noch das 9mm Plössel, das da normalerweise mit dabei ist einfach zu nehmen, die sind auch nicht so verkehrt. Ansonsten wird man schon einiges auch mit 30/32mm und 13mm sehen können, sehr schön ist da beispielsweise M31 (Andromedagalaxie), M13 (Kugelsternhaufen im Herkules), M81/82 (Galaxienpaar im großen Bären),...
Den Graufilter für den Mond (ich habe einen ND 0,9) kann ich nur empfehlen, dann allerdings gleich als 2" Version (das gilt für alle Filter), auch wenns etwas teurer ist.

Dein Ansatz erst mal das Teleskop kennenlernen zu wollen finde ich sehr gut, dann sollte das auch Spaß machen. Ich habe auch schon einigen beigebracht ein Dobson nachzuführen, die haben das alle nach wenigen Stunden gekonnt. Ist also nicht so schwer. Aber das wirst du dann schon selbst feststellen und zwar mit 8" oder mit 10".

Gruß und CS

Stefanie
 
Hallo Stefani & Joachim,

danke nochmals für die Antworten.

Ja, der 10" macht nur guenstig gebraucht Sinn und bzgl. Okulare muss ich da wohl noch ein Stueckchen von den 500.- € Gesamtpreis weg, wenn ich gute Qualität möchte. Aber man weiss ja nie - es gibt immer wieder Schnäppchen! ;-)

Das mit dem 9mm Plössl klingt auch plausibel - lieber wenigsten reinschnuppern koennen, als garnix sehen! ;-)

Grüße, Oli
 
Hi @ all,

bzgl. meiner Ueberlegungen zum Kauf eines Teleskops und der dafuer notwendigen resp. sinnvollen Okulare, habe ich mir mal ein XLS zusammengebastelt.
Es dient dazu, nach Eingabe von Oeffnung und Brennweite des Teleskops, wichtige Okularbrennweiten zu berechnen. Die Berechnungen basieren auf Formeln und auch Faustformeln bzw. Richtwerten aus den Erfahrungen z.B. hier im Forum und sind im 2. Tab des XLS zu sehen und auch bei Bedarf veraenderbar.

Imho kann die benoetigte bzw. sinnvolle Brennweite der zu kaufenden Okulare - zumindest fuer Anfaenger wie mich - als 1. Anhalts- oder Startpunkt bei der Auswahl dienen...

Koennen die Experten bzw. erfahreneren Astronomen hier mal bitte einen Blick auf die Screenshots des XLS werfen und mir sagen, ob diese Annahmen und Berechnungen so ok sind?

Vielen Dank schonmal!

Gruss hornetoli

 

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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Oli
die Excel-Rechnerei ist zwar schön, aber nur begrenzt passend.
Am meisten variieren mußt Du bei Deepsky. Da gehts von 7mm Ap bis runter zu 0,5. Über die Ap solltest Dich orientieren,
dann ergibt sich die Reihe leicht.
Welche AP für welche Objekte habe ich auf der HP und Berobachtungsziel DS die Dir helfen sollte.
CS
 
Hi Antares,

ok - die komplette Reihe ergibt sich natürlich aus meiner Rechnung nicht, sondern nur die Eckwerte bzw. vermeintliche, einzelne wichtige Werte.

Um beim gezeigten Beispiel zu bleiben - wenn ich AP max. von 6,5mm und AP min von 0,7mm annehme, dann liegt der sinnvolle Brennweitenbereich zwischen 32mm und 3,3mm. Des weiteren wäre die optimale/förderliche Brennweite bei ~5mm.
Je nach gewünschtem beobachtungsobjekt muss natürlich dann innerhalb diesen Bereichs noch die passende Brennweite ausgesucht werden.
Würde mein Verständnis und meine Rechnung in diesem Falle so stimmen?

Aus Deiner Antwort entnehme ich, dass Du eher von AP max. 7mm und AP min 0,5mm ausgehen würdest?

Grüße, Oli
 
Hallo Oli,

deine Rechnugnen für die Rahmenbedingungen stimmen schon. Aber zum Verständnis:

Einmal geht es um die Anpassung der AP an das menschliche Auge. Schau mal hier:
http://www.svenwienstein.de/HTML/thema_ap.html

Dann geht es um die Himmelsqualität. Schau auf der Seite von Antares:
--> Tips+Tricks --> Praxis Grenzgr. bestimmen

Eine Grenzgrösse von 5 Mag wäre schon sehr gut. Dann wählt man als Faustregel die AP maximal 5mm. Die Grenzgrösse von 7 Mag bekommt man vielleicht im Hochgebirge und bei perfekter Dunkeladaption des Auges hin.

Mit Gruss, Joachim


 
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Hi Joachim,

ok, ich denke ich verstehe.
Ich habe also - abhaengig vom Teleskop und der menschlichen Physiologie - den max. sinnvollen Bereich fuer die Brennweite berechnet, innerhalb dessen man sich bewegen muss.
Allerdings kann diese nur bei optimalsten Bedingungen voll "ausgefahren" werden - sprich Faktoren wie Grenzgroesse und Seeing beschneiden bzw. verkleinern diesen Bereich dann nochmals!?

Gruss Oli
 
Hallo,

>>Faktoren wie Grenzgroesse .. beschneiden bzw. verkleinern diesen Bereich dann nochmals!?

Ja, so kann man sagen. Bei AP von 1mm hast du einen pechschwarzen Himmel, siehst aber die schwachen Sterne nicht. Wenn du die AP vergrösserst, dann kommst du irgendwann an den Punkt, an dem der Himmel gerade noch schwarz ist. Dann ist die AP optimal angepasst. Wenn du das verstanden hast, dann hast du schon einen wichtigen Punkt verstanden.

Es kommt also auf den Kontrast an. Zu DeepSky gehören im weiteren Sinn auch Sternhaufen aber im engeren Sinn meint man flächige Objekte: Nebel, Galaxien, planetarische Nebel. Bei optimaler AP erscheinen diese Nebel gerade mit optimalem Kontrast.

Wenn Stefanie mit 10" und Okular 30mm beobachtet, dann hat sie dafür ihre Gründe. Ich erinnere mich aus früheren Beiträgen, dass sie konstant einen guten Himmel hat. Grenzgrösse 6 Mag ist schon sehr gut. Nicht jeder hat diese guten Bedingungen.

Zu den Nebeln (Nordamerikanebel, Orionnebel usw.) gibt es Filter. Die lassen das Licht der Nebel fast zu 100% durch, dämpfen aber den Himmelshintergrund und leider auch die Sterne. Dann kann man doch eine AP von 7mm einsetzen.

Soweit zu den Randbedingungen der maximalen AP.

Mit Gruss, Joachim
 
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Hi Oli
Joachim hat es weitgehend gesagt.
Die 7- 0,5 sind quasi die Extremwerte.
Anfangen würde ich bei der Übersichts- bzw Großfeldvergrößerung, die Du eben über Deine Bedinugngen definieren mußt.
Gesetzte Größe daneben ist die förderliche Vergrößerung = Ap 1
die kann man eigentlich immer haben - als Okularbesetzung.
Heißt aber nicht dass man sie jeden Abend verwenden kann.

Wie das mit der Übersicht ist, würde erläutert. AP1 entspricht dem Kehrwert Deines f/x. Und so kommt dann z.B. für einen f/6 Newton als Range raus: 36 - 6 mm. Dann beginnt die Rechnerei incl der Budgetcheck ;-)

CS
 
Hi Joachim & Antares,

vielen Dank nochmals fuer Eure ausfuehrlichen Erlaeuterungen. Zusammen mit nochmaliger bzw. intensiverer Recherche der vielen Infoseiten lichtet sich der Dschungel langsam immer weiter... ;-)
Ich konnte mich bzgl. Kauf gerade nochmals beherrschen und denke, dass ein klein wenig tieferes Verstaendnis nicht schadet, um das geplante Budget optimal anzulegen...
Des weiteren sollte ich wohl dringend versuchen, die Qualitaet meines Standardhimmels daheim mal abzuschaetzen!?
Ich kann zwar sehr kurzfristig (~30 min) vom See weg (viel Dunst!?) auf ca. 500 - 600m Hoehe ins "Dunkle" fahren, aber trotzdem moechte ich natuerlich so viel wie moeglich direkt von daheim aus machen.

Gruss Oli
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Oli,

da gibts im Internet, z.B. hier (runterscrollen) Karten mit denen man die Grenzgröße (sprich was du gerade noch ohne Hilfsmittel sehen kannst, Brille ist aber natürlich erlaubt ;)) bestimmen kannst. Je größer der Wert, um so besser.

Gruß und CS

Stefanie
 
Hi Oli

ja das mit der Grenzgröße ist ein guter Ansatz.
Die Idee daheim ist verständlich - es ist so schön bequem - aber glaub mir wenn der Himmel in der Distanz deutlich besser ist,
bist Du schnell auf den Trichter gekommen die 30 Minuten lohnen sich.
Nur mal ein Beispiel. Ist der Unterschied in der GG 1 mag
macht es in der erreichbaren stellaren Grenzgröße auch ein mag aus. Klingt wenig? Das täuscht, 1 mag mehr Grenzgröße erreichst Du unter gleichen Bedingungen nur über Öffnung. Es entspricht dem Unterschied zwischen 8 und 12 Zöller und das ist ein Wort.

Somit und nun komme ich wieder zur Okularwahl, kommt je nach Budget etc vllt sogar ein Überlegung in Betracht wie ich sie hatte. Ich leiste mir 2 Okulare für Großfeld und Übersicht
ein 35mm PanO ( AP7) und ein 26iger Nagler ( AP 5,2) je nach Himmel, da ich manchmal auch hier um die Ecke beobachte.

CS
 
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