Dobson Nachführung - Eure Erfahrungen?

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chaot78

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Hallo Leute!

Möchte mir nun ein Teleskop zulegen, habe mich nach langem lesen und bereichern im Web auf ein Newton (Dobson) eingependelt. Jetzt hab ich nur noch zu einem Punkt leider nicht viel infos gefunden - und zwar bzgl. der Nachführung auf der RockerBox.

Wie sind Eure Erfahrungen, funktioniert die Nachführung auf der 'Kiste' gut, oder ist das eher eine Ruckel-Viel-Übung-Brauch-Partie. Einen TelRad-Sucher werd ich mir auch ordern, da ich sonst (noch) nichts finde ;-).

Hatte mir eigentlich ein 200mm teil Vorgestellt, aber wenn das mit der Nachführung nicht vernünftig hinhaut, dann Speck ich da lieber ab und geh zurück auf 150mm und einer paralaktischen Monitierung (wegen Budget).

Wichtig wär mir, das ich das Ding nach Lust und Laune 'schnell' aufstellen kann und schauen und nicht erst Stundenlang einrichten. Aber ich denke auch rein nur zum durchschauen, braucht man auch die paral. Monti gaaaaanz genau einrichten.

Vielen Dank für Eure Erfahrungen!!
Juergen
 
Hi Jürgen,
so lang Du nur beobachten willst, bekommst Du mit einem Dobson die meiste Öffnung fürs Geld. AUfgeswtellt ist es auch schnell, wie jede Azimutalmontierung, für die nicht relevant ist, wo der Himmelsnordpol ist.
Die Nachführung geht mit den Dobson mehr oder weniger gut. Da gibt es natürlich Qualitätsunterschiede. Die einfachen Chinaeimer sind standartmäßig schon recht ordentlich nachzuführen. Verbesserungen kann man meist ohne viel Aufwand vornehmen. Anleitungen etc gibts hier und im Net zu Hauf.
Gravierenster Nachteil den ich gegenüber der parallaktischen Monti sehe ist, das besonders bei hohen Vergrößerungen die permanente Nachführarbeit und das ggf. erneute Suchen nach einem Okuwechsel. Das ist eine p.M. insbesondere mit Motor komfortabler.
Ansonsten ist das dobsen einfach, wenngleich man sich auch erst daran gewöhnen muß, damit es bei hohen Vergrößerungen auch gut klappt. Aber das geht meist recht schnell.
Visuell muß man eine p.M. nicht soooo genau ausrichten. Die Genauigkeit hat nur Auswirkungen auf den Komfort bei der Nachführung. Das siehst Du richtig.
CS
 
Hallo Juergen,

für mich ist der 8" Dobson als Anfänger das erste "richtige" Teleskop. Und ich habe es nicht bereut, denn der Aufbau ist ruckzuck erledigt und das "Anfahren" der Objekte geht wirklich super schnell und kinderleicht. Allerdings sollte man immer daran denken, dass die Rockerboxen aller Billigdobsons wie Skywatcher, GSO oder Galaxy ihre Schwächen haben. Für so wenig Geld gibt es nun mal keine Präzisionsmechanik. Aber die Mängel sind so schlimm auch wieder nicht, und außerdem lässt sich mit ein wenig bastlerischem Geschick einiges verbessern. Tipps hierzu gibt es im Forum zuhauf.

Wie sind Eure Erfahrungen, funktioniert die Nachführung auf der 'Kiste' gut, oder ist das eher eine Ruckel-Viel-Übung-Brauch-Partie.
Nun, ich hatte vorher den viel gelobten Lidl und habe über die unhandliche parallaktische Montierung nur geflucht. Ist sicher auch Geschmackssache und eine Frage, was man denn so beobachtet. Wer ständig mit Maximalvergrößerung auf Planetenjagd geht oder einzelne Mondkrater studiert, ist mit einer parallaktischen Nachführung wahrscheinlich besser beraten. Aber für Deep Sky und zur gelegentlichen Planetenbeobachtung empfinde ich das Nachgeschubse als völlig problemlos und intuitiv. Man muss es nicht großartig lernen, das hat man schnell im Gefühl! Allerdings sollte man ein paar Euro in Weitwinkelokulare investieren (müssen für den Anfang keine Nagler sein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ), damit das Nachschubsen entspannter geht.

Einen TelRad-Sucher werd ich mir auch ordern, da ich sonst (noch) nichts finde ;-).
Ja, unbedingt! Ich habe auch einen Telrad und das ist genial! Vielleicht gibt es aber eine bessere Alternative mit 90°-Einblick, denn der gerade Einblick ist eine Schwäche des Telrad. Vielleicht weiß hier jemand einen Tipp. Übrigens würde ich den mitgelieferten Sucher, sofern es ein 50mm-Teil ist, zusätzlich montiert lassen, um auch lichtschwache Objekte wie Kometen oder Galaxien, die im Telrad nicht zu sehen sind, leichter finden zu können. IMHO braucht man beides!
Wichtig wär mir, das ich das Ding nach Lust und Laune 'schnell' aufstellen kann und schauen und nicht erst Stundenlang einrichten.
Dafür ist ein Dobson ideal! Bedenke aber, dass das Gerät in jedem Fall auskühlen muss. Ein in der Wohnung gelagerter Dobson lässt sich kaum zum Schnellspechteln einsetzen!

Aber ich denke auch rein nur zum durchschauen, braucht man auch die paral. Monti gaaaaanz genau einrichten.
Das stimmt nicht! Ich habe den Lidl auch schon mal "irgendwie" hingestellt und dann halt an zwei Achsen nachgeführt. Es geht, ist nur weder elegant noch bequem, aber zum Schnellspechteln reicht es. Wenn ich sie denn mal richtig ausgerichtet habe, dann einfach am Polarstern. Das ist zwar für Fotografie viel zu ungenau, aber visuell hat es mir völlig gereicht.

Bedenke, dass eine stabile Montierung auch für 6" schon ein ziemlich schweres und empfindliches Ungetüm ist, während die unempfindliche und robuste Rockerbox mit einer Hand zu tragen geht. Wenn später doch noch Planeten oder Fotografie anstehen sollten, kannst Du eine parallaktische Montierung auch noch nachkaufen! Wenn Du diese Option offenhalten willst, wäre vielleicht ein 6" Dobson ein Kompromiss. Leider ist bei diesen Geräten allerdings der Einblick sehr tief liegend! Also vielleicht doch einen 8" Dobson nehmen, dann wird die Monti aber sehr groß und teuer, wenn nachgerüstet werden soll.

Clear Skies,

Christof

 
Hallo Juergen,

also ich liebe die motorische Nachführung von Teleskopen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Ich hatte bereits mal einen 8" und einen 12"-Dobson - nach Modifikation der Rockerboxen durch Teflon und EbonyStar bzw. Austausch der Höhenräder gegen größere, ließen sie sich gut nachführen.

Aber bei hohen Vergrößerungen wandert das Objekt der Begierde halt schnell durchs Gesichtsfeld, und man muß dauernd nachschubsen. Da bieten dann Weitwinkelokulare eine gute Hilfe. Um das dann aber richtig ausnutzen zu können, braucht man schon möglichst randscharfe Okulare.

Bei parallaktischen Newtons mit Motornachführung hat man solche Probleme nicht. Da reichen auch Okulare mit kleineren Gesichtsfeldern aus. Das Onjekt wird einfach mittig eingestellt, und der Rest geht automatisch - eine korrekte Aufstellung und Justierung der Montierung natürlich vorausgesetzt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Dob oder para? Und andere Nachführ-Ideen

Hallo Jürgen und willkommen im Forum,

mit der Art der Montierung das ist so eine Sache. Einiges ist ja schon geschrieben worden.

Über Zweck und Grenzen (Foto...) weisst Du ja schon Bescheid.
Wenn Du sowieso in absehbarer Zeit Langzeit-Fotografie machen willst, dann wäre eine parallaktische Monti eine Überlegung. Umgekehrt würde's eher für den Dobs sprechen. Andererseits kanns ja auch sein, daß Du erstmal "minimal-investierend" gucken willst, ob Du bei der Freizeitastronomie bleibst. Mit späterer Option zur Parallaktisierung. (Sollte es dann um eher Langzeit-Foto gehen und Du weisst das jetzt schon - bist vielleicht nicht-astronomischer Foto-Fan - würde ich mein Erstrohr nicht zu "langsam" wählen, also eher kein f/8 oder f/6, oder halt mehrere Instrumente; zu bedenken bei Langzeitfoto sind noch die Zusatzkosten für Motore, Steuerung, Leitrohr...)

Wenn Du die Langzeit-Foto-Option erstmal ausschließt, es also nicht parallaktisch sein MUSS, dann würde ich an Deiner Stelle auf jeden Fall mal AUSPROBIEREN. Es gibt Sternfreunde, die nur ungern Dobsonieren und andererseits auch Kollegen, die's nicht gern parallaktisch mögen. Da ist sehr viel Geschmackssache. Um ein spachliches Bild zu bringen: würdest Du Dir anderes (z. B. Auto/Motorradstiefel) auf vergleichbarer Wissensbasis ohne Probefahren/Anprobe anschaffen?

Ferner: viele, einschließlich mir, halten die meisten "Standard-Dobson-Montis" aus dem Niederpreissegment für verbesserungsfähig bis dringend verbesserungswürdig. Häufig werden die Höhenräder für zu klein gehalten, was in sehr unangenehmen Reibungsverhältnissen (gleit-/haft-) Niederschlag findet, und den Hochvergrößerungsbereich unbequem macht. Hier kann Tuning durchaus helfen, wie viele Beschreibungen von Kollegen hier zeigen. Nun ist es aber natürlich auch eine Frage, ob man basteln möchte.

An parallaktischen Montierungen ist - neben vielen anderen Dingen - auch das Stativ von großer Bedeutung für die Wackelstabilität des Ganzen. Auch hier könnte ein "Selbstbau" viel bewirken (ich hab Selbstbau hier mal in Gänsefüßchen gesetzt, weil nach Auftragszuschnitt im Holz/Baumarkt eigentlich nur wenige Bohrungen zu machen sind, das als komplexen Selbstbau zu bezeichnen, ist ja dann bald so, als würde das Aufhängen eines Bildes zur exklusiv professionellen Angelegenheit...)

Christof äußerte, daß auch für einen Sechszöller die notwendige parallaktische Montierung schon ein ziemlich schweres und empfindliches Ungetüm sei. Ich vermute, daß der Kollege ausging von a) einem langen Tubus (f/6-8 o. ä.), was ja nicht sein müßte, b) von fotografischer Präzision, die ja ausgeschlossen werden könnte, und c) von großer Wind/wackelstabilität, was sicher bequem ist, aber pro Zugewinn an Freiheitsgrad in diesen Hinsichten stark auf die Geldbörse gehen kann. Andererseits gehe ich voll konform mit Christof, was eine überforderte Montierung angeht: da hört das Spaß und zwar der ganze auf und zwar sofort!

Weitwinkelokus sind am Dobson für den Hochvergrößerungsbereich auf jeden Fall empfehlenswert. Allerdings können diese auch am parallaktisch montierten Gerät viel Spaß machen, weswegen viele viele sich diese auch im Laufe der Zeit anschaffen.

Ich persönlich schaue gern Planeten, die ja immer mal ihre Saisons haben, wenngleich ich auch noch kein ideales Gerät dafür habe. Ich überlege gerade, ob und wie ich eine Nachführung im Selbstbau realisiere. Nach anfänglicher Tendenz zu einer Dobsonplattform (etwa 1h Nachführung, aber nicht langzeitfotofähig) gehe ich augenblicklich eher in Richtung einer Hufeisen/Split-Ring-Montierung. "Allerdings" habe ich auch einerseits Spaß am Basteln und andererseits keine Lust auf "hohe" Kosten für ein gekauftes Achsenkreuz.

Diese Dobsonplattformen sind "relativ" einfach herstellbar (nur ein Motor, kann billig gleichstromgeregelt sein...) - im Vergleich zu parallaktischen Achsenkreuzen. Und sicher auch irgendwo zu erwerben. Da stellt man dann einfach seinen Dobson drauf.

Wie siehts bei Dir mit Digicam/Webcam/Notebook aus? Vorhanden? An amateur-astronomische Verwendung gedacht?

So - das waren ne Menge Anregungen, und was soll Dir nun konkret am meisten helfen? Ganz klar:

PROBIEREN geht über studieren. Faß mal ein paar Dobsons an, möglichst unterschiedliche, vom Edelselbstbau bis zur Massenware und schau durch, führe auf Planeten nach. Wie fühlt sich das an? Was macht Spaß? Rede mit den Besitzern. Norde mal ein Achsenkreuz ein, stell Objekte ein und korrigiere.

Wünsche besonnene Auswahl und klare Nächte,

Matthias.
 
Wie sind Eure Erfahrungen, funktioniert die Nachführung auf der 'Kiste' gut, oder ist das eher eine Ruckel-Viel-Übung-Brauch-Partie. Einen TelRad-Sucher werd ich mir auch ordern, da ich sonst (noch) nichts finde ;-).

Ich bin auch im Besitz eines 8"-Dobsons (GSO) und kann dieses Gerät nur empfehlen, damit machst du bestimmt nichts falsch. Die Nachführung ist einfacher als man glaubt - gut am Anfang muss man sich erst einmal daran gewöhnen, dass das Bild auf dem Kopf steht. Aber ich sage mal ab der dritten Nacht denkt man nicht mehr darüber nach, wo man das Ding jetzt hinschieben muss <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Das einzige, was mich an der Rockerbox gestört hat war der hohe Haftwiederstand am Anfang der Verschiebung. Dann ruckt das Bild gleich 2-3 Okulardurchmesser weiter. Ich hab einfach die Gegenflächen der Teflonlager mit Seife eingerieben. Dadurch geht das ganze zwar nicht leichter, aber dieser Haftwiederstand ist nun gänzlich verschwunden. Jetzt ist es mir problemlos möglich bei 300-facher Vergrößerung per Hand mit Himmelsgeschwindigkeit nachzuführen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> . Einige Bekannte von mir, die noch nie durch ein Teleskop geschaut haben, sind übrings sofort mit dem Schubsen klar gekommen. Ansonsten kann ich die Rockerbox nicht großartig bemängeln; für mich reicht sie vollkommen aus (Ok, jetzt dürft ihr mich steinigen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )

Ich kenne den Telrad nicht, aber auf den Bildern sieht er immer so flach aus, als müsste man seinen Kopf richtig nah an das Fernrohr pressen. Ich würde dir als Alternative den "Skysurfer III" empfehlen, bis jetzt hab ich damit alles gefunden. Ich finde auch in Zenitnähe kann man noch angenehm sein gewünschtes Objekt anfahren. Mit dem Sucher war es eine ziemliche Veränkung - aber dennoch würde ich nicht auf den Sucher verzichten wollen.

Auf jedenfall solltest du gleich ein schönes Übersichtsokular mit kaufen (>=32mm). Ich hab mir ein TS WA 42 (2") geholt. Jetzt ist das gesuchte Objekt meist gleich nach dem Anpeilen im Gesichtsfeld. Am Anfang dachte ich auch, dass ein 2"-Okular nicht viel bringt - mach nicht den selben Fehler, wie ich, und kauf gleich von Beginn an eins mit dazu.

Stefan
 
Also erstens mal Danke für Eure zahlreichen und so ausführlichen Antworten.

Ich denke es wird vorerst einmal die Dobson-Variante werden - und ich bin schon am überlegen wegen Skysurfer III statt Telrad - was ich so im web darüber gefunden hab hat das Ding ganz gute Bewertungen erhalten - und ist auch ein wenig günstiger ;-).

Ob es 200mm oder 150mm werden sollen muss ich mir noch überlegen, da die klassischen Einsteiger-Tuben ja 'angeblich' 114mm sind, da bin ich dann ja auch mit 150mm eh schon gut mit dabei - und Einsteiger trifft gut zu für mich!

Wenn ich nachträglich eine p. Monti haben möchte, dann brauch ich: die Montierung (logischerweise), Rohrschellen, Stativ ???? Ein Stativ würde ich mit glaub ich selbst zimmern, da ich gerne mal auch Handwerklich was mache - Anleitung finde ich bestimmt wo! Welche Montierung wäre da zu empfehlen für die beiden Kandidaten, muss es bei beiden eine EQ-5 sein, oder reicht beim 150mm eine kleinere??

Welche Okulare würden für den Anfang dazu vernünftig sein?? Glaube bei dem GSO (www.teleskop-service.de) ist bei dem 200mm eines dabei und bei dem 150mm sind 2 dabei. Ich würde sagen eines für ganz groß, eins für ganz klein und ev. 2 dazwischen - bis zu welcher Max.-Vergrößerung kann man da gehen?? Ich hab bei dem 200mm eine 286 fach-noch sinnvolle-Max.Vergrößerung errechnet (= ca. 4mm Okular) bei einer kostanten Austrittspupille von 0,07mm - das hab ich wo gelesen, das es bei allerbesten Bedingungen die sinnvolle Obergrenze ist. (trennung Doppelsterne oder so irgendwie)

Liebe Grüße und besten Dank nochmals!
Juergen
 
Hi,
die Okularfrage ist ebenso wie die Montifrage erst sinnvoll zu klären, wenn das Scope feststeht.
Ein 150iger als Dob ist imho f/8 und fordert damit keine besodnere Okubauweise.
Ein 8" ist entweder f/6 oder gar f/5 und damit schon deutlich anspruchsvoller, d.h. verlangt und über das gesamte Feld abzubilden schon besondere Okulardesigns, also Okutypen.
Was Du zur p.M. brauchst hast Du richtig erkannt.
Vergrößerung nicht nicht das alleinige Maß um die Leistung eines Teleskops zu beurteilen. Eine jagt nach der Maximalvergrößerung ist nicht sinnvoll. Besser scheint mir eine vernünftige Staffelung, entsprechend dem Einsatzgebiet, wobei nach meinem über die Austrittpupille die Spanne und auhc gezielte Brennweiten nehmen kannst.
Die Spanne würde ich zwischen Ap in mm entsprechend der Himmelsbdedingungen vor Ort und andererseits 0,7-0,5mm als Maximum nehmen.
Für ein f/6 Gerät und 6 mag Himmel unterstellt heißt das:
Max AP = 6 => 6x6= 36mm Okubrennweite
Min AP = 0,7 => 0,7x6 = 4,2mm Okubrennweite
Dazwischen vielleicht 2,5mm AP und 1mm AP , also 15mm und 6mm.
Das paßt dann schon recht gut und ist bei Bedarf erweiterbar. Mal so als Beispiel.
Mehr dazu findest Du in der Einsteiger-/Grundlagenecke auf u.g. HP.
CS
 
Hallo Jürgen
Ich fahre auch mit einem Starpointer und dem 8x50 Sucher, das klappt prima.
In die Überlegung 6" oder 8" solltest Du einfließen lassen, dass die meisten 6Zöller keinen zwei Zoll Okularauszug bieten. Den wirst Du gegebenenfalls später vermissen, weil bei Streifzügen durch die Milchstraße und bei großflächigen Nebelgebieten ein großes Gesichtsfeld weit mehr gefragt ist, als hohe Vergrößerung. Maximales Feld erreicht man aber nur mit zwei Zoll Okularen.
Zum Thema Okulare meine ich, dass Du da am Anfang nicht übertreiben solltest. Spar das Geld, bis Du etwas Erfahrung hast und weisst, was Du willst. Für den Anfang reicht m.E ein 32er Plössel und ein 12er oder 9er gleicher Bauart.
Dazu eine Barlowlinse 2fach und 1,5fach (Zweifachbarlow mit ausschraubbarer Linse für 1,5 fache Vergrößerung). So ein Set ist günstig und die Okulare bei den Dobsons oft schon im Angebot enthalten. Kostet also nur noch die Barlow extra.
Damit kannst Du loslegen und merkst dann schon mit der Zeit, auf welche Art Okulare Du noch Wert legst. Sollen es Weitwinkel für großes Gesichtsfeld oder Weniglinser mit gutem Kontrast sein. Macht es Dir nix aus, bei kurzen Brennweiten mit dem Auge an der Linse zu schaben oder brauchst Du einen kompfortablen Augenabstand. Solche Entscheidungen stehen m.E. erst später an.
Wichtiger für die Erstausstattung wäre ein Fernglas, ne Sternenkarte und ein Himmelsführer, z.B. Karkoschka, in dem man nachschaut, welche Objekte man so bestaunen kann und wo man sie findet.
Bei 8Zöllern wird manchmal schon ein zwei Zoll Übersichtsokular mit angeboten. In dem Fall würd ich noch ein drittes Okular zwischne das 10er und das zwei Zoll Übersichtsokular setzten.
Was da sinnvoll ist kann man errechnen oder man nutzt die Exel-Tabellen, die "Antares" dankenswerter Weise auf seiner HP eingestellt hat.
Du siehst, ein Fernrohrkauf bringt ne Menge Gelegenheiten mit sich, Geld auszugeben. Die Notwendigkeiten zur Betätigung als Heimwerker wurden ja schon angesprochen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Gute Wahl und CS,
*entfernt*
 
Hallo Jürgen,

Wenn Dir die parallaktische Nachführung sehr wichtig ist, kannst Du Dir, wie oben schon erwähnt, relativ einfach eine Nachführplattform bauen. Solange Du damit nicht Langzeitfotografie machen willst, ist der Bau relativ einfach.

Ich habe mir vor einiger Zeit eine solche Plattform gebaut.
Link zur Grafik: http://www.biophysik.uni-freiburg.de/Reiner/ATM/Plattform/EQR0k.jpg

Der Aufwand hielt sich in Grenzen. Du kannst für über eine Stunde automatisch nachführen mit einer Genauigkeit, die für visuelle Beobachtungen völlig ausreicht. Falls Dich so etwas interessiert, findest Du mehr Infos dazu auf meiner Webseite (siehe unten).

Grüße
Reiner
 
Hi Juergen,

1. das NAchführen einer Rockerbox stelle ich mir für einen Anfänger erst mal etwas gewöhnunsbedürftig vor, weil er zunächst vielleicht auch das verdrehte Bild in einem Fernrohr-Okular nicht gewöhnt ist.
Aber im Prinzip geht das heut e sehr glatt.
2. Eine parallaktische Monti stellen ich fürs "Spechteln" nur "frei Schnauze" auf, d.h. ich habe die geogr. Breite sowieso fest an der Monti eingestellt, schaue auf den Polar-Stern und richte in Azimut etwa die Polachse auf Norden (ohne Polsucher).
Das funktioniert im Süden, wo ich am meisten beobachte ganz gut - im Osten und Westen weniger.
Ruckelfreie GRüße
und
cs
jorgos
 
Hallo Juergen,

wie schon gesagt wurde, kriegst du bei einem Dobson die meiste Öffnung fürs Geld; andererseits kriegst du dafür auch jede Menge Volumen und Gewicht, das solltest du bedenken, wenn du dich für einen 8" Dobs entscheidest.
habe mich nach langem lesen und bereichern im Web
Das ist sehr löblich - trotzdem empfehle ich dir erstmal ein paar Teleskope in live anzuschauen, z.B. bei Sternguggern in deiner Gegend oder auf einem Teleskoptreffen.
 
Grüzi Juergen!

Ich kann mich dem Stefan da nur voll und ganz anschließen - noch nie war es einfacher sich das Teleskop seiner Träume anzuschauen, und vor alle durchzugucken!!
Erst dann würd ich eine Entscheidung treffen.
Für mich gibts nichts anderes mehr als nen Dobson; für dich wäre das womöglich die größte Fehlinvestition, wer weiß?!?

Also: such dir jemanden in deiner Nähe!
Viel Glück
Winni <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
 
Hallo!

Vorerst nochmals vielen Dank für Eure Erahrungen, Anregungen und Vorschläge!

Also ein Fernglas (8x50) und div. Astro-Lektüre habe ich mir schon zugelegt (Karoschka, Kosmos-Sternkarte, und einen Astro-Atlas, von 'dtv' glaub ich, oder wie das Ding heißt.

Ich werd mich da mal umsehen, ob ich in meiner Umgebung (Salzburg) ein paar Gucker finde, weil ich glaub nur aus Bildern und theoretischer Info werd ich keine Entscheidung treffen können, da es einfach zu viele Möglichkeiten gibt, und jede zusätzliche Info nicht nur das Wissen erweitert, sondern leider auch ev. wieder verunsichert. Aber es ist warscheinlich in vielen Dingen einfach Geschmackssache! Und was ein Vorteil ist (zB größere Öffnung) ist auch gleichzeitig auch wieder ein Nachteil (Gewicht, 'Luftflimmern' wenn man zB vom Balkon aus spechtelt, ...)

Tja, da muss man durch, aber es wird sich eine Entscheidung finden!!

Besten Dank und Liebe Grüße
juergen
 
Hi Jürgen,
gute Entscheidung.
Alle Theorie ist eben nur Theorie bzw. Erfahrungen anderer Personen.
Mit einem gewissen theoretischen Basiswissen vorbereitet, wird Dir die praktische Erfahrung auf dem Feld schnell zeigen, worauf Du besonderen Wert legst bzw. was Dir liegt. Ich bin sicher, das Du dann kurzfristig die Entscheidung für DEIN TELESKOP treffen kannst und wirst.
Viele Erfolg und CS
 
Hi, also jetzt hab ich noch ne Frage.. Hab da folgendes gefunden:

Hauptspiegel: parabolischer Spiegel - sehr gute Abbildung
Öffnung / Brennw. 150mm / 1200mm / f/8
Tubus: Metalltubus - gefalzt
Gewicht: Tubus - 6kg
Rocker Box 10,4kg
Länge / Durchm.: 114 mm / 17,6 mm

Wie geht das, das die Länge 114mm ist und die Brennweite 150mm??

Danke + LG
Juergen
 
Hi,

da hab ich mich wohl vertan meinte natürlich den Vergleich 114cm mit 120cm Brennweite. Aber is mir nun Klar, wenn das etwas Außerhalb liegt.

Danke, LG und CS
Juergen
 
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