Dobson-Plattform

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Christian_Weis

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Hallo,

ich habe mal in der Suche so einiges nachgelesen und ein Frage zu den Dobson-Platforms, die leider nicht beantwortet wurde.
Also: Es ist klar, dass die Teile nur für eine geographische Breite gebaut werden (mit evtl. kleinem Einstellbereich von 5-10°). Soll heißen: Wenn man nicht auf dieser geographischen Breite mit dem Teleskop steht, dann dreht das Teleskop um den falschen Pol und es kommt zur Bildfeldrotation. Die ist mir im visuellen eigentlich wurscht.
Ich denke mal auch, dass es dann bei größeren Unterschieden in der geographsichen Breite zu Nachführgeschwindigkeitsproblemen kommt. Aber könnte man das nicht durch eine elektronische Ansteuerung der Schrittmotoren aufheben (wie gesagt: Bildfeldrotation kratzt mich wenig).
Ich möchte alsbald anfangen, mir eine entsprechende Plattform für meinen 18"er zu bauen.
Daher noch eine Frage an diejenigen, die solche Sachen mit Schrittmotoren schon gebaut haben: nehmt ihr Voll-, Halb- oder Mikroschritt?

Ich mache mir diesbezüglich Gedanken, weil ich auch noch eine sanfte Nachführung haben will, wenn ein PN bei sagen wir 1200x im Okular steht (bringt dann nix, wenn das Objekt jede Sekunde einmal von links und einmal von rechts durch Bildfeld huscht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Ich weiß, ich weiß: Wenn ich das Teil auslege, muss ich sowieso nachrechnen und die jeweiligen Getriebeübersetzungen mit einkalkulieren. Wollte es nur mal tendenziell wissen.
 
Hallo Christian,

Wenn die Plattform nicht exakt parallaktisch ausgerichtet ist, bekommst Du, wenn Du z.B. am Himmelsäquator beobachtest, eine Driftbewegung senkrecht zum Äquator.

Das, was man im eigentlichen Sinne unter Bildfeldrotation versteht, bekommst Du, wenn Du diese Driftbewegung eines nicht exakt parallaktisch ausgerichtetes Teleskop durch zusätzliche Nachführung auf einen einzelnen Stern zu kompensieren versuchst.

Das sind also in meinen Augen zwei unterschiedliche Dinge.

Du kannst eine Plattform, die für eine andere geografische Breite konstruiert wurde als der aktuelle Beobachtungsort, schief aufstellen. Wichtig ist nur, dass Polachse und Drehachse zusammen fallen (und dass das Teleskop bei der Aktion nicht von der Plattform fällt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> ).

Grüße
Reiner
 
Hallo Reiner,

Schande über mein Haupt! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" />

Wird Zeit, dass die Vorlesungen wieder anfangen, mein Hirn fängt schon an zu schimmeln <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Stimmt ja, bei der Bildfeldrotation korrigiere ich ja immer mit der Dec-Schraube...

Ach ja: Du hast nen tollen Bericht zum Plattformbau geschrieben. Der ist sehr interessant.
Sehe ich das richtig, dass du keinen Schrittmotor verwendet hast?
Hast du vor dem Bau die Belastungen grob überschlagen (also ich meine das Teleskopgewicht + Toleranz), oder einfach drauflosgebaut?
Habe bei mir nämlich das Problem, dass mein 18"er (der bewegliche Teil) sicher an die 60kg wiegt (Stathis würde mich steinigen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ).

Naja, solange das Teleskop noch nicht soviel wiegt wie ich... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
 
Hallo Christian,

Ich habe einen ganz normalen DC Motor genommen (mit Schrittmotor hätte ich das nicht auf die Reihe gebracht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> ). Wenn man es ganz genau haben will und bequem zu steuern, kommt man um einen Schrittmotor sicher nicht herum.

Ich habe mir natürlich schon vorher überlegt, was da an Last wirkt, wo mögliche Schwachstellen sind, und wie ich die Plattform möglichst steif bauen kann. Der Bau an sich war dann aber doch eher aus dem Bauch heraus. Man kann die Teflonpads ja möglichst über die Lagerpunkte legen, um so Durchbiegung zu vermeiden. Auch ist mein Teleskop eine ganze Ecke kleiner und leichter (14" mit etwa 25kg) als Deines. Bei 60 kg muss man da sicher sorgfältiger planen, auch was die Lager angeht.

Grüße
Reiner
 
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