Dobsons und Okular-Dreingabe

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Berberich

Aktives Mitglied
Hallo,

in vielen Diskussionen hier in den Foren geht es um Okulare.

Was mir dabei auffällt ist die Tatsache, daß immer wieder von den bereits vorhandenen ausgegangen wird und um diese herum neue, passende angeschafft werden sollen.

Die Crux dabei ist, daß es sich bei den mitgelieferten meist um Plössels handelt, die a) billig sind und b) dem Dobson nicht gerecht werden.
32mm "Übersichtsokular" in 1-1/4" mit Tunnelblick und ein kurzbrennweitiges Okular um die 10mm, in das ich meine Auge hineinpressen muß, um überhaupt etwas zu sehen.

Gut, bedingt durch "Geiz ist gail" und andere Sprüche müssen die Händler so etwas anbieten. Dazu möchten sie noch preiswert bleiben.

Meine Intension: sollte man nicht bei Einsteigergesprächen darauf hinweisen, auf diese Dreingaben zu verzichten, das Gerät "nackig" zu kaufen und die Okularwahl individuell vorzunehmen?

Damit wäre bei geringem Aufpreis zumindest ein 2" Übersichtsokular drin, mit dem der Käufer schon am Anfang richtig Spaß hätte.

Es fällt mir immerwieder auf, daß die Okularzusammenstellung am bereits vorhandenen aufbaut und selten eine sinnvolle Zusammenstellung dabi herauskommt, nur, weil eben gerade 2 schlechte oder nicht optimale Okus mit einbezogen werden müssen.

Eure Meinung dazu würde mich interessieren.

CS
Winfried
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Winfried,

Meine Intension: sollte man nicht bei Einsteigergesprächen darauf hinweisen, auf diese Dreingaben zu verzichten, das Gerät "nackig" zu kaufen und die Okularwahl individuell vorzunehmen?

Wenn ich mir die Diskussionen anschaue wird das fast immer getan, immer wenn's um den Neukauf geht wird empfohlen die Alibiokulare beim Händler zu lassen und dann je nach Geldbeutel Alternativen zu nehmen.

Gut, bedingt durch "Geiz ist gail" und andere Sprüche müssen die Händler so etwas anbieten. Dazu möchten sie noch preiswert bleiben.

Das ist wohl wirklich so, als Eyecatcher braucht man halt 299€ oder ähnliches, ein Fortschritt wäre es vieleicht wenn eine zweite "okularausgerichtete" Version angeboten würde, aber ich denke wenn man sich vorher informiert kann man das auch gut mit den Händlern aushandeln.

Grüsse Benny
 
Hallo Winfried,

tja, genau das tue ich schon recht lange, allein bleibt davon in der Praxis nichts übrig.
Wir finden Dobson Kunden, die sich nach einem Jahr melden, und nun doch zu den zwei beigelegten Okularen wenigstens ein weiteres kaufen wollen, weil Jupiter nur ein kleines Scheibchen ist, auf dem sie eigentlich nichtmal wirklich Wolkenbänder sehen.
Dann finden wir Kunden, mit denen wir eine sinnvolle Okularpalette überlegen, die dann aber den Austausch der Beilagen beim Händler nicht "umgesetzt" bekommen.
Weiterhin gibt es die Fragesteller, die sich alles schon längst falsch ausgesucht haben und am Ende doch das kaufen, was sie von Anfang an für richtig hielten.
Zu guter Letzt lässt sich der letztere Typ Beratung Suchender noch differenzieren in den, der schon gekauft hat und nur noch Bestätigung will.

Die harten Probleme liegen anderswo:
1. Falls man diese Alibi Okulare aus dem Paket nimmt, wird sich der Preis wohl nicht adäquat nach unten bewegen. Es ist ja wohl klar, dass das Entfernen von 2 Plössls aus einem 300 Euro Paket nicht zu einem Preis von 260 Euro führen wird (nein, auch nicht zu einem von 240 Euro).
2. Bei vielen Teleskoptypen sind Händler gezwungen, das loszuwerden, was man in Billig-Fernost als Paket zusammengestellt hat. Das Zubehörpaket kann völliger Unsinn sein, es wird aber fleißig weiter in den Container gestopft, weil man in Europa nicht genug Einfluß hat.
3. Wenn der eine Händler die Beilagen weglässt, wird der andere Morgenluft wittern und die Beilagen speziell bewerben. Wir wissen ja, Geist ist geil, der normale Kunde muss das erst noch lernen und sieht in dem Paket mit Oku-Beilage das absolute Schnäppchen: Glas umsonst, das gibt es derweil nicht mal mehr am Bierzelt!

Clear Skies
Sven
 
Nun denn, so hoffe ich wenigstens, daß ein paar Einsteiger auch diese "Abteilung" lesen.

Vielleicht hilft`s doch ein wenig.

Ich habe die Dreingaben bewußt behalten, um sie in der Warte vorzuführen um aufzuzeigen, was man damit (nicht) anfangen kann....

Natürlich haben viele der Anfragenden nicht gleich das Geld, sich etwas vernünftiges kaufen zu können. Aber mit den Dreingaben sind am Himmel, so glaube ich, viele dann doch enttäuscht, und das ist dann unserem Hobby abträglich.

Nun denn, war nur so eine Idee von mir, aber Du hast schon recht, mein Händler sagt ja auch, wenn er sie weglässt macht es den Gesamtpreis auch nicht viel schlanker. Deine Preiseinschätzung trifft in Etwa das, was auch er meinte. Zumindest bietet er jetzt auch einen nahezu "nackigen" an.
Mal sehen, wohin das in Zukunft läuft.

CS
Winfried
 
Hi,

meine Erfahrungen: Wenn der Händler merkt, dass man nicht völlig uninformiert ist, dann bieten viele Händler den Austausch der beiliegenden Okulare schon selbstständig an und helfen recht kompetent bei der Zusammenstellung eines brauchbaren Einsteigerpaketes.
Leider ist es aber so, dass viele Einsteiger sich "magische" Preisgrenzen setzen. Eine sehr beliebte Preisgrenze ist halt 300,- €. Es gibt recht viele "Komplett"-Angebote die in diesem Preisbereich angeboten werden. Halt auch Dobsons mit 8" Öffnung. Viele Einsteiger wollen einfach nicht wesentlich mehr als diese 300,- € ausgeben (wollte ich "eigentlich" auch nicht...).

Ciao, Udo
 
Hallo,

es ist ja nun mal so: Wenn man wirklich nicht viel Geld hat und sich den Dobson (oder was auch immer für ein Teleskop) quasi vom Munde abgespart hat, ist man anfangs über die 2 Okulare schon sehr glüklich. Wenn nicht kann man ja den Händler um einen Tausch bitten und meistens wird er aber drauf eingehn.

Aber: Was macht der Händler mit den rausgenommenen Okularen? Viel Geld kann er im Einzelverkauf meist nicht verlangen. Außerdem kommen mit jedem neuen Dobson ja 2 neue Billigokulare rein, die kaum einer haben will. Bei Wolfi hab ich auf dem ATT eine Wühlkiste gesehn (alles für 10,- € oder so ähnlich), wo sich diese "Schmuckstücke" dann zum größten Teil wiederfinden. Das der Händler beim Tausch da nicht viel nachlassen kann, sollte verständlich sein.

Zur Not: Okulare einfach im Set belassen, andere Okus dazukaufen und die beiden Nichtbenötigten privat weiterverkaufen (Meine Erfahrungen: 32mm ca. 20,- €, 10mm ca. 10,- €).

Viele Grüße

Carsten
 
Hi,

Aber: Was macht der Händler mit den rausgenommenen Okularen?

Ja was macht er damit? Wenn das nur oft genug passiert wird er möglicherweise irgendwann dem Hersteller/Lieferanten stecken dass er die Teile bitte behalten soll oder was anderes beilegen, dann müssen diejenigen die eben doch die zwei Plössl haben wollen, vieleicht 10€ mehr auf den Tisch legen.

CS Benny
 
Hallo zusammen,

Zitat von ubit:
...
meine Erfahrungen: Wenn der Händler merkt, dass man nicht völlig uninformiert ist, dann bieten viele Händler den Austausch der beiliegenden Okulare schon selbstständig an und helfen recht kompetent bei der Zusammenstellung eines brauchbaren Einsteigerpaketes....

Diese Aussage stimmt mich doch schon recht nachdenklich.
Wenn ich den Gedanken fort spinne, kommt dabei raus: die "Nichtinformierten" kriegen dann den Schrott angedreht. Spricht in meinen Augen nicht grad für einen seriösen Händler...

Oder sehe ich das falsch?
 
Genau das sehe ich ja!

Man sollte die Händler dazu überreden können, Ihre Lieferanten zu animieren, den Grundausstattungen brauchbare Okulare beizulegen und auf den Schrott zu verzichten. Würden alle da mitmachen, was ich allerdings nicht glaube, dann hätten wir zwar ein Teleskop, das etwa 40-60 Euro teurer wäre, aber von vorne herein schon zumindest über 2 brauchbare Okulare verfügen würde.
Damit wäre gerade dem Einsteiger gedient.
Das scheint mir aber auch leider Illusion zu sein, denn gerade der Einsteigermarkt ist extrem hart umkämpft und irgendeiner würde wieder aus der Reihe tanzen. - Leider.

CS
Winfried
 
Hallo Winfried,

Die Crux dabei ist, daß es sich bei den mitgelieferten meist um Plössels handelt, die a) billig sind und b) dem Dobson nicht gerecht werden.

Meine Erfahrung ist etwas anders: bei mir waren ein 25mm Superplössl und ein 10mm Superplössl dabei, die mit dem Dobs gut funktioniert haben, kleineres Feld und nichtoptimale Brennweiten aber brauchbar.


sollte man nicht bei Einsteigergesprächen darauf hinweisen, auf diese Dreingaben zu verzichten, das Gerät "nackig" zu kaufen und die Okularwahl individuell vorzunehmen?
Ja - ob sich der Händler drauf einläßt ist halt ne andere Frage.

Es fällt mir immerwieder auf, daß die Okularzusammenstellung am bereits vorhandenen aufbaut und selten eine sinnvolle Zusammenstellung dabei herauskommt

Ich finde, dass meine beiden Beipackokus zusammen mit einer 6mm Goldkante schon eine Ausstattung darstellen, mit der man erst mal loslegen kann. Komfort ist was anderes, aber für den Anfang nicht schlecht.

Wenn ein Anfänger dann bereit ist Geld für Zubehör auszugeben, kann man in einem zweiten Schritt argumentieren, dass ein völlig neue Okularpalette mehr Leistung bietet.

Wie wäre es, wenn die Händler Zubehörsets für Anfänger mitanbieten würden. z.B. 32mmTSWA, 15,9,6mm Goldkante, und/oder 32mmTSWA, 15,8,5 Hyperion? Dann hätte der potentielle Käufer auch einen Ausblick, welche weiteren Investitionen nötig sind. Optimal ist das natürlich auch nicht, aber wenn ein Käufer soviel Wissen mitbringt, dass er individuell Okulare kauft, ist ein Set auch nicht mehr sinnvoll.

Gut, bedingt durch "Geiz ist gail" und andere Sprüche müssen die Händler so etwas anbieten. Dazu möchten sie noch preiswert bleiben.

Was soll ein Händler anderes machen? Wenn jemand ein erstes Teleskop kauft, möchte er es ja auch benutzen oder zumindest ausprobieren. Die Lösung mit den beiden SPs ist ein arger Kompromiss - ich wüßte aber nichts besseres ohne dass es ins Geld geht.

CS

Klaus
 
Hallo Winfried,

grundsätzlich stimme ich Deinen Ausführugnen vorbehaltlos zu.

Wir bieten daher teilweise auch unseren Kunden aktiv an, anstelle des orginalen Okulares, andere zu nehmen bzw. auf Nachfragen reagieren wir sofort.

eine Sache spricht gegen die Ausstattung der Geräte mit hochwertigerem Zubehör:

Leider kommt dann immer der Versuch, die Okulare rauszurechnen und dann wird uns vorgerechnet, um wieviel das Gerät reduziert werden muß, wobei da immer die Verkaufspreise der Okulare hergenommen werden. Da aber in der Grundausstattung immer der anteilige Wert verrechnet wird, das Hin- und Herrechnen ist eher müßig.

Theoretisch würde man bei jedem Produkt, wenn man die Einzelteile, vom Spiegel über die Fassung über den Sucher bis hin zu den Einzelokularen zusammenrechnet, auf völlig andere Preise kommen, egal in welche Richtung man rechnet.

Das gilt für Fernrohre genauso, wie für jedes andere Produkt, welches sich aus komplexen Teilen zusammensetzt.

Ein Gedanke wäre interessant:

Die Geräte werden nackt, ohne Okulare angeboten. Und dann gibt es 1-2 Kits, ein preiswertes für Leute, die nicht viel Geld haben aber mit 2 einfachen Vergrößerungen starten wollen ( Ich sag mal 2 Plössls und 1 Filter - 1,25" für ca. 30,- ) und dann noch ein besseres Kit mit einem guten 2" Übersichtsokular und 2 stärkeren Vergrößerungen und einem Nebelfilter für ca. 200,-


Das ist nur so ein spontaner Gedanke, was meint Ihr dazu?

Herzliche Grüße

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de

 
Hallo Wolfgang,

dieser Gedanke gefällt mir schon besser. Den Nebelfilter würde ich mal am Anfang weglassen, der Einsteiger muß sich ja erst mal eingewöhnen.

Allgemein denke ich auch an ein 2" WW um die 30mm und ein etwas besseres kurzes, so 8 + 14 mm in etwa. Als Set angeboten käme man, man kann ja diverse Sets, 2-3 anbieten, zu einem wirklich vernünftigen Einsteigerteleskop.

Vor allem solltet ihr Händler Euch in dieser Hinsicht zumindest zusammenschließen und die Lieferanten dazu drängen, diese Dreingaben wegzulassen.
Denn ansonsten würdet ihr ja wieder drauflegen, was von uns ja auch niemend will.

...oder wir machen mal statt weihnachtlicher Lichterkette eine Okularkette von München nach Flensburg mit 9mm, 32mm, 9mm, 32mm ......

CS
Winfried
 
Hi,

die normalerweise mitgelieferten Okulare sind ja wirklich nicht soooo schlecht. Zwar mit kleinem Gesichtsfeld und bei der kurzen Brennweite mit - für Manche - schon problematischem Augenabstand - aber man kann damit durchaus beobachten.

Das Angebot eines nackten Teleskops mit optionalen Zubehörsets fände ich klasse. Schließlich gibt es gerade in der 8" Dobson-Klasse ja sicherlich auch eine Menge "Aufsteiger" die bereits einige Okulare haben die sie bisher an kleineren Instrumenten eingesetzt haben. Die könnten sie dann am Dobson auch erst mal testen - wohlwissend, dass es deutlich besser ginge...

Solche Sets sind auch für die Händler sicherlich interessant, da sie dann ganz anders rechnen können.

Ggf. könnte man auch "Spezialsets" mit unterschiedlichen Schwerpunkten anbieten. Eines für Deep Sky (mit 2" Übersichtokular und Nebelfilter). Eines für Mond und Planeten (mit kürzeren Brennweiten und var. Polfilter und ggf. einer Barlow). Ein "Universalset" mit Mondfilter (oder var. Pol), Nebelfilter, 2" Übersichtsokular und 2-3 kürzeren Brennweiten) usw.

Varianten könnte man sich noch ewig viele ausdenken... Wichtig wäre halt, dass der Einsteiger eine brauchbare Zusammenstellung bekommt mit der er nicht enttäuscht wird.

Dann könnte man das Ganze auch noch wirklich "komplett" machen und weitere Komponenten anbieten wie z.B. Rotlichtlampe, Karkoschka, DS-Reiseführer, Sonnenfilterfolie etc.

Das Ganze als Paket vernünftig durchgerechnet und sowohl Kunde als auch Händler profitieren davon. Der Händler bekommt einen zufriedenen Kunden mit geringem Beratungsaufwand - der Kunde bekommt eine brauchbare Komplettausstattung.

Ciao, Udo
 
Nachtrag:

Bei der Gelegenheit könnte man auch den "TS Okularkoffer" entsprechend "tunen"...

32mm raus
2" Übersichtsokular dazu
Fotoadapter raus

Wird natürlich etwas teurer, aber auch sinnvoller. Zumindest für Dobsonauten...

Ciao, Udo
 
Hi allerseits,

mal abgeseen von dem gewissen Aufwand fürs "Raus-und-Reinrechnen" kann so ein "Tauschgeschäft", wo billige Beigaben und Zubehör gegen etwas praxisgerechtere Teile eingetauscht werden, und diese Teile beim gleichen Händler gleich mitgeordert werden, für beide Seiten nur von Vorteil sein - selbst wenn da nach Listenpreisen raus- und reingerechnet wird. Höherwertige Teile haben i.d.R. ja auch für den Händler etwas günstigere Margen ... :pfeif:

So habe ich das mit Wolfi "ausgehandelt" - und ich denke (auch wenns nur um "kleine" Summen ging), es war ein win-win-Geschäft. Das Beispiel: Ich habe an meinem "Grund"-Dobson den 6x30-Sucher gegen einen 8x50-Allesrichtigrum-Sucher und einen SkysurferIII, die Beipack-Okus gegen ein TSWA32 listenpreismässig verrechnen lassen. Und das ging - wie von Wolfi gewohnt - ohne Wenn und Aber ruckzuck über die Bühne.

Allerdings hatte ich den Vorteil, dass ich mich zuvor hier tagelang "intensivst" beraten habe lassen, und natürlich die bewährten Einsteiger-Sites "durchgeackert" hatte.

Die Händler sollten das auch mal unter dem Aspekt sehen:
Ein zufriedener First-Sale-Kunde, der auch mit dem gekauften Equipment "auf den Geschmack" kommen kann, ist der Kunde, der auch noch für den Second-Sale, den Third-Sale etc. zu einem kommt ...

Erfährt aber ein Kunde (z.B. dann hier im Forum oder von anderen Sternenfreunden), dass man ihm so sang- und klanglos nutzloses oder wenig praktikables Zubehör "angedreht" hat ... dann kommt beim nächsten Kauf eben der nächste Händler dran, der es dann hoffentlich besser macht ...
Und hoffentlich besser macht es dann auch der neue Sternenfreund, indem er sich dann eben vorher mal so richtig kundig macht :)

Wenn die Leute beim Teleskopkauf wenigstens halb soviel Informationsaufwand betreiben würden, wie beim Autokauf ... ?) :schwitz:

 
Hallo Ralf,

es muss nicht unbedingt "angedrehter Schrott" sein ... es können auch - gelinde ausgedrückt - weniger sinnvolle Okularzusammenstellungen sein, die einem Sternenfreund zur Ergänzung seiner Beipack-Okus "angedreht" werden.

Ein "akuten Fall" steht gerade im Teleskop-Optik-Board zu Diskussion ...

Sowas könnte also durchaus auch bei einer Erstausstattungsberatung passieren ... da wären verschiedene fixe und für diverse Spechtelneigungen durchdachte Zubehörsets (wie sie hier vorgeschlagen werden) schon eine gewisse "Erleichterung" für Käufer und Händler ... auch wenn's a bisserl mehr kostet ... ;)

Ich will jetzt nicht die Kompetenz der Händler oder Verkäufer (auch nicht den aus dem oben erwähnten "Fall") generell anzweifeln ... denn solche Beratungen bestehen ja i.d.R. aus einem Dialog, und wenn sich da eine Seite für die andere Seite "nicht verständlich Ausdrücken kann" ;) ... dann passierts halt a mal :erschreck:



 
Hallo,

der Vorschlag von Wolfi ist wirklich gut. 2-3 Okularpakete, aus denen sich der Kunde das passende wählen kann (oder auch z.B. 3 Super Plössl für XX € nach Wahl beim Kauf des Geräts), da kann jeder das für sich optimale finden.

Außerdem: Manch einer hat ja bereits schon ein Teleskop mit guten Okularen und will aufsteigen (z.B. der Besitzer einer 4" Apo, der noch nen 12" Lichteimer will). Da werden mit größter Wahrscheinlichkeit bereits sehr gute Okulare vorhanden sein, so dass dieser Käufer gar komplett auf ein zusätzl. Mittelklasseokular verzichten kann/will. Auch diesem wüde man dann gerecht.

Ich persönlich habe beim Kauf meines Dobsons das dazugehörige Oku gg. einen 2" Nebelfilter tauschen können. Für mich das beste Geschäft.

Viele Grüße

Carsten
 
Hi Ralf,

da ich den speziell von Dir angesprochenen "Fall" kenne, eine kleine Info hierzu:

andere und auch ich hatten ihn beraten, so wie wir das eben immer tun.
Er wollte auch schon "zuschlagen", da kam im BIETE-Bord genau das Teleskop, nur eine Nummer größer als gedacht und dazu noch billiger als das zuvor angedachte.

Klar, da musste er zuschlagen, ich hatte ihm auch dazu geraten. Da der Verkäufer aber wohl die ganze Astronomie in den Eimer geworfen hatte, waren die beiden Okus halt mit dabei, ansonsten hätte er sich andere gekauft.

Soweit zur Sache, er hatte sich schon gut informiert.

-------

Am anfang hatte ich schon etwas Bauchweh, so einen Thread hier reinzustellen, aber ich denke, das geht doch alle, Händler wie User, etwas an und vielleicht können wir den Einsteigern damit ein klein wenig helfen, damit sie nicht gleich die Flinte ins Korn werfen.

CS
Winfried
 
Hallo Wolfi,

ich finde den Gedanken ganz gut, würde aber anmerken wollen, dass man da auch zwischen "optischem Zubehör" und den Ausstattungsmerkmalen des Teleskopen trennen sollte. Das heißt das gute Okularpaket sollte es auch ohne Crayford geben.

Ich gebe zu, die Sache mit der Rückrechnung des Okularwertes als Abzug auf den Kaufpreis hatte ich so nicht bedacht. Es muss dann halt ganz klar ersichtlich sein, dass das "Gesamtpaket" aus Teleskop und gewünschtem Okularsatz besteht. Das kann man bestimmt jedem vermitteln.

Noch eine Frage: Bei was für Geräten käme das überhaupt in Frage? Aus aktuellem Anlass, ich habe nämlich diese Woche bemerkt, dass man einen 114/900 gar nicht ohne EQ-1 bekommen kann, eine EQ-3 müsste man also immer als teuren Einzelkauf hinzunehmen. Das ist doch wieder die Sache mit den Komplett-Zusammenstellungen, die vom Händler gar nicht anders bezogen werden können.

Clear Skies
Sven
 
T´schuldigung,

habe zwar das Thema angeschnitten, muß aber für`s Wochenende weg und bin bis Montag nicht erreichbar.
Positiven Gedankenaustausch und CS wünscht

Winfried
 
Hallo Winfried,

mag sein, dass ich da was missverstanden hatte ... ich bin davon ausgegangen, dass das Teleskop ein Neuerwerb vom (besagten) Händler war ... und der Sternenfreund jetzt bei diesem seine zwei "Beigaben" sinnvoll ergänzen lassen wollte ... und eben jenes dabei rausgekommen ist (siehe Teleskop-Optik-Board)... ?)

Da spielen ja auch "Psycho-Effekte" ;) 'ne Rolle ... und das umso mehr, je jünger (an Alter) ein Sternenfreund ist ...
Da kann man hier bestens beraten worden sein, wenn man aber dem Verkäufer gegenübersteht, und der einem "was vom Pferd" erzählt ... sind alle guten Forum-Ratschläge meist wie "ausgeblendet" ... oder so.

Nochmal 'ne Verständnisfrage (an die Allgemeinheit):
Ich dachte, die Händler fügen aus ihrem Sortiment nach freiem Dünken entsprechende Beigabe-Okus etc. zum "OAT" hinzu ... mir ist/wäre neu, dass diese schon vom "Teleskopzusammenschrauber" beigepackt werden ... ?)

Und: Die Idee mit den unterschiedlichen - verschiedenen Ansprüchen angepassten - Zubehör-Sets sollte "ausgereift" werden ... und damit auch der "Marktwille" zum Verkauf von "nackten" Teleskopen ... für die, die schon fast alles (Zubehör) haben ...

Und dann entsprechend "schöne Preise" für die Sets und die "Nackten" machen, die auch überzeugen :augenrubbel: ;)
 
"Luxus Okupaket" - ein Vorschlag

Hi Zusammen,

eigentlich sollte man, wenn man in dieser Richtung denkt, auch mal gleich klar stellen, wie man sich eigentlich ein Top-Set zu einem 200/1200 vorstellen müsste. Das will ich hiermit tun. Vorweg: Natürlich gibt es zu den im Folgenden von mir genannten Produkten Alternativen, ich versuche aber diejenigen Spitzen-Teile herauszusuchen, in denen ich trotz High-End/High-Price das beste Preis/Leistungsverhältnis sehe.

1. 22mm LVW
Das Okular nutzt 1,25" nicht ganz aus, ist aber ein randscharfes Okular mit guter Transmission und sehr bequemem Einblick.
2. 13mm LVW
Aus den gleichen Gründen wie beim 22mm.
3. Speers Waler Zoom 5mm bis 8mm
Das Ultraweitwinkel deckt den Hochvergrößerungsbereich sehr gut ab.
4. Ein 2" Übersichtsokular lasse ich aus. Grund: Hier müsste je nach Himmelsqualität entschieden werden und in Frage kommende Okulare wie 31mm Nagler, 35mm Panoptic, 42mm Panoptic oder auch 40mm Pentax XW sind extrem teuer. Ein einfaches Okular aus dem Bereich unter 200 Euro würde ich aber nicht in einem Top-Paket sehen wollen.

Nun Gretchenfrage: Wer glaubt, dass ein Händler so ein Paket macht? Zum Beispiel für 549,- zuzüglich Teleskop-Preis.

Clear Skies
Sven
 
Re: "Luxus Okupaket" - ein Vorschlag

Hi Sven,

ein solches Paket kann man ja durchaus als "Deluxe-Variante" anbieten.
Für den Einstieg dürfte man aber auch eine Nummer kleiner etwas sinnvolles zusammenstellen können, oder?
Beispielsweise:
32 mm TS WA oder Ähnliches
6, 9, 15, 20 mm Goldkante
Dürfte insgesamt auf ca. 200,- € kommen und ab f/6 für den Anfang ganz brauchbar sein. Ein 8er f/6 Dobson käme damit komplett auf um die 500,- € - auch so eine Preis-Schmerzgrenze für den Einstieg...

Ciao, Udo
 
Re: "Luxus Okupaket" - ein Vorschlag

Hi,

bei Paket/Setpreisen gilt/sollte gelten:

Das Ganze ist weniger als die Summe seiner Teile! :augenrubbel:

Zumindest meine bisherige Erfahrung ...

Weg mit dem Listenpreis-Schreck !
:erschreck: ;)
 
Re: "Luxus Okupaket" - ein Vorschlag

Hi Sven und Udo!

Das ist erstmal eine "quantitative Zusammenstellung" ... bei der es letztlich um die Quantität der eingesetzten Geldmittel geht :) ...
Was aber eventuell dann auch sinnvoll wäre, ist eine "qualitative Zusammenstellung", wobei "Qualität" dafür steht, in welchem Masse ein Produkt den bestehenden Anforderungen entspricht ... sprich:
es müsste dann auch Sets für die unterschiedlichen "Spechtelvorlieben" (Planeten, DS o.a.) geben ... oder ?)

Grobgesehen würden dann daraus etwa 6 Sets entstehen (bezogen auf den Einsteiger-8"-f/6-Dobson):

Ein Luxus-Set a la Svens Vorschlag
Ein Medium-Set like der Hyperion-Klasse
Ein Low-Cost-Set a la Udos Vorschlag

... und dann eventuell die entsprechend abgewandelten Varianten z.B. für die mehr oder weniger reinen Planeten- und Mondspezialisten ... ?)
 
Re: "Luxus Okupaket" - ein Vorschlag

Hallo Freunde,

vorsicht bitte bei den Sets - es kommt nähmlich eine ganz komplizierte Sache dazu:

Das Zubehörset sollte für jeden Sternfreund abgestimmt sein oder andersrum:

Es müsste dann ein Set geben für:

-- schlechte Sichtbedingungen / gute Sichtbedingungen
-- Sternfreunde die Brille haben und solche ohne
-- günstig / mittel / teuer

und so weiter

Ihr seht, wohin das führt - Sets, die direkt mit dem Fernrohr angeboten werden, schränken die Auswahl ein, wenn man sich einfach auf die Sets verlässt. Da aber Hobbyastronomen eben auch "nur" Menschen sind und halt wie überall sehr individuell sind, wäre der Vorschlag, ein reines Basispaket zu haben, ohne okularseitiges Zubehör, ein vernünftiger.

Damit ist für den Verkäufer und für den Sternfreund zwar der leichtere Weg abgenommen, nähmlich auf den Artikel im Shop ( auch bei uns ab nächstes Jahr ) zu klicken und , wie bei einem Buch, in ein paar Tagen das Fernrohr zu haben. Sowohl der Kunde, als auch der Verkäufer müssen sich Gedanken machen, was optimal für die jeweilige Anwendung ist. Ich getraue mich vorherzusagen, daß bei 10 Teleskopen dann 10 unterschiedliche Modelle kommen.

Diese Vorhegensweise ist auch die einzige Möglichkeit für Shop Systeme, ansonsten müsste man pro Fernrohr fast unendliche Varianten einführen oder man geht einen faulen Kompromiß ein mit 1-3 Pakete, die aber auch nicht individuell auf den Kunden zugeschnitten sind.

Und man muß natürlich eine strenge Grenze ziehen. Ich sage mal - ein Dobson, wie z.B. von GSO kann ohne Probleme als Basismodell angeboten werden, ohne Okularseitiges Zubehör und dann kann eben individuell zusammensgestellt werden. Ich habe da auch schon so eine Idee, die ich im Shop dann wohl verwirklichen werde.

Ein Einsteigerfernrohr für um 100,- ( auch hier sind halt viele Leute, die nicht mehr Geld ausgeben wollen ) wird mit einer möglichst guten fixen Zusammenstellung angeboten.

Es gibt dann hier auch den Unterschied zwischen gewissen Linien - eine gehobene Linie, wo man durchaus auch Montierungen auswählen kann und damit eine individuelle Zusammenstellung erreicht und eine Linie, wo eine fixe Zusammenstellung ist, einfach aus preislichen Gründen.

Ich gebe zu, es ist eine wirkliche Herausforderung an die Logistig, diese Ideen mit einem Shop System, welches ja auf der Basis starrer Modelle basiert und bestenfalls Upgrades zulässt, zu realisieren aber das gerade macht den Reiz aus.

Ich danke deshalb für diesen Thread, der hat Sinn gemacht und mich auf einige interessante Ideen gebracht.

Viele Grüße

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
Re: "Luxus Okupaket" - ein Vorschlag

Hi Wolfi,

ich weiß ja nicht, was für ein Shopsystem ihr einsetzen werdet. Aber die meisten Systeme können zwei Sachen:

1. Varianten von Produkten
Damit lassen sich dann verschiedene Ausstattungen (z.B. unterschiedliche Montierungen) mit unterschiedlichen Preisen hinterlegen

2. Zubehör
Zu einem Produkt werden weitere optionale Produkte angezeigt. Damit ließen sich dann die Sets einbinden

Technisch und logistisch sehe ich da keine wirklichen Probleme - zumindest nicht, wenn das Shopsystem etwas taugt...

Ciao, Udo
 
Re: "Luxus Okupaket" - ein Vorschlag

Hallo Udo,

der Punkt 2 ist Standard, den werden wir natürlich auch ausgiebig machen - eine sogenannte Empfehlungsliste.

Punkt 1 - funktioniert nur, wenn die Varianten so auch akzeptiert werden und da sind wir wieder bei dem faulen Kompromiss wie ich in meinem Vorgangsposting beschrieben habe.

Es geht da nicht um das Shopsystem, sondern um die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Sternfreunde.

Viele Grüße

Wolfi
 
Re: "Luxus Okupaket" - ein Vorschlag

Naja. Die Varianten würde ich für unterschiedliche Spiegelmaterialien, unterschiedliche Montierungen etc. nutzen. Dazu eine Variante "Ohne Okularseitiges Zubehör". Dann über Punkt 2 die Sets dazublenden.
Klar wird es nicht ganz einfach sowas vernünftig zu kommunizieren. Aber das schafft ihr schon. Und wenn nicht helfe ich Euch gerne dabei ;-)

Ciao, Udo
 
Ad Absurdum?

Hi Zusammen,

das Ergebnis ist herrlich, nun schlägt Udo im Prinzip als "große Neuerung" vor, dass sich nichts ändert, außer dass man den Dobson "nackt" bekommen kann. Aber nur mit Minimalausstattzung, wer bessere Spiegel will nimmt gefälligst auch Okulare der Midrange dazu, damit der Neukauf der Nagler nochmal für extremen Wertverlust beim Gebrauchtverkauf der unerwünschten Beilagen sorgt. Umsatz ist gut, so macht man welchen.
An allen angedachten und mit Argumenten belegten Gedanken vorbei wird also nun ein recht grundlos vorgeschlagenes Sortiment gewünscht.

Super! ihr werdet das schon Euren Kunden kommunizieren. Ich nich...

Clear Skies
Sven
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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