Doch zwei Säulen im Garten?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

DominikW

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei meinen Garten zu renovieren und spiele mit dem Gedanken doch einen Schritt Richtung Gartensternwarte bzw. Säulen zu gehen.
Das Herausgeschleppe geht mir langsam ziemlich auf den Nerv.

IMG_6349.jpeg


Ich dachte jetzt erst mal daran, zwei Säulen zu errichten, auf die ich meine beiden EQ6-R montiere und dann ohne OTA abgedeckt dauerhaft draußen lasse.
Idee gut, Idee schlecht?

Gibt es für solche Säulenaufbauten eine Art Referenzwerk hinsichtlich Dimensionierung udg.?

Danke!
 
Moin,

dazu gibt es eine Menge Beiträge, wichtig ist trocken, trocken und nochmal trocken, das heißt gut belüftet, kein verbleibender Tauniederschlag etc., sonst rostet Dein Zeug zusammen dass es eine Freude ist. Also Foliensack drüber ist so ohne weiteres nix. Wie gesagt, nutz die Suchfunktion im Forum, da gibt es eine Menge zu finden.

CS
Jörg
 
Jep, hab hier auch schon EQ6 gesehen, die trotz Edelstahl rosten. War zwar nur Flugrost und vorwiegend an den Schraubenköpfen, aber schön war das nicht und beim eventuellen Wiederverkauf sicherlich nicht förderlich.

Hier mal was schickes mit ein paar integrierten Tipps: Bau meiner Rolldach Sternwarte im Garten
Ansonsten habe ich heute auch irgendwo im Forum eine Hütte gesehen, die selbst auf Rollen steht und über das Teleskop gefahren wird.

Hier ist auch was: Gebäude | VdS-Fachgruppe Amateurteleskope / Selbstbau

Grüße
Hartmut
 
Hallo Dominik,
wenn es länger dauert mit dem Überlegen oder der baulichen Umsetzung einer geschlossenen Sternwarte, kann ich die Tschibo Strandstuhlhaube empfehlen. Darunter kann auch ein großes Teleskop mit Montierung mal eine Weile aufgebaut bleiben. Die Belüftung ist besser als bei einer Plastikhaube. Habe ich ein Jahr lang erfolgreich als Übergangslösung benutzt. Untenrum mit einem Gummizug/Spanngummi gerafft - fertig.
CS Peter

https://www.tchibo.de/premium-stran...kFjSUZu4gNLixzp6b7jhdr2mEAD0A8QBoCEQQQAvD_BwE
 
Jep, hab hier auch schon EQ6 gesehen, die trotz Edelstahl rosten. War zwar nur Flugrost und vorwiegend an den Schraubenköpfen, aber schön war das nicht und beim eventuellen Wiederverkauf sicherlich nicht förderlich.

Kann Ich voll unterschreiben.
Wenn aber "grosses Kino" nun mal nicht in die Tuete kommt und man wirklich begrenzt (ein paar Wochen) aufgebaut bleiben will, dann geht auch Plan b):
  1. Teleskop bleibt nie draussen,
  2. Elektronik kommt so weit wie moeglich zurueck in's Haus,
  3. Montierung (bevorzugt atmungsaktiv, oder wie der Peter beschreibt) abdecken und
  4. regelmaessig (Anfang und Mitte der Saison) alles was Messing oder Lager ist, gnadenlos mit Fett abschmieren und
  5. alles was nicht bei drei auf dem Baum sitzt und nach Metall aussieht mit WD-40 schuetzen (aber (I) nicht mit dem WD-40 die Schmierung abwaschen und (II) nicht erst oelige Flaechen und dann die Optik antatzen).
  6. Wenn's wirklich etwas laenger stehen bleiben soll, die Hauptplatine der Elektronik und Motorkontakte mit dielektrischem Silikonoel einspruehen (z.B. Kontakt 60 plus), offene Buchsen mit Blindstopfen abdecken und bevorzugt mit dielektrischem Steckerfett (Ich nehme dieses hier: Grease for Electrical Connectors | Nye Lubricants, Batteriepolfett geht auch) schuetzen.
Dazu klar gesagt, all das zoegert Verwittern/Korrosion erheblich hinaus, aber oft spielt sich dann in Jahren ab, was ansonsten schon in Wochen stattfindet und trotzdem ist trocken gelagert eben trocken gelagert.
Weiterhin kann Ich nur dringend raten gleich das volle Konservierungsprogramm durchzuziehen, denn dann spart man sich danach den Schaden. Macht man sich dagegen erst mal einen schlanken Fuss und wartet, bis der Gruenspan (hm, geht nicht mehr, mal aufschrauben) millimeterdick auf der Platine steht und Flugrost bis in die Lager, dann heisst es "c'est la vie" und Kernsanierung ... ;)

So kam jedenfalls auch meine nicht gerade korrosionsfeste GP-DX viele Jahre durch die Saison. Irgendwann der Umstieg auf Losmandy, weil zu 99% eloxiertes Alu und rostfreier Stahl bis 'runter in die Lager, das gibt noch mal extra Reserven (da muss bei den Motoren und den Messingteilen sehr aufgepasst werden).

Danke, gute Idee! Ich nutze selber zwei Dual Setups und jetzt brauche ich keine Filterräder mehr :ROFLMAO:
Was, keine NB-Saeule...?
 
Das hört sich ja alles super motivierend an, Montierungen draußen zu lassen :eek:
Also ehrlich, bevor ich mich auf so ein Experiment einlasse, baue ich doch lieber meine Montierung weiterhin nach jeder Nacht ab. Meine (Holz-) Säule hat auch so den Riesenvorteil, dass der Aufbau sehr schnell geht und die Polausrichtung ein Klacks ist.
 
Servus,
schaut mal nach Fuchs Anticorit RP 4107 S hier z. B. Anticorit RP 4107 S
es gibt auch noch andere wie z. B. das PL 3802. Das sind Top Korrosionsschutzmittel u. a. der Automobilindustrie (da komme ich her). Ich hatte meine damalige Selbstbaumontierung mit blanken Stahlachsen über Jahre im freien unter einer Plastiktüte aufgebaut, da war kein Rostpünktchen zu sehen.

Gruß
Ralf
 
Hi,

ich finde, man sollte da nicht zu viel Panik verbreiten. Ich habe meine ASA-Montierung über viele Jahre permanent draußen auf dem Stativ belassen, bevor sie nach dem Hausbau in eine Rolldachhütte umgezogen ist. Hatte damit nie Probleme. Bei Nicht-Benutzung habe ich einen Sack für Gartenabfälle über die Montierung gestülpt und darüber einen Sack aus festem weißen Gewebe, das ich 1x pro Jahr mit Sprüh-Impägnierer behandelt habe. Das ganze war unten offen, so dass sich keine Staunässe gebildet hat.
Das einzige Problem, das ich mal hatte waren die Füsse des Stativs. Die waren nicht abgedeckt und die Metallhülsen, in denen die Stativbeide stecken, hatten offensichtlich keine Bohrungen, durch die das Regenwasser, das an den Beinen runtergelaufen ist, ablaufen konnte. Da ist mir dann nach vielen Jahren das Holz in den Stativfüßen weggerottet. Habe das zum Glück noch gemerkt, bevor ein Unglück passieren konnte. Das damalige Baader Hartholzstativ wurde dann durch ein Berlebach Planet ersetzt, bei dem ich sichergestellt habe, dass Ablauflöcher vorhanden waren und ich zusätzlich "Manschetten" aus dünnem Alublech angebracht habe, um die Stativbeine unterhalb des Stoffsacks vor Regen zu schützen.

Man muss also keine Angst haben, seine Monti draußen zu lassen, gute Lüftung ist aber Pflicht.
Gruß,
Robert
 
Und sind es nun zwei Säulen geworden?

Ich hatte meine HEQ5 ca. 1 1/2 Jahre draußen, geschützt durch ein "Mülleimer" + Grillabdeckung:

Abdeckung.jpg


Gruß
 
Hallo Philip,

nein, bisher nicht. Die Optik steht dem Ganzen einfach massiv im Weg.
Ich hätte sogar ohne Weiteres Platz für eine Hütte o.ä., komme aber auch hier mit dem "deplatzierten" Look nicht klar.
Deine integrierte Lösung wäre perfekt, lässt sich bei meiner Gebäudegeometrie aber nicht umsetzen.

Aktuell überlege ich meine Rigs dauerhaft auf meiner überdachten Terrasse zu "lagern" und idealerweise komplett aufgebaut auf den Rasen zu bugsieren.
Das Problem hierbei ist, dass meine Terrasse ca. 40cm höher als das Rasenniveau ist.
Für die Reinigung meines Grills abseits der Terrasse habe ich mir aus OSB eine zusammenklappbare Rampe gebaut um ihn herunterrollen zu können.

IMG_6337.jpeg


So etwas in massiver Ausführung könnte ich mir für eine Dolly-Lösung vorstellen.
 
Hmm, ja das würde zu mindestens den Aufwand verringern, wobei das lästige Einnorden ja bleibt.

*Angebermodus an*
Zudem muss ich jetzt keine Angst mehr vor Regenschauern etc. haben UND meine Sternwarte fängt auch ohne mich an (So wie am Samstag als ich bei euch in Augsburg auf dem Weihnachtsmarkt war und eigentlich Nebel angesagt war ;) )
*Angebermodus aus*

Gruß
 
Hmm, ja das würde zu mindestens den Aufwand verringern, wobei das lästige Einnorden ja bleibt.
Das Einnorden als Prozess stört mich persönlich nicht, dank PlateSolving bin ich binnen zwei Minuten unter 20" eingenordet. Viel mehr nervt das Auseinanderbauen im Wohnzimmer, das einzelne Herauswuchten und dann das anschließende Wiederzusammenbauen (insbesondere die Gegengewichte...).
Es gibt aber einen Fall, bei dem PA natürlich zum Dealbreaker wird. Ich bin abends unterwegs und es wird nicht rechtzeitig dunkel zum Einnorden, bevor ich weg muss.

Zudem muss ich jetzt keine Angst mehr vor Regenschauern etc. haben UND meine Sternwarte fängt auch ohne mich an
Ja, das ist schon nahe der Perfektion. Hast du auch eine Wolken-Aus-Taste?

So wie am Samstag als ich bei euch in Augsburg auf dem Weihnachtsmarkt war und eigentlich Nebel angesagt war ;)
Ein schwarzer Tag in meinen Geschichtsbüchern...
 
Das Einnorden als Prozess stört mich persönlich nicht, dank PlateSolving bin ich binnen zwei Minuten unter 20" eingenordet. Viel mehr nervt das Auseinanderbauen im Wohnzimmer, das einzelne Herauswuchten und dann anschließende Wiederzusammenbauen (insbesondere die Gegengewichte...).
Es gibt aber einen Fall, bei dem PA natürlich zum Dealbreaker wird. Ich bin abends unterwegs und es wird nicht rechtzeitig dunkel zum Einnorden, bevor ich weg muss.
Ja, geht schon fix. Aber ich hatte ja zuvor nur die HEQ-5 und später noch kurz die EQ6-R draußen. Teleskop und Kamera und Kabelbaum war komplett so gerichtet, dass ich nur noch USB + Strom an die Montierung anschließen musste. Auf- und Abgebaut in 2 Minuten + Vorbereitbar ohne Einnorden ;)

Ja, das ist schon nahe der Perfektion. Hast du auch eine Wolken-Aus-Taste?
Da bin ich grad noch an der richtigen Software dran, aber der "Volkswagen-Modus" klappt noch nicht ganz :D

Ein schwarzer Tag in meinen Geschichtsbüchern.
Zusammen mit dem, was da Mittags am Rathausplatz abgelaufen ist, wohl noch bei ein paar mehr Menschen :oops:

Gruß
 
Ja, wir sind auch vollkommen Unwissend hin gefahren und waren recht verdutzt, dass am Hauptbahnhof mehrere SEK Beamte und Einsatzfahrzeuge standen ...

Haben von dem Vorfall dann auch erst viel später erfahren und dann halt vor Ort die Kerzen gesehen ...
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben