Docter Aspectem 80/500 40x UWA

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Sternenauge

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Hi Mädels und Jungs,
hat jemand Erfahrungen mit dem Docter?
2 mm AP ist für ein Astroglas nicht gerade empfehlenswert.
Gruß,
Thomas


 
es gibt nichts besseres !!!!!!!!!!!!!! Unglaublich. Wer durchschaut, den hauts um

habe eines am ITV dabei
 
Hallo Thomas,

ich konnte mit dem Docter Aspectem 80/500 ED und den neuen 40x UWA-Okularen schon einmal am Tag beobachten. Es hat bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Riesiges scheinbares Gesichtsfeld von 84° (und das auch überblickbar) mit einer scharfen und kontrastreichen Abbildung. Ich glaube es ist in seiner Größenklasse konkurrenzlos und dabei noch "Made in Germany". Hier ein Erfahrungsbericht von Jürgen Wiesner. Am Nachthimmel konnte ich damit leider noch nicht beobachten. Dafür konnte ich das UWA-Okular schon am Refraktor nutzen.

Docter schreibt über dieses Okular: "Das Ultra-Weitwinkel-Anastigmatik-Okular besticht durch seine stigmatische (Stigma=Punkt) Abbildung über das gesamte Sehfeld. So sind selbst Sterne am Bildrand noch punktförmig und unvergleichbar scharf sichtbar. Für diese Eigenschaft und höchste Transmissionswerte sorgt der Einsatz von Spezialgläsern führender Glashersteller. Gegenüber dem Vorgängermodell wurde die Verzeichnung verringert, ohne das Abstriche am tatsächlichen Sehfeld gemacht werden mußten. So ist das Sehfeld bei entspannter Beobachtung noch überschaubar und lädt zu längeren Beobachtungen ein. Dies unterstützt zusätzlich noch der große Pupillenabstand, der durch Umfalten der Augenmuschel sogar die Beobachtung mit Brille ermöglicht."

Ich stehe solcher Werbelyrik eigentlich immer sehr skeptisch gegenüber, aber hier stimmen die Aussagen. Das Okular ist sehr gut und ich würde es jedem Nagler-Okular ähnlicher Brennweite vorziehen (Erfahrungen an Refraktoren bis f/6).

Du bist verunsichert wegen den 2 mm AP. Hier kommt es auf die Beobachtungsobjekte an, die du bevorzugt beobachten willst. Offene Sternhaufen sind sicherlich Paradeobjekte für das Aspectem. Bedenken solltest du aber auch den geradsichtigen Einblick, der für astronomische Beobachtungen nicht ideal ist. Hier ist ein tragfähiges und hohes Stativ notwendig. Da das Aspectem nicht gerade billig ist, würde ich es auf jedem Fall vorher bei einem Händler testen.
 
Hi Markus, hi Ralf,
danke für die Bestätigung. Ich denke halt, dass es in erster Linie für Naturbeobachtungen sehr gut ist. Dafür sind 2 mm genau richtig.
Aber Nachts wo die Pupillen ganz auf sind könnten es mehr sein.

Danke und Gruss,
Thomas

 
Hallo Thomas -

klar könnte es mehr sein, vielleicht ist für Astro die Version mit 30xWW geeigneter. Aber der Seheindruck ist bestimmt mit dem UWAs beeindruckender.
Und die AP der BinOptic ist bei 40x/50x auch nicht größer; wenngleich die eine doch andersartige Konstruktion sind. Wechselokulare, 90°-Einblick, seitenverkehrtes Bild sind halt was anderes, vom perfektem Finish mal ganz abgesehen. Bitte nicht falsch verstehen: ich habe auch schon beim ATB durch ein 130er von M.Schumann geguckt (bei kleiner AP…) und es hat mich fast vom Stuhl gehauen! Die Dinger sind wirklich Weltklasse, eben was für Liebhaber.

Ich denke, bei diesen Konsruktionen muss man den typischen Fernglasansatz (große APs, große Gesichtsfelder) beiseite schieben: den es sind m.E. Doppelrefraktoren und keine FGs. Es ist was für die Freunde von binokularem Sehen für eine bestimmte Art von Objekten: Sternagglomerationen und Asterismen sowie große Nebel gehen wohl nicht, und für die eher kleinen Sachen wie PN reicht meist die Vergrösserung(-sfähigkeit) nicht aus. Was dann jedoch noch 'übrigbleibt' wird durch Einsatz des zweiten Auges jedoch zum Genuss.
Kosten-Nutzen-Relationen sollte man im Astrobereich eh vorsichtig ansehen - H-alpha Rohre sind auch recht speziell, finden jedoch dennoch genug Interessenten (incl. mich…).
Dass das Docter nur geradsichtig ist, mag schon etwas unangenehm bei höher stehenden Objekten sein - jedoch mit einer UML-Schwenkarmmontierung müsste das Docter noch kombinierbar sein, und dann geht auch der Zenit nahe Bereich.

Wenn die Qualität der Sternabbildung also stimmt, ist das bestimmt eine 'nice price'-Alternative zu den 80er BinOptics - natürlich mit Festvergrösserung; das sollte Docter vielleicht mal überdenken. Ob das Vario da mithalten kann, weiss ich nicht.

binokulare Grüße
manne
 
lasst euch nicht von den 2 mm AP abhalten, durchzukucken, nach dem Durchkucken kauft ihr es euch entweder, oder Träumt für den Rest eueres Lebens vom Docter, versprochen...der Eindruck ist einfach nur Supergigantisch, an jedem Objekt
 
Hi,

leider hatte ich noch nicht das Vergnuegen..

Wenn ich aber bedenke, dass die "Wurzeln" des Aspectem bei CARL ZEISS JENA liegen, dann muss es spitze sein..


Gruss

Mike S
 
Hallo Thomas,

ich verwende intensiv das Ur-Modell des 80mm Aspectem, noch von Zeiss Jena 1990 gebaut, und zwar die Ausführung mit den 20-50x Vario-Okularen. Im Schrank ist ein Fuhrpark hochwertiger Geräte von 50 bis 140mm, ich denke mir jedoch oft: "Wenn Du nur ein Gerät behalten dürftest, es wäre das Aspectem".

Die möglichen Vergrößerungen sind 20, 25, 30, 40, 50. 25fach verwende ich mit Vorliebe an Sternhaufen, 3,2mm AP sind da genau richtig. 20fach kommt nie zur Anwendung (zu wenig, unter meinem Himmel APmäßig kein Gewinn gegenüber 25fach), 30fach gelegentlich um etwas tiefer zu sehen.

40fach benutze ich am Mond (sehr schön!) und vor allem an der Sonne mit Baader-Folie - da sind die Bilder viel ansprechender an in meinen 3-Zoll und 4-Zoll Apos mit Folie. Die Abschirmung der Augen durch das Geradsichtige ist ein Gewinn, und die zwei Luftsäulen stabilisieren das Bild.

50fach ist ein echter Gewinn gegenüber 40fach an den Planeten. Hiermit habe ich an Saturn 5 Monde gesehen, und an Jupiter konnten größere Verwirbelungen im Nordäquatorialgürtel ansatzweise erhascht werden. Mehr kann Mensch nicht von einem Fernglas erwarten.

Basierend auf diesen Erfahrungen kann ich nur zur Version mit Vario-Okularen raten. Die Möglichkeit, auf 20 oder 25fach herunterzugehen kann ein grosser Gewinn gegenüber 30fach sein - fühlt sich wirklich anders an. Ebenso ist 50fach in bestimmten Situationen entscheidend mehr als 40fach.

Die Tiefe (Grenzgröße) des Bildes hängt bei einem Fernglas gegebener Öffnung ganz wesentlich von der Vergrößerung ab. Dies und die AP frei wählen zu können ist für mich viel wichtiger als ein Nagler-grosses Feld.

Es ist übrigens in der Handhabung absolut noch ein Fernglas, fühlt sich nicht wie ein Doppelteleskop an.

CS, Christopher
 
Hi Christopher,
danke für deine leckere Beschreibung. Jetzt habe ich wieder ein altes Problem. Welches von den beiden Gläser ist das richtige für mich??
Bei dem Vario habe ich Angst, dass es bei den hohen Vergrößerung zu einem Tunnelblick kommt. Auch andere Gläser mit Zoom kann ich von der Qualität her nichts abgewinnen.

Danke und Gruß,
Thomas
 
Hallo Thomas,

die APM-Website schreibt für das Vario-Modell: subjektives Sehfeld [°]: 46-58
Die 46 Grad sind wohl bei der kleinen Vergrößerung, also 20fach. Bei 50fach ist das Ding also ein echtes Weitwinkel.

Mein Glas hat konstant 50 Grad, was ich als sehr angenehm empfinde. Die Okulare sind damit neben den Televue 3-6mm und 2-4mm Zooms die einzigen mir bekannten, die ein konstantes Sehfeld besitzen (parfokal sind sie nebenbei auch noch - ob das neue Docter das ist, weiss ich freilich nicht).

Ich teile Deine Vorbehalte gegen Zooms. Ich wurde z.B. mit einem Leica Zoom-Okular nicht glücklich. Dagegen liebe ich mein Televue 3-6mm am 4-Zoll Apo sehr. Vielleicht hat's mit dem konstanten Feld zu tun - aber auch mit der Qualität: Zooms können spitzenmäßig sein. Das Televue 3-6 und das alte Aspectem sind es. Und der Astro-Kollege, der das Leica nahm, ist sehr glücklich damit. Okulare sind halt eine sehr persönliche Sache.

Ich finde 40fach am 80mm Aspectem für die meisten Sachen zu düster. Ich verwende diese Vergrößerung nur an Sonne/Mond/Planeten. Dafür bräuchte ich das grosse Feld nicht. Deshalb sehe ich wenig Verwendung für das 40fach Modell.

Das Praktische an den Aspectems ist nebenbei die Ergonomie:
1. Die Aufsteck-Montierung. An der Unterseite ist eine ausklappbare Hülse, die auf die 20mm-Stäbe der alten Zeiss-Stative passt. Die Reibung passt in beiden Achsen perfekt zum Gewicht des Glases, nicht zu locker, nicht zu fest. In der einen Hand trage ich das Stativ, in der anderen das Glas (bin nicht kräftig gebaut). Vorher die Montierung Ausklappen, dann ans Beobachtungsort im Garten spaziert, Aufstecken, fertig. Dies macht das Glas zu einem Grab-and-Go sondergleichen.
2. Der Peilsucher am langen Griff funktionert auch bei 50fach wunderbar. Hatte nie das Verlangen nach einem Zusatzsucher.

Übrigens: wenn Geld kein Thema wäre, würde ich das Kowa Highlander Fluorit ausprobieren. 82mm Öffnung, 45-Grad Einblick, drei Weitwinkel-Okularsätze mit 20fach, 30fach und 50fach, und eine Aufsteckmontierung, die aussieht, als wäre sie vom Aspectem abgekupfert.
45 Grad ist schon entspannter, das weiss ich vom Miyauchi - aber dort hat mich die mangelnde optische Qualität genervt.

Beste Grüße, Christopher




 
Habe mal einen Blick durch das Kowa mit ED-Gläsern geguckt im Vergleich mit dem Apo oder Halbapo von APM. Das waren schon zwei verschiedene Klassen, das Kowa habe ich als brillant in Erinnerung im Gegensatz zum anderen. Allerdings war das nur ein Tagesblick für 10 Minuten, was mir aber schon gereicht hat.
 
Hallo Christopher,
ich habe ein Frau...da spielt Geld immer eine Rolle...lach! Auf Anschaffungen im Bereich Astronomie reagiert sie besonders empfindlich.
Wenn schon das Kowa dann auch das ohne Farbe. Da sind wir aber auch gleich bei einem tollen Urlaub, wie meine Frau rechnen würde und für dieses Jahr ist noch keiner geplant. Das wird schwierig. Die Borg Röhrchen finde ich auch sehr interessant. Und wenn wir schon dabei sind, wie sieht es denn mit den Binoptics aus? Ich glaube das wäre die sichere Scheidung!! Und die wird dann aber richtig teuer...lach. Klar wäre mir ein 45 Grad Glas schon lieber aber da gibt es wirklich nicht viel was passen könnte. Der Docter ist aber ein sehr guter Kompromiss. Meine Frau hat sich nach einer Woche beruhigt und es nach 2 Jahren vergessen und ich hätte was ich wollte zu einem noch erträglichen Preis.
Es hilft nix, ich muss durch beide Gläser schauen. Prinzipiell würde ich zu dem Vario tendieren.

Danke und Gruß,
Thomas
 
Hi Christopher,
habe jetzt noch eine andere Alternative auf dem Tisch.
Ein gebrauchtes Miyauchi 20x100 BF 45 Grad nicht das APO.
Soll ein gepflegtes Glas mit gutem Stativ, zusätzlichen 26er Okular, Koffer und UHC Filter sein. Kostenpunkt 1800,- Euro.
Was meinst ihr dazu?

Gruß,
Thomas
 
Hi Thomas

wenn du ein Namensprodukt suchst das Wertbeständig bleibt, bist du mit Myauchi sehr gut aufgehoben.
Wenn du das beste Preisleistungsverhältniss suchst, bezahlst du mit dem Myauchi mehr für weniger Leistung.

Wieso das ? Nun komm zum ITV mit dem Myauchi und stell dich neben einen Chinesen zum halben Geld, bei dem du normale 1.25" Okulare nutzen kannst und vergleich selbst.

Der nachteil des Myauchi : deutlich höherer Preis und keine normalen 1.25" Okulare, der Vorteil des Myauchi : Wertbeständigkeit und leichter

 
Hi Markus,
ich werde bestimmt kommen aber noch ohne Miyauchi.
Vergleich ist wichtig!
Danke und Gruß,
Thomas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,
die Endscheidung ist gefallen und ich bin selber überrascht. Ich hatte das Glück bei einem Teleskoptreffen durch zwei Binoteleskope zu blicken und war total beeindruckt und auch fasziniert. Der Konstrukteur der Binos war selber anwesend. Überrascht war ich von der Qualität und der Wertigkeit seines Aufbaus. Hätte nie gedacht, dass man sowas wirklich in dieser Art so genial hinbekommt. Es handelt sich um ein Bino mit 120/1000 FH Skywatcher Refraktoren auf einer EQ6 Montierung. Der Anblick durch 36 mm Aspheric Okulare hat mir glatt die Sprache verschlagen. Habe schon durch ein paar Binos geschaut (meist Chinesen) aber keines hätte es mit diesem aufnehmen können. Der Preis für dieses Bino geht auch voll in Ordnung. Alles war feinfühlig einzustellen und doch äußerst robust.
Bei der 27 fachen Vergrößerung und 2,6 Grad Übersicht konnte ich klasse durch den Himmel wandern. Das es keine APOs oder EDs waren, merkt man bei Deep Sky überhaupt nicht. Hier spielt der mögliche Farbfehler der FH keine Rolle. Die Teleskope kann man sich bei astro-mechanik anschauen. Auch konnte ich durch ein älteres TMB schauen und das war auch atemberaubend. Öfter mal auf solche Treffen gehen kann sich wirklich lohnen.
Gruß,
Thomas
 
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